Veranstaltungen

Kammermusik Plus | Quatuor Hermès

Das junge Aussehen täuscht: Mit über zehn Jahren Erfahrung ist das Quatuor Hermès längst fester Bestandteil der internationalen Quartettszene. Die Washington Post lobt ihre »starke Persönlichkeit, die Schönheit ihres Klanges und ihre hohe Präzision, gepaart mit eigener Ausstrahlung und Vorstellungskraft.« Und die New York Times spricht von einer »packenden Verbindung von Entschlossenheit und Tiefe«. Diese Verbindung braucht es auch, um Beethovens op. 135 in den Griff zu bekommen. Es ist Beethovens letztes Streichquartett und letztes vollendetes Werk überhaupt. Nicht weniger herausfordernd sind Weberns Sechs Bagatellen, die ein perfektes »Auf-den-Punkt-Musizieren« erfordern. Die Saison der »Kammermusik+« endet so anspruchsvoll, wie sie begonnen hat.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | delian::quartett & Ulrich Tukur (statt Bruno Ganz)

Der Heidelberger Frühling trauert um Bruno Ganz, der am 16. Februar in Zürich verstorben ist. Gemeinsam mit dem Delian Quartett haben wir uns entschieden, diesen Konzertabend nicht ausfallen zu lassen, sondern ihn in memoriam an Bruno Ganz zu begehen. Wir freuen uns sehr, dass sich nun der Schauspieler Ulrich Tukur bereit erklärt hat, die Rolle des Sprechers zu übernehmen. Das Programm bleibt unverändert. Karten behalten ihre Gültigkeit.

DSCH – Spuren eines Lebens
Schostakowitschs Existenz im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand – den Spuren dieses Lebens gehen Ulrich Tukur und das delian::quartett in ihrer Collage nach. Ulrich Tukur liest aus Europe Central, dem 2014 erschienenen «Krieg und Frieden für das 21. Jahrhundert» des Amerikaners William T. Vollmann, in dessen Zentrum Schostakowitsch steht. Das delian::quartett fügt nicht nur die klingenden Chiffren des musikalischen Widerstands hinzu, auch Schostakowitschs andere Facetten erklingen. Jene berührende Hommage an einen beeindruckenden Komponisten wird an diesem Abend zugleich erklingen als Verbeugung vor und in memoriam Bruno Ganz, dem das delian::quartett über zehn Jahre eng verbunden war. Nach seinem Tod übernimmt den Lesungspart für ihn nun mit Ulrich Tukur ein anderer berühmter Weggefährte.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | Trio Alba

Das Trio Alba mit Heidelberger Wurzeln, aber Sitz in Wien etabliert sich gerade – mit Debüts im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Musikverein – fest im internationalen Konzertleben. Nur zwei monumentale Werke stehen auf dem Programm. Neben dem späten dritten Klaviertrio von Schumann erklingt Franz Schuberts aus der Zeit der »Winterreise« stammendes op. 100 in der Erstfassung, das heißt mit dem ursprünglichen, erheblich längeren Finale. Ob die himmlischen Längen Schuberts angesichts hundert zusätzlicher Takte in der Erstfassung noch himmlischer sind oder Schubert die Kürzungen für den Erstdruck zu Recht vornahm, darüber gehen die Meinungen weit auseinander – debattieren Sie mit!

