Künstler

Esmé Quartet

Wonhee Bae, Violine
Yuna Ha, Violine
Jiwon Kim, Viola
Ye-Eun Heo, Violoncello

Das Esmé Quartet machte im April 2018 mit dem 1. Preis und vier weiteren Sonderpreisen (Alan Bradley Mozart-Preis, Bram Eldering Beethoven-Preis, ProQuartet Preis und Preis der Esterházy-Foundation) beim Londoner Wigmore Hall Streichquartett-Wettbewerb international auf sich aufmerksam. Zuvor erhielt das Esmé Quartet den 3. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Trondheim 2017 und den Publikumspreis beim Irene-Steels Wilsing Streichquartettwettbewerb im Januar 2018, der im Rahmen des Heidelberger Streichquartettfests stattfand.

Zu den jüngsten Auftritten der jungen Musikerinnen gehören Auftritte in St. Martin in the Fields (London), dem Arp Museum Remagen, dem Kunstmuseum Villa Zanders und beim NDR. Das Esmé Quartet nahm an der Pro Quartet Academy und am Jeunesses Musicales International Chamber Music Campus Weikersheim 2017 teil, wo es mit einem Sonderpreis für ein Konzert beim Heidelberger Streichquartettfest 2019 ausgezeichnet wurde.

Zu vergangenen Highlights zählen u.a. ein Konzert im Flagey (Brüssel) im Rahmen des Musiq3 Festivals 2018, bei Classic Esterhazy Eisenstadt sowie ein Konzert in der Wigmore Hall 2019, ein Debütkonzert beim Lucerne Festival 2019, sowie Tourneen durch Großbritannien, Italien und Auftritte beim Lübecker Brahms-Festival. Außerdem wurde das Quartett für Residenzen beim Festival d’Aix en Provence 2018 und an der Internationalen Streichquartettakademie von Montreal 2018 eingeladen.

Das Esmé Quartet hat sich 2016 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln gegründet. Nachdem es den ersten Preis im jährlichen Kammermusikwettbewerb der Hochschule für Musik und Tanz Köln 2016 im Fach Streichquartett gewonnen hatte, beschlossen die vier Musikerinnen, dauerhaft zusammenzuarbeiten.

Künstlerische Inspirationen erhielten die Musiker in Meisterkursen bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett), Eberhard Feltz, Andraś Keller, und Jonathan Brown (Cuarteto Casals). Zurzeit vervollständigt das Esmé Quartet seine Studien an der Musikhochschule Lübeck bei Heime Müller, dem früheren Geiger des Artemis Quartetts.

Christiane Peterlein

Christiane Peterlein studierte Musikwissenschaft, Italianistik und Literaturwissenschaft in Hamburg und Mainz mit mehreren Studienaufenthalten in Italien, u.a. am Deutsch Historischen Institut in Rom. Arbeitet heute als Redakteurin und Moderatorin für den Südwestrundfunk mit Schwerpunkt auf aktuelle Musikberichterstattung beim Magazin SWR2 Cluster und Künstlergesprächen. Sofern der Redaktionsplan es erlaubt, auch gern außerhalb des Funkhauses unterwegs als Reporterin und Moderatorin von Veranstaltungen, z.B. bei den Osterfestspielen Baden-Baden, den Donaueschinger Musiktagen, dem Streichquartettfest Heidelberg, dem Musikfest Stuttgart und Art’s Birthday Freiburg.

