Beiträge

#DigitalUnterwegs

Nach der Festivalabsage schafft der Heidelberger Frühling unter dem Titel #DigitalUnterwegs ein Musikangebot im digitalen Raum. Es experimentiert mit der Idee, trotz des Festival-Ausfalls Gemeinschaftserlebnisse durch die Kunst im digitalen Raum zu schaffen. Den Anfang machen zwei Livestream-Konzerte mit Igor Levit am 26. und 27. März um 19.30 Uhr, zu sehen hier auf der Website, auf Facebook und Twitter. Mit dem kostenlosen Angebot wird zur Spende für existenzbedrohte KünstlerInnen aufgerufen.

Festivalabsage

Mit größtem Bedauern teilt das Musikfestival Heidelberger Frühling mit, dass die vom 21.03. bis 24.04. geplanten Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Diese Entscheidung folgt aus einer entsprechenden Allgemeinverfügung der Stadt Heidelberg, um gegen die Verbreitung des Coronavirus in Stadt und Region vorzugehen. Die bereits erworbenen Tickets werden vollständig rückerstattet. Mehr Informationen »

Künstler

Benedikt Kristjánsson

Interview

Beruf: Tenor, global singer
Geburtsort: Húsavík, ein Fünfzehn-Seelendorf im Norden Islands
Alter: 33 Jahre, drei Kinder
Special interest: Bach, Evangelist

Du bist in Húsavík geboren, ein Nest an der Nordküste Islands- Lebt ein Stück Wikinger in dir fort?

Die Insel hat mich geprägt. Ich liebe die Landschaften, die Kultur und die Menschen. Die Volkslieder Islands inspirierten mich zu meiner ersten Solo-CD, auf der ich die einfachen unbegleiteten Melodien neben Lieder von Schubert stelle. Das Projekt hatte den Arbeitstitel „Zu mir, in das Boot“, dahinter könnte man schon ein Wikinger-Thema vermuten.

War Deutschland ein Kulturschock für dich?

Kein Schock, aber eine große Umstellung schon. In Berlin leben 3,7 Millionen Menschen und in ganz Island nur 356.000. Ich hatte das Glück, dass mir Deutschland und seine Sprache vertraut waren, denn ich bin mit neun ein Jahr in Heidelberg zur Schule gegangen. Wenn man Berufsmusiker werden möchte, muss man für eine gute Ausbildung raus aus Island, ich habe Berlin gewählt.

Du hast erst mit vierzehn in deiner Rockband mit dem Singen begonnen, in der Regel lernen Evangelisten ihr Handwerk eher in Knabenchören.

Bei Familientreffen sangen wir mit siebzehn Onkel und Tanten vierstimmig, daher denke ich, dass wir eine musikalische Familie sind. Meine Mutter ist ausgebildete Sängerin, aber ich habe mit klassischer Gitarre begonnen. Das Singen kam mit der Band, Chormusik habe ich später im isländischen Jugendchor kennen- und lieben gelernt.

Und wie wurde das Hobby zum Beruf?

Mein Vater schenkte mir zum sechszehnten Geburtstag eine CD von Fritz Wunderlich, die mich so in den Bann geschlagen hat, dass ich nur noch eines wollte: Sänger in Deutschland zu werden.

Dein Vater ist Theologe, auch du bezeichnest dich als gläubigen Christen. Wie wichtig sind dir Oratorien und ihre Botschaften?

Sehr wichtig, ein Beispiel ist die Johannespassion für Tenor allein, die ich 2019 mit dem Podium Esslingen aufgenommen habe und für die wir den Opus Klassik als innovativstes Konzert gewonnen haben. Ich singe alle Partien, bin also Jesus, Petrus, Pilatus, die Magd und die Juden. Eine verrückte Idee, aber ich habe ein Konzept entwickelt, wie man das Stück mit nur einem Sänger, Schlagwerk und Tasteninstrument aufführen kann.

Deine Stimme klingt nordisch hell, hast du ein Vorbild?

Ja, ich habe Vorbilder, aber nicht im Sinne von „Ich möchte genauso wie dieser Sänger klingen“. Ich versuche immer die natürliche Farbe meiner Stimme zu erhalten.