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | Lucas & Arthur Jussen

So lange sie denken können, spielen die beiden Brüder aus den Niederlanden gemeinsam Klavier. Und das hört man, sei es bei ihren internationalen Konzertauftritten oder auf ihren CD-Einspielungen (bereits seit 2010 stehen sie beim Traditionslabel Deutsche Grammophon unter Vertrag). Staunen erregt das perfekte Zusammenspiel, dass man für die Kunst eines Einzelnen halten könnte, wären da nicht die vielen Noten… In diesem ausbalancierten Programm werden Lucas und Arthur Jussen nicht nur als Duo, sondern auch als Solisten in Erscheinung treten.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | Edgar Moreau & David Kadouch

Wenn nicht alles täuscht, erlebt das französische Musikleben gerade eine neue Blüte mit einer Fülle neuer, innovativer Ensembles und vielversprechenden jungen Musikern. Der Cellist Edgar Moreau und der Pianist David Kadouch (24 und 33 Jahre alt) gehören dazu. Sie verbindet bereits eine mehrjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Zu dieser gehört eine im Frühjahr 2018 herausgekommene CD-Einspielung der Werke dieses Konzerts. Die Sonate der weithin unbekannten Rita Strohl war auch für Moreau und Kadouch eine lohnende Entdeckung – und sie wird es auch für jeden Hörer sein.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | Auryn Quartett

Seit mehr als 35 Jahren gehört das Auryn Quartett zur internationalen Spitze der Streichquartette. In einem Musikleben, in dem jedes Jahr mehr hervorragende junge Quartettformationen auf die Konzertpodien drängen, will das etwas heißen. Die jung gebliebenen Altmeister widmen sich nun den Spätwerken dreier Quartett-Größen – ein reizvolles Unterfangen, bedeutet »spät« doch bei jedem dieser Komponisten biographisch und kompositorisch-stilistisch etwas völlig anderes.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus | Liza Ferschtman & Roman Rabinovich

In ihrer Heimat, den Niederlanden, ist Liza Ferschtman längst ein Star und regelmäßig auf allen großen Bühnen des Landes zu Gast. Inzwischen hat sich auch international herumgesprochen, dass die Niederländer zu Recht hellauf begeistert von ihr sind: ein außerordentlich zupackendes Spiel und eine erstaunliche Bühnenpräsenz machen sie zu einer Ausnahmeerscheinung unter den Geigerinnen der Gegenwart. Ihr zur Seite steht mit Roman Rabinovich ein junger Pianist von wahrhaft internationaler Statur: In Taschkent geboren, als Kind mit der Familie nach Israel emigriert, am Curtis Institute und der New Yorker Juilliard School ausgebildet, verfolgt er heute eine umfassende internationale Karriere.

Konzerteinführung um 18.45 Uhr in der Alten Aula.

Kammermusik Plus: Bertrand Chamayou

Mit Bertrand Chamayou kommt ein französischer Pianist nach Heidelberg, der eine besondere Beziehung zum deutschen und französischen Repertoire hat. Eingespielt hat der Künstler aus Toulouse Werke von Ravel und Schubert, Liszt, César Franck und Mendelssohn. Hier nun verbindet er Schumann mit einem Komponisten seines Heimatlandes, der in Deutschland immer noch nicht umfassend gewürdigt wird: Camille Saint-Saëns. Das ungewöhnliche und reizvolle Programm ist typisch für Chamayou. Nicht von ungefähr bescheinigte ihm der »Figaro« eine »musikalische Intelligenz und Gewandtheit, über die nur wahrhaftig großartige Pianisten verfügen«.

Kammermusik Plus: Rolston String Quartet

Es ist eine Laufbahn wie aus dem Bilderbuch, die das junge kanadische Rolston String Quartet eingeschlagen hat: Erst 2013 gegründet, gewann es unter anderem die wichtigen Wettbewerbe in Bordeaux und Banff; es folgten Residenzen in Houston, Villecroze, Aspen, Stanford und Yale. Nach ersten Erfolgen in Kanada und den USA gelang den Vieren 2017 der Sprung über den Atlantik (Hamburg, Frankfurt, Nürnberg, Bremen, Berlin, Prag). 2018 folgen zahlreiche weitere Konzerte in Europa, darunter diese Heidelberg-Premiere. Dass sich das Rolston String Quartet drei Schwergewichte des Repertoires aufs Programm gesetzt hat, spricht für das Können und das Selbstbewusstsein der Kanadier.

