Künstler

Min Kim

Ein führender Violinist aus Korea, Min Kim ist bekannt für seine Vielseitigkeit als Solist, Kammermusiker, Pädagoge und Musikdirektor. Nach seinem Abschluss an der Seoul National University und weiterer Studien bei Prof. Thomas Brandis an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg. Nach seiner Rückkehr nach Korea, wurde Min Kim Konzertmeister des Korean Philharmonic Orchestra, sowie des KBS Symphony Orchestra, zwei herausragende Orchester des Landes. Er diente auch als Dekan der musikalischen Fakultät an der Seoul National University, während er die Stelle des Musikdirektors des Korean Chamber Orchestras inne hatte und dabei auch als Solist wirkte.

Min Kim hat weltweit in über 600 Konzerten, in den bedeutendsten Internationalen Festivals, unter anderem beim Rheingau-Festival, dem Beethoven-Oster-Festival, dem Naantali-Festival und dem George-Enescu-Festival, gastiert. Min Kim vertrat Korea in den Jurys zahlreicher Internationaler Wettbewerbe wie Wienawski und Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker; Sendai Wettbewerb, Internationaler Violinwettbewerb Leopold Mozart, und China International Competition; Seoul International Music Competition, Spohr Internationaler Wettbewerb und dem Königin Elisabeth Wettbewerb.

Seine Beiträge zur internationalen Musikpädagogik und Kulturaustausch wurden mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet, wie dem „Una Vita per la Musica“ vom Präsidenten der Republik Italien und dem „Merit of Culture“ von der Regierung von Polen. Min Kim wurde als Mitglied der National Academy of Arts of Korea gewählt. Gegenwärtig ist er emeritierter Professor an der Seoul National University und wirkt als Musikdirektor beim Korean Chamber Orchestra, dem Isang-Yun-Ensemble und als Künstlerischer Direktor beim Seoul International Music Festival mit.

Antonello Manacorda

Der gebürtige Turiner Antonello Manacorda war Gründungsmitglied und langjähriger Konzertmeister des von Claudio Abbado ins Leben gerufenen Mahler Chamber Orchestras. Später absolvierte er sein Dirigierstudium bei Jorma Panula in Helsinki und ist seitdem als Dirigent sowohl auf dem Konzertpodium wie auch in der Oper weltweit gefragt. Seit 2010 ist Antonello Manacorda Künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam.

In der Saison 2019/20 gibt Antonello Manacorda seine Debüts an der Metropolitan Opera in New York („Le nozze di Figaro“) sowie an der Opéra national de Paris (Così fan tutte“). Wiedereinladungen führen ihn an die Bayerische Staatsoper München („Alceste“) sowie mit einer Neuproduktion des Mozart/Da-Ponte-Zyklus an das Théâtre de la Monnaie in Brüssel.

Zu den Höhepunkten der Saison 2019/20 im Bereich der Symphonik zählen Gastdirigate beim Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, dem SWR Symphonieorchester und dem Orchestra dellAccademia Nazionale di Santa Cecilia. Mit der Kammerakademie Potsdam führt Antonello Manacorda in der Saison einen Mendelssohn-Zyklus weiter und präsentiert die späten Mozart-Symphonien im Pierre Boulez Saal in Berlin. In der vergangenen Saison brachte er mit dem Ensemble einen Zyklus mit den vier Symphonien von Johannes Brahms in Potsdam zur Aufführung. Bereits im Februar 2014 leitete Manacorda dort an vier aufeinanderfolgenden Tagen einen von der Presse gefeierten Zyklus der Beethoven-Symphonien. Tourneen in der Spielzeit 2019/20 führen das Ensemble und Antonello Manacorda unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, die Philharmonie Berlin sowie die Elbphilharmonie.

In der vergangenen Spielzeit leitete Antonello Manacorda Neuproduktionen an Amsterdams De Nationale Opera („Die Zauberflöte“), am Théâtre de la Monnaie in Brüssel („Die Zauberflöte“) sowie an der Bayerischen Staatsoper („Alceste“) und debütierte mit „La Traviata“ am Royal Opera House Covent Garden in London. Gastdirigate führten ihn zum Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester und den Wiener Symphonikern. Von seiner Funktion als Chefdirigent des niederländischen Het Gelders Orkest nahm Antonello Manacorda in der Saison 2018/19 Abschied.

