Veranstaltungen

Alexandra Conunova, Elias Grandy & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Sie klingt fast wie Haydn, ist aber Prokofjew: Die 1. Sinfonie des russischen Komponisten zeigt, wie fasziniert er vom durchsichtigen Klang der Sinfonien Haydns und der Wiener Klassiker war. Ein Klassiker unter den Violinkonzerten ist auch Prokofjews Violinkonzert Nr. 1 – eine Komposition mit viel Ironie und ein Spiegelbild der wilden 1920er-Jahre. Alexandra Conunova, die 2017 den 1. Preis beim Joseph-Joachim- Violinwettbewerb erhielt, ist mit diesem Werk zu hören. Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 ist ein Abschiedswerk und trägt Züge eines Requiems – nur wenige Tage nach der Uraufführung starb der Komponist unter mysteriösen Umständen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und dem

Bomsori Kim & Korean Chamber Orchestra

Die Geigerin Bomsori Kim war im letzten Festival eine der großen Entdeckungen, ihr Duo-Abend mit Rafał Blechacz eine Sternstunde fein- und klangsinnigen Musizierens. Nun kehrt sie nach Heidelberg zurück, gemeinsam mit dem führenden Kammerorchester ihres Heimatlandes Korea. Welche herausragenden Qualitäten dieses Ensemble besitzt, kann man anhand einer Orchesterbearbeitung von Beethovens erstem Streichquartett erleben.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken

Der Heidelberger Frühling gratuliert S-Immobilien Sparkasse Heidelberg zum Firmenjubiläum.

Lucas & Arthur Jussen & Amsterdam Sinfonietta

Ungewöhnlich ist die Karriere der Brüder Lucas und Arthur Jussen: Aus Wunderkindern wurden renommierte Interpreten, die mittlerweile zu den besten Klavierduos weltweit gehören. Die beiden Konzerte Bachs für zwei Klaviere sind mit das Schönste und Beste, was für diese Besetzung geschrieben wurde. Das kontrastierende Werk von Fazıl Say entstand auf Anregung der Jussens.

Im Anschluss: »Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Lucas & Arthur Jussen (Hörsaal 14)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Dr. Hans-Peter Wild

Eröffnung »Standpunkte«: Levit, Kammerakademie Potsdam & Manacorda

18.00 Uhr: Lukas Bärfuss, Georg-Büchner-Preisträger 2019, eröffnet die »Standpunkte« mit einem Vortrag und trifft Igor Levit im Gespräch. (Der Eintritt für den Vortrag ist frei.)

Neun Jahre liegen zwischen der Komposition des dritten und des fünften Klavierkonzerts von Beethoven – schicksalhafte Jahre: Konnte der Klassiker mit ersterem noch vorm Publikum triumphieren, so musste er letzteres infolge fortgeschrittener Ertaubung gleich anderen Pianisten überlassen. Igor Levit tritt zum »Standpunkte«-Auftakt in einen Dialog mit diesen beiden berühmten Konzerten.

»Standpunkte« Wahlabo: Bei Buchung von fünf verschiedenen Veranstaltungen des Kammermusikfests »Standpunkte« über unseren telefonischen Kartenservice erhalten Sie 25% Rabatt.
Sie erreichen uns Mo – Fr von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 06221 – 584 00 44. Der Rabatt ist nicht online buchbar.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Wir danken
Manfred Lautenschläger Stiftung

 

 

 

Lesen Sie hier ein Essay von Igor Levit über das Unterwegssein

Harriet Krijgh & Amsterdam Sinfonietta

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Hier soll es klingen, als würden Betrunkene verschiedene Lieder grölen.« Biber hatte Spaß am Absurden, schichtet unterschiedliche Tonarten übereinander, lässt den Kontrabassspieler Papier zwischen die Saiten klemmen oder Snare Drum spielen. Und das alles im siebzehnten Jahrhundert! Bartók hätte dieser Humor gefallen. Freilich platzen zwischen die lustigen Tänze seines 1939 entstandenen »Divertimento« immer wieder düstere Vorahnungen, die das Grauen des Zweiten Weltkrieges vorwegzunehmen scheinen. Die virtuosen Solokonzerte Vivaldis bilden den Rahmen dieses Programms, das zwischen freudigem Exzess und mythischer Abgründigkeit changiert.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Harriet Krijgh (im Ballsaal der Stadthalle)