Der Kanon vor den großen christlichen Festen ist eng: Du singst über Wochen Bachs Weihnachtsoratorium oder seine Passionen. Hast du Angst vor Routine?

Nein, denn nur die Gegenwart zählt. Ich gebe immer alles und singe jedes Konzert als ob es mein Letztes wäre.

Was sind die Momente puren Glücks?

Wenn ich spüre, dass ich die Menschen bewege. Das sind magische Momente. Wenn ich sie erreicht habe, spüre ich als Resonanz die Energie der Zuhörer.

Biografie

Der Tenor Benedikt Kristjánsson ist in Húsavík, Island geboren.  Seinen ersten  esangsunterricht mit 16 Jahren erhielt er bei seiner Mutter, Margrét Bóasdóttir an der Reykjavík Akademie für Gesang. Er war Mitglied und häufiger Solist in dem renommierten Jugendchor Hamrahlíðarkórinn« unter der Leitung von Thorgerdur Ingolfsdottir.
Er studierte bei Prof. Scot Weir an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und besuchte Meisterkurse bei Peter Schreier, Christa Ludwig, Elly Ameling, Robert Holl, Andreas Schmidt und Helmut Deutsch. Er ist ein 1. Preisträger des Internationalen Gesangs-Wettbewerbs cantateBach in Greifswald, und ein Publikumspreisträger des Internationalen J. S. Bach-Wettbewerb in Leipzig.

Solistische Engagements führten ihn zu manchen der berühmtesten Konzertsälen der Welt. Wie z.b Konzerthaus Wien, Berliner Philharmonie, Chapelle Royal in Versailles, Walt-Disney Hall in Los Angeles und Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit mit namenhaften Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Gaechinger Cantorey, Hofkapelle München, Nederlandse Bachverening, Gulbenkian Orchestra, Akademie für Alte Musik Berlin und Freiburger Barockorchester.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Michel Corboz, Jos van Veldhoven, Christoph Spering, Vaclav Luks, Reinbert de Leeuw, Peter Dijkstra, Reinhard Goebel, Philippe Herreweghe und Hans-Christoph Rademann.

Im Oper Bereich sang Benedikt an der Staatsoper in Berlin, und im Theater Kiel und Staatstheater Braunschweig, wo er baroque und modernes repertoire gesungen hat.

Auch tretet er regelmaßig auf bei Festivals wie Musikfest Stuttgart, Thüringer Bach-Wochen, Händefestspiele in Halle und Festival Oude Muziek in Utrecht.

Sein Debüt-CD “Drang in die Ferne” ist bei dem Label GENUIN im Jahr 2019 erschienen, mit Liedern von Franz Schubert und Isländischen Volksliedern a capella.

 

Vendula Nováková

Vendula Nováková, 1983 geboren, studierte in ihrer Heimat Tschechien Schauspiel, Film- und Theaterwissenschaft und Theaterpädagogik. Sie absolvierte den Studiengang Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Der Fokus ihrer Regiearbeit liegt auf zeitgenössischem Musiktheater. Sie arbeitet regelmäßig mit den Komponisten Sergio Vásquez Carrillo und Daniel Moreira. Sie präsentierte ihr Projekt „Aufbau eines Bildes“ beim Festival Kaltstart Hamburg. Mit der Collage „Die lustigen Weiber“ wurde sie zum Körberstudio „Junge Regie“ eingeladen. Sie inszenierte die Uraufführung des Musiktheaterstücks „Somnio ergo sum“ bei dem Spieltriebe- Festival 13’ in Osnabrück. Sie erhielt den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für ausländische Studierende mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlich-interkulturellem Engagement. Zudem inszenierte sie Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ in einem neuen musikalischen Arrangement im Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2014 übernahm sie die künstlerische Leitung und Regie des Projektes „Blaubarts Burg – Oper in Walle“ am Theater Bremen. Ihr Studium schloss sie mit der Uraufführung der Klangoper „Die kleine Meerjungfrau“ am Theater Bremen ab. Im 2016 entwickelte sie eine neue Form des poetischen Dokumentarmusiktheaters. Dies begann mit der Uraufführung des Stückes „STIMMImpressionen“ im Rahmen der Plattform für zeitgenössisches Musiktheater in Hamburg „Stimme X“, das zweite Projekt dieser Reihe „Giovanni Register“ führte das Nationaltheater Mannheim beim Festival Mannheimer Sommer auf und zuletzt setzte sie mit ihrem Team diese Reihe am Theater Bremen unter dem Titel „Positionen|Verführung aus dem Serail“ fort. Sie ist Mitgründerin der Künstlergruppe DU#ENDE.