Mit der Kammerakademie Potsdam hat Antonello Manacorda einen Schubert-Zyklus für Sony aufgenommen, der von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. Beim ECHO Klassik 2015 erhielt die Kammerakademie Potsdam für den Zyklus den Preis in der Kategorie Ensemble des Jahres. Mit dem Het Gelders Orkest und der schwedischen Sopranistin Lisa Larsson hat Antonello Manacorda Mahlers 4. Symphonie für Challenge Records eingespielt. Fr Sony nimmt Antonello Manacorda mit der Kammerakademie Potsdam derzeit alle Symphonien Mendelssohns auf.

 

 

Jakob Lehmann

Jakob Lehmann ist ein junger Musiker, für den Stilistik, Werktreue und historische Informiertheit die Grundpfeiler für emotionale Interpretationen bedeuten. Er ist stets darauf bedacht, den Intentionen des Komponisten treu zu sein sowie diese dem Publikum direkt zu vermitteln. Als Geiger und Dirigent gleichermaßen aktiv, ist es ihm ein besonderes Bedürfnis, die traditionelle und historisch informierte Musizierpraxis einander anzunähern. Neben seiner Rolle als künstlerischer Leiter von Eroica Berlin arbeitet Jakob Lehmann eng mit Anima Eterna Brugge, dem Australian Romantic & Classical Orchestra sowie zahlreichen anderen Orchestern und Projekten zusammen und nahm CDs bei Alpha Classics, Ars Vobiscum und Genuin auf.

Václav Luks

Václav Luks, Gründer des Prager Barockorchesters Collegium 1704 und des Vokalensembles Collegium Vocale 1704, begann seine musikalische Ausbildung am Pilsener Konservatorium und an der Akademie der musischen Künste in Prag (Horn, Cembalo). Er führte seine Studien an der Schweizer Schola Cantorum Basiliensis mit Spezialisierung auf die Erforschung Alter Musik bei J.-A. Bötticher und J. B. Christensen in den Fächern historische Tasteninstrumente und historische Aufführungspraxis fort.

Bereits während seines Studiums in Basel sowie in den darauffolgenden Jahren konzertierte er als Hornsolist bei der Akademie für Alte Musik Berlin in ganz Europa und in Übersee (USA, Mexiko, Japan). Nach seiner Rückkehr nach Prag im Jahr 2005 entwickelte er Collegium 1704 von einem Kammer- zu einem Barockorchester weiter und gründete Collegium Vocale 1704. Unter der Leitung von Václav Luks etablierte sich Collegium 1704 rasch zu einem der weltweit führenden auf die Interpretation der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierten Ensembles.

Neben der intensiven musikalischen Beschäftigung mit Collegium 1704 arbeitet er mit weiteren namhaften Ensembles wie dem La Cetra Barockorchester Basel und dem Dresdner Kammerchor zusammen. Václav Luks spielte als Dirigent wie auch als Kammermusiker Aufnahmen für die Label ACCENT, Supraphon und Zig-Zag Territoires ein und wurde als Juror zu internationalen Wettbewerben eingeladen (Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb Melk, Internationaler Musikwettbewerb Prager Frühling, Bach-Wettbewerb Leipzig).

 

Valery Gergiev

In Moskau geboren, studierte Valery Gergiev zunächst Dirigieren bei Ilya Musin am Leningrader Konservatorium. Bereits als Student war er Preisträger des Herbert-von- Karajan Dirigierwettbewerbs in Berlin. 1978 wurde Valery Gergiev 24-jährig Assistent von Yuri Temirkanov am Mariinsky Opernhaus, wo er mit Prokofjews Tolstoi-Vertonung »Krieg und Frieden« debütierte. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet er nun das legendäre Mariinsky Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Pflegestätten der russischen Opernkultur aufgestiegen ist.

Mit den Münchner Philharmonikern verbindet Valery Gergiev seit der Saison 2011/12 eine intensivere Zusammenarbeit, seit der Spielzeit 2015/16 ist er Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Reisen führten sie bereits in zahlreiche europäische Städte sowie nach Japan, China, Korea, Taiwan und in die USA.

