Veranstaltungen

Entfällt – Anna Lucia Richter & Gerold Huber: Horizonte

»Horizonte« hat Anna Lucia Richter ihr Programm genannt und gleich eine Erklärung hinzugefügt, warum ihr dieses Programm angesichts des Festival-Leitgedankens »Unterwegs« in den Sinn kam: »Reisen waren früher gemächlicher und beschwerlicher. Heute rasen selbst unsere Gedanken – und sei es nur bei der Beantwortung elektronischer Post – während sich eine Mignon aus Goethes ›Wilhelm Meister‹ noch zu Fuß oder auf dem Gauklerwagen sitzend in die verlorene Heimat träumt und Vergangenes oder Zukünftiges in Gedanken durchwandert. Seit dem 19. Jahrhundert gehen die Reisen gar bis in den fernen Osten und beeinflussen die Komponisten in ihren Vertonungen durch den Reiz fremder Sprachen und des Exotischen.«

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In Kooperation mit der Universitt Heidelberg

Entfällt – Brotzeitkonzert: Die Strottern

Buenos Aires hat den Tango, Lissabon den Fado, Paris die Chansons. Wien hat das Wienerlied – als unverwechselbaren Ausdruck des Lebensgefühls dieser Stadt. Und das Wienerlied lebt! Daran ist das Duo Die Strottern (altwienerisch für »Landstreicher«) nicht ganz unschuldig: Seit über 20 Jahren entstauben Klemens Lendl und David Müller das Wienerlied – in einem Schmelztiegel der Nationen entstanden – musikalisch und inhaltlich so gründlich, dass aus einer lokalen Liedtradition eine Musik entsteht, die auf der ganzen Welt verstanden wird.

Vesperplatte im Eintrittspreis enthalten (exkl. Getränke)

»Neuland.Lied« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen von »Neuland.Lied« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Entfällt – Ludwig Mittelhammer & Jonathan Ware: Songs of Travel

Für Joseph von Eichendorff war das Unterwegssein so etwas wie ein Zentralmotiv seiner literarischen Kunst. Es fiel deshalb Ludwig Mittelhammer und Jonathan Ware nicht schwer, aus den zahlreichen Vertonungen Eichendorffscher Gedichte durch Schoeck und Wolf einen imaginären »Wanderlieder-Zyklus« zusammenzustellen. Ihm gegenüber steht der Reiseliederzyklus schlechthin: Die »Songs of Travel« von Ralph Vaughan Williams.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – Michael Volle & Hansjörg Albrecht: Lebens(k)reise

Mit Wagner, Mahler und Brahms nehmen Bariton Michael Volle und Hansjörg Albrecht die Essenz der menschlichen Existenz in dieser »Lebensreise« in den Blick: Liebe und Tod. Es ist ein durchaus tiefgründiges Programm, und es besitzt Seltenheitswert: Denn nicht nur der Flügel, auch die 2011 erbaute große Orgel der Neuen Aula kommt hier – dank der genialen Arrangeurskünste Hansjörg Albrechts – zum Einsatz.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – Bejun Mehta & Jonathan Ware: Many Loves, One Voice

Bejun Mehta ließ sich vom Festival-Leitgedanken »Unterwegs « zu einem sehr eigenwilligen Programm inspirieren. Dem weltweit gefeierten Countertenor geht es um eine Reise zwischen den Geschlechtern – eine Reise, die wohl nur die wandelbare Stimme eines Countertenors anzutreten in der Lage ist: Unterwegs zwischen männlichen und weiblichen Partien endet das Programm im Dialog einer Seele mit sich selbst.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Entfällt – Eröffnungsmatinée »Neuland.Lied«: Dorn, Bode, Rabus, Gorokhov & Moser

Simon Bode gehört zu den herausragenden Sängern, die sich nicht damit abfinden wollen, als Liedtraditionalisten einfach vor dem Klavier zu stehen. Spricht man mit ihm über Programmideen, dann gibt es kein Halten mehr. Am Programm der Eröffnungsmatinée von Neuland.Lied ist denn auch nichts »von der Stange«. Schubert-Lieder ja, aber in einer höchst ungewöhnlichen Bearbeitung für Stimme, Violine, Cello und Bajan. Dichterlieben ja, aber nicht von Schumann, sondern von Moritz Eggert. Von Ralph Vaughan Williams dann sein unbekanntester Zyklus überhaupt: »Along the Field« nur für Stimme und Violine. Das Klavier: bleibt zu.

