Veranstaltungen

Ning Feng © Felix Broede

»Standpunkte ıV«

Zwischen zwei Titanen der Kammermusik – Ludwig van Beethoven und Dimitri Schostakowitsch – oszilliert dieses vierte Konzert der Reihe »Standpunkte«, das zudem mit der deutschen Erstaufführung von Frederic Rzewskis Klavierquintett SNAPS aufwartet. Anders als Beethoven, der mit seinem Gassenhauertrio der Unterhaltungsmusik seiner Zeit eine deutliche Reverenz erwies und sich größter Beliebtheit sicher sein konnte, musste sich Schostakowitsch mit seiner Musik im Spannungsfeld zwischen politischer Linientreue und verstecktem Widerstand verorten. Der Grat zwischen Gehorsam und Protest war so schmal, dass er seiner Musik einen doppelten Boden einfügte. Sein Klavierquintett op. 57 führt diese »unterdrückte Passion« vor Augen und Ohren.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

Igor Levit © Felix Broede

»Standpunkte ǀǀǀ«

Zwischen Realität und Fiktion changiert das dritte Konzert der Reihe »Standpunkte«: Oscar Wildes offener Brief »De Profundis«, in dem der Autor selbstkritisch auf sein Leben und die Kultur seiner Zeit blickte, inspirierte Frederic Rzewski zu seiner gleichnamigen Komposition, die sowohl Klavierspiel als auch Performance ist. Die märchenhafte »Geschichte vom Soldaten«, die Igor Strawinsky 1917 vertonte, erzählt von Gier und Eitelkeit des Menschen. Zusammen mit den Fantasiestücken op. 88 von Robert Schumann und Franz Schuberts rätselhaften Notturno D 897 erleben Sie ein Konzert, bei dem die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Gegenwart und Vergangenheit in Auflösung begriffen sind. Bestehen bleibt die Kraft ausdrucksvoller Musik, die bewegt und berührt.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

Riccardo M Sahiti & Sinti und Roma Philharmoniker © Bjoern Hadem

Riccardo M Sahiti & Roma und Sinti Philharmoniker

Wie ein roter Faden zieht sich die Musikkultur der Sinti und Roma durch die europäische Musikgeschichte. Bereits die großen Komponisten der Wiener Klassik Haydn, Mozart und Beethoven verarbeiteten Elemente der traditionellen Musik- und Tanzformen in ihren Werken, aber auch in das Schaffen der herausragenden Komponisten und Virtuosen der Romantik wie Franz Liszt und Pablo de Sarasate fanden diese Eingang. Mit den Roma und Sinti Philharmonikern ist nun erstmals das vornehmlich aus Musikern mit Sinti- und Roma-Herkunft bestehende Orchester unter Leitung von Riccardo M Sahiti beim Heidelberger Frhling zu Gast. Auf dem Programm stehen Werke des 19. und 20. Jahrhunderts, die maßgeblich durch die Kultur der Sinti und Roma inspiriert wurden.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Riccardo M Sahiti

Wir danken


 

 

 

In Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

body rhythm factory 2015

Body Rhythm Factory

Jeder Sänger weiß: Der Mensch ist ein Resonanzkörper. Dass man diesem aber auch mitreißende Rhythmen und Geräusche entlocken kann, beweisen die drei dänischen Perkussionisten von »Body Rhythm Factory«: Klatschen, Stampfen, Schnipsen und Schnalzen – der ganze Raum wird zum Klangkörper und alle tragen ihren Teil dazu bei. Peter Stavrum war viele Jahre mit der international bekannten Percussiongruppe STOMP auf Welttournee, bevor er in seiner Heimat Dänemark zusammen mit Rune Thorsteinsson »Body Rhythm Factory« gründete. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – über 400 Konzerte im In- und Ausland sowie der International Young Audiences Music Award 2013 für die weltweit beste Produktion für Kinder und Jugendliche bezeugen vor allem eines: Diese Truppe hat den Rhythmus gepachtet! (Ab 6 Jahre)

In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Salome Kammer © Andreas Ludwig

Salome Kammer »l’heure bleue«

Wenn die Taghelle schwindet, das Schummerlicht des nahenden Abends den Mut anfacht, auch Gewagteres zu tun und zu sagen, dann ist sie da, die blaue Stunde! Zelebriert wurde sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts besonders in den Bars und Bühnen von Berlin und Paris, wo sie sentimentale, verliebte, verschmitzt-frivole, herzzerreißende oder auch mal ganz handfeste Songs hervorbrachte. Wer könnte solch einen Abend mit Liedern, Songs und Chansons von Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Jacques Brel oder Edith Piaf wohl überzeugender verkörpern, als die kongeniale Paarung des Ensemble nonSordino mit Salome Kammer, der »Duse der Sprechgesangskunst« (FAZ), die virtuos alle Facetten vom Avantgarde- und Jazz- Gesang, über kunstfertige Stimmexperimente, klassischen Liedgesang bis zum Broadwaysong beherrscht.

