Valentin Erben

Als Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts bereiste er alle großen Musikzentren der Welt und alle großen Festivals. Beim Heidelberger Frühling kam seine Version des »Zauberlehrling« von Paul Dukas für Cello solo und Rezitation zur Uraufführung. Es folgten Tourneen in größerer Kammermusikbesetzung mit dem Belcea Quartet und dem Arditti Quartet sowie Auftritte bei mehreren Festivals in Frankreich. Nicht zuletzt aber ist er sich der Verpflichtung bewusst, seine künstlerischen Erfahrungen an die jüngere Generation weiterzugeben in Meisterkursen und durch seine Professur an der Wiener Musikuniversität sowie eine Gastprofessur an der Kölner Musikhochschule.

Miroslav Srnka

Miroslav Srnka, geboren 1975 in Prag, studierte Musikwissenschaft und Komposition in Prag, Berlin, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris sowie bei Ivan Fedele, Philippe Manoury und am IRCAM Paris.

Seit 1997 komponiert er zahlreiche Kammer- und Orchesterwerke u.a. im Auftrag des Arditti Quartet, Ensemble L’Itinéraire, Ostrava Center for New Music sowie der Kasseler Musiktage, Bayerischen Staatsoper für die Reihe XX/XXI. 2005 wurde seine Kurzoper Wall nach Jonathan Safran Foer an der Staatsoper Unter den Linden Berlin uraufgeführt. Als „Komponist für Heidelberg“ erhielt er ein Jahr später mehrere Aufträge für Kammer- und Orchesterwerke. Für das Ensemble Intercontemporain entstand 2008 My Life Without Me für Sopran und Ensemble nach einem Stoff von Isabel Coixet. Srnkas Werke wurden u. a. vom Ensemble Modern, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, Klangforum Wien, Quatuor Diotima, der BBC Philharmonic, beim UltraSchall-Festival Berlin, Prager Frühling, bei Musica Strasbourg und Summer Sounds in Porvoo gespielt. Nach mehreren Preisen in seiner Heimat erhielt er 2009 mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung seine bis dahin bedeutendste Auszeichnung. Komposition der Oper South Pole (Uraufführung im Januar 2016 an der Bayerischen Staatsoper).

Quatuor Diotima

Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Im Jahr 1996 von Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gegründet, hat sich das Quatuor Diotima zu einem der gefragtesten Ensembles entwickelt. Es ist geschätzter Partner vieler Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough und Toshio Hosokawa und vergibt zugleich Kompositionsaufträge an Komponisten aller Stilrichtungen wie Tristan Murail, Alberto Posadas, Gérard Pesson, Rebecca Saunders oder auch Pascal Dusapin. Das Quartett hat sich der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich jedoch durch diese limitieren zu lassen. In seinen Programmen ermöglicht es durch die Verschmelzung von klassischen mit zeitgenössischen Stücken einen neuen Blickwinkel auf Werke der großen Klassiker wie Bartók, Debussy und Ravel, den späten Quartetten Schuberts und Beethovens, sowie den Komponisten der Zweiten Wiener Schule oder auch Janáček.

Neben zahlreichen internationalen Auftritten spielt das Quatuor Diotima bei allen europä­ischen Festivals und Konzerthäusern u.a. in der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, der Reina Sofia Madrid, der Cité de la musique Paris, der Wigmore Hall und dem South Bank Center London sowie dem Wiener Konzerthaus. Tourneen führten das Ensemble in die USA, Asien und Südamerika.

Die CD-Aufnahmen des Quatuor Diotima, das exklusiv beim Label Naïve unter Vertrag ist, werden regelmäßig von der internationalen sowie der europäischen Presse aus Deutschland, Spanien und Frankreich hoch gelobt. So erhielten Einspielungen u.a. fnf Diapasons d’or, den Diapasons d’or année der französischen Presse, den ffff in Télerama und den Choc de lannée im Magazin Classica.

Castalian String Quartet

Sini Simonen, Violine
Daniel Roberts, Violine
Charlotte Bonneton, Viola
Christopher Graves, Violoncello

Im Jahr 2018 wurde das Castalian Quartet den renommierten Merito String Quartet Award sowie mit dem Valentin Erben Prize ausgezeichnet und erhielt einen Borletti-Buitoni Trust Fellowship Award.

In der vergangenen Saison gab das Quartett Debütkonzerte in Nordamerika (Phillips Collection Washington D.C. und Lincoln Center New York), im Salle Bourgie in Montréal, bei der Vancouver Recital Society, im Konzerthaus Wien, im Théȃatre d’Orléons, im Louvre in Paris, im Flagey in Brüssel und in Luzern. Sie treten regelmäßig in der Wigmore Hall auf.

