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Igor Levit © Felix Broede

»Standpunkte ǀǀǀ«

Zwischen Realität und Fiktion changiert das dritte Konzert der Reihe »Standpunkte«: Oscar Wildes offener Brief »De Profundis«, in dem der Autor selbstkritisch auf sein Leben und die Kultur seiner Zeit blickte, inspirierte Frederic Rzewski zu seiner gleichnamigen Komposition, die sowohl Klavierspiel als auch Performance ist. Die märchenhafte »Geschichte vom Soldaten«, die Igor Strawinsky 1917 vertonte, erzählt von Gier und Eitelkeit des Menschen. Zusammen mit den Fantasiestücken op. 88 von Robert Schumann und Franz Schuberts rätselhaften Notturno D 897 erleben Sie ein Konzert, bei dem die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen Gegenwart und Vergangenheit in Auflösung begriffen sind. Bestehen bleibt die Kraft ausdrucksvoller Musik, die bewegt und berührt.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

Marc Bouchkov © Nikolaj Lund

»Standpunkte ǀǀ«

Gegensätze aufzeigen, Kontraste betonen: Darum geht es im zweiten Konzert der Reihe »Standpunkte«. Robert Schumanns einziges Klavierquartett Es-Dur op. 47, das letzte größere Werk in seinem sogenannten »Kammermusikjahr« 1842, ist gleichermaßen für Liebhaber und Entdecker der Kammermusik ein absolutes Muss. Frederic Rzewkis Trio für Violine, Cello und Klavier, mehr als 150 Jahre später komponiert, greift den romantischen Formgedanken auf, balanciert jedoch zwischen Tradition und Moderne. In diesem Spannungsfeld stand auch der junge Arnold Schönberg. Sein Opus 4 »Verklärte Nacht« aus der frühen, noch tonalen Schaffensphase zählt heute zu seinen meistgespielten Werken. In Heidelberg erklingt jedoch die selten zu hörende, originelle Trio-Fassung von Eduard Steuermann.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition

Igor Levit © Felix Broede

»Standpunkte ǀ«

Mit den »Standpunkten« hat Igor Levit eine außergewöhnliche Konzertreihe zusammengestellt, in der Weltklasseinterpreten gemeinsam mit Stipendiaten der Festival Akademie zusammenarbeiten und musizieren. Werke des amerikanischen Komponisten Frederic Rzewski bilden dabei den roten Faden und suchen musikalische Anknüpfungspunkte quer durch die Epochen. Im Eröffnungskonzert spannt sich der Bogen von Mozarts Es-Dur Klavierquartett, von Zeitgenossen zunächst verkannt und inzwischen ein Meilenstein der Kammermusik, bis zu Schostakowitschs Trio e-Moll op. 67, das der Komponist zum Andenken an Iwan Sollertinski, seinen Freund und Mitstreiter im Widerstand gegen die bolschewistische Kulturpolitik, schrieb. Standpunkte beziehen und mutig vorangehen: dies sind zwei wesentliche Elemente der Festival Akademie.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

€ 249 I 198 I 139 I 85 Festival Akademie Pass Kammermusik & Komposition