Wir danken

Marina Heredia, Alexander Melnikov & Mahler Chamber Orchestra

Manuel de Falla kümmerte sich nicht groß um »U« und »E«, verband die Musik seiner spanischen Heimat gekonnt mit der Form einer Ballettsuite für Sopran und Orchester, bei der wir uns auf das »Frühlings«-Debüt der Flamencosängerin Marina Heredia freuen. Beethoven und Strawinsky sorgen kontrastierend für klassische und neoklassische Strenge.

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze,

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und
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Das Mahler Chamber Orchestra ist Orchestra in Residence des Heidelberger Frühling

Familienfrühling: Peter und der Wolf verlegt von 14 Uhr auf 17 Uhr

Aus technischen und organisatorischen Gründen müssen wir das Konzert von ursprünglich 14 Uhr auf 17 Uhr verlegen. Ihre Karten behalten selbstverständlich Ihre Gültigkeit. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Tickets bis zum 15. Dezember 2018 zurück zu senden. Wir erstatten Ihnen dann den auf den Karten aufgedruckten Kaufpreis. Bitte nennen Sie uns dazu die IBAN des Kontos, auf das die Erstattung fließen soll. Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten und freuen uns auf Ihren Besuch. Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (06221 / 584 00 44) an uns wenden.

Sobald sich Peter schelmisch über die Regeln seines Großvaters hinwegsetzt und unerlaubt durch das Gartentor marschiert, beginnt sein märchenhaftes Abenteuer – mit guten Freunden und dem bösen Wolf. Können sie ihn überlisten? In der Musik erwachen die Figuren durch kurze, prägnante Motive zum Leben. Aus ihnen hat Prokofjew geschickt eine leuchtende Musik gestrickt. Kinder lernen dabei die Instrumente des Orchesters kennen, entdecken in der Musik die Tiere und Personen. Vorher dürfen alle durch einen Erlebnisparcours, der an fünf Stationen je einen der Sinne mit der Musik verknüpft: Musik erleben.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Familienfrühling: Peter und der Wolf – verlegt von 11 Uhr auf 15 Uhr

Aus technischen und organisatorischen Gründen müssen wir das Konzert von ursprünglich 11 Uhr auf 15 Uhr verlegen. Ihre Karten behalten selbstverständlich Ihre Gültigkeit. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Tickets bis zum 15. Dezember 2018 zurück zu senden. Wir erstatten Ihnen dann den auf den Karten aufgedruckten Kaufpreis. Bitte nennen Sie uns dazu die IBAN des Kontos, auf das die Erstattung fließen soll. Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten und freuen uns auf Ihren Besuch. Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (06221 / 584 00 44) an uns wenden.

Sobald sich Peter schelmisch über die Regeln seines Großvaters hinwegsetzt und unerlaubt durch das Gartentor marschiert, beginnt sein märchenhaftes Abenteuer – mit guten Freunden und dem bösen Wolf. Können sie ihn überlisten? In der Musik erwachen die Figuren durch kurze, prägnante Motive zum Leben. Aus ihnen hat Prokofjew geschickt eine leuchtende Musik gestrickt. Kinder lernen dabei die Instrumente des Orchesters kennen, entdecken in der Musik die Tiere und Personen. Vorher dürfen alle durch einen Erlebnisparcours, der an fünf Stationen je einen der Sinne mit der Musik verknüpft: Musik erleben.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Truls Mørk & Bergen Philharmonic Orchestra

Elgar hätte sich in dieser Umgebung wohlgefühlt! Die Orchestrierungskunst eines Richard Strauss bewunderte er ebenso wie die klugen Strukturen und ernsten Themenbildungen eines Johannes Brahms. Doch wer sein Cellokonzert hört, der erkennt, dass Elgar nicht nur von Vorbildern beeinflusst war, sondern auch etwas ganz eigenes in dieses Werk legt: eine lebenserschütternde Dramatik, eine tiefe Melancholie, einen völlig unverwechselbaren Ton.

