internationales musikfestival 15.03.-12.04.14

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julia fischer & milana chernyavska

Fotonachweis: Uwe Arens

Fr 11.04.2014

julia fischer & milana chernyavska

kongresshaus stadthalle heidelberg | 20:00 Uhr

Julia Fischer Violine, Milana Chernyavska Klavier

Giuseppe Tartini (1692-1770): Sonate in g-Moll (»Teufelstriller«)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Sonate für Violine und Klavier F-Dur
Pablo de Sarasate (1844-1908): Malagueña y Habañera op. 21, Romanza Andaluza y Jota Navarra op. 22, Playera y Zapateado op. 23, Caprice Basque op. 24
Maurice Ravel (1875-1937): Tzigane, Rhapsodie de concert für Violine und Klavier

€ 69 I € 58 I € 46 I € 35 I € 25 I € 19*

Was für ein Programm! Tartinis legendenumwitterte »Teufelstriller«-Sonate, Mendelssohnsche Brillanz, das Hexenwerk Sarasates und zum Abschluss die vertrackte »Zigeuner«-Rhapsodie von Ravel. Lauter Virtuosenstücke, für deren Präsentation en bloc wohl nicht allzu viele Künstler in Frage kommen. Dass Julia Fischer zu ihnen gehört, steht außer Zweifel. Sieg beim Yehudi Menuhin Wettbewerb mit 11, 12 Jahre später jüngste Professorin Deutschlands, 2011 ausgezeichnet mit dem Deutschen Kulturpreis – kein Wunder, dass Julia Fischer von der Süddeutschen Zeitung in deren CD-Edition der Jahrhundert-Geiger aufgenommen wurde.
Aber: Virtuosität ist bei Julia Fischer keineswegs pure Saitenartistik, sondern geht immer mit Poesie einher. Und so lässt sich Julia Fischers Programm in Heidelberg auch ganz anders lesen: als Verbeugung vor dem italienischen Cantabile-Stil, für den Tartini ebenfalls steht; als Hommage an spanische Melodiosität sowie als Ausflug in eine musikalische Exzentrik, wie sie kaum einer besser inszenierte als Maurice Ravel. Dazu das Plädoyer für eine immer noch vernachlässigte Mendelssohn-Komposition, die erst 1953 von Menuhin wiederentdeckt wurde.
Julia Fischers ebenbürtige Partnerin an diesem Abend ist die deutsch-ukrainische Pianistin Milana Chernyavska, zu deren Auszeichnungen u.a. die Goldmedaille im Horowitz Wettbewerb Kiew zählt. Kein Geringerer als Alfred Brendel brach eine Lanze für die auch als Musikwissenschaftlerin arbeitende Künstlerin. Geradezu folgerichtig erhielt Chernyavska 2013 den Alfred-Brendel-Förderpreis des Klavier-Festivals Ruhr.

Konzerteinführungen der »classic scouts« - 19:15 Uhr in der Festival Lounge der Stadthalle. Teilnahme kostenlos!



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