„Form wird Drama: Wenn ein Pianist mehr kann als Klavier spielen, profitiert auch sein Klavierspiel davon!“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Wenn ein Pianist zugleich als Komponist der Musik sein Talent widmet, kann das „Mehr-Können“ als idealtypischer, gleichsam schöpferischer und interpretatorischer Zugang zur Kunstform verstanden werden.
Der Pianist und Komponist Dejan Lazić ist ein wahrhafter Spezialist im „Mehr-Können“. Der junge Kroate startete bereits während seiner Studienjahre in Salzburg eine rasante pianistische Karriere. Erst im letzten Jahr erhielt er den ECHO Klassik 2009 und sorgte auf den großen Festivals für internationale Begeisterung.
Sein Debüt in Heidelberg steht ganz im Zeichen Chopins, der nahezu vollendet die Einheit von Komponist und Pianist verkörpert. So schrieb Debussy einst bewundernd: „Chopin war der größte von uns allen, denn er entdeckte alles einzig und allein durch das Klavier.“ Lazićs Entdeckungsreise dieser kompositorischen Höhepunkte führt von den Nocturnes zu den Balladen und natürlich zur Polonaise und zum Walzer. Der Pianist beschließt sein Konzert mit den jüngst auf CD erschienenen „Moments Musicaux“ von Rachmaninow; der Geist Chopins wirkt auch in diesen „musikalischen Momenten“ fort.
Dejan Lazić Klavier
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