Veranstaltungen

Festival Akademie Lied 2014 © studio visuell photography

Stimmsymposium »Die professionelle Singstimme«

Die Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg, die Deutsche Stimmklinik Hamburg und der Heidelberger Frühling veranstalten während der Lied Akademie 2017 ein gemeinsames Symposium zum Thema »Die professionelle Singstimme«. Es findet im Kammermusiksaal der Stadthalle Heidelberg statt und widmet sich wissenschaftlich und praktisch Fragen der Stimmtechnik, Stimmgesundheit und Stimmtherapie sowie Fragen zum Timbre, zur Psyche und zum Altern der Stimme. Mittags gibt es die Gelegenheit, die Open Stage der Lied Akademie im benachbarten Ballsaal zu besuchen. Referenten sind u. a. Prof. Dr. Markus Hess, Leiter der Deutschen Stimmklinik Hamburg und Prof. Dr. Peter K. Plinkert, Ärztlicher Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg.

Anmeldung erbeten unter Nina.Rauball@med.uni-heidelberg.de.

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Voces8 »Im Osten und im Westen«

Ein Konzert, das – als Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017 – vom Heidelberger Frühling für die Heiliggeistkirche entwickelt wurde. Ein Programm, das sich der Vielfalt christlicher Konfessionen widmet. Eine Kirchenraumbespielung, bei der Musiker und Publikum wandeln, um im Osten und im Westen dieser einst in einen katholischen und einen evangelischen Teil getrennten Kirche Hör- und Raumerfahrungen zu machen. Ein illuminiertes Konzert, bei dem die Kirche und ihre Fenster zum Leuchten gebracht werden. Im musikalischen Zentrum des Konzertprojekts steht das Vokalensemble Voces8, das als eines der führenden und vielseitigsten Ensembles Großbritanniens gilt. Gregorianischer Choral, evangelische Motetten, anglikanische Hymnen, orthodoxe Gesänge – all das wird Voces8 in der Heiliggeistkirche singen. Verbunden werden die Werke durch Interludien aus der Feder Thierry Tidrows, der 2016 Stipendiat unserer Akademie für Komposition war und inzwischen (u. a. mit einem Kompositionsauftrag der Deutschen Oper Berlin in der Tasche) weithin Beachtung findet.

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Eröffnung »Neuland.Lied«: »Das Lied von der Erde«

Obwohl die sogenannte Jupiter-Sinfonie Mozarts letztes Werk dieser Gattung ist, handelt es sich doch keinesfalls um ein Abschiedswerk, sondern um eine glanzvoll- diesseitige Demonstration überragenden Kompositionsvermögens, die im virtuosen Kontrapunkt des Finalsatzes ihren atemberaubenden Höhepunkt erreicht. Wie weltabgewandt dagegen Mahlers »Lied von der Erde«. Mozarts und Mahlers Werke bilden in diesem Konzert so etwas wie das Gegensatzpaar menschlicher Daseinszustände. Michelle DeYoung und Toby Spence sind zwei herausragende Kenner des »Lieds von der Erde«, und mit dem in San Francisco arbeitenden Christian Reif konnte ein noch ganz junger Hoffnungsträger der nächsten Dirigenten-Tradition verpflichtet werden.

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

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Gallicantus

Inmitten des Geburtstagsfestivals zum Zwanzigsten des »Frühling« setzt dieses Konzert einen stillen Kontrapunkt. Es versammelt Trauermusiken auf den Tod des Prinzen Henry Stuart. Henry wurde keine zwanzig Jahre alt. Er starb 1612 im Alter von 17 Jahren; sein Tod betraf auch Heidelberg, denn er war der Bruder Elisabeth Stuarts, die durch ihre Heirat mit Friedrich V. von der Pfalz von 1613-23 Kurfürstin von der Pfalz war. Für sie wurde der Englische Bau des Schlosses errichtet.

Wir danken

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Martin Mitterrutzner, Tenor

Martin Mitterrutzner & Gerold Huber: »Schubert und die Liebe«

Was besingen Lieder am häufigsten? Die Liebe natürlich. Um dieses Thema aller Themen kreist das Programm von Martin Mitterrutzner und Gerold Huber, das ausschließlich Werke von Franz Schubert präsentiert – vom »Liebesrausch« über »Sehnsucht« und »Entzückung« bis zur »Seligkeit«. Der junge Tenor Martin Mitterrutzner, Mitglied des Frankfurter Opernensembles, gehört zu den großen Begabungen seiner Generation, der sich zunehmend auch als Liedsänger einen großen Namen macht. Dieses Konzert ist sein Debüt beim Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt. Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Thomas Hampson © Kristin Hoebermann

Thomas Hampson & Wolfram Rieger: »Des Knaben Wunderhorn«

Den Auftakt des hochverdichteten Wochenendes »Neuland.Lied«, das der Frage nachgehen wird, was das Lied alles kann, widmet sich, wie könnte es anders sein, der Inspirationsquelle aller Heidelberger Lied-Aktivitäten: »Des Knaben Wunderhorn«. Nicht nur Gustav Mahler hat Texte der Wunderhornsammlung vertont, auch viele andere berühmte und weniger berühmte Komponisten fühlten sich von den Texten inspiriert. Thomas Hampson hat für sich selbst und die Stipendiaten der Lied Akademie diesen Abend durchkomponiert, in dem sich Vertonungen ein und desselben Textes erhellend gegenüberstehen.

Wir danken Dr. med. Karin und Dr.-Ing. Peter Koepff

Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt. Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Künstler

Sonia Saric

Sonja Šarić

Die 1990 in Serbien geborene Sopranistin Sonja Šarić debütierte 2013 bei den Salzburger Festspielen, 2014 bei den Festspielen in Baden-Baden, und im Dezember 2014 folgt ihr Debüt am National Moravian-Silesian Theatre in der Titelpartie in Donizettis »Maria Stuarda«. Gerade einmal 21-jährig sang sie 2011 ihre erste Contessa Almaviva im Rahmen der Sommer Oper Bamberg.
Die Sopranistin ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und erhielt u.a. den Preis für die beste Mozart-Arie, den Publikumspreis sowie den 1. Preis in der Kategorie »Nachwuchs-Sänger« beim Internationalen Antonín Dvořák Gesangswettbewerb 2012. Seit Oktober 2009 studiert sie Sologesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim bei Snezana Stamenkovic.
Neben ihrem Opern-Repertoire von Bellini, Charpentier, Mozart, Strawinsky, Verdi und Wagner begeistert sie sich besonders für das Operetten-Repertoire von Kálmán, Lehár und Strauss. Ihr Konzertrepertoire umfasst Bachs h-moll-Messe, die »Johannes-Passion« und das »Weihnachtsoratorium«, Händels »Judas Maccabaeus«, Mozart-Messen und Vivaldis »Gloria«. 2014 gab sie ihr Japan-Debut mit Beethovens 9. Symphonie.
Sonja Šarić widmet sich auch intensiv dem Liedgesang, vornehmlich Schubert, Debussy, Rachmaninoff und Richard Strauss. Sie besuchte Meisterkurse bei Angelika Kirchschlager, Thomas Hampson, Wolfram Rieger und Thomas Quasthoff. 2011 wurde sie mit einem Stipendium der Walter und Charlotte Hamel Stiftung ausgezeichnet. 2012 war sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.

Anna Lucia Richter © Jessy Lee

Anna Lucia Richter

Anna Lucia Richter wurde bereits mit neun Jahren Mitglied des Mädchenchors am Kölner Dom. Zwischen 2004 und 2008 erhielt sie regelmäßigen Unterricht von Prof. Kurt Widmer, Basel. Im Anschluss an ihr Jungstudium bei Frau Prof. Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln studierte sie weiterhin dort und schloss ihr Hauptstudium im Sommer 2013 ab.
Die Künstlerin ist Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin, sie erhielt den Luitpold-Preis des Kissinger Sommers 2011. Im Jahr 2012 gewann sie den internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau.
Die junge Sopranistin ist bereits viel gefragt. Bei Engagements u.a. mit dem WDR Rundfunkorchester sang sie u.a. Werke von Händel (»Der Messias«) und Grieg (»Peer Gynt«). Aber auch die Oper kommt nicht zu kurz: In der letzten Spielzeit war die Sopranistin u. a. in »Le nozze di Figaro« als Barbarina an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg zu hören.

Besonders begeistert sich Anna Lucia Richter für das Liedgut. Zu ihren Begleitern gehören Moritz Eggert und Igor Levit. Im Frühjahr 2014 arbeitete sie erstmals mit Gerold Huber und gastierte mit ihm in der Wigmore Hall. Neben dem üblichen Repertoire nimmt die Künstlerin auch gern zeitgenössische Vertonungen in ihre Liedprogramme: so wie 2012 den Zyklus »Ophelia Songs« von Wolfgang Rihm, den er eigens für sie komponiert hat.

