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das festival

Festivals sind Ausnahmesituationen. Man darf den Alltag vergessen, Gedanken verlieren und Menschen begegnen. Die Sinne werden sensibilisiert und wir öffnen uns neuen, unbekannten Eindrücken. Wenn dazu noch Ambiente und Klima stimmen, dann ist die ideale Basis für ein kulturelles Ereignis höchster Güte geschaffen.

Kein Wunder also, dass sich in Heidelberg mit dem Heidelberger Frühling eines der erfolgreichsten jüngeren deutschen Festivals etablieren konnte. Was anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt 1996 als lokales Ereignis begann, hat sich innerhalb von zehn Jahren zu einem der „spannendsten und innovativsten Musikfestivals in Deutschland“ entwickelt (Mainzer Allgemeine Zeitung). Eine von der Metropolregion Rhein-Neckar in Auftrag gegebene Expertenbefragung zur Festivallandschaft in der Region bescheinigte dem Heidelberger Frühling das Potenzial, zu den Top Ten Festivals in ganz Deutschland zu gehören. Und die Süddeutsche Zeitung schreibt begeistert: „So also macht man das mit Festivals, wenn man außer guten Zahlen auch noch kluge Inhalte haben will. Bravo!“

Durch die großen festlichen Konzerte verwandelt der Heidelberger Frühling Heidelberg zur Festspielbühne für die internationale Musikszene: Künstler wie Thomas Hampson, Mischa Maisky, Edita Gruberova, Andreas Scholl oder Orchester wie das London Symphony Orchestra, die Academy of St. Martin in the Fields und die Bamberger Symphoniker sind regelmäßig in Heidelberg zu Gast. Seinen Namen innerhalb der Musikszene macht sich das Festival allerdings durch innovative Projekte wie das „Heidelberger Atelier“ und das „Streichquartettfest“. Hier stehen die Förderung der Neuen Musik, Musikvermittlung und vor allem der Dialog zwischen Künstlern und Publikum im Vordergrund.

Aber nicht nur inhaltlich macht der Heidelberger Frühling auf sich aufmerksam. Auch das Finanzierungskonzept des Musikfestivals ist zukunftsweisend. Träger des Festivals ist die Stadt Heidelberg, die mit der Übernahme der Personal-, Miet- und Sachkosten eine sichere Basis für die Arbeit des Festivalteams bereitstellt. Darüber hinaus wird der gesamte Programmbereich und die Werbung aus dem Verkauf von Eintrittskarten, Sponsoring und Spenden finanziert. Damit nimmt der Heidelberger Frühling eine Sonderstellung ein, denn kaum ein anderes Festival in Deutschland mit einem so hohen Programmanteil zeitgenössischer Musik erwirtschaftet gut zwei Drittel seiner Finanzmittel selbst.

Einzigartig ist dabei der Freundeskreis Heidelberger Frühling e.V., in dem sich private Förderer und Unternehmen zusammengeschlossen haben, um das Festival zu unterstützen. Der Heidelberger Frühling kann damit als echtes „Bürgerfestival“ bezeichnet werden, denn es sind die Unternehmensbürger und die Bürgerschaft, die den Heidelberger Frühling erst möglich machen.

Daher möchten wir Sie anstiften: Kunst als kritisch-innovatives Experimentierfeld bietet sich an, um gemeinsam die Grundlagen unserer Gesellschaft zu gestalten und sich auf die Begegnung mit Uneindeutigem, Unbekanntem und Fremdem einzulassen. Genau diese Begegnung steht im Zentrum der programmatischen Konzeption des Heidelberger Frühling. Wir laden Sie daher herzlich zum Heidelberger Frühling 2008 ein und freuen uns auf Ihren Besuch.