Die Zeiten, in denen zeitgenössische Kompositionen Krawalle im Publikum auslösten, sind längst vorbei. Gesucht wird – sowohl von Komponisten- als auch von Publikumsseite – der Dialog. Das Symposion macht es möglich: Kurzpausen zwischen den Musikbeiträgen aus dem traditionellen und zeitgenössischen Repertoire geben Gelegenheit zu Rückfragen und Diskussion. Als Aufführungsformat, das den traditionell eher förmlichen Konzertrahmen sprengt und Schnittstellen schafft zwischen Werken, Interpreten und Zuhörern, erprobt das Symposion neue Wege des gemeinsamen musikalischen Erlebens.
Für reichlich Diskussionsbedarf wird die breite Palette an aufgeführten Werken denn auch mit Sicherheit sorgen: Da wäre zum Beispiel der Zeitgenosse Wolfgang Rihm, dessen Oeuvre eines von vornherein auszuschließen scheint: Klassifizierung. Ähnlich wie das Werk seines 2003 verstorbenen Kollegen Luciano Berio und das des Amerikaners John Cage (1912-1992) kennzeichnet das Rihm‘sche Opus ein Crossover aus Altbewährtem und Avant-Garde-Stilen, ein dynamisches Wechselspiel zwischen Traditionsbewusstsein einerseits und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Techniken andererseits. Da ist es naheliegend, den zeitgenössischen Kompositionen einige ihrer Referenzwerke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Seite zu stellen.
Asasello Quartett
Inon Barnatan Klavier
Matthias Pintscher
Paul Fitzsimon
Mitglieder des Festivalensembles
Preis
€ 20,- (ink. Tagesveranstaltungen des Heidelberger Atelier am 27.3.10)
Fotonachweis: privat
Wir danken