Olga Pasichnyk

Olga Pasichnyk (Pasiecznik) wurde in der Ukraine geboren. Sie studierte Klavier und Musikpädagogik im heimatlichen Rivne sowie Gesang am Konservatorium in Kiew und an der Chopin Academy of Music in Warschau. 1992 wirkte sie als Solistin an der Warschauer Kammeroper. Mit größtem Erfolg sang sie Rollen in Opern von Monteverdi, Pergolesi, Gluck, Händel, Mozart, Weber, Rossini, Verdi, Puccini, Bizet, Debussy und Tschaikowsky, und in Werken zeitgenössischer Komponisten in Europa, Australien, Kanada, Japan und den USA. Olga Pasichnyk gibt zahlreiche Konzerte bei internationalen Musikfestivals und in den großen Konzert- und Theaterhäusern, wie der Opéra National de Paris – Opéra Bastille, Palais Garnier, Théâtre des Champs-Élysées, Théâtre Châtelet, Salle Pleyel (Paris), Concertgebouw (Amsterdam), Berliner Konzerthaus, Teatro Real, Auditorio Nacional de Música (Madrid), Bayerische Staatsoper, Palais des Beaux-Arts, Théâtre Royal de la Monnaie (Brussels), Theater an der Wien, Bregenzer Festspiele (Austria), Grand Théâtre de Genève, Finnish National Opera, Flemish Opera und Polish National Opera. Eine Zusammenarbeit verbindet sie mit dem belgischen und polnischen National Philharmonic Orchestra, dem Polish National Radio Orchestra, RTVE, Orquesta Nacional de España (Spain), Luxemburg Philharmonic Orchestra, orchestras Sinfonia Varsovia (Poland), National Philharmonic of Russia, of Teatro del Maggio Musicale Fiorentino (Florence), Wiener Symphoniker, L’Orchestre de Radio France, L’Orchestre National de France, Orchestre Colonne (Paris), Das Neue Orchester (Cologne), La Grande Ecurie et La Chambre du Roy and Les Musiciens du Louvre – Grenoble (France), The English Concert, European Union Baroque Orchestra, Academy of Ancient Music, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, Concerto Vocale, Collegium Vocale Gent, Collegium Novum Zürich, Orchestra of 18th Century, unter dem Dirigat von H. Bicket, I. Bolton, F. Brüggen, J.-C. Casadesus, M. Creed, R. Jacobs, R. Goodman, H. Holliger, Ph. Herreweghe, K. Kord, J.-C. Malgoire, J. Maksymiuk, A. de Marchi, M. Minkowski, P. McCreesh, J. Nelsson, P. Neumann, K. Ono, S. Oramo, A. Parrot, K. Penderecki, T. Pinnock, M. Soustrot, A. Spering, C. Spering, M. Viotti, A. Wit und M. Zanetti.

Olga Pasichnyk ist Preisträgerin der International Vocal Competition in s’Hertogenbosch (1994, 2. Preis), der Mirjam Helin International Singing Competition in Helsinki (1999, 2. Preis) und The Queen Elisabeth International Music Competition (2000, 3. Preis, Publikumspreis und Sonderpreis Oratorium). Sie erhielt 1997 und 2004 […] den Fryderyk, den höchsten Preis der polnischen Phonoindustrie, in der Kategorie „Beste Soloeinspielung“ mit Werken von Szymanowski und Lutoslawski, 1999 den Orfeusz beim Warsaw Autumn Festival und 2001 den Golden Cross of merit of Poland sowie 2004 den A. Hiolski’s Preis für die beste weibliche Opernrolle der Melisande in Debussys Pelleas et Melisande an der Polish Nationla Opera. Im Jahr 2005 wurde sie vom Magazin „Opernwelt“ als beste Opernsängerin in der Rolle der Almirena (Rinaldo) und 2009/2010 in der Rolle der Roxana (Król Roger) nominiert. 2006 erhielt Sie den Münchner Opernfestspiel-Preis und 2011 den Award of the Polish Minister of Culture and National Heritage sowie 2012 den Officer’s Cross of the Order of Merit of the Republic of Poland.

Olga Pasichnyk nahm über 50 CDs und DVDs für unterschiedlichste Labels auf, u.a. DABRINGHAUS UND GRIMM, Harmonia Mundi, NAXOS und OPUS 111.

Dr. Sabine Scharnagl

Dr. Sabine Scharnagl, geborene Münchnerin, ist seit April 2016 Auslands-Korrespondentin Kultur beim Bayerischen Fernsehen. Dieser in der Geschichte des Bayerischen Fernsehens neue Programmschwerpunkt soll dem Angebot des BR-Fernsehens, jenseits der aktuellen Berichterstattung aus den Auslandsstudios des BR in Rom, Istanbul, Wien und Tel Aviv, eine neue Breite und Tiefe zudem eine besondere Beachtung im Rahmen der ARD verleihen.

