Künstler

Anne Le Bozec

Die französische Pianistin Anne Le Bozec studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris Klavier, Kammermusik und Liedbegleitung bei Theodor Paraskivesco und Anne Grappotte, sowie an der Hochschule für Musik Frankfurt/Main bei Rainer Hoffmann und in der Liedklasse der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll. Sämtliche Studiengänge schloss sie mit Auszeichnung ab. Sie nahm an Meisterkursen bei Leonard Hokanson, Gundula Janowitz und Dietrich Fischer-Dieskau teil.

Sie erhielt internationale Preise bei Kammermusik- und Klavier-Wettbewerben (Yamaha Music Foundation of Europe, Vierzon, Rouen, Guérande, Schubert Wettbewerb Graz) und wurde von Staatspräsident Chirac als Laureatin der „Fondation pour la Vocation“ für ihre Arbeit im Liedbereich ausgezeichnet. Bei den Internationalen Wettbewerben für Liedkunst Stuttgart und Lili Boulanger / Paris erhielt sie jeweils den Preis für ihre hervorragende Einzelleistung als Liedpianistin.

Anne Le Bozec trat u.a. beim Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Festival Radio-France Montpellier und in der KumHo Art Hall Seoul auf. Ihr besonderes Interesse gilt Programmen, in denen Musik, Melodram und Tanz ergänzend miteinander agieren. So präsentierte sie bei der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart ihre „Romanischen Stunden“, eine Veranstaltung, die diese drei Kunstformen zusammen inszeniert, und nahm am „Hugo Wolf Projekt“ des Berliner Choreographen Hans-Werner Klohe teil, bei dem sie musikalisch wie tänzerisch auftrat.

Besonders widmet sie sich ihrer Lehrtätigkeit auf dem Gebiet des Liedes, sowohl am Conservatoire National Supérieur de Musique Paris als Professorin für Lied- und Vokalbegleitung, als auch an der Hochschule für Musik Karlsruhe, wo die erste französische Liedklasse Deutschlands unter ihrer Leitung eröffnet wurde. Meisterkurse gab sie in Frankreich, Deutschland und Finnland.

Scherzi Musicali

Das belgische Ensemble Scherzi Musicali zählt zu den bemerkenswertesten Formationen der jungen internationalen Alte Musik-Szene, es wurde 2006 von Nicolas Achten gegründet. In Besetzung und Instrumentarium flexibel passt es sich stets den Anforderungen des Repertoires aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert an. Die jungen Sänger und Instrumentalisten sind auf der Suche nach verloren gegangener Literatur und haben bereits einige bemerkenswerte Werke wiederentdeckt. Sie widmen sich auch den Schlüsselwerken geistlicher wie weltlicher Musik bis hin zur Oper.

Seit seiner Gründung konzertiert Scherzi Musicali in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, Italien, England und Deutschland. So war das Ensemble u.a. zu Gast beim Festival van Vlaanderen, im Concertgebouw Brügge, im Antwerpener De Singel, im Bozar in Brüssel u.a. sowie bei den Barockfestivals in Venedig und Pontoise. 2011 wurde Scherzi Musicali von European Network of Early Music in die Casa da Musica nach Porto eingeladen. Seinen Durchbruch in Deutschland erlangte das Ensemble 2012 im Rahmen der Tage Alter Musik des WDR in Herne, gefolgt von Engagements beim Rheingau-Musik-Festival, RheinVokal, der Kölner Philharmonie, den Tagen Alter Musik in Regensburg sowie beim Shakespeare-Festival im Neusser Globe.

Mit seinen ersten Einspielungen legte Scherzi Musicali den Fokus auf Werke, die nie zuvor auf CD erschienen, wie “L’ Euridice” von Giulio Caccini (die erste gedruckte Oper überhaupt) neben vielen weiteren.

Sich seines pädagogischen Auftrags bewusst, arbeitet Scherzi Musicali regelmäßig mit “Jeunesses Musicales” und “Jeugd en Muziek” zusammen. Das Ensemble wird unterstützt von der Fédération Wallonie-Bruxelles.

Nicolas Achten

Nicolas Achten, 1985 in Brüssel geboren, studierte Gesang, Laute, Cembalo und Harfe an den Königlichen Konservatorien von Brüssel und Den Haag. Er vervollständigte seine Studien in zahlreichen Meisterkursen, u.a. an der Académie baroque d’ Ambronay und am Centre de la Voix de Royaumont. Er war Gewinner des 7. Internationalen Wettbewerbs für Barockgesang in Chimay im Jahre 2006. 2009 wurde er zum ‘Classical Artist’ der ‘Octaves of Music Prize’ sowie zum ‘Jungen Künstler des Jahres’ vom Verband der belgischen Musikpresse ernannt.