Künstler

Korean Chamber Orchestra

Das Korean Chamber Orchestra wurde im Jahre 1965 gegründet und hat sich als führendes Kammerorchester des Landes etabliert.

Es hat weltweit fast 1.000 Konzerte gegeben und sich durch zahlreiche internationale Tourneen einen wachsenden internationalen Ruf erarbeitet. Neben den 17 herausgebrachten CD’s, welche ein breites Repertoire umfassen, hat das KCO auch einen neuen Standard in der klassischen Musik gesetzt.

Das KCO nahm bereits in den vergangenen Jahren an bedeutsamen Konzerten teil, wie unter anderem dem UNESCO- Friedenskonzert in Paris und dem „UN Staff Day Concert“ in New York, wo es im Jahr 2000 als offizielles UN Kammerorchester für Frieden ernannt wurde. In 2015 setzte das KCO sein erfolgreiches Welttournee- Projekt fort, um seinen 50. Jahrestag zu zelebrieren.

Das Orchester spielt in mehreren Hauptkonzertsälen, wie z.B.,  in Washington D.C., Salzburg, London, Paris, Berlin, Moskau, Wien, New York, Warschau, Tokio, Singapur, Qingdao, Hong Kong, Bangkok, Cerritos, San Diego, Toronto, Kingston, New Port und etc,.

Des Weiteren wurde das KCO zum Rheingau Musik Festival (2007), George Enescu Festival (2011), Finland Naantali Festival (2007, 2019), Ludwig van Beethoven Osterfestival (2006, 2015), Italien Ascoli Piceno Festival und Carl Orff Festival (2011), Macau International Festival (2014), China Beijing NCPA Maifestival (2014), Estland International Mozart Festival (2006), Luxemburg Echternach Festival (2007), Österreich Chopin Festival (2016), Russland Krasnoyarsk Chamber Music Festival (2016) und zu den 40. Eckelhausener Musiktagen Deutschland (2018), eingeladen.

Für das anstehende Jahr 2020, wurde das KCO offiziell zum Mozart Festival Würzburg und Heidelberg Frühlingsfestival eingeladen.

Das Korean Chamber Orchestra, welches 2020 sein 55-jähriges Jubiläum feiert, plant ein Projekt, um die gesamten 46 Symphonien Mozarts zu spielen.

Kammerakademie Potsdam

Als Orchester der Landeshauptstadt Potsdam und Hausorchester des Nikolaisaals steht die Kammerakademie Potsdam (KAP) auf der Höhe der Zeit: Jedes einzelne Mitglied zeichnet verantwortlich für Programm, Positionierung und Profilierung des Orchesters. Musikalisch vielseitig, offen für Neues und mit einem historisch informierten wie zeitgemäßen Musizierstil bietet die KAP ein abwechslungsreiches Repertoire, das von Barock über Klassik und Romantik bis zur Moderne reicht. Neben ausgewählten Orchesterwerken, spannendem Solorepertoire und Kammermusik gibt es ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche. Antonello Manacorda ist seit der Saison 2010/11 Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der KAP. Vor ihm prägten Sergio Azzolini, Andrea Marcon und Michael Sanderling das Orchester.

Zu den Höhepunkten der letzten Jahre zählen Gastspiele in der Hamburger Elbphilharmonie, erfolgreiche Tourneen durch Europa, nach Asien und Südamerika, die Auszeichnung als „Orchester des Jahres 2015“ oder die gefeierten Aufnahmen der Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Schubert unter der Leitung von Antonello Manacorda.

