Dass Musik aus dem Alten England alles andere als langweilig ist, beweist auf unterhaltsame Weise das britische Ensemble „I Fagiolini“. Gegründet 1986 von Robert Hollingworth in Oxford, gewann die Gruppe 2006 den Royal Philharmonic Society Award. International haben sich „I Fagolini“ mit ihren innovativen Musikpräsentationen längst einen hervorragenden Ruf erworben, vor allem ihre Einspielung von ‘The Full Monteverdi’ ist hochgelobt. Die Zeitung ‘The Independent’ forderte ihre Leser auf, sich so schnell wie möglich Karten für eine Aufführung zu besorgen.
Chorknabe am Kings`s College in Cambrigde, später Musiker in der Londoner Chapel Royal – so sah die typische Laufbahn vieler britischer Musiker und Komponisten im 16. und 17. Jahrhundert aus, auch die im Konzert zu hörenden Komponisten sind diesen Weg gegangen. In ihrem Programm „The English Muse“ stellen „I Fagiolini“ Musik aus England zwischen 1575 und 1622 vor – Madrigale, Motetten und Lautenstücke von Byrd, Dowland, Gibbons, Tomkins, Weelkes und Wilbye. Mit so viel komödiantischen Elementen und Sinn für Humor waren die Werke der alten Meister allerdings lange nicht zu hören, denn die Musik des Ensembles ist, so schreibt das BBC Music Magazine, “ …lively, imaginative, even anarchic...and a lot of fun.“
I Fagiolini
Robert Hollingworth Leitung
Anna Crookes, Julia Doyle Sopran
Clare Wilkinson Mezzosopran
Robert Hollingworth Countertenor
Nicholas Hurndall Smith Tenor
Charles Gibbs Bass
David Miller Laute