Der klassischen Musik galt immer ihr besonderes Interesse. Am 6. Juli 2017 lief die von Frau Dr. Scharnagl verantwortete Aufzeichnung der Oper “Wozzeck” mit Christian Gerhaher in der Hauptrolle aus Zürich im Programm von Arte. Die letzte große Produktion von Frau Dr. Scharnagl über klassische Musik war ein 90-Minuten-Porträt über Daniel Barenboim.

Nach dem Abitur am Domgymnasium Freising (Leistungskurse Deutsch und Alt-Griechisch) Studium in England. Bachelor in Philosophie in England an der Universität Durham. Das anschließende Studium in Cambridge (Corpus Christi College) beendete Frau Dr. Scharnagl mit dem Master of Philosophy (“Plato’s Sophist – Non-Being in the Divisions”) und dem Ph.D. in Antiker Philosophie (“Plato and the Mysteries – Mysterie Teminology and Imagery in the Symposium, the Phaedo and the Paedrus”). Dem folgte ein Postdoktorat im “Centro Tedesco di Studi Veneziani” in Venedig.

Die journalistisch-berufliche Laufbahn von Frau Dr. Scharnagl begann zunächst als freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Fernsehen beim Kulturmagazin “Capriccio” und danach beim ZDF als Redakteurin beim Kulturmagazin “Aspekte”.

Seit 2001 war Frau Dr. Scharnagl im Bayerischen Rundfunk mit der Leitung des Programmbereichs Kultur und Familie betraut. Hier setzte Frau Dr. Scharnagl mit einer Vielzahl selbst gestalteter Programme eigene Akzente. Beispielhaft genannt seien Konzertaufzeichnungen im Ausland, wie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Tokio, Buenos Aires, St.Petersburg, Luzern, Wien und London (Dirigent Mariss Jansons) oder dem Bayerischen Staatsorchester in Kaschmir (Zubin Mehta).

Ema Nikolovska

Die Mezzosopranistin Ema Nikolovska, geboren in Mazedonien, ist in Toronto aufgewachsen. Dort studierte sie an der Glenn Gould School Gesang bei Helga Tucker und Geige. Sie erwarb ihren Magister bei Susan McCulloch und Rudolph Piernay an der Guildhall School of Music and Drama, wo sie den Guildhall-Wigmore-Prize erhielt und zurzeit in der Opernklasse studiert.

Ema Nikolovska wird von den Förderprogrammen BBC New Generation Artist und Young Classical Artists Trust unterstützt. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Ferrier Loveday Song Prize bei den Kathleen Ferrier Awards 2019 mit Gary Beecher; der Gerald Moore Award Singers‘ Prize; der zweite Preis beim Helmut Deutsch Liedwettbewerb mit Michael Sikich sowie der erste und der Publikumspreis bei den Maureen Lehane Vocal Awards.

Höhepunkten aus dem letzten Jahr waren ein Schubert-Konzert mit Malcolm Martineau im Pierre Boulez Saal in Berlin, ihr Debüt in der Wigmore Hall mit Dylan Perez, ihre Teilnahme am Guildhall Gold Medal Finale, ein Konzert mit Joseph Middleton beim Glenarm Festival of Voice und eine im BBC Radio 3 übertragene Aufführung von Síppal, dobbal, nádihegedüvel von Ligeti. Ema Nikolovska nahm am Atelier Lyrique des Verbier Festivals teil sowie am von Kaija Saariaho geleiteten Creative Dialogue XI Symposium in Finnland.

Außerdem war Ema Nikolovska Stipendiatin der Lied Akademie von Thomas Hampson beim Musikfestival Heidelberger Frühling, des Song Guilds von Graham Johnson an der Guildhall School, des Britten-Pears Young Artists Programme, und des Franz-Schubert-Instituts.