Im Zentrum des Festivals „Alles Brahms!“ steht die Aufführung der vier Sinfonien von Johannes Brahms, geleitet von Antonello Manacorda. Darüber hinaus heißt die KAP in der Saison 2018/19 international renommierte Solisten willkommen. Artist in Residence ist der britische Cellist Steven Isserlis, und langjährige musikalische Freunde wie Ramón Ortega Quero, Antje Weithaas, Julia Fischer und Sabine Meyer kehren zurück nach Potsdam. Ihre KAP-Debüts geben Anna Bonitatibus, Tine Thing Helseth und Bejun Mehta. Ein Highlight sind die Konzerte mit den Berliner Philharmonikern Albrecht Mayer, Andreas Ottensamer und Emmanuel Pahud, die erstmalig als Solisten gemeinsam auf der Bühne stehen. Renommierte Gastdirigenten wie Paul McCreesh, Alexander Lonquich, Antonio Méndez und Jörg Widmann stehen am Pult des Orchesters. Mit dem Rundfunkchor Berlin unter Gijs Leenaars führt die KAP Beethovens Missa solemnis auf, die gleichzeitig für Sony Classical aufgenommen wird.

Die Potsdamer Winteroper bringt das szenische Oratorium „Theodora“ von Georg Friedrich Händel zur Aufführung. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Cellisten Kristian Bezuidenhout, für die Regie zeichnet Sabine Hartmannshenn verantwortlich.

Als Kulturbotschafterin ist die KAP bei renommierten Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern zu Gast. Eine große Deutschland-Tournee führt die KAP mit Antonello Manacorda und Sabine Meyer u. a. in die Elbphilharmonie Hamburg, Tonhalle Düsseldorf, Philharmonie Köln und Glocke Bremen. Daneben gastiert das Orchester in der Philharmonie Berlin, Philharmonie Essen, Frauenkirche Dresden, im Lingotto Turin, im Pierre Boulez Saal und Konzerthaus Berlin sowie beim Rheingau Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Vielfältige Education-Formate ziehen sich durch die gesamte Spielzeit. Mit den Reihen „Das kleine Sinfoniekonzert für Kinder“, „Junge Kammermusik“, den „OHRPHON-Probenbesuchen“, den „Kinderkonzerten im Foyer“ sowie dem „Konzert für Alle“ werden zahlreiche interaktive Konzerte für verschiedene Altersklassen angeboten. Das bundesweit einzigartige Programm „Musik schafft Perspektive“ wurde 2017 von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet. Darüber hinaus führt die KAP mit der Gründung der ersten Orchesterakademie Brandenburgs konsequent ihre erfolgreiche Nachwuchsarbeit fort.

Mnchner Philharmoniker

Seit ihrer Gründung 1893 bereichern die Münchner Philharmoniker unter renommierten Dirigenten das musikalische Leben Münchens. In den ersten Jahrzehnten waren dies Gustav Mahler Bruno Walter, Ferdinand Löwe, Eugen Jochum, Hans Rosbaud, Fritz Rieger und Rudolf Kempes.

1979 leitete Sergiu Celibidache seine erste Konzertserie bei den Münchner Philharmonikern und wurde zum Generalmusikdirektor ernannt. Die legendären Bruckner-Konzerte trugen wesentlich zum internationalen Ruf des Orchesters bei. Von 1999 bis 2004 leitete James Levine als Chefdirigent die Münchner Philharmoniker. 2004 ernannten die Münchner Philharmoniker Zubin Mehta zum ersten Ehrendirigenten in der Geschichte des Orchesters. Christian Thielemann pflegte in seiner Amtszeit die Münchner Bruckner-Tradition ebenso wie das klassisch-romantische Repertoire. Ihm folgte Lorin Maazel, der die Position des Chefdirigenten bis zu seinem Tod im Jahr 2014 übernahm.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Valery Gergiev Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Reisen führten sie bereits in zahlreiche europäische Städte sowie nach Japan, China, Korea, Taiwan und in die USA. Programmatische Akzente setzte Valery Gergiev durch die Aufführungen symphonischer Zyklen von Schostakowitsch, Strawinsky, Prokofjew und Rachmaninow sowie neuen Formaten wie dem Festival „MPHIL 360°“. Regelmäßig werden Konzerte via Livestream, Radio und Fernsehen weltweit übertragen. Seit September 2016 liegen die ersten CD-Aufnahmen des orchestereigenen Labels „MPHIL“ vor, die die Arbeit der Münchner Philharmonikern dokumentieren.