Künstler

Quatuor Alfama

Elsa De Lacerda, Violine
Céline Bodson, Violine
Morgan Huet, Viola
Renaat Ackaert, Violoncello

Das Quatuor Alfama wurde vor zwölf Jahren in Brüssel gegründet und ist heute eines der wichtigsten jungen Kammermusikensembles in Belgien.

Ausgebildet wurde das Quartett von Walter Levin des Lasalle Quartetts, Rainer Schmidt des Hagen Quartetts, Heime Müller und Natalia Prischepenko des Artemis Quartetts, Eberhard Feltz und Mitgliedern des Danel Quartetts.

Die Aufnahmen des Quatuor Alfama wurden von der belgischen und internationalen Fachpresse hochgelobt. Im Frühjahr 2019 hat das Quartett eine neue CD mit Werken von Franz Schubert und Jean-Luc Fafchamps bei Cyprès veröffentlicht.

Das Quartett trat in zahlreichen renommierten Konzertsälen und Festivals auf, darunter das Bozar in Brüssel, die Philharmonie Luxembourg, das Ambronay Festival sowie die Cité de La Musique, die Philharmonie und das Musée d‘Orsay in Paris.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen die Cellistinnen Marie Hallynck und Camille Thomas, die Pianisten Guillaume Coppola und Nathanaël Gouin, die Akkordeonistin Anne Niepold, die Sopranistin Jodie Devos und der Mezzosopranistin Albane Carrère.

Mit der belgischen Komikerin Ariane Rousseau konzipierte das Alfama Quartett mehrere Bühnenstücke für Kinder und Erwachsene, die in der Philharmonie Luxemburg, der Philharmonie de Paris und der Bordeaux Opera aufgeführt wurden. Derzeit arbeitet das Quartet an einem neuen Stück rund um Felix und Fanny Mendelssohn, das 2019 aufgeführt werden soll.

Andreas Ottensamer

Andreas Ottensamer gilt als eine der vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation.

Als Solist konzertiert er auf den großen Bühnen der Welt mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Seoul Philharmonie Orchestra, dem Orchestre Metropolitain, dem Borusan Istanbul Philharmonie Orchestra unter Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Alan Gilbert und Lorenzo Viotti.

Als Kammermusiker spielt er unter anderem mit Yuja Wang, Leonidas Kavakos, Janine Jansen, Lisa Batiashvili, Nemanja Radulovic, Nicolas Altstädt und Sol Gabetta. 2005 gründete er gemeinsam mit seinem Vater Ernst und Bruder Daniel das Klarinettentrio „The Clarinotts“. Außerdem ist er gemeinsam mit dem Pianisten Jose Gallardo künstlerischer Leiter des „Bürgenstock Festivals“ in der Schweiz und des „Artström Festivals“ in Berlin.

Im Februar 2013 unterzeichnete Ottensamer einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon und erhielt für sein zweites Album „Brahms: The Hungarian Connection“ 2015 den Echo Klassik als „Instrumentalist des Jahres“. Sein derzeitiges Album für Deutsche Grammophon „Blue Hour“ mit Werken von Weber, Brahms und Mendelssohn ist eine Zusammenarbeit mit Yuja Wang, Mariss Jansons und den Berliner Philharmonikern

In der Saison 17 /18 hatte Andreas Ottensamer die Titel „Artist in Residence“ des Bournemouth Symphony Orchestras und der Kammerakademie Potsdam sowie „Menuhin Heritage Artist“ des Gstaad Menuhin Festival und „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund inne. Im Mai 2019 ist er Artist in Residence bei den Schwetzinger Festspielen.

Andreas Ottensamer ist 1989 in Wien geboren und stammt aus einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie. Mit 4 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Mit 10 Jahren studierte er zunächst Violoncello und ab 2003 Klarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ein „liberal arts“-Studium an der Harvard University unterbrach er um 2009 der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker beizutreten.

