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Herzenssache Chopin

Gefeierter Pianist, bejubelt von Heine und Balzac und Liebling der vornehmen Pariser Salons. Trotzdem voller Selbstzweifel und hin- und her gerissen zwischen seinem Geburtsland Polen und seiner Wahlheimat Paris. Frédéric Chopin lebt ein Leben voller Widersprüche und hinterlässt nach seinem frühen Tod der Nachwelt ein beeindruckendes Klavierwerk.

21. März 10
Dejan Lazić

23. März 10
Khatia Buniatishvili

28. März 10
Kit Armstrong

07. April 10
Ewa Kupiec

Artist in residence 2010
Ragna Schirmer

11. April 10
Olga Scheps

13. April 10
Antti Siirala

Den 200. Geburtstag dieses ganz außergewöhnlichen Künstlers, der 1835 auch in Heidelberg weilte und sich hier von einer Krankheit erholte, möchte der Heidelberger Frühling gebührend feiern – mit einem Porträt der ganz besonderen Art:

Junge Künstler widmen sich Chopin

Frischer Wind ist zu spüren, ein „junger“ Chopin zu hören. Das Musikfestival hat führende Pianisten der jungen Generation nach Heidelberg eingeladen, nicht nur, weil sie für ihre Chopin-Interpretationen von Publikum und Presse gefeiert werden, sondern um ihnen eine Bühne zu bieten für ihre persönliche Sich auf Chopin und seine Kompositionen. Ganz verschieden sind ihre Lebensläufe und Karrieren, ihre Herkunft, ihre Vorbilder und ihre Konzertprogramme. Doch haben eine gemeinsame Herzenssache: Frédéric Chopin.

Zu hören sind der 17-jährige, hochbegabte Brendel-Schüler Kit Armstrong, die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili, Leeds-Gewinner Antii Siirala aus Finnland, der kroatische Pianist und Komponist Dejan Lazic und nicht zuletzt Olga Scheps, „der neue Stern am Chopin-Himmel“ (FAZ).

Ulrich Noethen ergründet Chopins Lebenswege

Bei einer Hommage an Chopin dürfen seine beiden Klavierkonzerte nicht fehlen. Sie sind in der selten gespielten Fassung für Klavier und Streichquartett mit der polnischen Pianistin Ewa Kupiec und dem Prazak Quartet zu hören. Schauspielstar Ulrich Noethen ergründet gemeinsam mit Pianistin Hideyo Harada mit seinem Programm »Gleich einem Stern der einsam zieht« das kurze Leben des »Dandys der Romantik«. Briefe und Berichte von Zeitzeugen lassen das abstrakte Wesen Chopin zum Leben erwecken. Artist in Residence 2010 Ragna Schirmer erklimmt mit den 24 Etüden op. 10 und 25 ein Gebirge pianistischen Könnens und kombiniert Chopin mit dem Jubilar Robert Schumann mit dessen Sinfonischen Etüden op. 13.

Über die Musik hinaus

Allein das musikalische Werk sprechen zu lassen, reicht bei Chopin nicht aus. Seine Figur ist in manchen Dingen so geheimnisvoll und komplex, dass sich SWR-Redakteur Hans Hachmann in einer umfangreichen Vortragsreihe eingehend mit dem jung Gestorbenen beschäftigt.

 

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