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Das Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Familienfrühling: Bombardon

Alex findet in einem Bach ein altes, nicht unbedingt kleines Blechinstrument. Er möchte es spielen können und übt an allen möglichen und unmöglichen Orten. Aber überall stört er nur. Unermüdlich versucht Alex sein Glück und spielt die schönsten Melodien auf seinem großen Instrument. Als er schließlich auf einen hohen Turm steigt, um ungestört ben zu können, passiert das Unfassbare: Die meistgesuchte Räuberin Eusebia hört ihn, und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Im Anschluss: Der Freundeskreis lädt zum Familien-Get-Together mit Kakao und Gebäck.

In Kooperation mit der TES e.V., Kulturkreis Boxberg-Emmertsgrund und Bürgerhaus HeidelBERG Emmertsgrund

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Lied Akademie: Abschlusskonzert

Eintritt frei für Schüler*innen und Studierende
Ballsaal Stadthalle Heidelberg
€ 20 Tageskarte
€ 70
 Lied Akademie Pass gültig für alle Veranstaltungen der Lied Akademie

Man weiß eigentlich nicht, was man mehr schätzen soll: die künstlerischen Fortschritte, die die StipendiatInnen während der Akademiewoche gemacht haben, oder das Zusammenwachsen von MentorInnen, StipendiatInnen und Publikum zu einer großen Familie. Das Abschlusskonzert ist jedes Jahr der Höhepunkt dieser intensiven Zeit. Danach heißt es Abschied nehmen – bis zum nächsten Jahr.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Venezianische Lieder: Nuria Rial, Avi Avital & Venice Baroque Orchestra

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Vivaldi ist fest in der DNA von Venedig verankert. Er sitzt direkt in den Steinen der Stadt.« Dieser schöne Satz des Autors Tiziano Scarpa ist nicht ganz korrekt: Denn Venedig ist auch fest in der DNA Vivaldis verankert – die Stadt sitzt sozusagen in jeder Note, die Vivaldi niedergeschrieben hat. Die Lieder, die hier gespielt werden, hat der gebürtige Venezianer mit großer Wahrscheinlichkeit gekannt. Sie sind traditionelles Liedgut, wurden von den Gondolieri gepfiffen, handeln vom Meer und vom einfachen Leben. Sie zu hören öffnet das Ohr für »Die vier Jahreszeiten« neu.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Nuria Rial und Avi Avital (im Ballsaal der Stadthalle)

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Neuland.Heidelberg Lied.Tanz.Open.Stage.Lab

Zwei Heidelberger Formate verbinden sich: Das Open Stage Konzept des Unterwegs-Theaters und das »Lied.Lab« des Heidelberger Frühling. Komponiertes Lied trifft auf komponierten Raum, Live-Lied begegnet improvisiertem Tanz und Video-Kunst. Lieder von John Dowland, Johann Nauwach, Franz Schubert, Johannes Brahms, Hans Pfitzner, Hugo Wolf und Hanns Eisler werden improvisiert „vertanzt“.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Künstlerhaus/HebelHalle

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Künstler

Franui

Franui ist der Name einer ganz bestimmten Almwiese im kleinen, 1402 Meter über dem Meer gelegenen Osttiroler Dorf Innervillgraten, in dem die Musiker von Franui großteils aufgewachsen sind. Das Wort ist rätoromanischen Ursprungs und verweist auf die geografische Nähe Innervillgratens zum ladinischen Sprachraum in den Dolomiten.

Die Musicbanda gleichen Namens spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Konzertveranstaltern zu Gast (u.a. Wiener Konzerthaus, Burgtheater Wien, Salzburger Festspiele, Stiftung Mozarteum Salzburg, Tiroler Festspiele Erl, Bregenzer Festspiele, Ruhrtriennale, Radialsystem V Berlin, KunstFestSpiele Herrenhausen, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Schauspielhaus Hamburg, Philharmonie Köln, Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie und Grand Théatre Luxemburg, Les Nuits de Fourvière Lyon, Holland Festival).