Yeol Eum Son

Die koreanische Pianistin Yeol Eum Son wird für ihr breites Konzertrepertoire gelobt, das von Bach, über Mozart und der frühen deutschen und russischen Romantik bis hin zu Gershwin und Ligeti reicht. Sie konzertierte bereits mit führenden Orchestern wie dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Konzerthausorchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, dem Bergen Philharmonic und dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Dirigenten wie Dmitri Kitayenko, Valery Gergiev, Vasily Petrenko, Andrew Manze und Omer Meir Wellber.

Als angesehene Mozart-Interpretin, gab sie in den letzten Jahren wichtige Debüts in Großbritannien mit Klavierkonzerten von Mozart mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra in Birmingham und mit der Academy of St. Martin in the Fields in der Londoner Cadogan Hall. Zuletzt debütierte Yeol Eum Son bei den BBC Proms mit dem BBC Philharmonic. Weitere bedeutende Debüts waren Auftritte im King’s Place mit dem Aurora Orchestra und ein Kammermusikkonzert in der Wigmore Hall.

Zu bedeutenden Orchesterdebüts der Konzertsaison 19/20 und darüber hinaus gehören die Zusammenarbeit mit dem Budapest Festival Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester und dem Orchestre National d’Île-de-France. Von der Deutschen Radio Philharmonie wurde sie nach erfolgreichen Konzerten wiedereingeladen. Kammermusikauftritte führen sie ab der Saison 19/20 und ins KKL Luzern, ins Zentrum Paul Klee Bern, ins Casa da Música Porto, in den Kolarac-Konzertsaal Belgrad und zum Klavierfestival Tallin.

Als begeisterte Kammermusikerin wurde Yeol Eum Son 2018 zur Künstlerischen Leiterin von Music in PyeongChang, dem größten Musikfestival ihrer Heimat Korea, ernannt. Sie ist verantwortlich für die Programmplanung des Sommer- und Winterfestivals auf dem Olympiagelände in PyeongChang. Weitere kammermusikalische Höhepunkte im Jahr 2020 sind Auftritte in der Philharmonie Köln mit Musikern des WDR Sinfonieorchesters sowie dem Quatuor Modigliani.

Zu den Neuerscheinungen von Yeol Eum gehören zwei DECCA-Alben: die Solo-CD „Modern Times“ mit Werken von von Berg, Prokofiev, Strawinsky und Ravel, sowie eine Aufnahme mit der Geigerin Clara-Jumi Kang mit Werken von Schumann und Brahms. Zu den bisherigen Alben gehören ihre Debüt-CD mit den kompletten Chopin-Etüden (2004), Chopin Nocturnes für Klavier und Streicher (2008) und die preisgekrönte Live-Aufnahme des Cliburn-Wettbewerbs (2009).

Yeol Eum ist Ehrenbotschafterin des Seoul Arts Center und ihrer Heimatstadt Wonju. Bei der Tschaikowsky International Piano Competition 2011 und beim 13. Van Cliburn International Piano Competition 2009 gewann sie den zweiten Preis. Sie war Schülerin von Arie Vardi an der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover, wo sie heute lebt. Sie hat einen Abschluss von der Korean National University of Arts.

Frederic Jost

Seit der Spielzeit 2019/2020 gehört Frederic Jost zum Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden Berlin, wo sein Repertoire Mozarts Die Zauberflöte wie auch Mussorgskys Chowanschtschina beinhaltet. 2018 debutierte der junge Bass an der Oper Frankfurt als Ordulfo in der Frankfurter Erstaufführung von Trojahns Enrico, 2019 kehrte er als Erster Handwerksbursche in Bergs Wozzeck zurück. Im Sommer 2018 debutierte er bei den Bregenzer Festspielen. 2016 sang er die Hauptrolle Richard Boll in der Oper Die Schweizer Familie von Joseph Weigl beim Davos Festival.

Seit 2014 ist Frederic Jost regelmäßig in Neuproduktionen zu Gast an der Bayerischen Staatsoper: 2017 sang er Assan in Menottis The Consul (begleitet vom Münchener Kammerorchester), 2019 Coryphée in Glucks Alceste. 2016 kreierte er die Partie `Achills tiefer Schatten´ in Hauke Berheides Uraufführung Mauerschau, 2015 übernahm er in Magals Jephta’s Daughter die Bass-Partie. 2014 sang er Zweiter Hauptmann in Zimmermanns Die Soldaten unter der Leitung von Kirill Petrenko. 2020 singt er in Hongkong Truffaldin in Strauss‘ Ariadne auf Naxos – auf Gastspiel der Bayerischen Staatsoper.

Frederic Jost, 1993 in München geboren, erhielt seine erste künstlerische Ausbildung beim Tölzer Knabenchor. Hier gab er 2003 als Yniold in Debussys Pelleas et Mellisande sein Debut an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, 2004 stellte er sich mit Bernsteins Chichester Psalms im Concertgebouw Amsterdam und dem Herkulessaal der Münchner Residenz unter der Leitung von Mariss Jansons vor. Zudem war er Solist in Bachs h-moll-Messe in der Thomaskirche Leipzig, einer CD-Einspielung von di Lassos Bußpsalmen. Als Knabe in Mozarts Die Zauberflöte gastierte er an führenden Opernhäusern in Europa und den U.S.A., als Hirte in Wagners Tannhäuser und Puccinis Tosca war er zudem zu Gast an der Bayerischen Staatsoper.

Nach einem Musikwissenschaftsstudium studiert er von 2014 Gesang bei Michelle Breedt an der Musikhochschule für Musik und Theater in München und schloß sein Studium 2019 mit dem Master in Liedgesang und Konzertgesang erfolgreich ab. Meisterkurse auch bei Brigitte Fassbaender und Michelle Breedt ergänzen seine Ausbildung. Frederic Jost ist Stipendiat der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now München e.V. sowie des Richard-Wagner-Verbandes.

Einen Liederabend gab Frederic Jost bereits 2015 im Rahmen der Fränkischen Musiktage in Alzenau, begleitet am Flügel von Donald Sulzen.

2014 sang Frederic Jost erstmals Pilatus in Bachs Johannes-Passion unter der musikalischen Leitung von Hans-Jörg Albrecht. Seither war er als Jesus in Bachs Matthäus-Passion, Händels Messiah, Haydns Salve Regina, Mozarts Requiem und dessen Vesperae solemnis zu hören. 2018 singt er erstmals Beethovens Sinfonie N° 9 und Schumanns Faust-Szenen. 2019 stellt er sich mit Bachs Weihnachtsoratorium bei den Tiroler Festspielen in Erl vor.

Frederic Jost arbeitete mit Regisseuren wie Brigitte Fassbaender und Andreas Kriegenburg und sang unter der musikalischen Leitung von Dirigenten wie Hansjörg Albrecht, Marcus Bosch Oksana Lyniv, Kent Nagano, Kirill Petrenko.

Wagner Moreira

Der brasilianische Tenor Wagner Moreira studierte and der Universidade Federal de Minas Gerais in Brasilien sowie an der Royal Academy of Music in London, und von 2016 bis 2018 war er Mitglied der Royal Academy Opera.

Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, darunter des Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg/DE, des Wettbewerbs Bampton Classical Opera Young Singers/ UK, des Villa-Lobos Wettbewerbs/ BRA, des Wettbewerbs des Orquestra Sinfônica de Minas Gerais/BRA und des Internationalen Gesangswettbewerbs Bidu Sayão/ BRA.

Sein Opernrepertoire umfasst Partien wie Ottavio / DON GIOVANNI, Basilio und Don Curzio / LE NOZZE DI FIGARO, Oebalus / APOLLO ET HYACINTHUS, Zweiter Soldat / L’INCORONAZIONE DI POPPEA, Goro / MADAMA BUTTERFLY, Pluto / ORPHÉE AUX ENFERS, Docteur miracle / LE DOCTEUR MIRACLE und Marco Orazio/ GLI ORAZI E I CURIAZI.

Darüber hinaus verfügt Wagner Moreira über Erfahrung als Oratoriensänger, darunter in Mozarts „Requiem“ und „Krönungsmesse“, Beethovens C-Dur Messe und der 9. Symphonie, Haydns „Nelson Messe“ sowie Händels „Messias“, Bachs „Johannespassion“ und Rossinis „Stabat Mater“.

Als Mitglied des Song Circles der Royal Academy of Music und des Britten-Pears Young Artist Programmes hat er auch viel Erfahrung mit Liedrepertoire gesammelt.

Diese Spielzeit gibt er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin in der Uraufführung von Chaya Czernowins „HEART CHAMBER“ unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke.

Giorgia Cappello

Die Sopranistin Giorgia Cappello entstammt einer großen Musikerfamilie. Als langjähriges Mitglied des Kinderchores am Nationaltheater Mannheim erhielt sie seit ihrem 10 Lebensjahr Gesangsunterricht bei ihrer Mutter Susanne Scheffel. Im Anschluss wurde sie von Prof. Stamenkovic in Mannheim ausgebildet und wird im Februar 2020 ihren Bachelor bei Bernhard Gärtner an der Musikhochschule Stuttgart abschließen. Weitere Anregungen erhielt sie im Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius sowie in Meisterkursen bei  Benno Schachtner, Margreet Honig und Prof. Ulrike Sonntag, die sie auch weiterhin betreut. Die Künstlerin ist Finalistin des Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2014, sowie Stipendiatin der Eliteförderung des Cusanuswerks e.V.

Bereits während ihres Studiums debütierte die 24 jährige Sopranistin als ,,La Ninfa‘‘ in Monteverdis L’Orfeo am Staatstheater Darmstadt. Im Bereich der Oper erwarten die junge Sängerin diese Spielzeit am Staatstheater Darmstadt die ,,Papagena‘‘ in der Zauberflöte von Mozart, sowie die Hauptrolle in der Kinderoper Schaf von Sophie Kassies. Darüber hinaus arbeitet sie in letzter Zeit häufig mit Markus Melchiori und der Dommusik Speyer zusammen u.a. bei den Internationalen Musiktagen im Dom zu Speyer, als auch im März 2020 im Stabat Mater von G.B. Pergolesi.  Die geistlichen Werke von Mozart, Schubert, sowie die Oratorien und Kantaten von Bach, zählen zum Kernrepertoire der vielseitigen Künstlerin: Ein Solo-Rezital führt sie und ihren Konzertpartner Daniel Gerzenberg im September 2020 auf das Festival für Alte Musik Aalen.

Im Bereich Lied gehören vor allem die Werke Schuberts zu ihrem Repertoire, neben Wolf, Sibelius und unbekannteren wie Zumsteeg und Crumb. Mit ihren Interpretationen konnte sie auch die Fachjury überzeugen und wird im Januar 2020 auf der Schubert Woche im Pierre-Boulez-Saal in Berlin zu hören sein, wo sie im Rahmen der Liedakademie des Heidelberger Frühlings auftritt.

Geng Lee

Der junge lyrische Bariton Geng Lee wurde 1994 in Shenzhen, China geboren. Von 2010-2014 studierte bei Prof. Yue-Mei Li an der Musikschule „Xing-hai“ in Guangzhou.

Seit 2014 studiert Geng Lee an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Gesang zunächst bei Prof. Jörn Dopfer, aktuell bei Frau Prof. Carolyn Grace James (ehemals: Sopranistin an der MET) und Lied bei Prof. Burkhard Kehring.

Nach der Teilnahme am 25th „Flame“ Wettbewerb 2014 in Paris ging er als bester junger Sänger hevor und bekam ein Stipendium für Meisterkurse an der Sommer-Akademie Salzburg zugesprochen.

