Etwa 2000 Personen beschäftigen sich nach Schätzung des Deutschen Musikrats mit der Komposition sogenannter ernster Musik. Davon leben können die wenigsten – nur etwa 200 komponieren im Hauptberuf. Zeitgenössische Musik erfreut sich zwar eines zunehmenden Interesses auch beim Konzertpublikum, es gibt dafür Festivals, und immer mehr Ensembles werden gegründet, die sich der Interpretation zeitgenössischer Werke widmen. Bei einem breiten Publikum angekommen ist die musikalische Moderne dennoch nicht. Wie gehen Komponisten damit um? Denken sie bei ihrer Arbeit an die späteren Hörer? Ist Komponieren heute reine Kopfarbeit, weniger eine Sache von Emotionen? Er-lernbares Handwerk oder künstlerische Eingebung? Wie wichtig sind musikalische Traditionen und Einflüsse der alltäglichen Musikberieselung? Schreiben Komponisten meistens für die Schublade? Welche Musik bleibt? Könnte ein Wettbewerb „Jugend komponiert“ das Verständnis für neue Klänge fördern? Welche Öffentlichkeit wünschen sich Komponisten? Welche Chancen bietet der Musikmarkt? Diesen Fragen gehen in einem vom SWR mitgeschnittenen Gespräch mit Jörg Tröger die Komponistin Birke Bertelsmeier sowie die Komponisten Wolfgang Rihm und Matthias Pintscher nach.
Der Mitschnitt wird am Dienstag, 3. April 2007 um 17.05 Uhr auf Radio SWR2 gesendet.