Wohl kein Instrument ist so „europäisch“ wie die Orgel. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert spielt sie im kirchlichen Raum bis in unsere Zeit eine musikalische Hauptrolle. Dabei haben sich in jedem Land und zu jeder Zeit eigene Orgelstile mit typischen Klangcharakteren und der dazu passenden Orgelliteratur herausgebildet.
Die Reihe „Orgelmusik in Europa“ möchte diese geschichtlichen Entwicklungen nachzeichnen. Auch wenn es nicht möglich ist, in drei Konzerten auch nur annähernd einen Überblick über sechs Jahrhunderte Orgelmusik zu geben, so sollen doch wichtige Stationen und Stile gestreift werden.
Die Konzerte sind nach Ländergruppen geordnet: Im ersten Konzert „Nord-Nordwest“ erklingt Musik aus Mittel- und Norddeutschland, Holland und England. Das Konzert „Süd-Südost“ ist mit Süddeutschland, Österreich und Italien verknüpft. Der Abend „West-Südwest“ hat den Schwerpunkt auf französischer und spanischer Musik.
Die neue Orgel der Jesuitenkirche ist mit ihren vielfältigen klanglichen Möglichkeiten das ideale Instrument für diese Orgelreise durch Europa.
Markus Uhl Orgel
Fotonachweis: privat