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Denis Scheck © Guenther Schwering

Freiheit des Erzählens

Frank Kafka hat ein Werk geschaffen, das etwas Singuläres hat und wie ein Monolith in der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts steht. Die Sicherheit, die Eigenständigkeit, die Möglichkeiten und Denkräume, die Kafka in seinen Texten entwickelte, verweisen auf eine beispiellose Sehnsucht nach künstlerischer Selbstständigkeit – mithin auf den Wunsch und die Notwendigkeit, sich mit der Kunst aus der Determiniertheit des Lebens zu lösen. Wie Kunst und Leben zusammenhängen, wie aus dem gepeinigten Kind der vielleicht faszinierendste Autor des 20. Jahrhunderts wurde, das beschreibt Reiner Stach in seiner stilistisch brillanten Biografie über Franz Kafka. Nach »Die Jahre der Entscheidungen« und »Die Jahre der Erkenntnis« liegt mit »Die frühen Jahre« nun der Abschluss des Projekts vor.

17. April 15 Denis Scheck & Christoph Ransmayr über das Versprechen der Literatur

In Kooperation mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof

Denis Scheck © Guenther Schwering

Freiheit des Erzählens

Im Spiel mit den Formen der Literatur und vielgestaltigen Erzählverfahren erweisen sich die »Spielformen des Erzählens« von Christoph Ransmayr als eines der umfassendsten und interessantesten Werke der Gegenwartsliteratur. Im vorerst letzten Band der Reihe – der dem Gespräch mit Denis Scheck zugrunde liegt – erinnert uns Christoph Ransmayr daran, dass es oftmals gerade das Kindhafte, Gefährdete, Archaische oder traumatisch Verletzte an der Poesie ist, das Unbändige, Wahnsinnige an Prosa und Drama, das uns bewegt, fesselt oder überwältigt. Zu den vornehmsten Möglichkeiten der Literatur zählt Ransmayr dabei die Förderung der Vorstellungskraft durch das Erzählen vom tatsächlichen Leben des Einzelnen, um so gegen Dogma und Klischee, die Voraussetzungen aller Barbarei, zu immunisieren und darin vielleicht sogar eine Ahnung von Glück zu finden.

22. April 15 Denis Scheck & Reiner Stach sprechen über Franz Kafka

In Kooperation mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof