Als „neuen Stern am Chopin-Himmel“ würdigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung Olga Scheps, die sich bereits früh als pianistisches Nachwuchstalent profilierte: Ihre Konzerttätigkeit begann sie bereits mit zwölf Jahren. Seit 2006 studiert sie bei Pavel Gililov in Köln, 2008 war sie Preisträgerin bei der Kissinger Klavierolympiade. Mit Auftritten in den USA und in Asien blickte die gebürtige Moskauerin auch über den europäischen Tellerrand und begeisterte ihr Publikum bereits weltweit.
Man darf also sehr gespannt sein auf ihren Heidelberger Chopin-Klavierabend, der Fantasievolles birgt – Fantasievolles im Sinne poetisch-musikalischer Ideen, die Formgrenzen sprengen und in verborgene Gefühlswelten führen. In den Nocturnes treten diese Ideen unverkennbar zutage. Chopin spielte sie „aus der Seele heraus“, wie seine Zeitgenossen berichteten. Seine Ballade in g-Moll beginnt in ähnlich empfindsamer Manier, schwingt sich dann aber hinauf in virtuose Klangfluten. Als eine in Noten festgehaltene Improvisation erscheint die f-Moll-Fantasie: Spieltechnischer Anspruch paart sich mit fließenden, folkloristisch anmutenden Melodien.
Olga Scheps Klavier
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