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Festivals sind Ausnahmesituationen

Beim Heidelberger Frühling stimmen Ambiente und Festivalgefühl. Foto: Sven Hoppe

Man darf den Alltag vergessen, Gedanken verlieren und Menschen begegnen. Die Sinne werden sensibilisiert und wir öffnen uns neuen, unbekannten Eindrücken. Wenn dazu noch Ambiente und Klima stimmen, dann ist die ideale Basis für ein kulturelles Ereignis höchster Güte geschaffen.

Die festlichen Eröffnungen mit herausragenden Orchestern finden im Konzerthaus Heidelberg statt.
Foto: Sven Hoppe

Auch Film- und Fernseh-Stars wie Sunnyi Melles und Mario Adorf kommen zum Heidelberger Frühling.
Foto: Philipp Rothe

Dirigent Jonathan Nott packt die Bamberger Symphoniker ebenso wie das Publikum.
Foto: Sven Hoppe

Ein junger Star am Cello-Himmel: Sol Gabetta.
Foto: Sven Hoppe

Kluge Inhalte und gute Zahlen


Kein Wunder also, dass sich in Heidelberg mit dem Heidelberger Frühling eines der erfolgreichsten jüngeren deutschen Festivals etablieren konnte. Was anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt 1996 als lokales Ereignis begann, hat sich innerhalb von zehn Jahren zu einem der »spannendsten und innovativsten Musikfestivals in Deutschland« entwickelt (Mainzer Allgemeine Zeitung). Eine von der Metropolregion Rhein-Neckar in Auftrag gegebene Expertenbefragung zur Festivallandschaft in der Region bescheinigte dem Heidelberger Frühling das Potenzial, zu den Top Ten Festivals in ganz Deutschland zu gehören. Und die Süddeutsche Zeitung schreibt begeistert: »So also macht man das mit Festivals, wenn man außer guten Zahlen auch noch kluge Inhalte haben will. Bravo!«



Festspielstadt Heidelberg


Durch die großen festlichen Konzerte verwandelt der Heidelberger Frühling Heidelberg zur Festspielbühne für die internationale Musikszene: Künstler wie Thomas Hampson, Mischa Maisky, Edita Gruberova, Andreas Scholl oder Orchester wie das London Symphony Orchestra, die Academy of St. Martin in the Fields und die Bamberger Symphoniker sind regelmäßig in Heidelberg zu Gast. Seinen Namen innerhalb der Musikszene macht sich das Festival allerdings durch innovative Projekte, in denen die Förderung der Neuen Musik, Musikvermittlung und vor allem der Dialog zwischen Künstlern und Publikum im Vordergrund stehen.



Das Heidelberger Modell


Aber nicht nur inhaltlich macht der Heidelberger Frühling auf sich aufmerksam. Auch das Finanzierungskonzept des Musikfestivals ist zukunftsweisend. Träger des Festivals ist die Stadt Heidelberg, die mit der Übernahme der Personal-, Miet- und Sachkosten eine sichere Basis für die Arbeit des Festivalteams bereitstellt. Darüber hinaus wird der gesamte Programmbereich und die Werbung aus dem Verkauf von Eintrittskarten, Sponsoring und Spenden finanziert. Damit nimmt der Heidelberger Frühling eine Sonderstellung ein, denn kaum ein anderes Festival in Deutschland mit einem so hohen Programmanteil zeitgenössischer Musik erwirtschaftet gut zwei Drittel seiner Finanzmittel selbst.

Einzigartig ist dabei der Freundeskreis Heidelberger Frühling e.V., in dem sich private Förderer und Unternehmen zusammengeschlossen haben, um das Festival zu unterstützen. Der Heidelberger Frühling kann damit als echtes »Bürgerfestival« bezeichnet werden, denn es sind die Unternehmensbürger und die Bürgerschaft, die den Heidelberger Frühling erst möglich machen. Jüngstes Frühlingskind ist die Stiftung Heidelberger Frühling, die sich der Verantwortung verschrieben hat, durch die Unterstützung des Heidelberger Frühling Denkanstöße, Begegnungen und Dialog in der Kunst und der Kultur zu fördern. So soll das kulturelle Leben in Heidelberg bereichert und für zükinftige Generationen gesichert werden.



Wir möchten Sie anstiften


Kunst als kritisch-innovatives Experimentierfeld bietet sich an, um gemeinsam die Grundlagen unserer Gesellschaft zu gestalten und sich auf die Begegnung mit Uneindeutigem, Unbekanntem und Fremdem einzulassen. Genau diese Begegnung steht im Zentrum der programmatischen Konzeption des Heidelberger Frühling. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!