Künstler

Bejun Mehta

Bejun Mehta, der „derzeit vielleicht kultivierteste und musikalisch überzeugendste Countertenor“ (Opera News, 2018), ist regelmäßiger Gast an allen führenden Opern- und Konzerthäusern der Welt.

In der Spielzeit 2018/19 war Bejun Mehta in einer Wiederaufnahme von Händels Rodelinda in einer Inszenierung von Claus Guth am Gran Teatro del Liceu zu erleben. Außerdem war Bejun Mehta mit Mozart Arien und den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein, mit der eigens für ihn komponierten Solokantate Dream of the Song von George Benjamin mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam und mit dem Mahler Chamber Orchestra in der Rolle des Angel 1/Boy in Benjamins Written on Skin zu hören. Als Sänger und Dirigent tourte er darüber hinaus mit seinem Mozart – The Dramatist Programm und dem Württembergischen Kammerorchester durch Deutschland und Österreich. Andere Engagements als Sänger und Dirigent führen ihm zudem zum Hessischen Rundfunk, zu den Bochumer Symphonikern und der Kammerakademie Potsdam. Im Herbst 2019 singt Bejun Mehta die Titelrolle in Giulio Cesare in einer Neuproduktion von Robert Carsen am Teatro alla Scala in Mailand.

Zu weiteren vergangenen Höhepunkten zählen u.a. die Titelpartie in einer Neuproduktion von Händels Tamerlano an der Mailänder Scala, Oberon in einer neuen Inszenierung von Brittens A Midsummernight’s Dream am Theater an der Wien, Rossinis Petite Messe Solennelle mit der Berliner Staatskapelle und die Veröffentlichung seiner neuesten Solo-CD CANTATA – yet can I hear,die kürzlich mit dem Diapason d´Or ausgezeichnet wurde.

Bejun Mehta, zweimal für den Grammy nominiert, hat eine umfassende Diskografie: Seine bisher 25 Aufnahmen – darunter Soloaufnahmen genauso wie Operneinspielungen – wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger des Traetta Preises 2015.

Fernsehportäts über Bejun Mehta wurden u.a. auf CBS 60 Minutes II, A&E, Arte, ARD und ORF 2 gesendet. Bejun Mehta hat einen Abschluss in deutscher Literatur der Universität Yale und wohnt in Berlin und New York. Powered by

Terry Wey

Der Countertenor Terry Wey entstammt einer Schweizer-Amerikanischen Musikerfamilie und erhielt seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben bei Silvija V. Purchar sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz an der Konservatorium Wien Privatuniversität, an welcher er auch Klavier-Konzertfach studierte. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe (u.a. MIGROS-Genossenschaftsbund Zürich, Kärntner-Sparkasse Wörthersee Musikstipendium) rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene. Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski, Konrad Junghänel oder Michael Hofstetter, mit Originalklangorchestern wie The English Concert, Les Arts Florissants, dem Freiburger Barockorchester oder Il Pomo d’Oro war er bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen zu Gast, u.a. im Musikverein Wien, im Barbican Centre, in der Wigmore Hall London, im Concertgebouw Amsterdam, im Lincoln Center New York, in der Benaroya Hall Seattle, der Gulbenkian Foundation Lissabon oder in den Philharmonien Köln und Essen. Arien- und Liederabende führten ihn ans Festspielhaus Baden-Baden und ans KKL Luzern.

Auf der Bühne interpretierte der Countertenor so unterschiedliche Rollen wie Oberon (Britten: A Midsummer Night’s Dream), Rinaldo (Händel: Rinaldo), Ruggiero (Vivaldi: Orlando Furioso) oder Angel 1/The Boy (Benjamin: Written on Skin) an Häusern wie dem Teatro Real Madrid, dem Theater an der Wien, der Staatsoper Stuttgart oder dem Théâtre des Champs-Elysées Paris, sowie bei den Händel-Festspielen in Halle, Karlsruhe und Göttingen. Dabei arbeitete er u.a. mit den Regisseuren Nicolas Brieger, Pier Luigi Pizzi, Pierre Audi, Luk Perceval, Balázs Kovalik und Floris Visser, aber auch mit freien Theatergruppen wie Nico and the Navigators. Bisherige Höhepunkte bildeten u.a. Jommellis „Betulia Liberata“ bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2010 unter Riccardo Muti in der Felsenreitschule Salzburg, die Rolle des Arsamenes in Stefan Herheims gefeierter Inszenierung von Händels Xerxes an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf (2013), sowie sein Debüt unter Nikolaus Harnoncourt in Purcells The Fairy Queen bei der Styriarte 2014.

Daneben führte seine Liebe zur Renaissancemusik zur Gründung des Vokalensembles Cinquecento sowie zu Auftritten mit führenden Ensembles wie dem Huelgas Ensemble, Gesualdo Consort Amsterdam oder Weser-Renaissance. Seine Diskografie umfasst neben zehn CDs von Cinquecento (hyperion) auch Gesamtaufnahmen von Steffanis Niobe (Erato), Albinonis Il Nascimento dell’Aurora (oehms classics), Händels Israel in Egypt(Carus) und Faramondo (Virgin classics), sowie zweimal Bachs H-Moll-Messe unter Marc Minkowski (naïve) und Václav Luks (Accent) und Pergolesis Stabat Mater mit dem Counter-Kollegen Valer Sabadus (oehms classics).  Im Februar 2017 ist seine erste Solo-CD Pace e Guerra mit dem Bach Consort Wien unter Rubén Dubrovsky bei deutsche harmonia mundi erschienen.

 

Alex Potter

Der Countertenor Alex Potter ist ein gefragter Interpret für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, dessen Engagements ihn auf die Bühnen in ganz Europa führen. Er arbeitet mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Lars Ulrik Mortensen, Frieder Bernius, Jordi Savall, Roland Wilson, Rudolf Lutz und Jos van Veldhoven. Neben zahlreichen Aufführungen von Werken bekannter Komponisten wie Bach und Händel gilt sein besonderes Interesse dem Aufspüren weniger bekannten Repertoires, das er in Konzerten und Einspielungen der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Die musikalische Laufbahn Potters begann bereits als Chorknabe an der Southwark Cathedral in London. Er war Choral Scholar am New College der Universität Oxford und absolvierte zeitgleich ein Studium der Musikwissenschaft. Im Anschluss daran ergänzte er seine Ausbildung im Bereich Alter Musik bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz.

Bemerkenswerte Engagements in letzter Zeit waren Bachs H-Moll Messe mit dem Concertgebouw Orchestra in Amsterdam unter Philippe Herreweghe, ein Solo-Konzert in dem Musikfest Bremen mit Werken von Telemann und ein Auftritt mit Monodien von Caccini und Cavallieri beim Eröffnungsfestival der Elbphilharmonie in Hamburg.

Er ist auf zahlreichen CD-Einspielungen zu hören. Eine neue Solo-Aufnahme mit Werken von Telemann wird 2018 beim CPO Label erscheinen.

Alex Potter wohnt in der Lüneburger Heide mit seiner Frau und zwei Töchtern, versucht langsam ein altes Fachwerkhaus wieder schön zu machen, bäckt gern Sauerteigbrot und baut mit wechselhaftem Erfolg Gemüse im Garten an.