Leipzig – Wien – Budapest: so lassen sich die Stationen des Eröffnungskonzerts des Streichquartettfests 2010 geographisch beschreiben, in dem die Musiker der Philharmonia Végh sich auf eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte begeben. Auf ihrem Weg begleitet werden sie von der Pianistin Ragna Schirmer, die erstmals mit den Budapester Musikern der Quartette Keller, Auer und Akadémia musizieren wird. Dass die Musiker der Philhamonia Végh musikalisch auch in der Zweiten Wiener Schule beheimatet sind, demonstrieren sie mit Werken von Webern, Ligeti und Schönberg. Neben Anton Weberns »Langsamen Satz« von 1905, einem tief in den schwelgerischen Klangidealen des ausgehenden 19. Jahrhunderts verhafteten Quartettsatz, steht Schönbergs Streichsextett »Verklärte Nacht« op. 4 von 1899 in der Fassung für Streichorchester auf dem Programm. Musikalisch komplettiert wird das Konzert durch das erste Streichquartett von György Ligeti, das unter der ursprünglichen Bezeichnung »Métamorphoses nocturnes«. Nicht nur eine Reise durch verschiedene europäische Musikkulturen, sondern auch durch die Jahrhunderte ist damit also garantiert!
Ragna Schirmer Klavier
Philharmonia Végh Budapest
In Kooperation mit dem Impresariat Simmenauer und der Musik- und Singschule Heidelberg.
Fotonachweis: M. Bothor
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