Seit 2011 ist Ottensamer Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker.

American String Quartet

Das American String Quartet wird weltweit gefeiert: Die virtuosen Verfechter neuer Musik, “schaffen mit butterweichem Klang, unaufwändiger Präzision und Technik traumwandlerisch sicher im Zusammenspiel kontrastreiche Klangwelten” sei es mit der Einspielung sämtlicher Mozart-Streichquartette auf ausgesuchten Stradivari Instrumenten oder der Aufführung zeitgenössischer Kompositionen.

Das American String Quartet wurde 1974 gegründet und war noch im gleichen Jahr Gewinner des Coleman-Wettbewerbs und des Naumburg-Preises. Jährliche Konzertreisen führen das Quartett seit mittlerweile mehr als 30 Jahren durch Europa, Asien sowie durch ganz Nordamerika. Für seine Interpretation sämtlicher Streichquartette von Beethoven, Schubert, Schoenberg, Bartok und Mozart erhielt das Quartett höchste Anerkennung von Publikum und Presse.

Das “Quartet-in-Residence” beim Aspen Music Festival, steht auch für Aus- und Weiterbildung der Kammermusik als Lehrer einerseits “unter anderem an der Manhattan School of Music in New York, und als Virtuosen andererseits auch mit zahlreichen Auftragswerken, so z.B. Richard Danielpour’s Streichquartett No. 4. Folgerichtig spielt American String gemeinsam mit dem legendären Pianisten Menahem Pressler, das Zusammspiel gilt als “Offenbarung”.

Neben den umfangreichen, kammermusikalischen Verpflichtungen findet jedes Mitglied des Quartetts aber auch noch Zeit für solistische Auftritte und Recitals.

Tanja Tetzlaff

Tanja Tetzlaff verfügt über ein weit gefächertes Repertoire, das sowohl Standardwerke als auch Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts umfasst. Für NEOS spielte sie die Cellokonzerte von Wolfgang Rihm und Ernst Toch ein.

In der vergangenen Saison war Tanja Tetzlaff unter anderem beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, bei der Staatskapelle Halle, Zuger Sinfonietta und dem Tampere Philharmonie Orchestra zu Gast. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Alan Gilbert, Andre de Ridder und Jaime Martin zusammen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme an vielen internationalen Wettbewerben spielte sie mit zahlreichen renommierten Orchestern, u. a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Konzerthausorchester Berlin, Antwerp Symphony Orchestra, Or9uesta Nacional de Espaiia, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, sowie dem Orchestre Philharmoni9ue de Radio France, Orchestre de Paris und Cincinnati Symphony Orchestra. Dabei arbeitete sie zusammen mit namhaften Dirigenten wie Lorin Maazel, Daniel Harding, Sir Roger Norrington, Philippe Herreweghe, Vladimir Ashkenazy, Dmitrij Kitajenko, Paavo Järvi, Michael Gielen, Heinz Holliger und vielen anderen.

Ihr besonderes Interesse gilt der Kammermusik – sie spielt regelmäßig Klaviertrio mit Christian Tetzlaff und Lars Vogt, mit denen sie in dieser Saison auf USA Tour geht. Außerdem ist sie in Konzerten mit Sharon Kam, Carolin Widman und Antti Siirala sowie im Duo mit Dina Ugorskaja zu erleben.

Regelmäßig konzertiert Tanja Tetzlaff in renommierten Kammermusikreihen und bei Festivals wie z.B. dem Heidelberger Frühling und den Festivals in Bergen, Baden-Baden und Edinburgh. Sie gehört zur Kernbesetzung des Heimbach-Festivals „Spannungen”. Regelmäßige Kammermusikpartner sind Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Alexander Lon9uich, Antje Weithaas, Florian Don derer, Baiba und Lauma Skride, Christian Tetzlaff, Carolin Widmann sowie Sharon Kam.

