„Musique française de France!“ Mit seiner puristischen Forderung begeisterte der Schriftsteller Jean Cocteau viele französische Komponisten. Um ihn bildete sich 1918 die Künstlergruppe „Les Six“, der auch Poulenc und Milhaud angehörten. Sie trat für eine Ästhetik ein, die die Grenzen zwischen E- und U-Musik aufgehoben wissen wollte.
Wunderbare Beispiele dieser Musik sind Milhauds „Scaramouche“ und Poulencs Sonate für Klarinette und Klavier. Leichtigkeit und Ernst, Witz und Empfindsamkeit sind auch in den Werken für Klarinette von Françaix, Debussy und Saint-Saëns zu spüren. Zusammen bilden sie eine eindrucksvolle Klangreise durch das Frankreich des 20. Jahrhunderts.
Interpretiert wird dieses rundum französische Programm von zwei deutschen Künstlern, dem Klarinettisten Sebastian Manz und dem Pianisten Martin Klett. 2008 gründeten die jungen Musiker das „Duo Riul“ und feierten sogleich große Erfolge: Im gleichen Jahr erhielten sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und wurden in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. Manz und Klett sind Meister ihres Instruments und schöpfen mit ihrem Können alle Klangmöglichkeiten der „musique française“ aus – von singender Melodik bis hin zum neckisch-burlesken Ton.
Duo Riul
Sebastian Manz Klarinette
Martin Klett Klavier
In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Fotonachweis: Christine Schneider
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