Zu zukünftigen Engagements zählen Celia, Haydn La fedeltà premiata (Guildhall Opera); Sister Edgar, Liam Paterson The Angel Esmerelda; Beethovens 9. Symphonie im Berliner Dom; ein Konzert mit Simon Lepper an der Oper Lille; und Lieder von Mahler mit dem BBC Symphony Orchestra.

Ema Nikolovska ist dankbar für die Unterstützung durch Sylva Gelber Grant, Canadian Centennial Scholarship Fund, Shipley Rudge Scholarship, London Syndicate, und The Countess of Munster Musical Trust.

German E. Alcántara

Der Bariton German E. Alcántara, geboren 1987, begann sein Musikstudium an der School of Music in Misiones, Argentinien, wo er 2012 sein Diplom in Musikpädagogik erhielt. Er setzte seine Ausbildung in Gesang und Chorleitung an der Nationalen Universität von Cuyo-Mendoza unter der Leitung der Professoren Silvia Nasiff und Ricardo Portillo fort. 2014 setzte sein klassisches Gesangsstudium bei Rosa Dominguez an der Maîtrise de Notre-Dame de Paris fort. Ab 2016 studiert er bei Ryland Davies im Rhamen des Postgraduate Improvement Program an der Reina Sofia School of Music.

Zu seinen Lehrern zählen Ryland Davies, Rosa Dominguez, Sonia Prina, Milagros Poblador, Paul Triepels, Marcela Garcete, Pablo Pollitzer, Silvia Naiff, Victor Torres, Jorge Balagna (Gesang) / Madalit Lamazares, Duncan Grifford, Philippe Biros, Yves Castagnet , Marguerite Modier, Liliana Diamand, Susana Cardonnet, Guillermo Opitz (Interpretation) / Emilio Rocholl, Ricardo Portillo, Silvana Vallesi, Henri Chalet (Chorleitung). Er besuchte Kurse für Gesang und Chorleitung bei Margreet Honig, Helmuth Rilling, Guillermo Anzorena, Gabriel Garrido, Pablo Pollitzer, Hanz Peter Schurz, Nestor Zadoff, Mariano Moruja, Marilia Vargas, Mara Campos, Antonio Russo, Digna Guerra, Mark Anthony Carpio, Ricardo Ojeda und Ricardo Barrera.

Zu seinen Auszeichnungen gehören der 1. Preis des Bach-Wettbewerbs (“Primer Concurso Bach Joven”) im Bach-Collegium of Paraguay; der 2. Preis des 15. Wettbewerb für lyrischen Gesang (XV Concurso para Jóvenes Estudiantes de Canto Lirico) im Theater La Scala de San Telmo in Buenos Aires, Argentinien und der Premier Prix des Concours Lyrique International Ad Alta Voce, Cité Internationale des Arts, Paris, Frankreich; der Prix Artífex Proart beim 4. Concurso de Zarzuela de Valleseco.

Als Solist sang er in verschiedenen Projekten wie: Requiem und Große Messe (Mozart), Messe in G (Schubert), Misa a 4 (Esnaola), Der Messias (Händel), Membra Jesu Nostri (Bouxtehude) und die Opernrollen Uberto (Serva Padrona), Aeneas (Didon und Aeneas), Juan Pedro (La Rosa del Azafrán), Blas Infante (Elegía Granadina), Alférez Real (Fiesta de Corpus Christi), unter anderem. 2007 nahm er zusammen mit dem Kammerorchester der UNAM (National University of Misiones, Argentinien) MISA PALATINA auf.

In Europa sang er die Solopartie in der Petite Messe Solennelle von Rossini in der Philharmonie de Paris mit Lionel Sow und die Bariton-Partie in der Großen Messe von Mozart beim Rheingau Musik Festival mit Rolf Beck. Er wurde auch von Martin Gester, Dirigent von Le Parlement de Musique, ausgewählt, um an der Generation Barroque 2015 teilzunehmen und den Milord in L’Italiana in Londra von Cimarrosa zu singen. Zudem sang er den Marcello in La Bohème von Puccini mit Escales Lyriques unter der Leitung von Paul-Emile Fourny und die Titelrolle in Don Giovanni beim Escales Lyriques Festival in Frankreich 2016. Unter der Leitung von Jacques Mercier sang er die Partien Hermann und Schlémihl in den Contes d’Hoffman am Opernhaus von Metz.

