Fazıl Say

Fazıl Say

Fazıl Say berührt Publikum wie Kritik weltweit seit nunmehr 25 Jahren in einer Weise, wie sie rar geworden ist in der zunehmend durchmaterialisierten und -organisierten Klassikmusikwelt. Konzerte mit diesem Pianisten sind andere Konzerte. Sie sind direkter, offener, aufregender, mit einem Wort: Sie treffen ins Herz. Dasselbe lässt sich über seine Kompositionen sagen.

Weltweite Beachtung fand im Jahre 2008 sein Violinkonzert »1001 Nights in the Harem«, das auf den gleichnamigen Erzählungen basiert, sich aber gezielt mit dem Schicksal von sieben Frauen aus einem Harem beschäftigt. Nach der Uraufführung durch Patricia Kopatchinskaja wurde das Stück bereits in zahlreichen internationalen Konzertsälen wieder aufgeführt.

Als sein Opus 1 bezeichnete Fazıl Say dann jenes Werk, das er unter anderem bei seinem Sieg beim Wettbewerb »Young Concert Artists« in New York auch selbst spielte: die »Four Dances of Nasreddin Hodja«. Danach wandte sich Fazıl Say zunehmend den orchestralen Großformen zu. Neben dem modernen europäischen Instrumentarium verwendet Fazıl Say hierfür immer wieder auch bewusst Instrumente aus seiner Heimat Türkei, wie die Trommeln Kudüm und Darbuka oder die Längsflöte Ney.