„Meine Freiheit wird umso größer und umfassender sein, je enger ich mein Aktionsfeld abstecke.“ Dieses Diktum hat Igor Strawinsky in der „Geschichte vom Soldaten“ besonders beeindruckend verwirklicht. Sprecher und ein kleines Instrumentalensemble – das ist alles, was es zur Aufführung dieses kompakten Musiktheaters braucht. Aber auch äußere Umstände machten diese reduzierte Besetzung notwendig: Das Minimal-Schauspiel, welches sich hervorragend für Wanderbühnen eignet, entstand 1917, inmitten des Ersten Weltkriegs und kurz vor der Oktoberrevolution in Strawinskys russischer Heimat. Dichter und Freund Charles Ferdinand Ramuz steuerte den Text bei. Der wiederum basiert auf einer Geschichte des Autoren Alexander Afanasiev: das populäre Sujet eines Mannes, der mit dem Teufel paktiert und die Konsequenzen dieses Bündnisses am eigenen Leib zu spüren bekommt.
Mit dem charismatischen Dominique Horwitz gibt sich ein gern gesehener Künstler beim Heidelberger Frühling und darüber hinaus einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands die Ehre. Bekannt durch seine Rollen in der TV-Saga „Der große Bellheim“ (1992) und in Jospeh Vilsmaiers internationalem Kinoerfolg „Stalingrad“ (1993), war der gebürtige Franzose auf Theater- und Kabarett-Bühnen bisher ebenso zu erleben wie vor der Kamera und in der Rolle des Regisseurs.
Dominique Horwitz Sprecher
Arte Ensemble
Fotonachweis: privat
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