Veranstaltungen

Eleonore Büning © ChristianThiel

Musikjournalismus Akademie: Podiumsdiskussion

Musikkritiker sind Spielverderber. Meist verfluchen wir sie am nächsten Morgen, weil sie wiederum den Abend zuvor verfluchen, den wir mitunter ganz wunderbar fanden. Das Publikum leidet schnell an Übertragungsschmerz. Dabei sind die Zeiten der Redakteure, die durch die Gänge von Konzert zu Konzert hetzen, vorbei. Sie stehen selbst unter Druck: Interviews, Portraits, Glossen, Features – und vor allem ganz viel Lebendiges für die sozialen Medien verlangen die Verleger. Für wen ist die Kritik eines Konzertes gedacht? Sind Musikkritiker tatsachlich Spielverderber oder Bewahrer des Wahren, des Schönen, des Guten? Was sind die Regeln, an die sich guter Musikjournalismus halt? Warum klingt dennoch so vieles wie Reklame? Was ändert sich in Zeiten des digitalen Musikjournalismus? Was sind die Chancen im digitalen Wandel? Was die Gefahren? Kurz: Steckt die Musikkritik in der Krise?

Eintritt frei

Kugelspiel © dkimages-Fotolia

Festival Akademie: Musikjournalismus

Kugelspiel © dkimages-Fotolia

Festival Akademie: Musikjournalismus

Künstler

Roman Lüttin

Roman Lüttin (*1996 in Bad Säckingen) studiert Musikwissenschaft und interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar und an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Nachdem er Praktika und Hospitanzen an der Komischen Oper Berlin und bei den Berliner Philharmonikern absolviert hat, arbeitet er aktuell in der Redaktion des musikwissenschaftlichen Magazins DIE TONKUNST und im Lektorat der Schriftenreihe »Paraphrasen – Weimarer Beiträge zur Musiktheorie«.

Sophie Emilie Beha

Sophie Emilie Beha studiert Musikjournalismus an der TU Dortmund. Daneben spricht sie im Radio (WDR 3, Deutschlandfunk), schreibt für verschiedene Magazine (u.a. niusic.de, Neue Zeitschrift für Musik, Positionen) und kümmert sich um die Social-Media-Kanäle der WDR-Klangkörper. Sie hat Konzerteinführungen in Bielefeld und Gütersloh gehalten, als Moderatorin „Die Stunde Danach“ an der Oper Dortmund geleitet und im Rahmen ihres Studiums für Online, Radio und TV Beiträge wie Sendungen konzipiert und produziert. Im Jahr 2018 war sie Stipendiatin der Akademie für Musikjournalismus des Heidelberger Frühling.

Simeon Holub

Simeon Holub (*1993) studiert Musikforschung / Medienpraxis an der Musikhochschule Mannheim. Aus Interesse für Satz- und Kompositionstechnik belegt er ergänzend das künstlerisch-pädagogische Studienfach Musiktheorie.

Über ein Praktikum beim Mannheimer Morgen gelangte er 2015 zur freien Mitarbeit und probierte sich weiterhin auch als studentische Hilfskraft in der Audio- und Videoproduktion. Nach einem kurzen Ausflug in der Werbebranche (Text bei wob AG) zog es ihn schnell wieder zurück in sein gewohntes Metier: die Musik.

Dort fühlt er sich neben dem Schreiben auch als ausübender Gitarrist (John Bury Me), Singer-Songwriter (Symmetree) und Kirchenmusiker Zuhause.

Silja Meyer-Zurwelle

Die Violine und das Schreiben: Das sind Silja Meyer-Zurwelles zwei große Leidenschaften. Als Tochter einer Musikschullehrerin wuchs sie in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Goslar auf. Nach dem Abitur absolvierte sie ihr Violinstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Professor Krzysztof Wegrzyn. Ihre journalistische Ausbildung begann sie bereits parallel zum Masterstudium und arbeitete als freie Mitarbeiterin für das Medienbüro Hamburg, die Hannoversche Allgemeine Zeitung sowie die Goslarsche Zeitung. In der Redaktion der Goslarschen Zeitung vervollkommnet Silja Meyer-Zurwelle derzeit im Volontariat ihre journalistischen Fhigkeiten.

Sebastian Herold

Sebastian Herold wurde 1993 geboren und wuchs in Bonn auf. Seinen musik- und medienwissenschaftlichen Bachelor an der Mannheimer Musikhochschule vertieft er momentan als Masterstudent der Musikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Praktische Erfahrungen sammelte er u. a. bei „Fono Forum“, beim „Mannheimer Morgen“, bei WDR 3 und in der Heidelberger Operndramaturgie. Er ist Mitglied der Redaktion des Musikblogs „Musik – mit allem und viel scharf“. Neben der Beschäftigung mit Musik geht er in seiner Freizeit insbesondere seiner ausgeprägten Filmleidenschaft nach.

Werner Kopfmüller

Werner Kopfmüller (*1989) kam auf Umwegen zum Musikjournalismus.

Auf Abitur und Zivildienst in der bayerischen Provinz folgte ein Instrumentalstudium im Hauptfach Klavier mit den Profilen Podium und Lehrbefähigung. An dieses schloss sich ein Studium der Kulturwissenschaften und Musikwissenschaft in Leipzig an. Seine Masterarbeit hatte die »Bach-Rezeption Frédéric Chopins« zum Thema. Durch ein Praktikum bei der Leipziger Volkszeitung (LVZ) fand er Gefallen am Journalismus und ist seitdem als freier Mitarbeiter für die LVZ tätig. Auch für das Gewandhausorchester schreibt er gelegentlich.