Mit dem Programm „Spielfeld Klassik“ haben die Münchner Philharmoniker in den letzten Jahren ein umfangreiches Vermittlungs-Angebot für alle Generationen entwickelt. Bis zu 35.000 Interessierte allen Altersklassen besuchen jährlich die mehr als 150 Veranstaltungen.

Amsterdam Sinfonietta

Die Amsterdam Sinfonietta wurde 1988 gegründet, Lev Markiz war ihr erster künstlerischer Leiter. Seit 1995 ist Candida Thompson Konzertmeisterin und seit 2003 auch künstlerische Leiterin des Ensembles. In den vergangenen Spielzeiten hat die Amsterdam Sinfonietta Tourneen durch Europa, China, Südamerika und Australien unternommen und ist in bedeutenden Konzertsälen wie der Londoner Barbican Hall, der Pariser Cité de la Musique, dem National Centre of Performing Arts in Beijing, dem Teatro Colon in Buenos Aires und dem Wiener Konzerthaus aufgetreten.

Das Ensemble umfasst 22 Streicherinnen und Streicher, die unter der Leitung ihrer Konzertmeisterin und künstlerischen Leiterin Candida Thompson musizieren. Durch den Verzicht auf eine Dirigentin, der ein Höchstmaß an Engagement aller Ensemblemitglieder verlangt, unterscheidet sich die Amsterdam Sinfonietta von „gewöhnlichen“ Kammerorchestern. Das Repertoire umfasst eine Vielfalt von Stilen und reicht vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Werken. Neben Aufführungen aus dem Standardrepertoire widmet sich das Orchester gern auch neuen und zu Unrecht vernachlässigten Werken. Die Amsterdam Sinfonietta führte zuletzt Kompositionen von Jörg Widmann, Thomas Larcher, John Zorn, David Lang, Sofia Gubaidulina, Joey Roukens, Tigran Mansurian, Kate Moore, Michel van der Aa, Sally Beamish und Dobrinka Tabakova auf.

Das Ensemble genießt dank seiner überaus kreativen Programmgestaltung einen ausgezeichneten Ruf. Seine Vielseitigkeit trug ihm 2013 den renommierten niederländischen Klassikpreis De Ovatie ein. Die Amsterdam Sinfonietta präsentiert originelle und fesselnde Werkkombinationen, überraschende Partnerschaften und bahnbrechende Konzepte, die auch Videokunst, Tanz und Theater umfassen. Das Ensemble hat mit zahlreichen international bekannten Musikerinnen und Musikern wie Thomas Hampson, Vilde Frang, Eva Maria Westbroek, Claron McFadden, Nicolas Altstaedt, Janine Jansen, Martin Fröst, Patricia Kopatchinskaja, Steven Isserlis, Isabelle Faust, Alexander Melnikov, Sol Gabetta, Thomas Oliemans, Rufus Wainwright, Marc-André Hamelin und Pierre Audi zusammengearbeitet.

