Grandbrothers

Grandbrothers

Erol Sarp und Lukas Vogel gründen die Grandbrothers 2011 während ihres Studiums am Institut für Musik und Medien in Düsseldorf. Inspiriert von Künstlern wie John Cage oder Alvin Lucier ist schnell klar, dass der Konzertflügel den Ausgangspukt für ihre Musik bildet. Während sich Erol vornehmlich auf das Klavier konzentriert, entwickelt sich Lukas musikalisches Interesse eher in eine elektronische und technische Richtung. Zusammen kreieren sie einen Sound, der klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik und modernen Produktionsmitteln verbindet.

Die Erstauflage der EP mit Remixen von Greg Wilson, Optimos JD Twitch und Kim Brown war bereits zehn Tage nach Veröffentlichung ausverkauft. Der Track tauchte in etlichen Mixen und Blogs auf und wurde auch von ZEIT Online als ein kulturelles Highlight des Jahres betitelt. Nun erscheint das Debütalbum der beiden Düsseldorfer mit dem Titel »Dilation«.

Ihre Songs beginnen oft als minimalistische Patterns bestehend aus zwei oder drei Tönen, die immer weiter variiert und mit Klavierakkorden unterlegt werden, bis schließlich cineastische Soundscapes entstehen, die in Struktur und Rhythmik ebenso an zeitgenössische elektronische Clubmusik wie auch an Komponisten wie Steve Reich erinnern. Anders als der erste Höreindruck vermuten lassen würde, setzen die beiden Musiker keinerlei synthetische Klangerzeuger ein. Um auf dem Flügel Musik spielen zu können, die über die klanglichen Möglichkeiten des klassischen Klavierspiels weit hinausreicht, entwickelte Lukas eine Apparatur, die zu einem zentralen Element der Musik der Grandbrothers wurde. An dem Instrument werden eine Reihe elektromechanischer Hämmerchen befestigt, die über einen Laptop gesteuert auf verschiedene Teile des Klaviers klopfen und so artifizielle Sounds erzeugen.

 

Veranstaltungen mit Grandbrothers