Hanna-Elisabeth Müller2014 © Chris Gonz

Hanna-Elisabeth Müller

Mit ihrem sensationellen Debüt als Zdenka wurde die Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller an der Seite von Renée Fleming und Thomas Hampson unter Leitung von Christian Thielemann als Entdeckung der Salzburger Osterfestspiele 2014 gefeiert.
Die 29-jährige Mannheimerin, die 2011 ihr Lieddebüt beim Heidelberger Frühling gab, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wird seit 2013 als SWR2 New Talent gefördert. Sie studierte bei Rudolf Piernay in Mannheim und besuchte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady, Edith Wiens, Elly Ameling, Thomas Hampson und Wolfram Rieger.
Nach Engagements an der Kammeroper Rheinsberg war sie 2010/11 Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Seit 2012/13 gehört sie zum Ensemble der Bayerischen Staatsoper. Gastengagements führen sie an die Semperoper Dresden, die Nationaloper Amsterdam und zu den Münchner Opernfestspielen.
Die vielseitige Sopranistin ist zudem regelmäßig Gast auf den Lied- und Konzertpodien. Sie konzertierte bereits mit dem Orchestre des Champs Elysées unter Philippe Herreweghe, den Bamberger Symphonikern unter Robin Ticciati, beim Oregon Bach Festival unter Helmuth Rilling oder beim Europäischen Musikfest Stuttgart unter Michael Sanderling. 2014/15 ist sie mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Jukka Pekka Saraste, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Simon Rattle sowie in der Mailänder Scala mit John Eliot Gardiner zu erleben.

Maximilian Krummen © Jessica Meyer

Maximilian Krummen

Geboren in Franken und aufgewachsen in Radolfzell am Bodensee, machte Maximilian Krummen schon früh musikalische Erfahrungen als Klarinettist. Von der Presse wird der junge Bariton für seine charismatischen und fein nuancierten Rollen- und Konzertinterpretationen gelobt.

Von 2013 bis 2015 war er Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und Stipendiat der Liz-Mohn-Kulturstiftung. Hier arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Simon Rattle, Christopher Moulds und Sebastian Weigle zusammen und sang in Neuproduktionen von Hans Neuenfels, Michael Thalheimer und Alvis Hermanis.

Gastengagements führten ihn an das Theater Aachen (u. a. Papageno in »Die Zauberflöte«), das Salzburger Landestheater (Ecclitico in »Il Mondo della Luna«), die Oper Bonn (Leander in »Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte«) und die Bregenzer Festspiele, wo er im Sommer 2015 sehr erfolgreich den Guglielmo in Mozarts »Così fan tutte« verkörperte.

Der Bariton war in Liederabenden und Konzerten im Konzerthaus Berlin, der Tonhalle Zürich und bei europäischen Festivals in Wiltz, Schiermonnigkoog und dem Heidelberger Frühling zu hören. Er sang mit der Staatskapelle Berlin, dem Sinfonieorchester Aachen und dem Folkwang Kammerorchester. Großen Erfolg feierte er mit Gustav Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen« im März 2016 in Memphis.

Als Stipendiat der Lied-Akademien in Heidelberg 2011 und 2012, wo er mit Thomas Hampson, Brigitte Fassbaender, Wolfram Rieger und vielen anderen zusammen arbeiten konnte, vertiefte er seine Verbundenheit mit dem Kunstlied und wirkte bei neu konzipierten Lied-Projekten mit.

Maximilian Krummen studierte privat bei Melinda Liebermann und von 2008 bis 2013 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Dieter Schweikard und Lioba Braun. Meisterkurse mit Angelika Kirchschlager, Johannes Martin Kränzle, Francisco Araiza und Roman Trekel bereicherten seine Ausbildung.

Salome Kammer © Andreas Ludwig

Salome Kammer

»Salome Kammer eine großartige Sängerin zu nennen, wäre untertrieben. Sie ist vielmehr eine phänomenale Stimmakrobatin, die keine Grenzen zwischen Sprechen und Singen, Spiel und Ernst kennt.« (Süddeutsche Zeitung)
Salome Kammers Universaltalent sprengt Grenzen. Ihr Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfasst Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodram, Liederabende, Dada-Lyrik und Broadwaysongs. Ihre Bühnenpräsenz als singende Schauspielerin oder schauspielende Sängerin fasziniert bei musikalischem Kabarett ebenso wie in dramatischen Bühnenrollen des Sprechtheaters. Mit ihrer Stimme hat sie die Neue Musik der
vergangenen Jahre geprägt und zahlreiche Werke in den Konzertsälen der Welt uraufgeführt.
Komponisten wie Wolfgang Rihm, Luca Lombardi oder Jörg Widmann schreiben Stücke für die Künstlerin, die mit ihrem extremen Ausdrucksreichtum und ihren unerschöpflichen stimmlichen Facetten zu neuen Werken anregt.
Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst Klassiker der Moderne wie Schönberg und Nono sowie Werke von Cage, Berio, Zender, Rihm und Kurtág, aber auch Weill- und Eisler-Liederabende.
Die Künstlerin begeisterte in zahlreichen Produktionen neuer Musiktheaterwerke von Helmut Lachenmann, Jörg Widmann, Peter Eötvös u.a. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren Salome Kammers Ausnahmetalent.
Salome Kammer unterrichtet Theorie und Praxis der Aufführung Neuer Musik an der Hochschule für Musik und Theater München.