Tanja Tetzlaff ist außerdem Mitglied des Tetzlaff Quartettes, welches 1994 zusammen mit Christian Tetzlaff, Elisabeth Kufferath und Hanna Weinmeister gegründet wurde. Das Quartett ist in der aktuellen Saison unter anderem im Gewandhaus Leipzig, im Pierre Boulez Saal Berlin und in der Philharmonie Luxembourg.

Mit ihrer Duopartnerin, Gunilla Süssmann, hat sie bei CAvi-music zwei CDs mit Werken von Brahms sowie einem nordisch-russichen Programm eingespielt. Im Frühjahr 2018 erschien die gemeinsame neue CD mit Werken des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara.

Tanja Tetzlaff studierte an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor Heinrich Schiff. Sie spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776.

Trio Zadig

Boris Borgolotto, Violine
Marc Girard-Garcia, Violoncello
Ian Barber, Klavier

Mit elf internationalen Preisen ausgezeichnet, bezaubert das Zadig Trio das Publikum mit seiner Virtuosität, seiner Eleganz und seinem unwiderstehlichen Enthusiasmus. Voller Frische und Kühnheit schenkt das Trio Zadig dem gängigen Trio Repertoire eine neue Jungend, von Haydn bis hin zu zeitgenössischen Komponisten. Die Konzertbegeisterung der Musiker ist von einer nach Wahrhaftigkeit strebenden, poetische Strahlkraft geprägt, die zu einer neuen Tiefe der Interpretation führt.

Die Stärke und Authentizität des Ensembles beruht auf Freundschaft. Boris Borgolotto und Marc Girard Garcia sind unzertrennliche Jugendfreunde und haben zusammen am „Conservatoire National Supérieur de Paris“ und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studiert. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich, lernten sie Ian Barber kennen, einen amerikanischen Pianisten aus der Klasse des renommierten André Watts (Indiana University).

Auf diese Begegnung folgte die Gründung des Trio Zadig und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Innerhalb weniger Jahre gewinnt das Trio insgesamt 11 internationale Auszeichnungen bei Wettbewerben, unter anderem den ersten Preis des Fnapec Musikwettbewerbs – auf den Spuren von renommierten Ensembles wie dem Ysaÿe Quartett, dem Ebène Quartett und dem Wanderer Trio. Darüber hinaus gewinnt das Trio auch den zweiten Preis des Fischoffs Wettbewerbs in den USA. Es gastiert weltweit, von den USA bis zum Kongo, in weltberühmten Sälen wie der „Wigmore Hall”, dem „Shanghai City Theater”, der „Philharmonie de Paris” und dem „Salle Cortot”.

Das Trio Zadig lernt in der Folge große Künstler kennen, die die Weiterentwicklung des Ensembles fördern und zur Entfaltung seiner musikalischen Ausdruckskraft beitragen: Ivry Gitlis und Menahem Pressler.

Das Trio ist derzeit Residenzkünstler in der Chapelle musicale Reine Élisabeth, wo es vom Artemis Quartett unterrichtet wird und fungiert darüber hinaus als artist in residence bei „Pro Quartett“ Paris. Es wird nach seiner Preisauszeichnung von der französischen Stiftung Banque Populaire unterstützt.

Die aktuelle Konzertsaison enthält mehrere Höhepunkte, die im Zeichen von Offenheit und Austausch stehen. Zunächst wird das Trio Zadig sich dem Repertoire des Klavierquartetts widmen, zusammen mit Krzysztof Chorzelski (Belcea Quartett) und Yung-Hsin Chang (Hermes Quartett). Anschließend wird es an einem Projekt des Komponisten Benjamin Attahir in der Villa Medici in Rom teilnehmen.