Franui wurden mit ihren Aneignungen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler bekannt. Dabei versteht sich das Ensemble als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“; manches Mal wird die klassische Vorlage in all ihrer Schönheit liebevoll zelebriert, manches Mal vom Kopf auf die Füße gestellt (oder umgekehrt), skelettiert, angereichert, übermalt, weitergedacht. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Interpretation, Improvisation, Arrangement und (Re-)Komposition. Bei ihren Konzerten und Musiktheaterproduktionen verbünden sie sich häufig mit herausragenden Bühnenpartnern, u.a. mit dem Sänger Florian Boesch, dem Puppenspieler Nikolaus Habjan, dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger oder den Schauspielern Sven-Eric Bechtolf, Dörte Lyssewski und Peter Simonischek.

Zum 20jährigen Bestehen des Ensembles sorgte ein Konzert auf der 2300 m hoch gelegenen Almwiese Franui für Furore, zu dem nach einer etwa 3-stündigen Wanderung an die 1500 Besucher kamen. Das Programm „Tanz Boden Stücke“ (feat. Wolfgang Mitterer) hatte 2014 bei der Stiftung Mozarteum in Salzburg Premiere und erschien im Februar 2016 unter dem Titel „Tanz! (Franz)“ auf CD.

Die CDs von Franui erscheinen beim Label col legno und wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet (Preis der deutschen Schallplattenkritik, Pasticcio-Preis von Radio Ö1, Toblacher Komponierhäuschen).

Oliver Schnyder

Oliver Schnyder studierte in der Schweiz bei Emmy Henz-Diémand und Homero Francesch sowie in den USA bei Ruth Laredo (New York) und Leon Fleisher (Baltimore).

Seit dem Gewinn des Großen Preises beim Pembaur-Wettbewerb in Bern (1999) und seinen erfolgreichen Debüts im Kennedy Center of the Performing Arts in Washington D.C. (2000) sowie beim Tonhalle-Orchester unter David Zinman (Orpheum Young Soloists on Stage) tritt er in den bedeutendsten Konzertsälen Europas, Nordamerikas und Asiens auf (u. a. Carnegie Hall, Concertgebouw, Moscow Great Hall, Kölner Philharmonie, Tokio Opera City Concert Hall, Wigmore Hall) sowie bei den Festivals in Luzern, Gstaad, Frankfurt, Schwetzingen, Mecklenburg-Vorpommern, Ruhr oder Garmisch-Partenkirchen.

Schnyder spielte mit Orchestern wie der Academy of Saint Martin in the Fields, Baltimore Symphony Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, dem Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau, dem WDR Sinfonieorchester Köln und den führenden Schweizer Sinfonie- und Kammerorchestern unter Dirigenten wie Ivor Bolton, Semyon Bychkov, Vladimir Fedoseyev, James Gaffigan, Philippe Jordan, Sir Roger Norrington und Mario Venzago. Mit dem Oliver Schnyder Trio (Andreas Janke, Violine, und Benjamin Nyffenegger, Cello) ist er international präsent, wie auch als Duopartner von Musikern wie Daniel Behle, Veronika Eberle, Julia Fischer oder Sol Gabetta.

Für Sony Classical, RCA Red Seal und Telos hat Schnyder Solowerke von Chopin, Schumann und Liszt, Klavierkonzerte von Haydn (Academy of Saint Martin in the Fields, Andrew Watkinson) und Mozart (Camerata Bern, Erich Höbarth), sämtliche Klavierkonzerte von Mendelssohn (Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd) und Beethoven (Luzerner Sinfonieorchester/James Gaffigan) sowie mit dem OST sämtliche Klaviertrios von Beethoven, Schubert und Brahms eingespielt.

2016 wurde Schnyder wiederholt mit einem Werkjahr des Aargauer Kuratoriums ausgezeichnet. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Klavierreihe Piano District in Baden/Schweiz.

2016 zeichnete sich Schnyder zudem für die künstlerische Planung der Ittinger Pfingstkonzerte verantwortlich.