Matthias Hoffmann

Der junge österreichische Bassbariton Matthias Hoffmann sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen im Alter von 7 Jahren als Sopransolist der Innsbrucker Capellknaben und war ab 2007 Mitglied des Konzertchores der Wiltener Sängerknaben, wo er häufig als Bass-Solist zum Einsatz kam. Seit 2011 studiert er bei Karl-Heinz Hanser an der Musikuniversität Wien und ist seit 2015 im Masterstudium Lied und Oratorium bei Florian Boesch. Matthias Hoffmann ist Preisträger des »Musica Juventutis«-Wettbewerbs im Wiener Konzerthaus und des Liedauswahlspieles »Songbook« des Österreichischen Rundfunks. Neben der Oper ist er auch als Konzert- und Oratoriensänger tätig, zu seinem Repertoire zählen u. a. das »Dettinger Te Deum« von Georg Friedrich Händel, Kantaten wie »Ich habe genug« und »Ich will den Kreuzstab gerne tragen« und das »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach sowie die »Schöpfung« und die »Jahreszeiten« von Joseph Haydn. Sein Bühnendebüt gab Matthias Hoffmann im November 2011 im Schlosstheater Schönbrunn als 2nd Elder in der szenischen Aufführung des Oratoriums »Susanna« von Georg Friedrich Händel. 2012 war er dort auch in der Titelrolle von Mozarts »Le nozze di Figaro« und 2013 als Gefängnisdirektor Frank in der Operette »Die Fledermaus« zu hören. Ebenfalls im Jahr 2013 verkörperte er dort zum ersten Mal die Partie des Papageno in »Die Zauberflöte«, und 2014 interpretierte er Leporello in Mozarts »Don Giovanni«. Von 2015 bis 2017 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Köln. In der Sparte Kinder­oper hörte man ihn u. a. in Ingfried Hoffmanns »Vom Fischer und seiner Frau«, Strawinskys »Die Nachtigall«, in »Irgendwie Anders« und Henry Purcells »König Arthur«. Außerdem sang er an der Oper Köln Schaunard in »La Bohème«, Harry /Lady Boxington in »My Fair Lady«, Collatinus in »The Rape of Lucretia«, Würmchen in »Der Vogelhänder«, Harašta in »Das schlaue Füchslein«, 2. Gefangener in »Fidelio«, Paolo Calvi in »Die Gezeichneten«, den Bassbariton-­Solisten in »Cantos de sirena« und Marchese d’Obigny in »La Traviata«. In einer »Don Giovanni«-Produktion der Nederlandse Reisopera war er außerdem als Masetto auf Tournee. Mit Beginn der Saison 2017.18 ist er Ensemblemitglied der Oper Köln.

Johannes Leander Maas

Johannes Leander Maas wurde im Oktober 1996 in Tübingen geboren. Schon im Kindesalter erlernte er Klavier und Klarinette und entdeckte seine Liebe zur Oper und zum Gesang. Zusätzlich zu seinem ersten Gesangsunterricht im Alter von 14 Jahren an der Musikschule Rottenburg am Neckar wurde er vom Tenor Professor Christoph Strehl stimmlich betreut. Von Oktober 2013 bis Juli 2015 absolvierte er ein Jungstudium an der HMDK Stuttgart bei Prof. Ulrike Sonntag. Bei ihr nahm er nach seinem Abitur im Jahr 2015 auch sein reguläres Studium im Studiengang Bachelor Gesang auf und studiert dort inzwischen mit den Schwerpunkten Lied und Musiktheater. Als Solist ist er regelmäßig in Konzert, Oper und Operette, sowie mit Liedprogrammen zu hören. Im Jahr 2016 wurde er als jüngster von fünf Stipendiaten von der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft ausgewählt, ein Gedenkkonzert anlässlich des 50. Todestages des großen Tenors zu gestalten. 2017 war er unter anderem als Grimoaldo in Händels „Rodelinda“ im Wilhelmatheater Stuttgart, als Don Basilio in einer Neuinszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ in Reutlingen, sowie als Durand in Jommellis Oper „Il cacciatore deluso“ unter der Regie von Jochen Schönleber in Tübingen zu hören.

