Veranstaltungen

Meisterkurs Klavier: Abschlusskonzert

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Streichquartettfest | BLAUER Sonntag

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Streichquartettfest | BLAUER Samstag

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Streichquartettfest | ROTER Samstag

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Streichquartettfest | BLAUER Freitag

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Streichquartettfest | ROTER Freitag

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Streichquartettfest | BLAUER Donnerstag

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Streichquartettfest | ROTER Donnerstag

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Streichquartettfest | Pass BLAU

Künstler

Sindy Mohamed

Sindy Mohamed tritt in dieser Saison als Solistin und Kammermusikerin bei großen Festivals wie Festival Presences Paris, Moritzburg Festival, Spannungen Heimbach, Schubertiade Hohenems, Kronberg Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf und arbeitet mit Isabelle Faust, Tabea Zimmermann, Lawrence Power, Steven Isserlis, Christian Tetzlaff, Maximillian Hornung, Kian Soltani, Yura Lee, Adrien La Marca und vielen anderen zusammen. Weitere Höhepunkte sind Auftritte als Solist mit dem Ensemble Multilatérale in Paris, dem Cairo Symphony Orchestra und dem Orchester Vigo 430 in Spanien. Zu ihren ausgedehnten Konzertreisen in die ganze Welt gehören ihre Debüts in der Wigmore Hall, der Carnegie Hall und der Suntory Hall.

Als Preisträgerin des Internationalen Anton-Rubinstein-Wettbewerbs 2017 und Stipendiatin der “Ottilie-Selbach-Redslob-Stiftung” hat Sindy Mohamed in der vergangenen Saison ihr Debüt als Solistin in England an der Seite von Lars Vogt und der Royal Northern Sinfonia Orchestra im Rahmen des “New Year New Artists” Festivals gegeben. Sie nahm am Festival d’Aix-en-Provence teil, wo sie zusammen mit Tabea Zimmermann auftrat. Auf Einladung von Rolando Villazon trat sie in der bekannten Sendung ‘Stars von Morgen’ auf, welche auf Arte ausgestrahlt wurde.

Die 1992 in Marseille geborene ägyptische Bratschistin Sindy Mohamed, die in eine nicht-musikalische Familie hineingeboren wurde, erhielt ihren ersten Violaunterricht im Alter von 8 Jahren. Nach ihrem Abschluss am Conservatoire de Marseille setzte Sindy Mohamed ihre Studien am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin fort.

Weitere musikalische Inspiration erhielt Sindy Mohamed durch ihre Teilnahme und besondere Einladungen zu zahlreichen internationalen Meisterkursen und Festivals wie “Festival Quatuors à Bordeaux”, “Festival d’Aix-en-Provence”, “Summer Festival Salzburg”, “Seiji Ozawa International Switzerland Academy”, “European Chamber Music Academy”. Dort arbeitete sie mit Daniel Barenboim, Antoine Tamestit, Roberto Diaz, Morten Carlsen, Nobuko Imai, Jean Sulem, Sadao Harada, Pamela Frank und Tatjana Masurenko zusammen. Außerdem ist sie seit 2013 Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim.

Sindy Mohamed spielt auf einer Viola von Jean-Baptiste Vuillaume (1853, Paris), eine großzügige Leihgabe der Beares International Violin Society London.

2018 musizierte Sindy Mohamed bei Chamber Music Connects the World an der Seite von Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Steven Isserlis und Sir András Schiff. 2019 trat sie beim Kronberg Academy Festival auf und wirkte bei Mit Musik – Miteinander als Dozentin mit. Seit Oktober 2017 studiert Sindy Mohamed an der Kronberg Academy