Seit 2004 musizierte Nicolas Achten mit einigen der renommiertesten Alte Musik-Ensembles, darunter l’Arpeggiata, La Fenice, La Petite Bande, Ausonia, Les Agrémens, Akadêmia, Les Talens Lyriques, Il Fondamento, Les Musiciens du Louvre, Il Seminario Musicale, Le Poeme Harmonique und die Akademie für Alte Musik Berlin. Er spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Jean Tubéry, Sigiswald Kuijken, Marc Minkowski, Christophe Rousset und René Jacobs.

Der ‚belgische Orpheus’ ist einer der wenigen klassischen Sänger, der sich selbst auf einer Vielzahl von Instrumenten singend begleiten kann. Diese historische Praxis möchte er wieder zum Leben erwecken und gründete mit dieser Intention das Ensemble Scherzi Musicali, dessen Konzerte und CD-Einspielungen von Publikum und Presse mit einhelligem Lob aufgenommen werden.

Nicolas Achten ist Professor für Laute am Königlichen Konservatorium in Brüssel sowie Professor für Barockharfe und Barockgesang an der Akademie von Woluwé-Saint-Lambert. Ferner unterrichtet er regelmäßig als Gastprofessor an der University of East Anglia, am Opernstudio Vlaanderen sowie am Yorke Trust (Norfolk) und ist als musikalischer Leiter der Sommerkurse des Musiktheaters Transparant tätig.

Hartmut Höll

Von 1982 bis 1992 war der Pianist Hartmut Höll Partner von Dietrich Fischer-Dieskau. Liederabende bei den Salzburger Festspielen, den Festivals von Edinburgh, Florenz, München und Berlin, in der New Yorker Carnegie Hall begründeten die viel gerühmte Zusammenarbeit. Zudem begleitet Hartmut Höll Renée Fleming bei Konzerten in Europa, Australien, Asien und den USA. Fast vier Jahrzehnte ist Hartmut Höll im Liedduo Mitsuko Shirai verbunden. Beide haben mit Konzerten und CDs Maßstäbe der Liedinterpretation gesetzt. Rund sechzig CD-Produktionen liegen vor, viele davon wurden international ausgezeichnet.

Als Professor an der Hochschule für Musik Karlsruhe ist Hartmut Höll nach früheren Professuren in Frankfurt und Köln der jungen Künstlergeneration eng verbunden. Meisterklassen für Lied gab er in Finnland, beim Internationalen Musikseminar Weimar, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, am Mozarteum Salzburg, in Jerusalem, Kairo und in den USA. 1998/1999 war Hartmut Höll Gastprofessor in Helsinki, von 1994 bis 2003 Gastprofessor an der Universität Mozarteum in Salzburg. Beinahe zehn Jahre hatte er auch eine Dozentur für Liedgestaltung an der Zürcher Hochschule der Künste inne. Seit Oktober 2007 ist er als Rektor für die Hochschule für Musik Karlsruhe verantwortlich.

Als Juror bzw. Juryvorsitzender wurde er zum Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau, zum Naumburg Competition New York und zum Internationalen ARD-Musikwettbewerb München eingeladen.

2012 erschien »WortMusik« im Staccato-verlag Düsseldorf, ein Buch, in dem Hartmut Höll seine Erfahrungen, seinen Umgang mit Lied schildert, zudem ein Buch voll persönlicher Erinnerungen.

Rudolf Guckelsberger

1959 in Köln geboren, studierte zunächst katholische Theologie in Bonn und Würzburg, dann Sprechkunst und Sprecherziehung an der Musikhochschule Stuttgart. Beide Studiengänge schloss er mit dem Diplom und Auszeichnung ab. Seit 1990 arbeitet er als Sprecher und Moderator beim Südwestrundfunk (SWR).

Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit ist die Konzeption und Präsentation von Lesungen für diverse Veranstalter. Weit über 150 Programme mit einem breiten Themenspektrum sind so bisher entstanden und in seinem ständigen Repertoire. Circa 100 Auftritte im Jahr führen ihn durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland.

