In Kooperation mit der Jahrhundertwende-Gesellschaft
Wenn amerikanische Musiker ihre Ausbildung in Europa fortsetzten, gingen sie in der Regel nach Paris. So auch David Korevaar. Der Klavierschüler des Virtuosen Earl Wild und Absolvent der Juilliard School (Kompositionsunterricht bei David Diamond) rundete seine Studien in Frankreich bei Paul Doguereau ab. Dass Doguereau selbst Schüler zweier bekannter Pianisten-Komponisten war, dem trägt Korevaars Heidelberger Programm Rechnung: Der eine, Jean Roger-Ducasse, übernahm 1935 die Kompositionsklasse von Paul Dukas am Pariser Konservatorium und prägte wie dieser das französische Musikleben nachhaltig. Der andere war kein Geringerer als Maurice Ravel, der wie Roger-Ducasse und Louis Aubert einst bei Gabriel Fauré studiert hatte. Alle drei Fauré-Schüler sind mit wichtigen Jahrhundertwende-Klavierwerken vertreten: Roger-Ducasse mit seinen reizvollen „Six Préludes“, Ravel mit den Schubert nachempfundenen „Valses nobles et sentimentales“ sowie Aubert mit seinem ergreifenden „Sillages“-Zyklus. Nach der Pause erklingt neben Klavierstücken von Liszt die dritte Sonate des Amerikaners Lowell Liebermann, als dessen Vorzeigeinterpret mit mehreren CD-Einspielungen Korevaar gelten kann.
Karten gibt es beim Musikhaus Hochstein (0 62 21 - 9 10 60), bei heidelberg-TICKET (0 62 21 -58 20 00 0) und bei der Jahrhundertwende-Gesellschaft
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