2015 errang Lee den 2. Preis der Absalom-Stiftung beim Mozartwettbewerb für Gesang Hamburg. Im selben Jahr folgte ein Auftritt als St. Brioche in F. Lehárs Operette„Die lustige Witwe“ (Inszenierung: Philipp Himmelmann) mit den Hamburger Symphonikern (Dir.: W. Wentzel). Mit dem Wandsbeker Sinfonieorchester und dem Chor „Da Capo“ sang er die Bass-Partie im Weihnachtsoratorium I-III in der St. Nicolai-Kirche und war außerdem für eine Aufnahme von F. Schuberts „Messe“ als Bass engagiert. Zusammen mit dem Orchester und dem Chor der Deutschen Kinderärzte sang Lee in St. Petri Hamburg bei einem Benefizkonzert für Flüchtlingskinder unter der Leitung von Manfred Fabricius dabei.

2016 stellte er sich als Papageno in Mozarts „ Die Zauberflöte“ wieder mit den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von W. Wentzel in einer Inszenierung von W. Ansel vor. 2018 folgte ein Auftritt in P. Tchaikowskys „Eugen Onegin“ als Saretzki an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit Mitgliedern des Hochschulorchesters in einer Inszenierung von Mien Bogaert.

Im Juni desselben Jahres gewann Geng Lee den 1. Preis (Sonderpreis der Gustav-Mahler- Vereinigung) beim 3. Gustav Mahler-Liedwettbewerb, ausgerichtet von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Rochna-Stiftung (Prof. B. Kehring) zusammen mit seinem Duopartner dem niederländischen Pianist Daan Boertien.

Im Januar 2019 nahm Geng Lee an einer Veranstaltung im Rathaus Harburg unter dem Titel „Stars von morgen“ teil.Im Sommer 2019 folgte ein Auftritt als Herr Flut in O. Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Inszenierung: W. Ansel) mit den Hamburger Symphonikern (Dir.: W. Wentzel) an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Am 12. Juli 2019 schloss Geng Lee begleitet von seinem Duopartner Daan Boertien seinen Bachelor Gesang mit Höchstpunktzahl (1,0) ab.

Fanny Soyer

Die Sopranistin Fanny Soyer, geboren 1994 in Paris, begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. 2009 nahm sie erstmals Gesangsstunden bei Patrick Marco im Rahmen der Kinder- und Jugendförderung „Maitrise de Paris“ am Conservatoire à Rayonnement Régional (CRR) de Paris, wo sie anschließend bei Melanie Jackson im Département Supérieur pour Jeune Chanteurs de Paris Gesang studierte.

Seit September 2016 studiert sie in der Klasse von Prof. Christine Schäfer an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und arbeitet dort u.a. mit Julia Varady, Wolfram Rieger, Eric Schneider, Thomas Quasthoff zusammen. Im Juni 2018 übernahm sie in der Hochschulproduktion „Dido und Aeneas” von Henry Purcell die Partie der Dido. 2019 schloss sie ihr Bachelorstudium erfolgreich ab. Das erste Semester ihres Masterstudiums verbringt sie an der e Royal Danish Academy of Music in Kopenhagen in der Klasse von Helene Gjerris.

Jongsoo Yang

Der junge Bass Jongsoo Yang studierte von 2016 bis 2019 Konzertexamen bei Prof. Reginaldo Pinheiro an der Hochschule für Musik Freiburg und war gleichzeitig im Freiburger Opernstudio der Musikhochschule und des Theaters Freiburg. Von 2017 bis 2019 war er Ensemblemitglied am Theater Freiburg und sang dort u.a. die Partien Masetto in „Don Giovanni“ und Colline in „La Bohème“. Von 2011 bis 2016 absolvierte er an der Universität der Künste Berlin (UdK) bei Prof. Peter Maus sein Bachelor- und LOK-Masterstudium (Lied/Oratorium/Konzert). Im Studium an der UdK sammelte er auch Erfahrung im Opernbereich im Rahmen von Hochschulproduktionen: als Pantalon in der Commedia dell’arte und als Simone in „La finta semplice“ von W. A. Mozart. Zu wichtigen Konzerterfahrungen, für die er mit Prof. Peter Maus zusammenarbeitete, zählen Auftritte in Kantaten und Oratorien in vielen Berliner Kirchen, das Konzert für die Nationen 2015 im Konzertsaal der UdK (mit Internet-Übertragung) und „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn mit dem Jungen Ensemble Berlin unter der Leitung Frank Markowitsch im Rahmen des Kommunikationsprojektes zu Natur und Kultur des Institute For Advanced Sustainability Studies Potsdam. In Berlin widmete er sich schwerpunktmäßig dem Kunstlied und arbeitete an deutschen Liedern mit Prof. Eric Schneider und Liana Vlad, an russischen Liedern mit Prof. Sayali Dadas und am zeitgenössischen Liedrepertoire mit Prof. Axel Bauni. Er war Halbfinalist beim Internationalen Musik Wettbewerb in Montreal. Während seiner Studienzeit war er Stipendiat der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und der Paul-Hindemith-Gesellschaft.