Ulrich Mosch

Der Musikwissenschaftler Ulrich Mosch, geboren 1955 in Stuttgart, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie an der Technischen Universität Berlin bei Carl Dahlhaus und Helga de la Motte-Haber, wo er über das Thema »Musikalisches Hören serieller Musik« promovierte. 2004 folgte seine Habilitation an der Universität Salzburg, dort war er anschließend Privatdozent. Daneben lehrt er unter anderem am IRCAM in Paris und am Centre Acanthes in Metz. Seit 2013 ist er Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Genf. Zwischen 1990 und 2013 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Paul Sacher Stiftung in Basel und dort als Kurator für 24 Nachlässe und Sammlungen von Komponisten verantwortlich. Ulrich Mosch ist unter anderem Herausgeber der Schriften Wolfgang Rihms und schreibt über die Musikgeschichte und Musikästhetik vor allem des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit 2010 ist Ulrich Mosch wieder regelmäßig Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen, wo er bereits Anfang der 90er-Jahre als Dozent tätig war.

Maurice Steger

Der “Paganini”- und “Hexenmeister der Blockflöte” und “The world’s leading recorder player” – das sind nur einige der Beschreibungen, die man über Maurice Steger zu lesen bekommt. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden bedarf es aber nicht nur einer erstaunenswerter Technik sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Münchener Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, der NDR Radiophilharmonie und dem Musikkollegium Winterthur erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des “Tino Flautino”, um die Kleinsten zu einem spielerischen Zugang in die Welt der klassischen Musik zu führen. Tino Flautinos neuestes Märchen mit seinem Kater Leo präsentiert Steger nun in deutscher, schweizerdeutscher als auch italienischer Sprache.

Durch seinen eigenen nie gestillten Wissensdurst gelingt es ihm immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD “Souvenirs” Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Sein Album “Baroque Twitter” mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuri Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Die neuste Einspielung “Mr. Handel’s Dinner” mit dem La Cetra Barockorchester Basel ist im Frühjahr 2019 erschienen und empfindet Händels Opernvorstellungen und insbesondere deren Pausen in London nach. Die CD wurde mit Begeisterung von Hörern und Presse aufgenommen.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in der Dokumentation Die Blockflöte – Ein Comeback gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte

Joasihno

Cico Beck (Aloa Input, the Notwist) und Nico Sierig sind zurück mit einem speziellem „in the box“ Set ihres regulären „Joasihno“ Setups. Komplett verbaut in einem Koffer wurde diese kleine, komplett batteriebetriebene, „Mobile Disko“ für das Musizieren auf der Straße gebaut und zeigt alle Teile der Musik von Joasihno: Robotor-Instrumente, Klanginstallationen, analoge Synthesizer, Weltmusik-Percussion und Laptop-Musik. Joasihno’s Musik ist inspiriert von experimentellen Pionieren wie Mort Garson und der Melancholie der Kraut-Elektronika, mit Interesse an der zeitgenössischen Musikproduktion und in großer Bewunderung der Kanons von Moondog und den Patterns von Steve Reich. Psychedelische Maschinen-Straßenmusik aus München.

Eliot Quartett

Das 2014 gegründete Eliot Quartett zählt zu den interessantesten und vielversprechendsten Streichquartetten der neuen Generation. Das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So erhielt es den 2. Preis beim Mozartwettbewerb Salzburg, den 2. Preis beim Melbourne International Chamber Music Competition und gewann den Preis des Deutschen

Musikwettbewerbs mit drei Sonderpreisen sowie den 1. Preis mit Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Szymanowski beim Karol Szymanowski Competition.

In seiner Heimatstadt Frankfurt am Main ist das Eliot Quartett fester Bestandteil des Konzertlebens wo es 2019 als erstes Quartett „in Residence“ im renommierten Frankfurter Holzhausenschlösschen eine eigene Konzertreihe gestaltete. Das Quartett war zu Gast beim Bachfest Leipzig, den Kasseler Musiktagen, der Styriarte Graz, dem Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie der Schubertiade Schwarzenberg.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt das Eliot Quartett an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Hubert Buchberger und Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Meisterklasse von Günter Pichler. Weitere entscheidende Impulse erhält das Ensemble in der gemeinsamen Arbeit mit Alfred Brendel.

Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk Four Quartets inspirieren ließ. Im Oktober 2019 ist die Debüt-CD des Quartetts beim Label GENUIN in der Preisträgerreihe des Deutschen Musikwettbewerbs erschienen.

Jonathan Powell

Jonathan Powell gab sein London-Debüt im Purcell-Saal im Alter von 20 Jahren, widmete sich aber in den folgenden zehn Jahren vor allem der Komposition – seine Werke wurden vom Arditti Quartett, der London Sinfonietta und Nicolas Hodges aufgeführt – und der Musikwissenschaft. Seine Doktorarbeit befasst sich mit dem Einfluss Skrjabins. Danach studierte er bei Sulamita Aronovsky und verlegte seinen Fokus auf das Konzertieren. Es folgten eine Reihe von CD-Aufnahmen und internationalen Engagements. Jonathan Powell ist ein leidenschaftlicher Anhänger der Musik der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, vor allem aus Russland und Osteuropa. Gleichzeitig ist er ein Verfechter der zeitgenössischen Musik und brachte Werke von Dufourt, Ambrosini, Finnissy und anderen zur Uraufführung. Sein Repertoire umfasst außerdem viel Standardwerke z.B. von Beethoven, Schubert, Chopin und Schumann. Im Jahr 2009 gab er die erste seiner zahlreichen Aufführungen der zehn Sonaten von Skrjabin. Im Jahr 2013 tourte er mit Messiaens „Vingt regards sur l’enfant Jésus” und Albeniz’ „Iberia”, während 2015 zahlreiche Aufführungen von Beethovens Hammerklaviersonate und Regers Bach-Variationen auf dem Programm standen. Jüngst führte er das gesamte Klavierwerk von Xenakis auf sowie 2017 die Sonate von Liszt, die Klavierstücke von Stockhausen und mehrere Aufführungen von Sorabjis „Opus clavicembalisticum”. Im Jahr 2018 gab er sechs Aufführungen von Schostakowitschs 24 Präludien und Fugen.

Solokonzerte führten ihn zum Festival Radio France Montpellier, in die Elbphilharmonie, zu den Raritäten der Klaviermusik am Schloss vor Husum, zum Vredenburg Muziekcentrum in Utrecht, quer durch die USA, zu Musica Sacra in Maastricht, zur Reihe Fundación BBVA in Bilbao und zum Moskauer Konservatorium. In den letzten Jahren hat er für Radio France, Radio Netherlands, Deutschlandradio Kultur, die BBC und den Tschechischen Rundfunk aufgenommen. Er ist ein gefragter Künstler in der Jacqueline du Pré-Halle in Oxford, wo er jährlich drei Konzerte gibt, unterrichtet und Workshops für Studenten leitet. Seit der Gründung des Festivals Levoča (Slowakei) im Jahr 2007 ist er auch jedes Jahr beim Indian Summer in Levoča Festival als Rezitalist, Kammermusiker und Solist mit Orchester aufgetreten. Vor kurzem gab er Meisterkurse in Kattowitz, Brünn, Oxford, London, Dänemark, Seattle und Darmstadt. Im Mai 2020 gewann er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für seine Einspielung von Sorabjis „Sequentia cyclica“.

Susan Manoff

Die Pianistin Susan Manoff wurde in New York geboren und ist lettischer und deutscher Abstammung. Sie studierte an der Manhattan School of Music und an der Universität von Oregon. Nach ihrem intensiven Studium bei Gwendolyn Koldofsky mit Schwerpunkt Kunstlied wurde sie zu einer der gefragtesten Pianistinnen ihrer Generation. Neben ihrem Interesse am Gesangsrepertoire ist Susan Manoff eine leidenschaftliche Kammermusikerin und konzipiert originelle Programme, die Musik und Text miteinander verbinden. Sie tritt regelmäßig bei den großen internationalen Festivals und Konzerthäusern wie Théâtre des Champs-Élysées, Théâtre du Châtelet und Salle Gaveau in Paris, Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, Carnegie Hall London, Wiener Konzerthaus und Musikverein und der Oji Hall in Tokyo auf. Außerdem ist Susan Manoff regelmäßiger Gast bei France Musique.

