Der Schlagzeuger Johannes Schulin und der Akkordeonist Kai Wangler schlossen sich 2003, kurz nach Studienbeginn, zu einem Duo zusammen, das sich vornehmlich der Interpretation Neuer Musik widmet. Mit dem 1. Preis beim Musikwettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. stellte sich 2006 ein erster großer Erfolg ein.
Ein Reiz der ungewöhnlichen Besetzung liegt darin, neue Kompositionen anzuregen, so aktuell „Sayaka“ von G.F. Haas, ein auf Obertonkonstellationen beruhendes, von Schulin und Wangler uraufgeführtes Werk. Demgegenüber ist Lindbergs „Metalwork“ bereits ein „Klassiker“ für die Besetzung Akkordeon und Schlagzeug. Kurz nach Lindberg erprobte auch Georg Katzer, Vorzeigekomponist der ehemaligen DDR, mit „Jeux à deux“ die ungewöhnliche Klangkonstellation.
Einen Kontrapunkt setzt die szenische Komposition „Fälle“ von Michael Heisch, der seine ganz eigene Vorstellung vom Zusammenwirken von Akkordeon und Schlagzeug hat: „eine etwas verloren wirkende Kombo auf einem Kuriositätenmarkt ...“. Bachs zweistimmige Inventionen erklingen in doppelter Bearbeitung: Von Max Reger um eine dritte Stimme ergänzt, erhalten sie bei Schulin/Wangler eine neue klangliche Hülle, die die kompositorische Struktur nicht antastet.
Johannes Schulin, Schlagzeug
Kai Wangler, Akkordeon
Mit freundlicher Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung