Veranstaltungen

Eleonore Büning © studio visuell photography

Quartett der Kritiker – Spezial

Ob ein Musikstück das Zeug hat, in den Rang eines sogenannten Meisterwerks aufzusteigen, beweist sich zuallererst am Notentext, dann bei der Aufführung und seit rund einem Jahrhundert auch in Tonaufnahmen. Aber gewiss spielen auch wechselnde Moden, Geschmack und Zeitgeist eine Rolle. Gibt es überhaupt zuverlässige Kriterien zur Bestimmung eines Meisterwerkes, die sich als geschichtsresistent erwiesen haben? Gibt es das: Meisterwerke? Und wenn ja, welche wären die wichtigsten für die Gegenwart? Darüber diskutiert das »Quartett der Kritiker – Spezial«: vier Juroren des PdSK e. V., vier Musikkritiker aus drei Ländern.

Carolin_Callies_Lied.Lab_2016

Carolin Callies & Elda

In ihrem feinen Gedichtband ≫Fünf Sinne & Nur ein Besteckkasten≪ (Schöffling & Co.) erzählt Carolin Callies seltsame Geschichten: Davon, wie es aussehen konnte, ≫kleinstlebewesen zu verschicken≪ zum Beispiel, vom ≫wohnen in der obstschublade ≪ oder wie grotesk es ist, ≫innerhalb eines fleischfarbenen lappens≪ zu logieren. Ihr Buch voll ≫berückender Innigkeit, formalem Raffinement und enormer Bildkraft≪ (NZZ) ist das wohl spannendste Lyrik-Debut des Jahres 2015 und ist wie geschaffen für experimentelle Vertonung in Liedform. Und gleichgültig, ob die Musik den teilweise schockierenden Duktus der Poesie noch verstärkt oder eher moderiert – es werden faszinierende intertextuelle Beobachtungen möglich gemacht.
Das musikalische Pendant für diesen Abend ist die junge Band Elda. Mit poetischen Texten, zwei faszinierenden Stimmen und tiefenentspannter Folkbegleitung fangen die beiden Musikerinnen dort an, wo erfolgreiche Bands wie BOY leider aufgehört haben: Bei der zeitlosen Feinarbeit an den Wurzeln der Popmusik, jenseits von Retromania und Zeitgeist.


über das programm

In Kooperation mit
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Julia_Wolf_2016

Julia Wolf & Dominik Baer

Julia Wolf lebt in Berlin und schreibt Prosa und Szenisches für Theater, Radio und Film. Für ihre Arbeit hat sie verschiedene Stipendien und Auszeichnungen erhalten, unter anderem vom Literarischen Colloquium Berlin, dem Hessischen Literaturrat und der Filmförderungsanstalt FFA. Für ihren Debütroman »Alles ist jetzt« (Frankfurter Verlagsanstalt) erhielt sie den Kunstpreis Literatur 2015 der Brandenburg Lotto GmbH. Der Roman ist die Geschichte einer Lebensmüdigkeit, Julia Wolf erzählt von Trennung, von Einsamkeit und Gewalt.
Im Lied.Lab wird sie ihre Texte und ihre Sprachgewalt der Musik von Dominik Baer ausliefern.

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