Immer wieder arbeitet Guckelsberger auch mit Sängern und international bekannten Musikern zusammen. Beim „Musikfest Stuttgart“ der Internationalen Bachakademie wurde er wiederholt als Rezitator engagiert. Neben vielen, von ihm selbst konzipierten literarisch-musikalischen Programmen ist er ein gefragter Interpret bei einschlägigen Kompositionen für Sprecher und Instrumentalensembles (u. a. Honeggers „Roi David“ und Ullmanns „Cornet“).

Mehr als zwanzig Hörbücher (auf CD und online) haben Guckelsberger auch jenseits der Bühne einem breiten Publikum bekannt gemacht, außerdem hat er für Dauer- und Sonderausstellungen etlicher Museen „audioguides“ gesprochen (u. a. für das Saga-Museum Reykjavik und die Staatsgalerie Stuttgart).

Guckelsberger konzipierte und begleitete viele literarische Studienreisen, z. B. nach Israel und Usbekistan, New York, Sankt Petersburg, Rom, Venedig, Lissabon und Istanbul. Im Literaturhaus Stuttgart trat er unter anderen mit Louis Begley, Henning Mankell und Amos Oz als Vorleser aus deren Werken auf.

 

Michael Mofidian

Michael Mofidian ist Gewinner des Royal Overseas League Singers’ Prize 2018 und des Pavarotti Prize 2017. Geboren in Glasgow studierte er an der University of Cambridge und der Royal Academy of Music. Er ist Schüler von Mark Wildman und von 2018 bis 2020 Jette Parker Young Artist am Royal Opera House, Covent Garden.

Als vielseitiger Sänger und Schauspieler fühlt sich Michael in einer Vielzahl von Genres zu Hause. Für das Royal Opera House übernahm er die Rollen Narumov in „Pique Dame“, Alcade in „Forza del destino“, Angelotti in „Tosca“, Zuniga in „Carmen“, Minotauros in „Phaedra“ (Linbury Studio Theatre), Johan in „Werther“, Bass 1 in „Tod in Venedig“, Dr Grenvil in „La Traviata, Richter und Chelsias in „Susanna“ und Stellvertreter in „Don Carlo“ sowie Figaro in „Le nozze di Figaro“ und Colline in „La Bohème“.

2018 debütierte er beim Glyndebourne Festival, gefördert als Jerwood Young Artist, als Doktor in „Pelléas et Mélisande“ und als kaiserlicher Kommissar in „Madame Butterfly“. In der Saison 19/20 gibt er sein Debüt beim London Symphony Orchestra unter Alan Gilbert und beim RTE National Symphony Orchestra.

Gemeinsam mit seinem Duo-Partner Keval Shah war Michael Mofidian Oxford Lieder Young Artist Platform 2017, in dessen Rahmen sie Liederabende beim Oxford Lieder Festival und im St John’s Smith Square gaben. Er konzertierte zudem in der Wigmore Hall und in der Queen’s Hall, Edinburgh mit Malcolm Martineau und kehrt nach 2017 nun wieder zum Heidelberger Frühling zurück.

In Meisterkursen und Einzelcoachings hat er mit Malcolm Martineau, Simon Keenlyside, Brindley Sherratt, Roderick Williams, James Gilchrist, Ann Murray CBE und Christopher Purves gearbeitet.

Michael Mofidian ist zudem Komponist; seine Werke umfassen Orchesterstücke, instrumentale Kammermusik, Kunstlieder und Werke für Vokalensemble.

Keval Shah

Der Fokus des Pianisten Keval Shah liegt auf der Liedbegleitung, Engagements führten ihn nach ganz Europa, so u.a. zum Aldeburgh Festival, dem Edinburgh Festival, dem Oxford Lieder Festival, dem Leeds Lieder Festivals und den Danish National Center of the Performing Arts. Zu den jüngsten Wettbewerbserfolgen gehören Auszeichnungen beim Elena Gerhardt Lieder Preis und der Rex Stephens / Joan Chissell Schumann Lieder Preis sowie die Oxford Lieder Young Artist Platform mit dem regelmäßigen Duo Partner Michael Mofidian. In der Saison 2017/18 ist er mit Hugo Wolfs Mörike-Liedern und dem Italienischen Liederbuch zu hören. Zudem debütiert er an der Wigmore Hall und dem St. John’s Smith Square.