Programmatische Akzente setzte Valery Gergiev durch die Aufführungen symphonischer Zyklen von Schostakowitsch, Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow sowie neuen Formaten wie dem Festival »MPHIL 360°«. Regelmäßig werden Konzerte via Livestream, Radio und Fernsehen weltweit übertragen.

Seit September 2016 liegen die ersten CD-Aufnahmen des orchestereigenen Labels »MPHIL« vor, die die Arbeit der Münchner Philharmonikern dokumentieren. Derzeit erarbeiten die Münchner Philharmoniker und Valery Gergiev eine Gesamtaufnahme der Symphonien Anton Bruckners in der Stiftskirche St. Florian.

Thomas Posth

Thomas Posth ist 1976 in Tübingen geboren und verbrachte seine Jugend am Cello, als E-Bassist in verschiedenen Bands, im Knabenchor und auf dem Fußballplatz. In Hannover und Detmold studierte er Cello und Dirigieren. 2006 wurde er ins Dirigentenforum des Deutschen Musikrats aufgenommen und absolvierte Kurse u.a. bei Colin Metters, Reinhard Goebel und Kurt Masur.

Er arbeitete mit Klangkörpern wie dem Beethoven-Orchester Bonn, der Musikalischen Komödie Leipzig, der Musikfabrik Köln und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks zusammen und brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung, etwa mit dem Neue Musik Ensemble des Hessischen Rundfunks.

2006 gründete er das Orchester im Treppenhaus. Mit seinen Konzertprojekten hat sich das Orchester in den letzten Jahren zu einem der führenden Vertreter der innovativen Klassikszene in Deutschland und Europa entwickelt. Seine Veranstaltungsreihen Notfallkonzerte, DARK ROOM, KlassikKlub und DISCO werden vom Publikum sowie in Presse, Radio und Fernsehen begeistert aufgenommen. Seit 2012 wird das Orchester regelmäßig zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen, etwa zum Podium Festival Esslingen, Classical:Next Rotterdam, Budapest Café Festival und zum Fusion Festival. Das Orchester wurde 2015 mit dem pro-visio-Preis der Stiftung Kulturregion Hannover ausgezeichnet.

In den Spielzeiten 2010 bis 2013 war Thomas Posth musikalischer Leiter der Opernproduktion „Der Silbersee“ am Schauspielhaus Hannover.

Im Juni 2013 übernahm er eine nebenberufliche Professur als Akademischer Musikdirektor der Universität Hamburg. Weiterhin bekleidet er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Hannover.

Im Sommer 2008 wurde er mit dem Förderpreis des Prätorius Musikpreises Niedersachsen ausgezeichnet.

Pablo Heras-Casado

Pablo Heras-Casado wurde 2017 zum Direktor des Granada Festivals ernannt und ist der erste Gastdirigent des Teatro Real in Madrid. Mit dem Freiburger Barockorchester verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, mit umfangreichen Tournee- und Aufnahmeprojekten. In der vergangenen Saison wurde er allererster Ehrendirigent des Orchestra of St. Luke’s in New York, nachdem er zuvor von 2011 bis 2017 Chefdirigent war.

In den letzten Saisons dirigierte er das New York und das Los Angeles Philharmonic, die Symphonieorchester von Boston und Chicago, das Philadelphia Orchestra, das Orchester der Metropolitan Opera, das Philharmonia Orchestra, das London Symphony Orchestra, die Staatskapelle Berlin, die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Royal Concertgebouw und Rotterdam Philharmonic Orchestra, die Wiener Symphoniker, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Mariinsky Orchestra und das Israel Philharmonic Orchestra. Er trat mehrmals mit dem Mahler Chamber Orchestra und dem Ensemble intercontemporain auf und gastierte im Festspielhaus Baden-Baden und bei den Salzburger Festspielen, ebenso beim Lucerne Festival, wo er die Akademie mit Pierre Boulez leitete.

Für zahlreiche seiner Einspielungen wurde Pablo Heras-Casado mit Preisen ausgezeichnet, darunter drei ECHO Klassik, einen Preis der Deutschen Schallplattenkritik, zwei Diapason d’Or und einen Latein Grammy.