Höhepunkte des letzten Jahres waren Aufführungen des gesamten Haydn Op.76 Quartetts in der Wigmore Hall sowie Konzerte im Tel Aviv Museum of Art, beim Heidelberger Frühling, beim East Neuk und Banff International Festival. Touren führten sie nach China und Kolumbien.

Das 2011 gegründete Castalian Quartet studierte bei Oliver Wille (Kuss Quartett) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zu den Auszeichnungen gehören der dritte Preis beim Banff-Quartett-Wettbewerb 2016 und der erste Preis beim Lyoner Kammermusikwettbewerb 2015. Das Quartett wird seit 2016 vom Young Classical Artists Trust in London gefördert.

Brooklyn Rider

Johnny Gandelsman, Violine
Colin Jacobsen, Violine
Nicholas Cords, Viola
Michael Nicolas, Violoncello

Vom amerikanischen Strings Magazine zur „Zukunft der Kammermusik“ ausgerufen, präsentiert das schon lange im Geschäft befindliche Streichquartett Brooklyn Rider ein eklektisches Repertoire und mitreißende Aufführungen, die fortgesetzt begeisterte Rezensionen von Kritikern der klassischen Musik, der World-Music und der Rockmusik nach sich ziehen. National Public Radio, der amerikanische öffentlich-rechtliche Rundfunk, erkennt an, dass Brooklyn Rider „die 300 Jahre alte Gattung des Streichquartetts als ein lebendiges, schöpferisches Ensemble des 21. Jahrhunderts neu

Im Herbst 2018 veröffentlichte Brooklyn Rider Dreamers auf Sony Music Masterworks mit dem gefeierten mexikanischen Jazz-Sänger Magos Herrera. Die Aufnahme enthält Werke aus dem iberoamerikanischen Liederbuch sowie Werke, die nach Texten von Octavio Paz, Rubén Darío und Federico García Lorca geschrieben wurden – allesamt von Arrangeuren wie Jaques Morelenbaum, Gonzalo Grau, Diego Schissi, Guillermo Klein und Brooklyn Riders Mitglied Colin Jacobsen neu interpretiert.

Zur Eröffnung der Saison 2017/18 veröffentlichte Brooklyn Rider im Oktober Spontaneous Symbols auf Johnny Gandelsmans eigenem Label, In a Circle Records. Das Album bietet neue Quartettmusik von den amerikanischen Komponisten Tyondai Braxton, Evan Ziporyn, Paula Matthusen, Kyle Sanna und dem 2. Geiger von Brooklyn Rider, Colin Jacobsen. Werke von Braxton, Ziporyn und Jacobsen, die auf dem Album versammelt sind, waren auch in Some of a Thousand Words live zu hören, der Gemeinschaftsproduktion des Ensembles mit dem Choreographen Brian Brooks und der früheren Primaballerina des New York City Ballet, Wendy Whelan. Some of a Thousand Words, eine intime Reihe von Duetten und Soli, in denen die live auf der Bühne dargebotene Musik des Quartetts eine dynamische kreative Komponente von zentralem Stellenwert darstellt, wurde auch auf dem Jacob’s Pillow Dance Festival von 2016 in Massachusetts präsentiert, gefolgt von einer Tour durch die USA im folgenden Frühjahr -einschließlich eines einwöchigen Gastspiels am Joyce Theater in New York.

2016 brachte Brooklyn Rider mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, das Album so many things beim französischen Label Naïve Records herau, u.a. mit Musik von Colin Jacobsen, Caroline Shaw, John Adams, Nico Muhly, Björk, Sting, Kate Bush und Elvis Costello. Album release Touren führten die fünf Musiker durch die USA und Europa inklusive Konzerten in der Carnegie Hall New York und dem Opernhaus Zürich.

Zudem führte Brooklyn Rider das Streichquartett Nr. 7 von Philip Glass auf, eine Beziehung vertiefend, die 2011 mit der viel gepriesenen CD Brooklyn Rider Plays Philip Glass begann und sich mit der bevorstehenden Veröffentlichung eines Albums mit Glass’ neuen Quartetten beim eigenen Label des Komponisten, Orange Mountain Music, fortsetzen wird.