Richard Stokes

Richard Stokes ist Professor für Kunstlied an der Royal Academy of Music in London und hat zu diesem Thema sowohl in Großbritannien als auch im Ausland zahlreiche Vorlesungen gehalten und Meisterkurse gegeben, darunter in der Wigmore Hall und bei so bedeutenden Festivals wie in Aldeburgh und Edinburgh. Für die Opera North hat er „Wozzeck“ und „La voix humaine“, für die English National Opera “Parsifal”, “Lulu”, “L’amour de loin“ und Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ übersetzt. Seine Publikationen umfassen unter anderem „The Book of Lieder” (Faber)., “The Spanish Song Companion” (mit Jacqueline Cockburn), “J. S. Bach – The Complete Cantatas” (Scarecrow Press) und “A French Song Companion” (mit Graham Johnson, Oxford University Press). Mit Alfred Brendel arbeitete er zusammen an dessen Gedichtsammlung “Playing the Human Game” (Phaidon). Seine Übersetzungen von Kafkas „Die Verwandlung“ und „Der Prozess“ erschienen bei Hesperus Press, zusammen mit Hannah Stokes übersetzte er Kafkas „Brief an den Vater“ (Alma Books). Zuletzt wurde bei One World Books seine Übersetzung von Jules Renards „Histoires Naturelles“ veröffentlicht.  Richard Stokes wurde 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

SWR Experimentalstudio

Das SWR Experimentalstudio versteht sich als Schnittstelle zwischen kompositorischer Idee und technischer Umsetzung. Jährlich werden mehrere Komponist*innen zu einem Arbeitsstipendium eingeladen, um dann im Diskurs mit den Mitarbeitern des Studios ihre Werke zu realisieren. Neben der Herstellung dieser ist es als Klangkörper auch bei den Aufführungen aktiv. Mit bald 50 Jahren Präsenz im internationalen Musikbetrieb hat es sich als der führende Klangkörper für Werke mit Live-Elektronik etabliert und konzertiert fortwährend bei nahezu allen bedeutenden Festivals (Berliner Festwochen, Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Festival d’Automne à Paris, Biennale di Venezia etc.) wie auch in etlichen renommierten Musiktheatern (u. a. Teatro alla Scala Mailand, Carnegie Hall New York, Théâtre de la Monnaie, Teatro Real Madrid). Zu den herausragenden Produktionen in der Geschichte des Experimentalstudios gehören Arbeiten so bedeutender Komponisten wie Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, und Luigi Nono, wobei letzterer nahezu sein gesamtes Spätwerk in enger Verbundenheit mit dem Studio erstellt hat. Nonos »Hörtragödie« Prometeo ist nach der UA 1984 mittlerweile mehr als 80 Mal durch das Experimentalstudio realisiert worden und kann als Meilenstein der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Aus der jüngeren Generation sind insbesondere Mark Andre, Chaya Czernowin und Georg Friedrich Haas als die Komponisten aufgefallen, welche zukunftweisende Werke im Experimentalstudio hervorgebracht haben. Unter den Interpreten, die mit dem Studio in Verbindung stehen, finden sich herausragende Musikerpersönlichkeiten wie Mauricio Pollini, Claudio Abbado, Peter Eötvös, Daniel Barenboim, Gidon Kremer, Carolin und Jörg Widmann, Irvine Arditti und Roberto Fabbriciani. Für seine exemplarische Arbeit wurde das Experimentalstudio international mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für die Produktion von Werken Luigi Nonos. Nach Hans-Peter Haller und André Richard ist seit 2006 Detlef Heusinger künstlerischer Leiter des Experimentalstudios.