Sie sind nicht nur fast gleich alt, sondern auch in derselben Stadt geboren: Andris Nelsons (*1978) und Baiba Skride (*1981). Beide stammen aus Riga und können sich so zum jungen Europa zählen. Nelsons, der mittlerweile als „der aufregendste der jüngeren Dirigenten“ (Süddeutsche Zeitung) gilt, verlängerte gerade seinen Vertrag als Chef des City of Birmingham Symphony Orchestra. Die großen Orchester und Opernhäuser weltweit reißen sich ebenfalls um ihn und im Sommer gibt er mit Wagners Lohengrin sein Debüt in Bayreuth.
Nicht minder erfolgreich ist die Geigerin Baiba Skride, die gleichsam zu den spannendsten jungen Musikerinnen unserer Zeit zählt. Ebenso wie Nelsons steht sie für ein klares und durchdachtes, dabei aber vollkommen unprätentiöses Musizieren, Fachpresse und Kritiker loben ihr Spiel einhellig als „…unfehlbar intelligent, […] klar, überlegt, überzeugend“ (International Record Review). Nelsons und Skride lernten sich 2008 bei einer CD-Einspielung mit dem CBSO kennen, beim Eröffnungskonzert des Heidelberger Frühling sind sie nun erneut gemeinsam zu erleben. Zusammen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra haben sie Schostakowitschs Violinkonzert (für dessen Einspielung Baiba Skride 2006 den ECHO Klassik erhielt) und die 5. Sinfonie von Tschaikowsky im Gepäck – Stücke zweier Komponisten, denen die Freiheiten des heutigen Europa noch nicht vergönnt waren.
Man darf gespannt sein auf die lettisch-britische Begegnung, denn „die Letten“, sagt Andris Nelsons, „ sind ein schüchternes Volk, doch wehe, wenn sie aus sich herausgehen.“
„Die größte und schönste Hoffnung am internationalen Dirigentenhimmel.
Der 30-jährige Lette ist ein Ausbund an Musikalität.“
Der Tagesspiegel