Pablo Heras-Casado, der Dirigent des Jahres 2014 von Musical America, ist Träger der Ehrenmedaille der Rodriguez Acosta Foundation und des Ambassador Award der Regionalregierung von Andalusien. Er ist Ehrenbotschafter und Träger der Goldenen Verdienstmedaille des Rates von Granada sowie Ehrenbürger der Provinz Granada, seiner Heimatstadt.

Als globaler Botschafter der spanischen Wohltätigkeitsorganisation Ayuda en Acción unterstützt und fördert Heras-Casado die internationale Arbeit der Organisation zur Beseitigung von Armut und Ungerechtigkeit in der Welt.

 

Edward Gardner

Edward Gardner ist seit Oktober 2015 Chefdirigent des Bergen Philharmonic und hat das Orchester bereits auf zahlreichen internationalen Tourneen geleitet, darunter bei Auftritten in London, Berlin, München und Amsterdam.

Als gefragter Gastdirigent trat Edward Gardner bereits mit dem New York Philharmonic, San Francisco Symphony und Chicago Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem London Philharmonic Orchestra,dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Philharmonia Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra (dessen Erster Gastdirigent er von 2010-2016 war) und dem BBC Symphony Orchestra auf.

Edward Gardner war zehn Jahre lang (2006-2015) Music Director der English National Opera und arbeitet mit führenden Opernhäusern zusammen, wie der Mailänder Scala, der Opéra National de Paris, der Metropolitan Opera, Nederlandse Opera und dem Royal Opera House Covent Garden.

2002 gründete er das Hallé Youth Orchestra und dirigiert regelmäßig das National Youth Orchestra of Great Britain und das Barbican Youth Orchestra. Er pflegt enge Kontakte zur Juilliard School of Music und der Royal Academy of Music.

Er spielt exklusiv für Chandos ein. Seine preisgekrönte Diskographie umfasst Werke von Janáček, Elgar, Mendelssohn, Walton, Lutosławski, Britten, Berio und Schönberg.

Edward Gardner wurde 1974 in Gloucester geboren und studierte in Cambridge und an der Royal Academy of Music. Danach wurde er Assistent von Sir Mark Elder beim Hallé Orchestra und verbrachte drei Jahre als Music Director der Glyndebourne Touring Opera.

Jamie Phillips

Jamie Phillips erregte erstmals internationale Aufmerksamkeit durch seinen Erfolg beim Nestle Salzburg Conducting Award 2012 und anschließend als Associate Conductor des Hallé Orchestra. Phillips wurde in der Saison 2015/16 als Dudamel Fellow zum Los Angeles Philharmonic eingeladen, wo er unter anderem sein Debüt mit dem Orchester in der Walt Disney Concert Hall gab.

In den letzten Saisons dirigierte Jamie Phillips u.a. das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das BBC Scottish Symphony Orchestra, das Bournemouth Symphony Orchestra, die Camerata Salzburg, das Copenhagen Philharmonic, das Swedish Chamber Orchestra, das Helsingborg Symphony Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande und die Deutsche Radio Philharmonie.

Jamie Phillips engagiert sich für die Musik des neuen und 20. Jahrhunderts und hat zwei CDs mit der Musik von Tarik O’Regan und Helen Grime aufgenommen, beide mit dem Hallé für das Label NMC.

Eric Jacobsen

Der Dirigent und Cellist Eric Jacobsen, ist bekannt dafür, das Publikum mit innovativen und kooperativen Projekten zu begeistern. Jacobsen ist Gründer und künstlerischer Leiter von The Knights und Gründungsmitglied des Streichquartetts Brooklyn Rider. Als Dirigent von The Knights hat Jacobsen das “konsequent erfinderische, ansteckend engagierte Indie-Ensemble” (New York Times) an New Yorker Orten von der Carnegie Hall bis zum Central Park und in renommierten internationalen Sälen wie dem Wiener Musikverein und der Kölner Philharmonie geleitet. In der Saison 2015-16 feierte Jacobsen seine erste Saison als Music Director des Orlando Philharmonic und seine zweite Saison als Music Director der Greater Bridgeport Symphony und Artistic Partner der Northwest Sinfonietta. Jacobsen ist auch als Gastdirigent gefragt und hat kürzlich die Camerata Bern, das Detroit Symphony, das Alabama Symphony, das ProMusica Chamber Orchestra, die Deutsche Philharmonie Merck und das Silk Road Ensemble von Yo-Yo Ma geleitet.