In Kooperation mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg
Der gebürtige Libanese Rabih Abou-Kahlil gehört zu den Top-Sellern auf dem hiesigen Musikmarkt. Allein im Jahr 1999 verlieh ihm die Deutsche Phono-Akademie fünf Jazz-Awards. Hintergrund dieses Erfolgs ist seine Interpretation von globalem Jazz: Sie speist sich aus arabischen Wurzeln und involviert europäische Klassik ebenso wie amerikanischen Jazz. Rabih Abou-Khalil gilt als Meister der Oud, einer Kurzhalslaute, die in der arabischen Welt so populär ist wie bei uns Gitarre oder Klavier. In der Zusammenstellung seiner internationalen Besetzungen beweist Rabih regelmäßig ein glückliches Händchen. Zu seinen Partnern zählen vor allem geistesverwandte „Grenzgänger": klassische Ensembles wie das Kronos Quartet und das Ensemble Modern ebenso wie die Jazzgrößen Charlie Mariano oder Kenny Wheeler.
Anfang 2007 erscheint Abou-Kahlils neue CD „Songs for Sad Women“ mit Kompositionen von elegischer Weite, getragen und geprägt vom wundersamen Klang des Duduks, einer armenischen Oboe. Und warum der Titel „Songs for Sad Women"? Die Kompositionen verbreiten Ruhe, sind voller Gefühl und Sanftheit, schleichen sich unversehens ins Gemüt – eine Art „weiblicher“ Musik, die gemächlich strömend, auf kein Ziel gerichtet, die ganze Welt zu umfassen scheint.
Rabih Abou-Khalil, Oud
Gevorg Dabaghyan, Duduk
Michel Godard, Serpent
Jarrod Cagwin, Perkussion