„Das Klavier ist mein zweites Ich“ soll Chopin gesagt haben. Hat man das Glück einen Klavierabend mit Khatia Buniatishvili zu erleben, scheint auch hier ein „zweites Ich“ am Werk: Die junge Künstlerin begeistert die Hörer mit ihrem einfühlsam-elegischen und zugleich emphatischen Klavierspiel.
In Georgien geboren, studierte Buniatishvili erst in Tiflis, dann in Wien und erhielt schon bald zahlreiche Auszeichnungen (Horowitz-Wettbewerb 2003, Rubinstein-Wettbewerb 2008). „Best Performer of a Chopin Piece” darf sie sich nennen und so verwundert es nicht, dass der Heidelberger Frühling die junge Pianistin in seinem Chopin-Schwerpunkt einbindet. Neben ausgewählten Préludes und der 2. Sonate mit ihrem berühmten Trauermarsch, erklingt die 4. Ballade, in der Chopin eine intime Klangatmosphäre, Poesie ohne Worte, entwirft. Den innigen Chopin-Klang kontrastiert Buniatishvili mit der dynamischen Konzentration, die in Strawinskys „Petruschka“ das Bild der Tänzer vor Augen führt. In diabolische Sphären führt sie schließlich mit Liszts „Mephisto-Walzer“. Ein virtuoses Wechselspiel ungestümer Bewegung und tiefer Empfindung – wie geschaffen für das außergewöhnliche Talent der jungen Pianistin.
Khatia Buniatishvili Klavier
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