Susan Manoff hat bei den Labels Alpha Classics, Sony, Naïve, Decca, Virgin, Arion, Valois, Aparte Aufnahmen eingespielt. Im Jahr 2007 nahm sie mit Sandrine Piau ihre erste CD mit dem Titel „Evocation“ auf. Eine zweite Aufnahme mit dem Titel „Après un Rêve“ erschien im März 2011 (Naïve). Ihre Einspielung mit ihrem langjährigen musikalischen Partner Nemanja Radulovic ist den Violin- und Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven gewidmet (Decca, 2010). Das Album „La Belle Excentrique“ mit der Sopranistin Patricia Petibon erschien im Herbst 2014 (Deutsche Grammophon). Weitere aktuelle Aufnahmen sind „Néère“ (Gewinnerin des renommierten Gramophone Award 2016) mit der Partnerin Véronique Gens (Alpha Classics), „Chimère“ (Diapason D’Or und Choc Classica 2018) mit der Partnerin Sandrine Piau (Alpha Classics 2018), „Long Time Ago“ (Alpha Classics 2019) mit Adèle Charvet und „L’Amour, La Mort, La Mer“ (Sony 2020) mit Patricia Petibon. Susan Manoff war stellvertretende Chorleiterin an der Bastille Oper und ist derzeit Professorin am Conservatoire National de Musique et de Danse de Paris. Sie gibt Meisterklassen auf der ganzen Welt. Im Jahr 2011 wurde sie vom französischen Kulturministerium zum Chevalier des Arts et Des Lettres ernannt.

Sebastian Küchler-Blessing

Der Essener Domorganist Sebastian Küchler-Blessing ist seit 2014 verantwortlich für die Orgelmusik in Liturgie und Konzert an der Kathedralkirche des Ruhrbistums und entwickelt seither ein reges Konzertleben um die große Rieger-Orgel. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die eigens für Raum und Instrument initiierte Reihe „Dimension Domorgel“: hier sind Musiker wie Reinhold Friedrich mit der Rhapsody in blue oder Frank Dupree mit Le sacre du printemps zu Gast, während Abende mit der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker- Wallfisch oder dem Pantomimen JOMI, mit vier Organisten an vier Orgeln, bei Kerzenschein oder mit Orgelfassungen von Kindertotenliedern, Brahms-Requiem und den Brandenburgischen Konzerten immer wieder neu zur Auseinandersetzung mit Musik und Raum einladen.

Daneben konzertiert Sebastian Küchler-Blessing von Nordland bis an Ural und persischen Golf und gastierte wiederholt in Elbphilharmonie, Kölner Dom, Konzerthaus Berlin, KKL Luzern, Müpa Budapest, bei der Bachwoche Ansbach und den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern. Von Publikum und Fachwelt auch als Improvisator und Kammermusiker hochgeschätzt, führte ihn seine Arbeit mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Gustavo Dudamel und Hartmut Haenchen zusammen. Neben CD-Produktionen mit Windsbacher Knabenchor und Stuttgarter Kammerorchester suchte er seit 2008 mit einem eigenen, mittlerweile vielfach aufgerufenen Youtube-Kanal neue Wege. Im Jahr 2020 erscheint eine CD mit Werken für Blechbläser und Orgel von Enjott Schneider, zu der sich ein Ensemble um Reinhold Friedrich und Hannes Läubin im Essener Dom versammelte.