Im Jahre 2015 beging das Ensemble sein zehnjähriges Jubiläum mit dem bahnbrechenden multidisziplinären Projekt Brooklyn Rider Almanac, für das es 15 eigens in Auftrag gegebene Werke einspielte und auf Tour vorstellte, ein jedes inspiriert von einer anderen künstlerischen Muse. Zu den übrigen Tonaufnahmeprojekten gehört die eklektische Debüt-CD des Quartetts von 2008, Passport, gefolgt von Dominant Curve (2010), Seven Steps (2012) und A Walking Fire (2013). 2016 veröffentlichte das Quartett The Fiction Issue mit dem Singer-Songwriter Gabriel Kahane; der namensgebende Titel ist eine Komposition von Kahane, die 2012 in der Carnegie Hall von Kahane, Brooklyn Rider und Shara Worden erstmals aufgeführt wurde. Eine langjährige Beziehung zwischen Brooklyn Rider und dem iranisch-kurdischen Kamantsche-Spieler Kayhan Kalhor brachte die viel gelobte Einspielung Silent City von 2008 hervor.

2019 erschienen zwei neue Alben von Brooklyn Rider mit Instrumentalisten, die in ihrem jeweiligen Metier ganz vorne mit dabei sind: dem Jazz-Saxophonisten Joshua Redman und dem Meister der irischen „Fiddle“, Martin Hayes.

Asasello Quartett

Rostislav Kozhevnikov, Violine (Russland)
Barbara Streil, Violine (Schweiz)
Justyna Śliwa, Viola (Polen)
Teemu Myöhänen, Violoncello (Finnland)

Kommunikation ist der Kern der Arbeit eines Streichquartetts. Das Asasello Quartett hat sich bereits mit der Namensgebung (Asasello entstammt dem Roman »Der Meister und Margarita« von Michail Bulgakow) über den musikalischen Tellerrand hinausgewagt und legt den Begriff Kommunikation relativ großzügig aus.

2010 erhielten die Asaselliten den Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen für die außergewöhnliche und anspruchsvolle Programmatik, mit der das Asasello-Quartett inzwischen europaweit verbunden wird. Als Höhepunkt der bisherigen Arbeit versteht das Quartett den Konzertzyklus um die Streichquartette Arnold Schönbergs, für welchen das Quartett Kompositionsaufträge an Márton Illés, Viera Janárceková, Jay Schwartz und Lisa Streich vergeben hat. Seit dem Jahr 2014 setzen die Musiker in der Zusammenarbeit mit den Choreographen Richard Siegal und Stephanie Thiersch das Streichquartett zudem als Instrument und Körper in Szene.

Nach der Gründung an der Musikhochschule in Basel hatte das Quartett zunächst bei Walter Levin und Hatto Beyerle Unterricht. Weitere Studien in der Quartettklasse des Alban Berg Quartetts und die intensive Beschäftigung mit Neuer Musik bei David Smeyers haben den Lebensmittelpunkt nach dem Studienabschluss im Jahr 2007 endgültig nach Köln verlagert. Wichtige Impulse holte sich das Quartett bei Christophe Desjardins (Paris), Chaim Taub (Tel Aviv), Jürgen Geise (Salzburg) und David Alberman (London).

2009 folgte an der Celloposition auf Andreas Müller Wolfgang Zamastil, seit 2014 ist der Finne Teemu Myöhänen der Cellist bei Asasello. Eine umfangreiche Sammlung an CD Aufnahmen, die eigene Konzertreihe »1:1 – Schon gehört?«, zahlreiche Uraufführungen und Teilnahmen an internationalen Festivals und Wettbewerben, Workshops mit Schülern und Studenten sowie das Ausloten künstlerischer Sonderformate dokumentieren eine seit 15 Jahren unermüdliche Schaffensfreude.

Ebonit Saxofonquartett

Das junge Saxofonquartett aus Amsterdam hat sich in Europa bereits einen Namen gemacht und war schon in bedeutenden Konzertsälen, wie dem Concertgebouw und dem Muziekgebouw aan ‘t IJ in Amsterdam, dem Toonzaal in Den Bosch und in TivoliVredenburg in Utrecht zu hören. Außerdem war das Quartett auch regelmäßig bei internationalen Festivals im In- und Ausland zu Gast, wie zum Beispiel beim World Saxophone Congress in St. Andrews (Schottland), dem Grachtenfestival in Amsterdam, the Bach Festival in Dordrecht und den Bachtagen in Würzburg. In der Saison 2016/17 wird das Ensemble als Preisträger des Wettbewerbs »Dutch Classical Talent« durch die Niederlande touren. Darüber hinaus wurde das Quartett eingeladen, sein Debüt im Wiener Musikverein zu feiern.