Es gibt nur einen, der mit einem Durchschnittspuls von 155 ein vierstündiges Konzert bestreiten kann: Martin Grubinger. Über 600.000 Noten hat der Multi-Perkussionist bei seinem ersten Marathonkonzert 2006 in Wien auswendig gespielt. Neun Solowerke präsentierte er, darunter drei Uraufführungen – nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern vor allem eine musikalische Höchstleistung. Damit blieb der junge Perkussions-Künstler seiner Devise treu: „Ich gehe immer ans Limit“. Als Grubinger mit 17 Jahren in Bergen seine Solokarriere startete, wurde ihm schon damals „totale Professionalität“ attestiert (Simone Young). Und diese geht mit seinem unglaublichen Leistungswillen einher: „Ich will nie einem Komponisten sagen müssen, dass etwas unmöglich ist.“
Der gebürtige Salzburger verfolgt mit seinen Interpretationen neben den „athletischen“ Zielen natürlich auch musikalische: „Man muss das Schlagwerk zum Singen bringen“ – eine künstlerische Herausforderung, die Grubinger mit Leichtigkeit zu meistern scheint. Ungemein rhythmische Präzision zeigt sein rasantes Spiel, das zu keiner Zeit das Melodische zurückdrängt. Die beeindruckende Motorik verbindet sich mit feinfühliger Interpretation. Ohne übertreiben zu müssen, kann Grubinger als Wegbereiter einer neuen perkussiven Klangästhetik betrachtet werden.
Dem Heidelberger Publikum ist Martin Grubinger längst ein Begriff. Beim Frühling 06 und 07 sorgte er für rhythmische Sogwirkung mit seinem weltumspannenden Programm „Pulsing Percussion I“ und „II“. Dieses Jahr hat sich der junge Künstler Verstärkung mitgebracht: „Grubinger & Friends“ werden dem Publikum ein rhythmisches Elementarereignis bereiten.
Martin Grubinger & Friends
Martin Grubinger jun.Percussion
Martin Grubinger sen. Percussion
Leonhard Schmidinger Percussion
Wolfgang AuingerPercussion
Rainer Furthner Percussion
Ismael Barrios Percussion
Louis Sanou Percussion
Per Rundberg Klavier