Repräsentativ, feierlich, glanzvoll – in der Musikgeschichte spielte die Trompete stets eine besondere Rolle. Als Soloinstrument erlebte sie vor allem im 17. und 18. Jahrhundert ihre Blüte; zahlreiche Kompositionen wurden ihr gewidmet. Auch Leopold Mozart schuf 1762 ein Konzert für Trompete, das dem Instrument einen strahlenden und zugleich beweglich-kantablen Ton zuerkannte.
Diese Klangidee umzusetzen, ist für den Trompeter Reinhold Friedrich ein „Leichtes“; ist es doch gerade die sonore Unbeschwertheit, die den Charakter des Werkes prägt. Friedrich ist Meister des Clarinblasens und längst ein Idol der jungen Bläsergeneration. Die Kunst des Trompetenspiels weiß der Wahl-Heidelberger geradezu vollendet zu präsentieren. Exzellente Unterstützung erhält er dabei vom Philharmonischen Orchester Heidelberg unter der Leitung von Cornelius Meister.
Neben Mozarts Trompetenkonzert widmet sich das Philharmonische Orchester zwei weiteren Werken, die in ihrer Zusammenschau interpretatorische Vielgestaltigkeit verlangen: Mit den „Drei Fragmenten“ von Anno Schreier, in diesem Jahr „Komponist für Heidelberg“, begibt sich das Orchester in eine zeitgenössische Klangwelt, die eigenwillige musikalisch-formale Ideen entwickelt, wie bereits die Titel erahnen lassen: „Praeludium“, „Quodlibet“, „Climax“.
Als romantisches Gegengewicht ist Bruckners 7. Sinfonie zu hören. Mit ihr errang der Österreicher die lang ersehnte Anerkennung als großer Sinfoniekomponist: „Das bedeutendste sinfonische Werk seit Beethovens Tod“ soll Hermann Levi gesagt haben. Bruckner selbst schrieb in sein Tagebuch: „… zum ersten Mal die Sonne auf meinen Schreibtisch gescheint.“ Das ist der wahre Frühling.
Reinhold Friedrich Trompete
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Cornelius Meister Leitung