Joseph Haydns Sinfonien wurden in ganz Europa gefeiert. Schon 1788 schrieb der „Mercure de France“: „Wie gut versteht er sich darauf, einem einzigen Thema die reichsten und verschiedenartigsten Entwicklungen abzugewinnen." Genau dies zeichnet auch die Sinfonie Nr. 104 aus, die Abschluss und Höhepunkt von Haydns sinfonischem Schaffen darstellt. Als sie 1795 in London uraufgeführt wurde, notierte er: „Die ganze Gesellschaft war äußerst vergnügt und auch ich.“
Weniger vergnügt hingegen war Wolfgang Amadeus Mozart bei der Komposition seiner Flötenkonzerte: 1777 machte er die Bekanntschaft des Amateurflötisten Ferdinand Dejean, der bei ihm „3 kleine, leichte, und kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte“ bestellte. Mozarts Missmut ist den spielfreudigen Werken nicht anzumerken und gerät gänzlich in Vergessenheit, wenn sie von Emmanuel Pahud interpretiert werden, der wegen seiner ausdrucksstarken Klanggestaltung als eine der interessantesten Musikerpersönlichkeiten gilt.
1933 komponierte Zoltán Kodály zum 80jährigen Bestehen der Philharmonischen Gesellschaft Budapest ein Werk, dem er Zigeunermelodien aus seinem Heimatdorf Galánta zugrunde legte; in einem großen sinfonischen Rondo verband er diese zu einer glanzvollen Tanzfolge.
Glanzvoll waren auch die beiden letztjährigen Auftritte der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, die das Publikum des Heidelberger Frühling in Entzücken versetzten.
Emmanuel Pahud, Flöte
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Trevor Pinnock, Leitung
Mit freundlicher Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung des Freundeskreises Heidelberger Frühling e.V.