Sebastian Küchler-Blessing ist Bachpreisträger des Leipziger Bach-Wettbewerbs, gewann den Mendelssohn-Preis und den 1. Preis der Internationale Orgelwoche Nürnberg. Er wurde mit dem Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und dem Arthur- Waser-Preis des Luzerner Sinfonieorchesters ausgezeichnet. Als bislang einziger Organist gewann bei „Jugend musiziert“ erste Bundespreise mit Höchstpunktzahl in den Solofächern Orgel und Klavier.

Von Sontraud Speidel, Christoph Bossert, Martin Schmeding und Zsigmond Szathmáry ausgebildet, wurde er von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen-Ponto-Stiftung und der Mozart-Gesellschaft Dortmund gefördert. Bereits als Schüler wurde er in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Sebastian Küchler-Blessing lehrt seit dem Jahr 2014 Orgel und liturgisches Orgelspiel/ Improvisation an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Meisterkurse und Jurytätigkeit ergänzen sein Schaffen.

Paul McCreesh

Paul McCreesh hat als Gastdirigent viele der großen Orchester und Chöre auf der ganzen Welt geleitet, darunter jüngst Bergen Philharmonic, Royal Northern Sinfonia, Tokyo Metropolitan Symphony, Hong Kong Philharmonic, Sydney Symphony, Verbier Festival Orchestras und das Konzerthausorchester Berlin. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der Gabrieli Consort & Players, ist mit seinem Ensemble weltweit auf Tournee gegangen und wurde für Aufnahmen vielfach ausgezeichnet. Zuvor war er Chefdirigent und künstlerischer Berater des Gulbenkian Orchestras. 2019/20 führte er Mendelssohns Sinfonie Nr. 2 und Auszüge aus Schuberts „Rosamunde“ mit dem New Japan Philharmonic auf sowie Haydns „Schöpfung“ mit der Royal Northern Sinfonia, Georg Friedrich Händels „Messias“ mit dem Casa da Música Baroque Orchestra & Choir und Haydns Londoner Sinfonien und Beethovens C-Dur-Messe mit der Filharmonia Poznanska.

In der vergangenen Saison dirigierte er Werke von Elgar, Haydn und Brahms mit der Kammerakademie Potsdam, ein Programm mit Elgar, Britten und Mendelssohn bei den Bamberger Symphonikern. Er kehrte mit Werken von Rossini und Britten zur Filharmonia Poznanska zurück und leitete Aufführungen mit dem MDR-Sinfonieorchester im Gewandhaus Leipzig, dem Montrealer Symphonieorchester und dem Kammerorchester Basel.

McCreesh hat als Gast viele der großen Orchester und Chöre auf der ganzen Welt dirigiert, darunter zuletzt das Wiener Kammerorchester, die Bremer Philharmoniker, die Prager Philharmonie, das Arktische Kammerorchester und das Gewandhausorchester Leipzig. Darüber hinaus arbeitet McCreesh regelmäßig und kontinuierlich mit den Kammerorchestern von Saint Paul und Basel zusammen.

Juergen Boos

Juergen Boos ist seit 2005 Direktor und Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse GmbH. Boos wurde in den 1980er Jahren zum Verlagsbuchhändler beim Herder Verlag ausgebildet und studierte Marketing und Organisationstheorie. Er war Manager bei Droemer Knaur, beim Carl Hanser Verlag und bei Springer Science und Business Media (heute Springer Nature) sowie bei John Wiley and Sons. Boos ist Präsident der LITPROM (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.) sowie Geschäftsführer der LitCam (Frankfurter Buchmesse Literacy Campaign).

Am 20. November 2013 wurde ihm das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Im Januar 2017 erhielt Juergen Boos die Ehrendoktorwürde der Ivane Javakhishvili Tbilisi State University (Georgien). Im Februar 2018 wurde ihm der Kulturorden „Chevalier des Arts et des Lettres“ (Orden der Künste und der Literatur) in der französischen Botschaft in Berlin überreicht. Juergen Boos ist Mitglied des Scientific Committee des Sheikh Zayed Book Award und Mitglied der Akademie Deutscher Buchpreis.