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kalender 10

Freitag |  23.04.2010 |  Alte Aula der Universität Heidelberg |  20:00 Uhr
Preis: € 35,- | € 25,- | € 18,- | € 12,-

schuberts mehrstimmige gesänge mit klavier 2

schuberts mehrstimmige gesänge mit klavier 2

das programm:

Franz Schubert (1797-1828)
Sämtliche mehrstimmige Gesänge mit Klavier




Rund 130 Einzelwerke, vom schlichten Kanon über das klavierbegleitete mehrstimmige Lied bis zur mehrteiligen, mit Solisten, Chor und Orchester besetzten Kantate – sein ganzes Leben lang setzte sich Franz Schubert mit dem mehrstimmigen Gesang auseinander. Beim Heidelberger Frühling 10 werden nun alle klavierbegleiteten Gesänge vorgestellt, die in solistischer Besetzung aufführbar sind.
Dabei sind die Themen und Kompositionsanlässe äußerst vielfältig: Zu ersten Studien regte der Unterricht bei Antonio Salieri an, später entstanden viele der mehrstimmigen Gesänge als Auftragswerke oder als „Gesellschaftsmusiken“, um sie im Freundes- und Bekanntenkreis aufzuführen, als Überraschungsständchen für Geburtstage, als komödiantische Unterhaltung oder als Trink- und Geselligkeitslieder. Doch auch einfach „zweckfreie“ mehrstimmige Gesänge gibt es, bei denen sich Schubert von einem Gedicht inspiriert fühlte, die dem. Gotteslob dienen oder sich mit Tod und Auferstehung, Natur- und Lebensbetrachtung auseinandersetzen
Ob die Lieder mehrstimmig oder solistisch aufgeführt werden sollten, ist nicht immer klar bezeichnet. Nur selten schrieb Schubert am Beginn der Partitur ein „Coro“ nieder, doch musste er sich wahrscheinlich über die Frage der Besetzung gar keine Gedanken machen: Viele der Lieder vertragen sowohl solistische als auch chorische Aufführung. Man passte sich wohl eher den gegebenen Aufführungsmöglichkeiten an, gab es doch im südlichen deutschsprachigen Raum zu Schuberts Lebzeiten noch keine lebendige Chortradition außerhalb der Kirche wie etwa mit den Liedertafeln und Männerchören im Norden. Bei anderen Werken, wie der komödiantischen Minioper „Der Hochzeitsbraten“ mit ihren drei Protagonisten, war und ist natürlich nur eine solistische Besetzung möglich.


Teil2:

  • Trinklied („Auf! Jeder sei nun frisch und sorgenfrei“, unbekannter Textdichter) D267

  • Geist der Liebe (Friedrich von Matthisson) D747

  • Die Nachtigall (Johann Carl Unger) D724

  • Gondelfahrer (Johann Baptist Mayrhofer) D809

  • Gott in der Natur (Ewald Christian von Kleist) D757

  • Licht und Liebe (Matthäus von Collin) D352

  • Cantate zum Geburtstag des Sängers Johann Michael Vogl (Adalbert Stadler) D666

  • Die Advokaten (Carl August Baron von Engelhart) D37

  • Schicksalslenker, blicke nieder (Unbekannter Dichter) D763

  • Der Tanz (Kolumban Schnitzer von Meerau) D826

  • Naturgenuss (Friedrich von Matthisson) D422

  • Gebet (Friedrich de la Motte-Fouqué) D815

  • Mondenschein (Franz von Schober) D875
    mit Timothy Sharp Bariton

  • Ständchen („Zögernd, leise…“, Franz Grillparzer) D920
    mit Susanne Gritschneder Alt

  • Nachthelle (Johann Gabriel Seidl) D892
    mit Timothy Sharp Bariton



Ulrich Eisenlohr Klavier
Sibylla Rubens, Silke Schwarz Sopran
Regina Jakobi, Ingeborg Danz Alt
Markus Schäfer, Marcus Ullmann Tenor
Klaus Häger, Markus Flaig Bass

19.00 uhr Vortrag mit Prof. Walther Dürr und Dr. Michael Kube


»Und musste wiederholt werden ...« - Schubert und die Öffentlichkeit

Das Konzert wird von SWR2 mitgeschnitten.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Fotonachweis: Wolfgang Schwager




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besetzungsänderung
Der Bariton Klaus Häger, Professor für Gesang an der Rostocker Hochschule, übernimmt den Part von Thomas E. Bauer.
Audioreihe
Audioreihe Eisenlohr
Ist Gesang gleich Gesang? Ulrich Eisenlohr über die Mehrstimmigen Gesänge von Franz Schubert.
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