Kunal Lahiry

Der junge Amerikaner Kunal Lahiry ist zurzeit dabei einer der vielversprechendsten und gefragtesten Pianisten seiner Generation zu werden. Gepriesen für sein „dramatisches Flair und erstklassige Technik“, feierte Lahiry sein Orchesterdebüt im Alter von 17 Jahren mit dem Gainesville Symphony Orchestra als Hauptpreisträger des Kiwanis Society Stipendiums und gewann seitdem Preise bei sämtlichen internationalen Wettbewerben, u.a. Atlanta Music Club, New Orleans Piano Institute, Brevard Music Center Piano Competition, Toulouse Concours Mélodie Française, Concours “Les Saisons de la Voix” und dem XXVI Concours de Flame in Paris. Lahiry ist ein Britten-Pears Young Artist, Yehudi Menuhin Live Music Now Stipendiat, Center for Musical Excellence (CME) Young Artist, ENOA Künstler, Leeds Lieder Young Artist und Samling Young Artist. In 2019 wurde er mit der Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir für Renée Flemings erstes SongStudio Programm für zusammenarbeitende Pianisten und Sänger an der Carnegie Hall auserwählt und wurde mit dem Sam Hutchings Pianist Prize an der Oxenfoord International Summer School unter der Leitung von Malcolm Martineau prämiert. Er wurde eingeladen bei Meisterklassen berühmter Künstler aufzutreten, wie etwa Graham Johnson, Sir Thomas Allen, Malcolm Martineau, Murray Perahia, André Laplante, Hartmut Höll, Helmut Deutsch, Susan Manoff, Brian Zeger, und Anne le Bozec.

Kunal Lahirys besondere Affinität zur Liedinterpretation führte ihn zu Konzerten beim Festival d’Aix-en-Provence, Académie Musicale de Villecroze, Carnegie Hall Weill Music Room, Wigmore Hall, Leeds Lieder Festival, Britten Studio, Teatr Wielki, Petit Palais, Leipziger Oper, Salon Razumovsky, the American Church in Paris, Chapelle Corneille, Musée des Archives Nationales, Musée d’Orsay, Royaumont Abbey, Mendelssohn Remise und in der Lunchkonzert Reihe der Berliner Philharmonie. Beschrieben als ein „einfühlsamer, anspornender und differenziert mutgestaltender Partner“ spielte er in Clemens Goldbergs Gesprächskonzertreihe ‚Slow Listening‘, für das Kulturradio RBB in Berlin und France Musique in Paris, und trat mehrere Male bei Konzerten der Daniel Barenboim Exzellenz-Konzertreihe auf. 2018 wurde Lahiry, gemeinsam mit der Mezzosopranistin Marielou Jacquard, für die erste Akademie für Melodies und Lieder am Kloster Royaumont und Musée D’Orsay ausgewählt. Die einjährige Residenz kulminierte in einer Livealbum Einspielung bei B Records. Ehemalige Lehrer Lahirys sind unter anderem Walter Hautzig, Alan Chow, Kyoko Hashimoto und Fabio Bidini. Jüngst schloss er sein Masterstudium in Liedgestaltung bei Prof. Wolfram Rieger an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ mit Bravour ab.

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