Keval Shah schloss seine Ausbildung an der Trinity Hall, Cambridge im Jahr 2015 mit Auszeichnung ab und schloss einen Masterstudiengang an der Royal Academy of Music in London an. Heute ist er Fellow der Royal Academy und studiert weiter bei Michael Dussek, Malcolm Martineau und Audrey Hyland.

Der Pianist ist Britten Pears Young Artist und Oxford Lieder Young Artist. Außerdem ist er Mitglied des renommierten Song Circle der Royal Academy, mit dem er Konzerte für die Park Lane Group und das Austrian Cultural Forum gegeben hat.

Gefördert wird er von der Winifred Christie Trust und der Countess of Munster Musical Trust. Beim Heidelberger Frühling tritt er zum ersten Mal auf.

Foto: Keval Shah (links), Michael Mofidian (rechts)

Michael Gees

Michael Gees, Komponist, Pianist und Improvisator, ließ nach steiler Wunderkindkarriere als 15jähriger
die Musik zunächst einmal hinter sich. Nach Studienjahren in Salzburg, Wien, Detmold und Hannover
arbeitet er seit 1980 als freischaender Komponist und Pianist. Er verbindet die Musik „alter Meister“
mit der Darbietung eigener Werke und tritt in Dialog mit den Persönlichkeiten der „Klassik“.
Mit Leidenschaft widmet er sich der Improvisation, die stets einen Bestandteil seiner Klavierabende
ausmacht. Damit geht er alte neue Wege.

Mit dem von ihm selbst gegründeten forum kunstvereint verwirklicht er, seit September 2001 im
Consol Theater, sein Hauptanliegen: Künstlerische Zukunftsgestaltung

Bethan Langford

Die britische Mezzosopranistin Bethan Langford schloss ihre Ausbildung an der Guildhall School of Music & Drama ab. Sie wird im Samling Artist Programme gefördert und ist Alumna der Verbier Festival Academy. Nach ersten Erfolgen auf der Opern- und Konzertbühne zählen zu den jüngsten Engagements der Noble Orphan in „Der Rosenkavalier“ und einer der Lehrbuben in „Die Meistersinger“ an der Glydnebourne Festival Opera, Dorabella in „Cosi Fan Tutte“ an der Bury Court Opera, ein Konzert mit Liedern von Schubert in der Wigmore Hall, ihr Debüt beim Aldeburgh Festival, Angel 2 / Marie in „Written on Skin“ am Mariinsky-Theater, die Magd in „Elektra“ beim Verbier-Festival unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen, der Messias mit dem Orquesta Ciudad de Granada, Zweitbesetzung der Proserpina in „Orfeo“ für die Royal Opera und diverse Konzerte und Liederprogramme für das Oxford Lieder Festival.

Jan Philip Schulze

Jan Philip Schulze erhielt seine pianistische Ausbildung an der Musikhochschule in München und am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium.
Als gefragter Liedbegleiter und Kammermusiker konzertiert er international mit Partnern wie Juliane Banse, Annette Dasch, Rachel Harnisch, Dietrich Henschel, Jonas Kaufmann, Yves Savary, Robert Dean Smith und Violeta Urmana auf den bedeutendsten Konzertpodien zwischen Concertgebouw Amsterdam, Théâtre de la Monnaie Brüssel, Wigmore Hall London, in Madrid, Paris, Wien und Tokio, an der Mailänder Scala, auf den Festspielen von Luzern, Salzburg, Edinburgh, München und Schwarzenberg.
Gleichzeitig gilt Jan Philip Schulze als herausragender Interpret zeitgenössischer Musik.
Seine Mitwirkung an zahlreichen Uraufführungen, die von der Fachpresse als Referenzaufnahme hoch gelobte Einspielung von Hans Werner Henzes Klavierwerk sowie jüngst das Debüt mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Klavierkonzert Sinaphai von Iannis Xenakis dokumentieren sein besonderes Engagement.

Veranstaltungen

Lieder in den Häusern der Stadt

Der Salon ist der Ort des aufgeklärten Bürgertums, des freien Gedankenaustauschs und der Gastfreundschaft. In diesem Geist laden wir Sie zu Konzerten in den fünf schönsten Salons Heidelbergs ein. Durch die zeitliche Staffelung der Konzerte wird der Nachmittag zum großen Wandelkonzert voller musikalischer und städtebaulicher Attraktionen. Neben unseren Lied StipendiatInnen werden auch Künstler der Oxford Lieder Young Artist Platform die intimen Bühnen dieses Wandelkonzerts nutzen.

Weitere Informationen finden Sie demnächst hier.