Werner Kopfmüller lebt in Leipzig, wo er zudem als Klavierlehrer arbeitet und ab und an als Liedbegleiter zu erleben ist.

Karl Ludwig

Karl Ludwig wurde am 20. Juli 1993 in eine Musikerfamilie geboren. Nach erstem Geigenunterricht war nach dem Wechsel zur Bratsche schon bald das Orchesterspiel eine prägende Tätigkeit, die in der studienvorbereitenden Ausbildung der Musikschule City West in Berlin mit Klavier- und Tonsatzunterricht bereichert werden konnte. Durch zahlreiche Konzerte und Konzertreisen in Jugendorchestern lernte er das symphonische Repertoire sowie die gesellschaftliche Kraft des Musizierens kennen. Nach dem Abitur am jesuitischen Canisius-Kolleg in Berlin widmete er als Freiwilliger des deutsch-jüdischen Austauschprogramms »Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.« ein Jahr der interkulturellen Altenarbeit. Gerade in der Auseinandersetzung mit dementen Menschen erfuhr er Musik einmal mehr als sprach- und kulturübergreifendes Phänomen und verstärkte zudem in der Jazz-Metropole New York seine Liebe zu improvisierter Musik. Auch im Studium der Philosophie und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin blieb die Musik, verbunden mit Fragen der Wahrnehmung und der Sprache, Hauptschwerpunkt und Karl Ludwig erlangte 2017 den Bachelor of Arts mit einer Arbeit über B. A. Zimmermanns „imaginäre Ballette“. Die Neue Musik bildet auch im Masterstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zentrales Interessengebiet, das sich im lebendigen Umfeld am Rhein stetig vergrößert. Karl Ludwigs Bildungsweg im Feld zwischen Philosophie und Musik, aber auch die intensive Orchestertätigkeit, brachten ihm schon früh den bereichernden Aspekt des Sprechens über Musik zum Bewusstsein. Die begriffliche Schärfung des eigenen Erlebens, die Entdeckung sinntragender Schichten in musikalischen Werken sowie die Erfahrung von deren Vorläufigkeit und Begrenztheit können dazu beitragen, Klang in seinen unbegrenzten Gestalten als fundamentale Technik unseres Weltbezuges zu begreifen. Dies im Spannungsfeld der Künste immer wieder von neuem zu thematisieren ist Karl Ludwig Antrieb und Anliegen in seinem Studium der und seinem Schreiben über Musik.

Fabian Oliver Bell

Fabian Oliver Bell wurde 1991 in Neuss geboren. Dem Abitur folgte ein Studium der Musikwissenschaften, Kunstgeschichte und Dramaturgie in Düsseldorf und Essen. Studien zu der Musik der Wiener Schule und zu Fragen der Musiksoziologie, sowie zu den Bereichen der Musik als Botschaft und biographischer Musik. Seit 2014 entstanden Texte für kammermusikalische Konzerte und Liederabende und seit 2016 verschiedene Beiträge zu Konzerten der Reihe „Kammermusik (für) Köln“. Überdies folgten verschiedene Arbeiten für die Essener Philharmoniker, das Gürzenich-Orchester Köln und die Oper Frankfurt.

Christiane Peterlein

Christiane Peterlein studierte Musikwissenschaft, Italianistik und Literaturwissenschaft in Hamburg und Mainz mit mehreren Studienaufenthalten in Italien, u.a. am Deutsch Historischen Institut in Rom. Arbeitet heute als Redakteurin und Moderatorin für den Südwestrundfunk mit Schwerpunkt auf aktuelle Musikberichterstattung beim Magazin SWR2 Cluster und Künstlergesprächen. Sofern der Redaktionsplan es erlaubt, auch gern außerhalb des Funkhauses unterwegs als Reporterin und Moderatorin von Veranstaltungen, z.B. bei den Osterfestspielen Baden-Baden, den Donaueschinger Musiktagen, dem Streichquartettfest Heidelberg, dem Musikfest Stuttgart und Art’s Birthday Freiburg.

Dorothea Enderle

Dorothea Enderle studierte in Tübingen Musikwissenschaft (u.a. bei Ulrich Siegele und Georg von Dadelsen) sowie Allgemeine Rhetorik (bei Walter Jens ) und Germanistik. Seit 1985 arbeitet sie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, zunächst als Musikredakteurin beim WDR, dann als freie Musikmoderatorin für die ARD mit Schwerpunkt auf „Klassikforum(WDR), „Musikstunde“ (SWR) und „Klassik zum Frühstück“ (RBB). 1996 wurde sie Leiterin der Musikabteilung des SWF, der 1998 mit dem SDR zum SWR fusionierte. Seit 1998 leitet sie die Musikabteilung des Kulturradios SWR2 mit Sitz in Baden-Baden. In ihre Verantwortung fallen sämtliche Sendungen der E-Musik und des Jazz im Programm von SWR2 – u.a. moderierte Musiksendungen, Konzertübertragungen live und als Mitschnitt, Musikstunde, Musikerporträts, Werkkommentare, Musikmagazine, Gesprächssendungen mit Musikern. Sie ist zudem Mitglied im Hauptausschuss des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München, 2. Vorsitzende des Experimentalstudios für akustische Kunst des SWR und Mitglied im Vorstand der Landesstiftung Villa Musica in Rheinland-Pfalz .