In Kooperation mit der Gesellschaft der Musik- und Kunstfreunde Heidelberg e.V.
Das Divertimento Es-Dur gehört zu den großen Rätseln aus Mozarts Spätwerk. Wieso diese plötzliche Hinwendung zum Triosatz nach so vielen Streichquartetten? Welchen Anlass gab es überhaupt für die Komposition? Und warum der verniedlichende Titel „Divertimento“ für ein Stück, das eher einer entschlackten Sinfonie gleicht? Man kann dieses Meisterwerk gar nicht oft genug hören, um sich diese Fragen immer wieder neu zu stellen. Erhellend dürfte da auf jeden Fall die Gegenüberstellung mit zwei Werken sein, die einem ganz anderen Kontext entstammen: dem spielfreudig-spritzigen Françaix-Trio aus dem Jahr 1933 und dem „polystilistischen“, zwischen Ironie und Tragik schwankenden Streichtrio von Alfred Schnittke.
Nicht nur Werke für diese Triobesetzung sind rar, auch feste Ensembles gibt es wenige, die sich ihr widmen – und das Dresdner Streichtrio ist eines von ihnen. 1995 von drei Stimmführern der Sächsischen Staatskapelle beziehungsweise des MDR-Sinfonieorchesters gegründet, gilt es mittlerweile als ein „über die Landesgrenzen bekanntes Spitzenensemble“ („Die Welt“). Auf CD eingespielt haben die Dresdner neben den Standardwerken auch Unbekannteres wie die Trios von Herzogenberg, Reger und Strauss.
Dresdner Streichtrio
Jörg Faßmann, Violine
Sebastian Herberg, Viola
Michael Pfaender, Violoncello
Karten für dieses Konzert sind vom Wahl-Abonnement ausgenommen.