In Kooperation mit

der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, dem Heidelberg Center for American Studies, dem Kurpfälzischen Museum, dem Völkerkundemuseum und dem Hotel & Restaurant Weisser Bock

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Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

Julian Prégardien & Kristian Bezuidenhout

»Wer ist ein freier Mann? Der, dem nur eig’ner Wille und keines Zwingherrn Grille Gesetze geben kann!« Beethoven kann man wohl als den ersten Verfasser politischer Lieder im deutschsprachigen Raum bezeichnen; sein Lied »Der freie Mann« atmet aufklärerisch-revolutionären Geist. Rund um dieses Lied haben Julian Prégardien und Kristian Bezuidenhout einen ganzen ethischen Kosmos aus Ehrenhaftigkeit, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Freiheitsliebe gebaut.

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

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BESETZUNGSÄNDERUNG | »Dort ist das Glück«: Franui & Dagmar Manzel (statt Sven-Eric Bechtolf)

Der Schauspieler Sven-Eric Bechtolf musste seine Mitwirkung an diesem Konzert leider absagen. Statt ihm wird die Schauspielerin Dagmar Manzel die Liedtexte lesen. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

»Dort, wo du nicht bist, dort ist das Glück!« – Mit diesem Satz endet Franz Schuberts Lied »Der Wanderer«. »Wo du nicht bist…« –  das ist die Weltformel unserer Sehnsucht nach Wanderschaft. Die Musiker der Franui Musicbanda eignen sich die Schubert’sche Musik auf ihre Weise an, das Instrumentarium einer österreichischen Tanzkapelle in der Hand: hohes und tiefes Blech, Holzbläser, Volksharfe, Zither und Hackbrett. In den besonderen Klangfarben werden die volksmusikalischen Inspirationsquellen Franz Schuberts hörbar. Die Schauspielerin Dagmar Manzel (bekannt u.a. als Kommissarin im Franken-Tatort), spricht die ungesungenen Lieder.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

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Holger Falk & Steffen Schleiermacher

Wer an politisches Lied denkt, denkt unweigerlich auch an Hanns Eisler. Mit über 500 Liedern hat Eisler die Zeitläufte begleitet, die ihn selbst nicht in Ruhe ließen. »Der Antifaschist«, »Der Sozialist«, »Der Flüchtling« und »Der Staatskomponist« – die vier Abschnitte, in die Holger Falk und Steffen Schleiermacher ihr Programm unterteilt haben, bezeichnen das Wechselhafte seiner Biografie, die von Hitler-Deutschland, McCarthy-Amerika und der DDR geprägt wurde. Ein Liedernachmittag über die Geschichte des 20. Jahrhunderts.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

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Brotzeitkonzert: Oansno

»Wir verwenden keine künstlichen Zusatzstoffe oder technische Geschmacksverstärker, der Klang ist natürlich und die Zutaten für unsere Musik und Texte ernten wir vor der Haustüre« – das ist die Selbstbeschreibung der Münchner Band. Menya (Trompete), Michi (Akkordeon), Philip (Schlagzeug) und Franz (Tuba) verbinden baiuwarische Mundart-Texte mit Balkanbeats, Hip-Hop, Reggae und einigem anderen. Woraus folgt: die bayerische Volksmusik ist weltweit anschlussfähig. Besungen wird durchaus Verschiedenes: das Reinheitsgebot ebenso wie der Mietpreiswahnsinn.

Vesperplatte im Eintrittspreis enthalten (exkl. Getränke)

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Daniel Behle & Oliver Schnyder

Es ist nicht sehr bekannt, dass Richard Strauss auch eine satirische Ader hatte. Einmal tat er sich gar mit Alfred Kerr zusammen. Das Ergebnis: Der »Krämerspiegel«, eine deftige Lieder-Attacke auf die großen Musikverlage, die kaum (nein: gar nicht) verklausuliert durch den Kakao gezogen werden: »Sein Breitkopf hart und härter war… wie der Brite so der Schott… der Bock als Bote« – da weiß jeder, wer gemeint ist. Das Spottlied ist eine wirkungsvolle Spielart des politischen Lieds. Bei Kerr und Strauss geht es um Kunst versus Kommerz, und die Botschaft ist klar: »Die Künstler sind die Schöpfer, ihr Unglück sind die Schröpfer.«

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Elisabeth Kulman – La femme c’est moi

Sind Frauen ohne Männer glücklich? Nicht immer, aber manchmal eben doch. Selbst ist die Frau – das ist der emanzipatorische Leitgedanke dieses fabelhaft geistreichen Programms. Lieben darf man die Männer, aber von ihnen abhängig sein? Kommt nicht in Frage. Die Befreiung der Frau hat auch in der Musik ihre tiefen Spuren hinterlassen, und Elisabeth Kulman folgt diesen Spuren mit Lust und verblüffender stimmlicher Wandlungsfähigkeit. Eine Musikshow mit Werken u.a. von Mozart, Saint-Saens, Bizet, Kurt Weill, Friedrich Hollaender und Cole Porter.