Da die Musiker fest an die Fähigkeit klassischer Musik glauben, durch ihre universale Dimension Grenzen zu überwinden, beteiligt sich das Trio Zadig regelmäßig an humanitären und sozialen Projekten. Dafür wird es auch in diesem Jahr auch wieder Konzerte in Gefängnissen und für Kinder mit Behinderung geben.

Boris Borgolotto spielt auf einer Geige von 1750 des berühmten italienischen Geigenbauers Carlo Antonio Testore. Marc Girard Garcia spielt ein Cello von Frank Ravatin, das ihm großzügiger weise von dem Verein El Pasito zur Verfügung gestellt wurde.

Friedrich Thiele

1996 in Dresden geboren, erhielt Friedrich Thiele seinen ersten Cellounterricht mit fünf Jahren. Mit sechs Jahren erhielt er Unterricht an der Kinderklasse der Musikhochschule Dresden bei Frau Professor Gunda Altmann. Seit September 2007 ist er Schüler des Landesgymnasiums für Musik “Carl Maria von Weber” Dresden. Von 2006-2011 erhielt er als Schüler des Solocellisten der Dresdner Philharmonie Ulf Prelle wesentliche Impulse.

Zuletzt gewann er den ersten Preis beim Wettbewerb „Ton und Erklärung“. Beim TONALi-Cellowettbewerb erhielt er den 3. Preis, sowie den Publikumspreis, mit dem zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, wie zum Beispiel im Mariinsky Theater, verbunden sind, und trat mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen auf. Bei dem Internationalen Cellowettbewerb in Liezen/Österreich 2008 erspielte Friedrich sich einen 2. Preis. 2009 erhielt er bei dem Internationalen Dotzauer-Wettbewerb für Cello in Dresden einen 2. Preis. 2010 errang Friedrich bei dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Solowertung Violoncello einen ersten Preis (Höchstpunktzahl) und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Seitdem wird er von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und spielt ein französisches Cello aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

Er besuchte mehrere Meisterkurse bei Götz Teutsch, Professor Stephan Forck, Alban Gerhardt, Professor Wolfgang Emanuel Schmidt und Professor Peter Bruns. Im Sommer 2010 wurde Friedrich Thiele in das Bundesjugendorchester aufgenommen. Dort ist er seit 2012 Solocellist und konnte mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mario Venzago und Michael Sanderling zusammen arbeiten. Seit Herbst 2012 ist Friedrich Stipendiat von Live Music Now in Leipzig. 2018 ist er Stipendiat der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling

Castalian String Quartet

Sini Simonen, Violine
Daniel Roberts, Violine
Charlotte Bonneton, Viola
Christopher Graves, Violoncello

Im Jahr 2018 wurde das Castalian Quartet den renommierten Merito String Quartet Award sowie mit dem Valentin Erben Prize ausgezeichnet und erhielt einen Borletti-Buitoni Trust Fellowship Award.

In der vergangenen Saison gab das Quartett Debütkonzerte in Nordamerika (Phillips Collection Washington D.C. und Lincoln Center New York), im Salle Bourgie in Montréal, bei der Vancouver Recital Society, im Konzerthaus Wien, im Théȃatre d’Orléons, im Louvre in Paris, im Flagey in Brüssel und in Luzern. Sie treten regelmäßig in der Wigmore Hall auf.

Höhepunkte des letzten Jahres waren Aufführungen des gesamten Haydn Op.76 Quartetts in der Wigmore Hall sowie Konzerte im Tel Aviv Museum of Art, beim Heidelberger Frühling, beim East Neuk und Banff International Festival. Touren führten sie nach China und Kolumbien.

Das 2011 gegründete Castalian Quartet studierte bei Oliver Wille (Kuss Quartett) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zu den Auszeichnungen gehören der dritte Preis beim Banff-Quartett-Wettbewerb 2016 und der erste Preis beim Lyoner Kammermusikwettbewerb 2015. Das Quartett wird seit 2016 vom Young Classical Artists Trust in London gefördert.