Foto: Claus Geiss
Den Sanskrit-Begriff „Turangalîla“ kann man mit „Lebenskraft“ übersetzen, ohne dass sein Bedeutungshorizont damit ausgeschöpft wäre. Olivier Messiaen selbst bezeichnete seine Sinfonie als „Gesang der Liebe“, und das hört man der Musik auch an. Seit ihrer Uraufführung 1949 hat die Sinfonie dank ihrer ekstatischen Klangsinnlichkeit das Publikum wie kaum ein anderes Werk des 20. Jahrhunderts begeistert. Sämtliche Ausprägungen der Liebe werden geschildert: die kontemplative ebenso wie die rauschhafte. Was man kaum hört: dass Messiaen auch die „Turangalîla-Sinfonie“ kühl-berechnend durchkonstruiert hat. Das führt vor allem im rhythmischen Bereich zu einer hochkomplexen Partitur und zu enormen spieltechnischen Herausforderungen fan die Ausführenden. Das Werk teilt sich in zehn Abschnitte, die durch ausgedehnte Klavierüberleitungen verbunden sind. Es bildet das Mittelstück von Messiaens „persönlicher Trilogie von Tristan und Isolde“.
„Die „Turangalîla“-Sinfonie ist eine Hymne an die Freude, eine übermenschliche, überströmende, blendende und maßlose Freude. Auch der Begriff Liebe wird unter diesem Blickwinkel betrachtet: gemeint ist schicksalhafte, unwiderstehliche Liebe, die alles übersteigt, alles überrennt, ..."
Olivier Messiaen
Für die aktuelle Spielzeit wird das Philharmonische Orchester vom Deutschen Musikverlegerverband für das "beste Konzertprogramm" ausgezeichnet.
Denys Proshayev, Klavier
Thomas Bloch, Ondes Martenot
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Cornelius Meister, Leitung
mo 19. märz 07 alte PH heidelberg, raum 120 20.00 uhr
Konzerteinführung zu Messiaens Turangalîla -Sinfonie
"Universale Liebesmusik" – Studenten der Pädagogischen Hochschule und Schüler der Steinbachschule Ziegelhausen,
Leitung: Dr. Stefan Zöllner.
mi 21. märz 07 stadthalle heidelberg, kammermusiksaal 19.15 uhr
Konzerteinführung mit Olaf Schmitt
Die Einführungen sind im Konzertpreis inbegriffen. Der Einlass ist nur mit einer Eintrittskarte zum Konzert möglich.
Karten für dieses Konzert sind vom Wahl-Abonnement des Heidelberger Frühling ausgenommen.