Daniel Behle

Daniel Behle ist als Sänger in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich und macht zunehmend auch als Komponist von sich reden. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

In der Konzertsaison 2018/19 singt Daniel Behle u.a. mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Franz Welser-Möst, mit dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg, mit dem WDR Sinfonieorchester und Le Cercle de l’Harmonie unter Jérémie Rhorer. Liederabende führen ihn zur Schubertiade, zur Alten Oper Frankfurt, der Gesellschaft für Kammermusik Basel, dem Konzerthaus Berlin und der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

Er konzertiert außerdem u.a. mit der Staatskapelle Dresden, den Berliner Philharmonikern, dem Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin, dem DSO Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Orchestra dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia, den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Bachakademie Stuttgart und arbeitet dabei mit Dirigenten wieSemyon Bychkov, Christoph Eschenbach, James Gaffigan, Thomas Hengelbrock, Pablo Heras-Casado, Marek Janowski, Philippe Jordan, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, Hans-Christoph Rademann, Jérémie Rhorer und Christian Thielemann.

Seine Opernengagements 2018/19 zeigen erneut die gesamte Bandbreite seines Repertoires: David (Meistersinger) bei den Bayreuther Festspielen und an der Bayerischen Staatsoper München, Belmonte (Entführung) am Opernhaus Zürich, Max (Freischütz) an der Oper Stuttgart, Matteo (Arabella) an der Bayerischen Staatsoper und der Wiener Staatsoper und Giacomo (La donna del lago) am Staatstheater Wiesbaden.

Besondere Beachtung finden seine Bearbeitungen für Tenor und Klaviertrio: „WinterreiseN“ wurde bereits in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam und in der Alten Oper Frankfurt bejubelt und erschien 2014 bei Sony Classical. Mit der Bearbeitung von berühmten Tenorarien und Tonfilmschlagern setzte er seiner Heimatstadt ein musikalisches Denkmal: „Mein Hamburg“ (Berlin Classics). Eine stetig wachsende Diskographie dokumentiert eindrucksvoll seine Vielseitigkeit. Hier finden sich neben bekannten Liedzyklen wie „Die schöne Müllerin“, „Dichterliebe“ und „Die schöne Magelone“ auch Opern Gesamtaufnahmen wie Mozarts „Die Zauberflöte“ (mit René Jacobs, harmonia mundi), Vivaldis „Farnace“ (mit Diego Fasolis, Virgin Classics) und Humperdincks „Königskinder“ (mit Sebastian Weigle, Oehms Classics).

Elisabeth Kulman

Elisabeth Kulman zählt zu den gefragtesten Sängerinnen und Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Musikwelt. Sie überzeugt Publikum und Kritik durch ihr kostbares, farbintensives Timbre sowie ihre charismatische Bühnenpräsenz und musikalische Vielseitigkeit.

Ihre Ausbildung erhielt sie an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska, debütierte 2001 als Pamina an der Volksoper Wien und feierte erste Erfolge als Sopranistin. Seit 2005 singt Elisabeth Kulman das große Mezzosopran- und Altfach, in dem sie rasch zum Publikumsliebling avancierte. Ihr Opernrepertoire, das sie unter anderem im Ensemble der Wiener Staatsoper erarbeitete, umfasst Werke von Gluck über Wagner und Verdi bis Weill. In Orchesterkonzerten reicht ihr Spektrum u.a. von den Bach-Passionen über Beethovens Missa solemnis, Wagners Wesendonck-Liedern, Dvořáks Stabat mater und Mahlers Orchesterlieder bis zu Schnittkes Faust-Kantate.

Seit 2010 ist Elisabeth Kulman freischaffend tätig und begehrte Solistin in den großen Musikmetropolen Wien, Paris, London, München, Berlin, Tokio, Moskau, Madrid u.v.m. Sie singt regelmäßig mit führenden Orchestern und Dirigenten wie Zubin Mehta, Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Philippe Jordan, Herbert Blomstedt, Mariss Jansons, Kent Nagano und Marek Janowski. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband sie mit Nikolaus Harnoncourt.

Seit 2015 konzentriert Elisabeth Kulman ihre künstlerische Tätigkeit auf Liederabende (gemeinsam mit ihrem langjährigen Klavierpartner Eduard Kutrowatz), Konzerte und konzertante Oper. Ihre besondere Liebe gilt unkonventionellen Projekten: “Mussorgsky Dis-Covered” mit internationalem Jazzquartett, “Mahler Lieder” und “Wer wagt mich zu höhnen?” mit dem Ensemble Amarcord Wien sowie “Hungaro Tune” mit Symphonieorchester und Jazzsolisten. In der Musikshow “La femme c’est moi” setzt sie auf sehr persönliche Art, lustvoll und mit höchstem Qualitätsanspruch verschiedenste Genres zueinander in Beziehung. In Arrangements von Tscho Theissing singt sie dabei große Opernarien (nicht nur des eigenen Fachs), klassische Lieder, Musicalnummern sowie Songs von den Beatles und Michael Jackson.

Martina Gedeck

Wenn Selbstbewusstsein das Wesen der Frauen ist, die Martina Gedeck auf der Bühne oder im Film gespielt hat, dann ist es ein zögerliches, ein nachdenkliches, ein sehr verletzliches Selbstbewusstsein. Immer ist zu spüren, dass diese Figuren nicht ‚fertig’ sind, dass sie um sich und ihren Weg ringen, dass sie sich durchsetzen wollen, gegen alle Hindernisse. Dem Zuschauer kommen sie durch ihre Natürlichkeit nahe, sie erwecken Vertrauen, sie bewegen sich im Alltäglichen mit Tapferkeit und Trotz, mit einer Leidenschaft, die anrührend und aufrüttelnd ist. Martina Gedeck lädt in ihrem Spiel zu Entdeckungen ein, sie stellt Menschen so dar, dass alles Fremde wegschmilzt und man immer mehr über ihre Schicksale erfahren möchte. Auf zurechtgemachte, glatte Schönheit kann sie verzichten – in ihrem ausdrucksstarken Gesicht leben Menschengeschichten mannigfaltiger Art, traurige, heitere, solche voller Zuversicht – und Entsagung. Es sind Geschichten, die sich tief einprägen und nicht vergessen werden können. Offenheit und Freundlichkeit, Schmerz und tiefes Versunkensein, vor allem aber Ehrlichkeit. So wenig Gedeck sich festlegen lässt, so sehr bleibt sie sich treu. Sie will Lebensnähe, sie will mit ihren Figuren zeigen, was dem Menschen aufgegeben ist und wie er in unserer Welt bestehen kann, sei es auf der Leinwand, der Theaterbühne oder in ausgewählten Musikprojekten.

Geboren in München, in Berlin lebend und dort auch an der Hochschule der Künste (Max- Reinhardt-Seminar) ausgebildet, gehört Martina Gedeck zu den international erfolgreichen, gefeierten Schauspielerinnen unserer Zeit. Theater und Film wird sie gleichermaßen gerecht, auch wenn der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf filmischem Gebiet liegt. In mehr als 80 Kino- und TV-Produktionen hat sie bisher mitgewirkt, stets mit nachhaltigem Erfolg. Im Oscar-gekrönten Film Das Leben der Anderen gelang ihr mit der sensiblen, innerlich zerrissenen und doch in ihrem schöpferischen Wollen unbeirrbaren Schauspielerin Christa Maria Sieland eine ihrer überzeugendsten Leistungen. In dem Film Die Wand zeichnet sie das verstörende Portrait einer von der Welt abgeschnittenen Frau, die um ihr seelisches Überleben kämpft. Am Deutschen Theater Berlin spielte sie zuletzt die Titelrolle in Lessings Minna von Barnhelm. Im Januar 2020 ist sie auf der Bühne der Staatsoper Berlin wieder in Beat Furrers Oper Violetter Schnee als ‚weiße Frau’ zu sehen, einem Wesen, das sich im Zwischenraum Leben/Tod aufhält.

Einen besonderen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen nimmt das gemeinsame Konzertieren mit Musikern ein: Als erfahrene und ausdrucksstarke Sprecherin Poesie mit Musik zu verbinden, ist die Essenz ihrer Arbeit mit namhaften Ensembles und Solisten. Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Musikalischen habe über die Jahre auch ihre Haltung zum gesprochenen Wort nachhaltig beeinflusst, so Martina Gedeck. Inhalte und Bedeutung über den reinen Wortsinn hinaus zu transportieren, zu gestalten und offenzulegen sei die besondere Stärke des Klangs und der Musik.

Entstanden ist über die Jahre ein vielfältiges Repertoire unterschiedlichster musikalischliterarischer Couleur. So zählt zu Martina Gedecks Projekten der aktuellen Saison eine Zusammenarbeit mit Harfenist Xavier de Maistre, die Werke Debussys, Liszts, Tárregas, Albéniz’ und Reniés mit Dichtungen von Rilke, Lasker-Schüler, Wilde, Camus, Eichendorff und Leconte de Lisle zusammen bringt; gemeinsam mit dem Schumann Quartett präsentiert sie zudem einen Abend über die Dreiecksbeziehung zwischen Robert Schumann, Clara Schumann und Johannes Brahms. Erst kürzlich übernahm Martina Gedeck den Part der Fanny Mendelssohn in einer zehnteiligen Hörbiografie über die Mendelssohn-Geschwister im BR-Klassik. Im Mai 2020 ist sie im Boulez Saal in Berlin zu erleben: Zusammen mit Violinist Renaud Capuçon bringt sie Benjamin Attahirs La Femme fendue für Stimme und Geige zu Aufführung.

René Michaelsen

René Michaelsen studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln und promovierte 2011 mit der Arbeit Der komponierte Zweifel. Robert Schumann und die musikalische Selbstreflexion. Von 2006 bis 2016 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Musikwissenschaft, zunächst an der Universität Köln, dann an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit August 2016 ist er als Dramaturg am Theater im Bauturm in Köln beschäftigt und dort auch in verschiedenen Produktionen als Schauspieler und Musiker zu sehen. René Michaelsen lehrt an den Universitäten in Köln und Bonn und veröffentlichte Publikationen zu Richard Wagner, Thomas Mann, Giuseppe Verdi, Siegfried Kracauer, Jacques Offenbach und Cathy Berberian.

Steven Walter

Steven Walter ist ein Kulturunternehmer und Cellist, der derzeit in Berlin und Stuttgart lebt. 1986 geboren und in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen, entdeckte Steven früh seine Leidenschaft für klassische Musik. Er begann mit 8 Jahren Cello zu spielen und trat bald mit verschiedenen Ensembles auf. Nach seinem Abschluss studierte er Cello in Oslo und Detmold. Er trat als Solist und Kammermusiker an vielen Orten in Europa und ganz Skandinavien auf und erhielt Einladungen zu verschiedenen internationalen Festivals wie dem International Chamber Music Festival, Egersund International Chamber Music Festival, Podium Festival Island, Idyllwild Festival, Markgräfler Herbst und Podiumfestivalen Haugesund. Er ist Mitglied des International Mahler Orchestras und Gründungsmitglied der Badischen Kammerphilharmonie.

Neben seiner Karriere als Musiker ist Steven ein engagierter Kulturunternehmer und -manager und ist Gründer und derzeit künstlerischer Leiter des PODIUM Festivals Esslingen. In Anerkennung seiner Arbeit als innovativer Musikförderer erhielt er 2010 den ECHO Klassik und wurde zum Kulturmanager des Jahres 2011 ernannt. Er referiert regelmäßig zu Themen des Konzertdesigns und des Kulturmanagements.

Thomas Halle

Thomas Halle wurde 1984 in Berlin geboren. Während seines Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ spielte er unter der Regie von Andreas Kriegenburg am Deutschen Theater Berlin den Hamlet, am BAT Studiotheater die Hauptrolle in Sven Regeners DER KLEINE BRUDER unter der Regie von Leander Haußmann und realisierte Studienprojekte u. a. mit den Regiestudierenden Robert Hartmann und David Czesienski. Am Theater Heidelberg wirkte er außerdem in der Filmadaption GEGEN DIE WAND unter der Regie von Mareike Mikat mit.

Von 2011 bis 2015 gehörte er zum Ensemble des Staatstheater Karlsruhe. Im März 2015 wurde er mit dem Günther-Rühle-Preis für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen in ICH BEREUE NICHTS ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2015/16 arbeitet Thomas Halle freischaffend. Unter anderem spielte er in dieser Zeit unter der Regie von Armin Petras am Schauspiel Stuttgart in der Inszenierung DER STURM mit.

William Shelton

William Shelton wurde in Nancy (Frankreich) geboren. Seine Eltern, beide Chorsänger am dortigen Opernhaus, förderten früh sein musikalisches Potenzial, und so erhielt er im Alter von acht Jahren ein Stipendium an der Salisbury Cathedral School (England). Seine musikalische Ausbildung setzte er an den Konservatorien von Dole, Besançon und Dijon fort, wo er Gesang, Horn, Orgel, Musiktheorie, Kammermusik und Orchester studierte. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Physik und Chemie an der Universität Besançon, einem Horn-Diplom, einem Orgel-Diplom und einem Gesangsdiplom mit Höchstauszeichnung zog er 2015 nach Paris. Meisterkurse bei Hans Jörg Mammel, Jan Kobow, Michel Laplénie, Isabelle Druet, Robert Expert, Regina Werner und Mickaël Mardayer sowie 2017 der Eintritt in die Académie musicale Philippe Jaroussky gaben seiner sängerischen Entwicklung weitere Impulse. 2018 gewann er den Nachwuchspreis beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti in Innsbruck, den 2. Preis für Gesang beim internationalen Barockfestival Froville und wurde in das von David Stern geleitete Ensemble für junge Künstler Opera Fuoco aufgenommen.

William Shelton wirkt in Projekten vieler renommierter Vokalensembles mit: Les Cris de Paris, Pygmalion, Les Arts Florissants, La Compagnie la Tempête, Scherzi Musicali, La Fenice, Collegium Vocale Gent und Vox Luminis. Sein Bach-Kantaten-Debüt in der Pariser Philharmonie unter Raphaël Pichon wurde live im französischen Fernsehen übertragen. Ihm folgte eine Konzertreise nach Israel zum Eilat Kammermusikfestival. Anschließend engagierte William Christie ihn für das Festival de Printemps in der Vendée als Altsolist in Bachs „h-Moll-Messe“. Seine internationale Karriere begann Shelton mit Elena Langers „Landscape with three people“ beim Heidelberger Frühling und dem Podium Festival Esslingen. In der Rolle der Messagiera in Caccinis „Euridice“ trat er mit Nicolas Achtens Scherzi Musicali in Frankreich (Festival de musique ancienne de Lanvellec), Belgien (Brüssel) und Rumänien (Festivalul de muzica veche Timisoara) auf. Anfang 2019 wirkte er bei frankreichweiten Aufführungen in „Heptaméron, récits de la chambre obscure“ von Regisseur Benjamin Lazar und Dirigent Geoffroy Jourdain als Sänger mit und spielte auch das Waldhorn. Diesen Sommer übernimmt er die Titelrolle des Heiligen Edmund in „Legend of Saint Edmund“, einem neuen Werk von Anne Marie David und Jean Musy. 2020 wird er unter der Leitung von Philippe Herreweghe das Alt-Solo in der „Matthäus-Passion“ singen und an vielen Orten in ganz Europa gastieren (Mailänder Scala, Théâtre des Champs Élysées, Elbphilharmonie…).

Sholto Kynoch

Sholto Kynoch ist ein gefragter Pianist, der sich auf Kammermusik und Liedbegleitung spezialisiert hat. Neben einem vollen Konzertkalender und vielen CD-Aufnahmen ist er Gründer und künstlerischer Leiter des Oxford Lieder Festivals, Kooperationspartner des Heidelberger Frühling. Zudem ist er der Pianist des Phoenix Piano Trio.

Jüngste Auftritte führten ihn in die Londoner Wigmore Hall, den Palau de la Música und zum LIFE Victoria Song Festival in Barcelona, zum Internationalen Zeist Lied Festival in Holland, den Klavier Salon Christophori in Berlin, die Oper in Lille sowie viele andere Konzertsäle und Festivals. Er hat mit Sängern wie u.a. Sophie Daneman, Robert Holl, James Gilchrist, Dietrich Henschel, Katarina Karnéus, Wolfgang Holzmair, Jonathan Lemalu, Stephan Loges, Christoph Prégardien, Joan Rodgers, Kate Royal, Mark Stone, Birgid Steinberger, Anna Stéphany und Roderick Williams gearbeitet.

Zu seinen CD-Aufnahmen gehört die erste Gesamteinspielung von Hugo Wolfs Liedgut. Weitere Aufnahmeprojekte beinhalten Alben mit Liedern von Schubert und Schumann, die kompletten Lieder von John Ireland und Havergal Brian mit Bariton Mark Stone und mehrere CDs mit dem Phoenix Piano Trio.