In Kooperation mit der halle02 Heidelberg

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Marc Bouchkov © Nikolaj Lund

»Standpunkte ǀǀ«

Gegensätze aufzeigen, Kontraste betonen: Darum geht es im zweiten Konzert der Reihe »Standpunkte«. Robert Schumanns einziges Klavierquartett Es-Dur op. 47, das letzte größere Werk in seinem sogenannten »Kammermusikjahr« 1842, ist gleichermaßen für Liebhaber und Entdecker der Kammermusik ein absolutes Muss. Frederic Rzewkis Trio für Violine, Cello und Klavier, mehr als 150 Jahre später komponiert, greift den romantischen Formgedanken auf, balanciert jedoch zwischen Tradition und Moderne. In diesem Spannungsfeld stand auch der junge Arnold Schönberg. Sein Opus 4 »Verklärte Nacht« aus der frühen, noch tonalen Schaffensphase zählt heute zu seinen meistgespielten Werken. In Heidelberg erklingt jedoch die selten zu hörende, originelle Trio-Fassung von Eduard Steuermann.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

Igor Levit © Felix Broede

»Standpunkte ǀ«

Mit den »Standpunkten« hat Igor Levit eine außergewöhnliche Konzertreihe zusammengestellt, in der Weltklasseinterpreten gemeinsam mit Stipendiaten der Festival Akademie zusammenarbeiten und musizieren. Werke des amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski bilden dabei den roten Faden und suchen musikalische Anknüpfungspunkte quer durch die Epochen. Im Eröffnungskonzert spannt sich der Bogen von Mozarts Es-Dur Klavierquartett, von Zeitgenossen zunächst verkannt und inzwischen ein Meilenstein der Kammermusik, bis zu Schostakowitschs Trio e-Moll op. 67, das der Komponist zum Andenken an Iwan Sollertinski, seinen Freund und Mitstreiter im Widerstand gegen die bolschewistische Kulturpolitik, schrieb. Standpunkte beziehen und mutig vorangehen: dies sind zwei wesentliche Elemente der Festival Akademie.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

 

Thomas Hampson © Kristin Hoebermann

Festival Akademie: Lied

Eintritt frei für Schüler und Studenten
Im Ballsaal Stadthalle Heidelberg
€ 15 Tageskarte I  € 75 Lied Akademie Pass

Nach knapp zwei Wochen intensiver Arbeit mit Thomas Hampson und Thomas Quasthoff stehen die Stipendiaten der Lied Akademie beim Abschlusskonzert in der Heidelberger Stadthalle – zumindest in dieser Saison – zum letzten Mal auf der Bühne. Gemeinsam mit Thomas Hampson gestalten sie ein abwechslungsreiches Programm, das die Ergebnisse der Arbeit in der Lied Akademie präsentiert und die Bedeutung Heidelbergs als Liedstadt von Weltformat erfahrbar macht.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken
Stiftung Heidelberger Frühling

 

 

 

Amaryllis Quartett © Tobias Wirth

Amaryllis Quartett

Tropische Schwüle und das Schreien von Papageien, aber auch die sanften, meditativen Klänge des chinesischen Zupfinstrumentes Qing – wie sich der klassische Streichquartettklang durch Eindrücke aus fremden Kulturen auf ganz unerwartete Weise erweitern lässt, kann das Publikum in der ersten Hälfte der Late Night Lounge mit dem Amaryllis Quartett erleben. Der zweite Teil bietet Klangerweiterungen ganz anderer Art: gemeinsam mit der Sängerin Anne-Christin Schwarz und dem Cellisten Stephan Braun vom Duo »deep strings« entführt das Amaryllis Quartett seine Hörer mit eigens für diesen Anlass angefertigten Arrangements in die Welt des Jazz.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

Thomas Hampson & Thomas Quasthoff

Beim Heidelberger Frühling gestalten zwei Weltstars des Gesangs einen gemeinsamen Liederabend: Thomas Hampson und Thomas Quasthoff. Thomas Hampson, der gleichermaßen als Opernsänger wie als stimmgewaltiger und tiefsinniger Botschafter des Liedes weltweit für Begeisterung sorgt, und Thomas Quasthoff, der schon zu Beginn seiner beispiellosen Karriere neben dem gesamten Spektrum des klassischen Gesangs auch den Jazz pflegte und mit seinen in den letzten Jahren aufgenommenen Jazz-Alben Aufsehen erregte, garantieren ein einmaliges Konzerterlebnis. Im Wechselspiel zwischen Kunstlied und Song, zwischen Klassik und Jazz, verwirklicht sich auch ein Leitgedanke der Heidelberger Lied Akademie, in der beide Sänger ihr Wissen an junge Stipendiaten weitergeben: Das Aufbrechen von Genres, die fruchtbare Verbindung zweier Welten.