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BESETZUNGSÄNDERUNG | Konstantin Krimmel & Doriana Tchakarova (statt Georg Nigl & Olga Pashchenko)

Der Bariton Konstantin Krimmel springt mit seiner Klavierpartnerin Doriana Tchakarova für den kurzfristig erkrankten Georg Nigl und Pianistin Olga Pashchenko ein. 

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Der Bariton Konstantin Krimmel wurde in Ulm geboren und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Teru Yoshihara. Er gewann unter anderem den 1. Internationalen Helmut-Deutsch Liedwettbewerb, den Rising Stars Grand Prix (International Music Competition Berlin) 2018, den 1. Internationalen Haydn-Wettbewerb für klassisches Lied und Arie sowie den Lied-Sonderpreis für die beste Interpretation eines deutschen Liedes des internationalen DEBUT Klassik-Gesangswettbewerbs. Beim diesjährigen Wettbewerb „Das Lied“, der seit 2017 unter dem Dach des Internationalen Liedzentrums des „Heidelberger Frühling“ stattfindet, wurde er mit dem 2. Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Weitere musikalische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Kammersängerin Prof. Brigitte Fassbaender, Prof. Magreet Honig, Noelle Turner und Prof. Thomas Heyer.

Die Pianistin Doriana Tchakarova wurde im bulgarischen Varna geboren. An der Musikhochschule Stuttgart absolvierte sie ihr Bachelor- und Masterstudium im Hauptfach Klavier bei Prof. Fernande Kaeser sowie Prof. Friedemann Rieger und studierte in der Liedklasse von Prof. Konrad Richter. Im Juli 2001 wurde sie mit der Cellistin Krassimira Krasteva in der Kategorie Kammermusik Preisträgerin des 15. Internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert in Italien. Gemeinsam mit Konstantin Krimmel gewann sie 2018 in der Kategorie Liedduo den Rising Stars Grand Prix (International Music Competition Berlin). Sie begleitete ihn auch beim Wettbewerb „Das Lied“ 2019 in Heidelberg. Seit Oktober 2003 hat sie einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Musikhochschule Stuttgart.

Eröffnungsmatinee Neuland.Lied mit Benjamin Appl

»Das Flaggschiff wurde – nichts bleibt geschenkt! – von drei Torpedos hochgesprengt.« So endet, man fasst es kaum, die Neuvertextung der Belsazar-Ballade Robert Schumanns durch Hans Venatier. An die Stelle des Despoten-Todes tritt der Sieg der deutschen über die englische Flotte. Der Nazi-Poet Hans Venatier hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die »weichlichen« Texte des Juden Heinrich Heine, auch die der »Dichterliebe«, durch kernige deutsche Verse zu ersetzen. Es ist ein Lehrstück über das demagogische Potential und den Missbrauch des Liedes. Benjamin Appl, der diese Monstrositat ausgegraben hat, stellt ihr Lieder aus Theresienstadt gegenüber – ein Memento.

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Abschlussmatinee »Neuland.Lied« Tara Erraught & James Baillieu

Die Karriere der irischen Mezzosopranistin Tara Erraught, die eng mit der Bayerischen Staatsoper München verbunden ist (wo sie 33 Rollendebüts zu verzeichnen hat!), verläuft steil und eindrucksvoll: im Herbst 2017 feierte sie ihr Debüt an der Metropolitan Opera und auch an anderen großen internationalen Häusern ist sie mehr und mehr zu Hause. Neben dem letzten Schumann-Zyklus des »Neuland.Lied« 2018 – das innige Spätwerk des Jahres 1852 über Gedichte, die der Königin Maria Stuart zugeschrieben werden – wird die Ausnahmesängerin deshalb auch ein wenig Oper bieten: Rossinis Arien bilden den launigen Ausklang dieses Fests der Stimmen.

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In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg