Künstler

Ensemble Correspondances

Das 2009 in Lyon gegründete Ensemble Correspondances vereint unter der Leitung des Cembalisten und Organisten Sébastien Daucé eine Gruppe von Sängern und Instrumentalisten, die sich auf die Musik des Grand Siècle spezialisiert haben. In den wenigen Jahren seit der Gründung hat sich Correspondances zu einem der führenden Ensembles für das französische Repertoire des 17. Jahrhunderts entwickelt. Als Motto hat es Baudelaires Gedanken von der Verbindung zwischen den Künsten gewählt und spielt Musik, deren Klang auch das Publikum von heute berührt. Daneben bietet es Bühnenproduktionen eher seltener und ursprünglicher Formen wie des Oratoriums und des Ballet de Cour.

Das Ensemble verfolgt zwei Ziele: den Werken bereits bekannter Komponisten neues Leben einzuhauchen und Künstler wiederzuentdecken, die heute fast vergessen sind, zu ihrer Zeit aber gefeiert und häufig aufgeführt wurden. Das Ergebnis sind neun hochgelobte Einspielungen, die mit Preisen wie Choc von Classica, ffff von Télérama, Diapason d’Or und ECHO für die beste Werk-Ersteinspielung 2016, Editor’s Choice in Gramophone, Operneinspielung des Jahres 2016 in Limelight und dem Prix de l’Académie Charles Cros ausgezeichnet wurden. All diese Einspielungen zeugen von den grundlegenden Werten des Ensembles wie auch seinem Forschergeist: bei Marc-Antoine Charpentiers „O Maria!“ (2010), „Litanies de la Vierge“ (2013), „Pastorale de Noël“, „Antiennes O de l’Avent“ (Oktober 2016),„La Descente d’Orphée aux Enfers“ (2017) wie auch in Werken von Antoine Boësset („L’Archange et le Lys“, 2011), Etienne Moulinié und seinen „Meslanges pour la Chapelle d’un Prince“ (2015), Henry du Mont auf „O Mysterium“ (2016) und Michel-Richard de Lalande in seinen „Leçons de Ténèbres“ mit Sophie Karthäuser (2015).

Perpetual Night, Lucile Richardots erste Solo-Aufnahme (2018), wurde von der nationalen und internationalen Presse gefeiert (Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Choc of the Year Classica, Ffff de Télérama, Diapason d’Or of the Year, Diamond of Opera Magazine…).

Die herausragende Rekonstruktion der Partitur zum Le Ballet Royal de la Nuit, der drei Jahre Forschung vorausgingen, erlaubt es einem modernen Publikum, ein musikalisches Großereignis des 17. Jahrhunderts wiederzuentdecken: den beispiellosen Augenblick, der die Herrschaft des Sonnenkönigs einläutete. Nach dem Erfolg bei Kritik und Publikum des bei Harmonia Mundi erschienenen CD-Buchs („Le Concert Royal de la Nuit“, 2015) widmete sich das Ensemble 2017 erneut diesem außergewöhnlichen Schauspiel, als es das Werk im Théâtre de Caen, an der Opéra Royal de Versailles und der Opéra de Dijon in einer zeitgenössischen Inszenierung von Francesca Lattuada aufführte, die auch Elemente von Zirkus und Tanz umfasste. Diese inszenierte Version wurde vor kurzem veröffentlicht: ein außergewöhnliches Box-Set, das die gesamte Musik (27 zusätzliche Tänze) und die Aufnahme der Aufführung sammelt.

Correspondances hat seinen Sitz im Théâtre de Caen und ist Partnerensemble der Oper und Schlosskapelle von Versailles und, mit Unterstützung der Stadt Lyon, der Chapelle de la Trinité.

Hauptsponsoren sind die Caisse des Dépôts und die Mécénat Musical Société Générale. Das Ensemble wird auch von der Fondation Musica Solis gefördert, einer Gruppe von Musikliebhabern, die aktiv die Erforschung, Veröffentlichung und Aufführung von Werken des 17. Jahrhunderts unterstützt. Correspondances wird vom Ministère de la Culture (DRAC Rhône-Alpes), der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der Stadt Lyon gefördert und erhält bei Konzerten regelmäßige Unterstützung durch das Institut Français, Adami, Spedidam und FCM.

La Cetra

Das La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel setzt den Massstab für die Aufführung von Musik zwischen 1600 und 1830. Mit seinem künstlerischen Leiter Andrea Marcon und inspierenden Solisten macht der Klangkörper unbekanntes bekannt und bekanntes wieder frisch.

1999 auf Initiative des damaligen Direktors der Schola Cantorum Basiliensis, Dr. Peter Reidemeister, gegründet, ist der Name des La Cetra Barockorchester Basel Antonio Vivaldis Violinkonzert op. 9 «La Cetra» – die Leier (Zither) – entlehnt. Er steht für das Kernrepertoire des Orchesters, der italienischen Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Einen weiteren Schwerpunkt setzt La Cetra dort, wo überhaupt erstmals von «Orchester» die Rede sein kann: am Beginn des 17. Jahrhunderts und Werken Claudio Monteverdis sowie seiner Zeitgenossen. Seit der Gründung ist La Cetra ein rasanter Aufstieg in die Reihen der international führenden Orchester der Alten Musik gelungen.

Durch eine regelmäßige Kooperation mit dem Theater Basel im Rahmen von Produktionen wie Monteverdis Opern L’Incoronazione di Poppea (2003) und Orfeo (2008), Cavallis La Calisto (2010), Händels Ariodante (2012), Purcells The Indian Queen (2014), Charpentiers Médée mit der Titelheldin Magdalena Kožená sowie Vivaldis Juditha Triumphans (2015) mit dem Ballett Basel hat sich La Cetra schnell die Gunst des Schweizer Publikums erspielt. Nach den erfolgreichen Produktionen Melancholia (2016) und Händels Alcina (2017) war das La Cetra Barockorchester Basel in der Saison 2018/2019 in einer Neuproduktion von Purcells King Arthur zu hören. 2019/20 wird La Cetra am Theater Basel in der Ballett-Produktion «Gloria!» zu hören sein.

Seine dynamische Entwicklung verdankt La Cetra vor allem Andrea Marcon, unter dessen musikalischer Leitung das Orchester seit 2009 steht. Marcon ist als mehrfach preisgekrönter Cembalist und Organist gefragter Experte für die Alte Musik Italiens und arbeitet als Gastdirigent mit namhaften Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, den Berliner Philharmonikern und vielen weiteren europäischen Orchestern. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass dem La Cetra Barockorchester Basel seit 2012 das La Cetra Vokalensemble unter der Leitung von Carlos Federico Sepúlveda zur Seite steht.

Ausdrückliches Credo von La Cetra ist, dass wissenschaftliche Hintergrund-arbeit, intensive Auseinandersetzung mit historischem Instrumentarium, Aufführungspraxis und geschichtlichem Umfeld der gespielten Werke letztlich immer nur einem einzigen Zweck dienen: sogenannte Alte Musik für Menschen von heute hautnah erfahrbar zu machen – in lebendigen, packenden, aktuellen Interpretationen. Dafür wurde La Cetra bereits 2009 der Europäische Preis für Alte Musik verliehen.

La Cetra genießt internationale Erfolge mit umjubelten Konzerten mit Sängern und Sängerinnen wie Maria Espada, Franco Fagioli, Ann Hallenberg, Roberta Invernizzi, Magdalena Kožená, Carlos Mena, Patricia Petibon und Andreas Scholl sowie Instrumentalisten wie Nicola Benedetti, Giuliano Carmignola oder Maurice Steger. Stolz ist La Cetra auf die enge künstlerische Zusammenarbeit mit aufgehenden Sternen am Barockhimmel wie den Countertenören David Hansen und Kangmin Justin Kim. Als äusserst fruchtbar erwiesen sich darüber hinaus künstlerische Begegnungen mit den renommierten Dirigenten Gustav Leonhardt, René Jacobs, Jordi Savall und Attilio Cremonesi.

2011 feierte das Orchester mit zwei Mozart-Aufnahmen sein Debüt bei der Deutschen Grammophon. 2012 folgte die Veröffentlichung von «Nouveau Monde» mit Patricia Petibon ebendort. Mit der Weltersteinspielung von Antonio Caldaras La Concordia de’ Pianeti u.a. mit Franco Fagioli gelang La Cetra 2014 eine musikalische Neuentdeckung. Die von der internationalen Kritik gefeierte und 2016 Grammy-nominierte CD-Veröffentlichung des Albums «Monteverdi» führte La Cetra zusammen mit Magdalena Kožená zu Konzerten nach Deutschland, Luxemburg, England und Spanien. Im August 2016 wurde eine Neueinspielung von Händels Parnasso in festa beim Label Pentatone veröffentlicht. 2019 erschienen zwei von der Presse hochgelobte Aufnahmen: «Mr Handel’s Dinner» mit Maurice Steger bei harmonia mundi sowie eine Einspielung von Leclair-Violinkonzerten mit Leila Schayegh bei Glossa.

Korean Chamber Orchestra

Das Korean Chamber Orchestra wurde im Jahre 1965 gegründet und hat sich als führendes Kammerorchester des Landes etabliert.

Es hat weltweit fast 1.000 Konzerte gegeben und sich durch zahlreiche internationale Tourneen einen wachsenden internationalen Ruf erarbeitet. Neben den 17 herausgebrachten CD’s, welche ein breites Repertoire umfassen, hat das KCO auch einen neuen Standard in der klassischen Musik gesetzt.

Das KCO nahm bereits in den vergangenen Jahren an bedeutsamen Konzerten teil, wie unter anderem dem UNESCO- Friedenskonzert in Paris und dem „UN Staff Day Concert“ in New York, wo es im Jahr 2000 als offizielles UN Kammerorchester für Frieden ernannt wurde. In 2015 setzte das KCO sein erfolgreiches Welttournee- Projekt fort, um seinen 50. Jahrestag zu zelebrieren.

Das Orchester spielt in mehreren Hauptkonzertsälen, wie z.B.,  in Washington D.C., Salzburg, London, Paris, Berlin, Moskau, Wien, New York, Warschau, Tokio, Singapur, Qingdao, Hong Kong, Bangkok, Cerritos, San Diego, Toronto, Kingston, New Port und etc,.

Des Weiteren wurde das KCO zum Rheingau Musik Festival (2007), George Enescu Festival (2011), Finland Naantali Festival (2007, 2019), Ludwig van Beethoven Osterfestival (2006, 2015), Italien Ascoli Piceno Festival und Carl Orff Festival (2011), Macau International Festival (2014), China Beijing NCPA Maifestival (2014), Estland International Mozart Festival (2006), Luxemburg Echternach Festival (2007), Österreich Chopin Festival (2016), Russland Krasnoyarsk Chamber Music Festival (2016) und zu den 40. Eckelhausener Musiktagen Deutschland (2018), eingeladen.

Für das anstehende Jahr 2020, wurde das KCO offiziell zum Mozart Festival Würzburg und Heidelberg Frühlingsfestival eingeladen.

Das Korean Chamber Orchestra, welches 2020 sein 55-jähriges Jubiläum feiert, plant ein Projekt, um die gesamten 46 Symphonien Mozarts zu spielen.

Kammerakademie Potsdam

Als vielseitiges, dynamisches Kammerorchester hat sich die Kammerakademie Potsdam weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Das Orchester der Landeshauptstadt und Hausorchester des Nikolaisaals ist in Potsdam und Brandenburg mit zahlreichen Konzertreihen für alle Altersgruppen präsent, gastiert in den großen Konzertsälen Deutschlands und unternimmt Konzertreisen durch Europa, nach Südamerika und Asien. Viele preisgekrönte CD-Aufnahmen und die 2018 gegründete erste Orchesterakademie Brandenburgs zeugen von dem Erfolg und Innovationsgeist des Ensembles. Seit der Saison 2010/11 ist Antonello Manacorda Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der KAP, er folgte auf Michael Sanderling, Andrea Marcon und Sergio Azzolini.

Das Repertoire des aus 32 Musikerinnen und Musikern bestehenden Klangkörpers umspannt vier Jahrhunderte Musikgeschichte vom 17. Jahrhundert bis ins Heute und reicht von Kammermusik über Sinfonik bis zu Oratorium und Oper. Ein breites Vermittlungsangebot lädt darüber hinaus Menschen aller Altersgruppen zum Entdecken der Musik ein.

Die Saison 2020/21 führt viele weltweit renommierte Solistinnen und Solisten nach Potsdam. Als Artist in Residence konnte der Klarinettist, Dirigent und Komponist Jörg Widmann gewonnen werden, und mit dem Violinisten Christian Tetzlaff gastiert die KAP in großen Konzerthäusern Deutschlands. Erneut zu Gast bei der KAP sind daneben unter anderem Dagmar Manzel, Robin Johannsen, Andreas Ottensamer, Gábor Boldoczki, Kristian Bezuidenhout und Igor Levit, während Elisabeth Leonskaja, Cédric Tiberghien und Kian Soltani ihre KAP-Debüts geben. Am Pult stehen vielgefragte Gastdirigenten wie Michael Sanderling, Trevor Pinnock, Paul McCreesh und Adam Benzwi. Nach der Aufnahme von Mendelssohns „Lobgesang“ setzte die KAP die Zusammenarbeit mit dem NDR Chor unter der Leitung von dessen Chefdirigenten Klaas Stok fort.

Mit Benjamin Brittens Kammeroper „The Rape of Lucretia“ kehrt die Potsdamer Winteroper, die erfolgreiche Koproduktion von KAP und Hans Otto Theater, 2020 zurück ins Schlosstheater im Neuen Palais. Isabel Ostermann verantwortet die Inszenierung, am Pult steht der britische Dirigent Douglas Boyd. Die hochrangige Sängerbesetzung wird angeführt von der Sopranistin Kate Royal als Erzählerin.

Auch in der Saison 2020/21 ist die KAP als Kulturbotschafterin Potsdams und Brandenburgs in großen Konzerthäusern und bei bekannten Festivals zu Gast, unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, im Bozar Brüssel, im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner Philharmonie, der Berliner Philharmonie und der Alten Oper Frankfurt sowie beim Heidelberger Frühling.

Die vielfältigen Formate im Bereich der Musikvermittlung reichen von Familienkonzerten über Mitmachangebote, Konzerte und Workshops für Schüler und Lehrer, Konzerteinführungen bis hin zu interaktiven Kita-Konzerten für die jüngsten Hörer. In der direkten Begegnung mit Menschen aller Altersgruppen wird auf lebendige Weise Musik erfahrbar gemacht und ein Austausch ermöglicht. Ein Schwerpunkt liegt auf dem bundesweit einzigartigen Modellvorhaben „Musik schafft Perspektive“, das kulturelle Bildung seit über zehn Jahren im Stadtteil Potsdam-Drewitz nachhaltig verortet. Diese Gesamtstrategie für mehr Teilhabe und Chancengleichheit wurde 2017 von Staatsministerin Monika Grütters mit dem BKM Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet.

Mnchner Philharmoniker

Seit ihrer Gründung 1893 bereichern die Münchner Philharmoniker unter renommierten Dirigenten das musikalische Leben Münchens. In den ersten Jahrzehnten waren dies Gustav Mahler Bruno Walter, Ferdinand Löwe, Eugen Jochum, Hans Rosbaud, Fritz Rieger und Rudolf Kempes.

1979 leitete Sergiu Celibidache seine erste Konzertserie bei den Münchner Philharmonikern und wurde zum Generalmusikdirektor ernannt. Die legendären Bruckner-Konzerte trugen wesentlich zum internationalen Ruf des Orchesters bei. Von 1999 bis 2004 leitete James Levine als Chefdirigent die Münchner Philharmoniker. 2004 ernannten die Münchner Philharmoniker Zubin Mehta zum ersten Ehrendirigenten in der Geschichte des Orchesters. Christian Thielemann pflegte in seiner Amtszeit die Münchner Bruckner-Tradition ebenso wie das klassisch-romantische Repertoire. Ihm folgte Lorin Maazel, der die Position des Chefdirigenten bis zu seinem Tod im Jahr 2014 übernahm.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Valery Gergiev Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Reisen führten sie bereits in zahlreiche europäische Städte sowie nach Japan, China, Korea, Taiwan und in die USA. Programmatische Akzente setzte Valery Gergiev durch die Aufführungen symphonischer Zyklen von Schostakowitsch, Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow sowie neuen Formaten wie dem Festival „MPHIL 360°“. Regelmäßig werden Konzerte via Livestream, Radio und Fernsehen weltweit übertragen. Seit September 2016 liegen die ersten CD-Aufnahmen des orchestereigenen Labels „MPHIL“ vor, die die Arbeit der Münchner Philharmonikern dokumentieren.

Mit dem Programm „Spielfeld Klassik“ haben die Münchner Philharmoniker in den letzten Jahren ein umfangreiches Vermittlungs-Angebot für alle Generationen entwickelt. Bis zu 35.000 Interessierte allen Altersklassen besuchen jährlich die mehr als 150 Veranstaltungen.

Amsterdam Sinfonietta

Die Amsterdam Sinfonietta wurde 1988 gegründet, Lev Markiz war ihr erster künstlerischer Leiter. Seit 1995 ist Candida Thompson Konzertmeisterin und seit 2003 auch künstlerische Leiterin des Ensembles. In den vergangenen Spielzeiten hat die Amsterdam Sinfonietta Tourneen durch Europa, China, Südamerika und Australien unternommen und ist in bedeutenden Konzertsälen wie der Londoner Barbican Hall, der Pariser Cité de la Musique, dem National Centre of Performing Arts in Beijing, dem Teatro Colon in Buenos Aires und dem Wiener Konzerthaus aufgetreten.

Das Ensemble umfasst 22 Streicherinnen und Streicher, die unter der Leitung ihrer Konzertmeisterin und künstlerischen Leiterin Candida Thompson musizieren. Durch den Verzicht auf eine Dirigentin, der ein Höchstmaß an Engagement aller Ensemblemitglieder verlangt, unterscheidet sich die Amsterdam Sinfonietta von „gewöhnlichen“ Kammerorchestern. Das Repertoire umfasst eine Vielfalt von Stilen und reicht vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Werken. Neben Aufführungen aus dem Standardrepertoire widmet sich das Orchester gern auch neuen und zu Unrecht vernachlässigten Werken. Die Amsterdam Sinfonietta führte zuletzt Kompositionen von Jörg Widmann, Thomas Larcher, John Zorn, David Lang, Sofia Gubaidulina, Joey Roukens, Tigran Mansurian, Kate Moore, Michel van der Aa, Sally Beamish und Dobrinka Tabakova auf.

Das Ensemble genießt dank seiner überaus kreativen Programmgestaltung einen ausgezeichneten Ruf. Seine Vielseitigkeit trug ihm 2013 den renommierten niederländischen Klassikpreis De Ovatie ein. Die Amsterdam Sinfonietta präsentiert originelle und fesselnde Werkkombinationen, überraschende Partnerschaften und bahnbrechende Konzepte, die auch Videokunst, Tanz und Theater umfassen. Das Ensemble hat mit zahlreichen international bekannten Musikerinnen und Musikern wie Thomas Hampson, Vilde Frang, Eva Maria Westbroek, Claron McFadden, Nicolas Altstaedt, Janine Jansen, Martin Fröst, Patricia Kopatchinskaja, Steven Isserlis, Isabelle Faust, Alexander Melnikov, Sol Gabetta, Thomas Oliemans, Rufus Wainwright, Marc-André Hamelin und Pierre Audi zusammengearbeitet.

Das Bildungsprogramm KleuterSinfonietta erreicht jedes Jahr Tausende von Kindern in den Niederlanden. Die Amsterdam Sinfonietta organisiert auch die Sinfonietta Strijkersdagen [Streichertage], bei denen Nachwuchsmusiker an Workshops teilnehmen und mit eigens dafür zusammengestellten Streichorchestern auftreten können. 2017 wurde in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium Amsterdam ein jährliches Programm ins Leben gerufen, bei dem Master-Studentinnen und –studenten die Gelegenheit erhalten, mit dem Ensemble zu proben und auf Tournee zu gehen.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat die Amsterdam Sinfonietta unter Leitung von Candida Thompson eine eindrucksvolle Zahl von CDs beim renommierten Label Channel Classics veröffentlicht: „The Argentinian Album“ (2014), „Schubert String Quintet“ (2015), „Tides of Life“ (2017) und „Bartók Brahms“ (2018). In jüngerer Zeit hat das Orchester auch CDs für ECM, Sony Classical und die Deutsche Grammophon eingespielt.

 

Orchester im Treppenhaus

Was kann klassische Musik heute? Das Orchester im Treppenhaus arbeitet seit einigen Jahren an einem erweiterten Konzertbegriff. Mit spielerischem Forschungstrieb untersuchen sie die Grenzen der Live-Situation Konzert, öffnen Türen zu neuen Hörerlebnissen, intimen Momenten und überraschenden Inhalten. Konzert als Erlebnis. Klassische Musik als Performance. Immer mit überraschenden Anbindungen an unsere Wirklichkeit.

Seit 2012 wird das Orchester regelmäßig zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen, etwas zum Podium Festival Esslingen, Classical Nest, Rotterdam, Festival Theaterformen, Kasseler Musiktage, Bayerischer Rundfunk München und zum Fusion Festival.

Bergen Philharmonic Orchestra

Das Bergen Philharmonic Orchestra, eines der ältesten Orchester der Welt, wurde 1765 gegründet und feierte 2015 sein 250-jähriges Jubiläum. Edvard Grieg pflegte eine enge Verbindung zum Bergen Philharmonic und war von 1880 bis 1882 dessen künstlerischer Leiter. Das 101-köpfige Ensemble besitzt den Status eines norwegischen Nationalorchesters, Chefdirigent ist Edward Gardner. Dank seiner Einspielungen, umfangreichen Tourneen und internationalen Auftragsvergaben genießt des Orchester weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

In den vergangenen Spielzeiten ist das Bergen Philharmonic im Concertgebouw Amsterdam, bei den BBC Proms, in der Royal Albert Hall, dem Edinburgh International Festival, im Wiener Musikverein und Konzerthaus, in der Carnegie Hall und der Berliner Philharmonie aufgetreten. Tourneen führte es u.a. nach Deutschland, Schweden, England und Irland.

2015 gründete das Bergen Philharmonic seinen eigenen kostenlosen Livestream-Service BergenPhiLive.no. Ein fest eingeführtes Jugendsymphonieorchester, das Bergen Philharmonic Youth Orchestra, gibt vier bis sechs Konzerte im Jahr.

Das Orchester veröffentlicht zurzeit vier CDs pro Jahr und pflegt langjährige künstlerische Partnerschaften mit herausragenden Musikern wie Leif Ove Andsnes, Jean-Efflam Bavouzet, James Ehnes, Gerald Finley, Stuart Skelton, Alban Gerhardt, Vadim Gluzman, Stephen Hough, Freddy Kempf, Truls Mørk, Steven Osborne und Lawrence Power.

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern

Seit mehr als zehn Jahren ist die Deutsche Radio Philharmonie fester Bestandteil der weltweit einmaligen deutschen Orchesterlandschaft. Das Orchester entstand aus der Fusion von Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (SR) und Rundfunkorchester Kaiserslautern (SWR) und nimmt als ARD-Rundfunksinfonieorchester seine Aufgaben an den Orchesterstandorten Saarbrücken und Kaiserslautern ebenso wahr, wie auch in den Kulturprogrammen des Saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks, im SR/SWR-Fernsehen oder auf ARTE. Regelmäßig tritt die Deutsche Radio Philharmonie im grenznahen Frankreich und Luxemburg auf, sowie in Mainz, Karlsruhe und Mannheim. Tourneen führten in den letzten Jahren in die Schweiz, nach Polen, China, Japan und bereits drei Mal nach Südkorea.

Mit Beginn der Saison 17/18 tritt der Finne Pietari Inkinen sein Amt als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie an. Er folgt auf den Briten Karel Mark Chichon, der die Position von 2011 bis 2017 innehatte, und Christoph Poppen, der das Orchester von 2007 bis 2011 prägte. Der im Februar 2017 verstorbene Dirigent Stanislaw Skrowaczewski war dem Orchester als Erster Gastdirigent eng verbunden, 2015 wurde er 92-jährig zum Ehrendirigenten ernannt.

Im Zentrum der Orchesterarbeit stehen das klassisch-romantische Kernrepertoire und regelmäßige Uraufführungen zeitgenössischer Musik sowie die Vergabe von Auftragswerken. Mit der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“ hat die Deutsche Radio Philharmonie jungen Komponisten ein Podium zur Aufführung ihrer ersten Orchesterwerke geschaffen. Auch mit Spezialisten erarbeitete historisch-informierte Interpretationen der Vorklassik sind regelmäßig in den Konzertprogrammen präsent, ebenso neu- oder wiederentdeckte Werke bislang wenig beachteter Komponisten, darunter der deutsch-französische Romantiker Louis Théodore Gouvy, der Exilkomponist Werner Wolf Glaser oder der deutschstämmige, israelische Komponist Tzvi Avni.

Fester Bestandteil der Orchesterarbeit ist die Musikvermittlung. „Klassik macht Schule“ richtet sich mit Kinderkonzerten, Familienkonzerten, Workshops oder der ARD Schulsinfonie an das junge Publikum.

Live im Konzertsaal, im Radio, Fernsehen oder auf CD erschließt die Deutsche Radio Philharmonie Klassikfreunden die enorme Repertoirebreite eines Rundfunksinfonieorchesters in höchster künstlerischer Qualität. Mehrere CDs aus der umfangreichen Orchester-Diskographie erhielten internationale Auszeichnungen: Klavierkonzerte von Grieg und Moszkowski wurden in der Einspielung mit dem Pianisten Joseph Moog für den Grammy 2016 nominiert, „Meditation“ mit der Sängerin Elina Garanca erhielt den Echo-Klassik 2015, die Einspielung „Französische Posaunenkonzerte“ mit dem Solisten Fabrice Millischer den Echo-Klassik 2014. Die Aufnahmen der Dvorák-Sinfonien von Karel Mark Chichon finden international große Beachtung. CD-Zyklen entstanden von Sinfonien der Komponisten Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky und Schumann. Mit Podcast- und

Anima Eterna Brugge

Anima Eterna Brugge wurde 1987 von Jos van Immerseel gegründet. Ziel war die Aufführung von Orchester- und Kammermusik mit den Instrumenten und Techniken, die dem Komponisten bekannt waren. Die Grundlage bilden Forschung, Experimentierfreude, Engagement und Freude am Musizieren. Anima Eterna Brugge genießt für Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts international einen besonderen Ruf. Das Orchester residiert im Concertgebouw Brugge und ist als „ensemble associé“ mit der Opéra de Dijon verbunden. Die Konzertreisen führen das Ensemble von Mexiko bis Sydney, und dank seiner vielseitigen Diskografie (Outhere Music/Alpha Classics) erfüllt seine Musik weltweit zahlreiche Wohnzimmer. Mit „Anima Next Generation“ sollen junge Talente noch stärker gefördert werden

Veranstaltungen

Entfällt – Alexandra Conunova, Elias Grandy & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Sie klingt fast wie Haydn, ist aber Prokofjew: Die 1. Sinfonie des russischen Komponisten zeigt, wie fasziniert er vom durchsichtigen Klang der Sinfonien Haydns und der Wiener Klassiker war. Ein Klassiker unter den Violinkonzerten ist auch Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 – eine Komposition mit viel Ironie und ein Spiegelbild der wilden 1920er-Jahre. Alexandra Conunova, die 2017 den 1. Preis beim Joseph-Joachim- Violinwettbewerb erhielt, ist mit diesem Werk zu hören. Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 ist ein Abschiedswerk und trägt Züge eines Requiems – nur wenige Tage nach der Uraufführung starb der Komponist unter mysteriösen Umständen.

Hören Sie hier das Konzertprogramm auf Spotify

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem

Entfällt – Bomsori Kim & Korean Chamber Orchestra

Die Geigerin Bomsori Kim war im letzten Festival eine der großen Entdeckungen, ihr Duo-Abend mit Rafał Blechacz eine Sternstunde fein- und klangsinnigen Musizierens. Nun kehrt sie nach Heidelberg zurück, gemeinsam mit dem führenden Kammerorchester ihres Heimatlandes Korea. Welche herausragenden Qualitäten dieses Ensemble besitzt, kann man anhand einer Orchesterbearbeitung von Beethovens erstem Streichquartett erleben.

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In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken

Der Heidelberger Frühling gratuliert S-Immobilien Sparkasse Heidelberg zum Firmenjubiläum.

Entfällt – Lucas & Arthur Jussen & Amsterdam Sinfonietta

Ungewöhnlich ist die Karriere der Brüder Lucas und Arthur Jussen: Aus Wunderkindern wurden renommierte Interpreten, die mittlerweile zu den besten Klavierduos weltweit gehören. Die beiden Konzerte Bachs für zwei Klaviere sind mit das Schönste und Beste, was für diese Besetzung geschrieben wurde. Das kontrastierende Werk von Fazıl Say entstand auf Anregung der Jussens.

Hören Sie hier das Konzertprogramm auf Spotify

Im Anschluss: »Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Lucas & Arthur Jussen (Hörsaal 14)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Dr. Hans-Peter Wild

Entfällt – Eröffnung »Standpunkte«: Levit, Kammerakademie Potsdam & Manacorda

Neun Jahre liegen zwischen der Komposition des dritten und des fünften Klavierkonzerts von Beethoven – schicksalhafte Jahre: Konnte der Klassiker mit ersterem noch vorm Publikum triumphieren, so musste er letzteres infolge fortgeschrittener Ertaubung gleich anderen Pianisten überlassen. Igor Levit tritt zum »Standpunkte«-Auftakt in einen Dialog mit diesen beiden berühmten Konzerten.

Hören Sie hier das Konzertprogramm auf Spotify

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Manfred Lautenschläger Stiftung

 

 

 

Lesen Sie hier ein Essay von Igor Levit über das Unterwegssein

Harriet Krijgh & Amsterdam Sinfonietta

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Hier soll es klingen, als würden Betrunkene verschiedene Lieder grölen.« Biber hatte Spaß am Absurden, schichtet unterschiedliche Tonarten übereinander, lässt den Kontrabassspieler Papier zwischen die Saiten klemmen oder Snare Drum spielen. Und das alles im siebzehnten Jahrhundert! Bartók hätte dieser Humor gefallen. Freilich platzen zwischen die lustigen Tänze seines 1939 entstandenen »Divertimento« immer wieder düstere Vorahnungen, die das Grauen des Zweiten Weltkrieges vorwegzunehmen scheinen. Die virtuosen Solokonzerte Vivaldis bilden den Rahmen dieses Programms, das zwischen freudigem Exzess und mythischer Abgründigkeit changiert.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Harriet Krijgh (im Ballsaal der Stadthalle)

Wir danken

Marina Heredia, Alexander Melnikov & Mahler Chamber Orchestra

Manuel de Falla kümmerte sich nicht groß um »U« und »E«, verband die Musik seiner spanischen Heimat gekonnt mit der Form einer Ballettsuite für Sopran und Orchester, bei der wir uns auf das »Frühlings«-Debüt der Flamencosängerin Marina Heredia freuen. Beethoven und Strawinsky sorgen kontrastierend für klassische und neoklassische Strenge.

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze,

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und
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Das Mahler Chamber Orchestra ist Orchestra in Residence des Heidelberger Frühling

Familienfrühling: Peter und der Wolf verlegt von 14 Uhr auf 17 Uhr

Aus technischen und organisatorischen Gründen müssen wir das Konzert von ursprünglich 14 Uhr auf 17 Uhr verlegen. Ihre Karten behalten selbstverständlich Ihre Gültigkeit. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Tickets bis zum 15. Dezember 2018 zurück zu senden. Wir erstatten Ihnen dann den auf den Karten aufgedruckten Kaufpreis. Bitte nennen Sie uns dazu die IBAN des Kontos, auf das die Erstattung fließen soll. Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten und freuen uns auf Ihren Besuch. Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (06221 / 584 00 44) an uns wenden.

Sobald sich Peter schelmisch über die Regeln seines Großvaters hinwegsetzt und unerlaubt durch das Gartentor marschiert, beginnt sein märchenhaftes Abenteuer – mit guten Freunden und dem bösen Wolf. Können sie ihn überlisten? In der Musik erwachen die Figuren durch kurze, prägnante Motive zum Leben. Aus ihnen hat Prokofjew geschickt eine leuchtende Musik gestrickt. Kinder lernen dabei die Instrumente des Orchesters kennen, entdecken in der Musik die Tiere und Personen. Vorher dürfen alle durch einen Erlebnisparcours, der an fünf Stationen je einen der Sinne mit der Musik verknüpft: Musik erleben.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Familienfrühling: Peter und der Wolf – verlegt von 11 Uhr auf 15 Uhr

Aus technischen und organisatorischen Gründen müssen wir das Konzert von ursprünglich 11 Uhr auf 15 Uhr verlegen. Ihre Karten behalten selbstverständlich Ihre Gültigkeit. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Tickets bis zum 15. Dezember 2018 zurück zu senden. Wir erstatten Ihnen dann den auf den Karten aufgedruckten Kaufpreis. Bitte nennen Sie uns dazu die IBAN des Kontos, auf das die Erstattung fließen soll. Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten und freuen uns auf Ihren Besuch. Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (06221 / 584 00 44) an uns wenden.

Sobald sich Peter schelmisch über die Regeln seines Großvaters hinwegsetzt und unerlaubt durch das Gartentor marschiert, beginnt sein märchenhaftes Abenteuer – mit guten Freunden und dem bösen Wolf. Können sie ihn überlisten? In der Musik erwachen die Figuren durch kurze, prägnante Motive zum Leben. Aus ihnen hat Prokofjew geschickt eine leuchtende Musik gestrickt. Kinder lernen dabei die Instrumente des Orchesters kennen, entdecken in der Musik die Tiere und Personen. Vorher dürfen alle durch einen Erlebnisparcours, der an fünf Stationen je einen der Sinne mit der Musik verknüpft: Musik erleben.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Truls Mørk & Bergen Philharmonic Orchestra

Elgar hätte sich in dieser Umgebung wohlgefühlt! Die Orchestrierungskunst eines Richard Strauss bewunderte er ebenso wie die klugen Strukturen und ernsten Themenbildungen eines Johannes Brahms. Doch wer sein Cellokonzert hört, der erkennt, dass Elgar nicht nur von Vorbildern beeinflusst war, sondern auch etwas ganz eigenes in dieses Werk legt: eine lebenserschütternde Dramatik, eine tiefe Melancholie, einen völlig unverwechselbaren Ton.