Das Bildungsprogramm KleuterSinfonietta erreicht jedes Jahr Tausende von Kindern in den Niederlanden. Die Amsterdam Sinfonietta organisiert auch die Sinfonietta Strijkersdagen [Streichertage], bei denen Nachwuchsmusiker an Workshops teilnehmen und mit eigens dafür zusammengestellten Streichorchestern auftreten können. 2017 wurde in Zusammenarbeit mit dem Konservatorium Amsterdam ein jährliches Programm ins Leben gerufen, bei dem Master-Studentinnen und –studenten die Gelegenheit erhalten, mit dem Ensemble zu proben und auf Tournee zu gehen.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat die Amsterdam Sinfonietta unter Leitung von Candida Thompson eine eindrucksvolle Zahl von CDs beim renommierten Label Channel Classics veröffentlicht: „The Argentinian Album“ (2014), „Schubert String Quintet“ (2015), „Tides of Life“ (2017) und „Bartók Brahms“ (2018). In jüngerer Zeit hat das Orchester auch CDs für ECM, Sony Classical und die Deutsche Grammophon eingespielt.

 

Orchester im Treppenhaus

Was kann klassische Musik heute? Das Orchester im Treppenhaus arbeitet seit einigen Jahren an einem erweiterten Konzertbegriff. Mit spielerischem Forschungstrieb untersuchen sie die Grenzen der Live-Situation Konzert, öffnen Türen zu neuen Hörerlebnissen, intimen Momenten und überraschenden Inhalten. Konzert als Erlebnis. Klassische Musik als Performance. Immer mit überraschenden Anbindungen an unsere Wirklichkeit.

Seit 2012 wird das Orchester regelmäßig zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen, etwas zum Podium Festival Esslingen, Classical Nest, Rotterdam, Festival Theaterformen, Kasseler Musiktage, Bayerischer Rundfunk München und zum Fusion Festival.

Bergen Philharmonic Orchestra

Das Bergen Philharmonic Orchestra, eines der ältesten Orchester der Welt, wurde 1765 gegründet und feierte 2015 sein 250-jähriges Jubiläum. Edvard Grieg pflegte eine enge Verbindung zum Bergen Philharmonic und war von 1880 bis 1882 dessen künstlerischer Leiter. Das 101-köpfige Ensemble besitzt den Status eines norwegischen Nationalorchesters, Chefdirigent ist Edward Gardner. Dank seiner Einspielungen, umfangreichen Tourneen und internationalen Auftragsvergaben genießt des Orchester weltweit einen ausgezeichneten Ruf.

In den vergangenen Spielzeiten ist das Bergen Philharmonic im Concertgebouw Amsterdam, bei den BBC Proms, in der Royal Albert Hall, dem Edinburgh International Festival, im Wiener Musikverein und Konzerthaus, in der Carnegie Hall und der Berliner Philharmonie aufgetreten. Tourneen führte es u.a. nach Deutschland, Schweden, England und Irland.

2015 gründete das Bergen Philharmonic seinen eigenen kostenlosen Livestream-Service BergenPhiLive.no. Ein fest eingeführtes Jugendsymphonieorchester, das Bergen Philharmonic Youth Orchestra, gibt vier bis sechs Konzerte im Jahr.

Das Orchester veröffentlicht zurzeit vier CDs pro Jahr und pflegt langjährige künstlerische Partnerschaften mit herausragenden Musikern wie Leif Ove Andsnes, Jean-Efflam Bavouzet, James Ehnes, Gerald Finley, Stuart Skelton, Alban Gerhardt, Vadim Gluzman, Stephen Hough, Freddy Kempf, Truls Mørk, Steven Osborne und Lawrence Power.

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern

Seit mehr als zehn Jahren ist die Deutsche Radio Philharmonie fester Bestandteil der weltweit einmaligen deutschen Orchesterlandschaft. Das Orchester entstand aus der Fusion von Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken (SR) und Rundfunkorchester Kaiserslautern (SWR) und nimmt als ARD-Rundfunksinfonieorchester seine Aufgaben an den Orchesterstandorten Saarbrücken und Kaiserslautern ebenso wahr, wie auch in den Kulturprogrammen des Saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks, im SR/SWR-Fernsehen oder auf ARTE. Regelmäßig tritt die Deutsche Radio Philharmonie im grenznahen Frankreich und Luxemburg auf, sowie in Mainz, Karlsruhe und Mannheim. Tourneen führten in den letzten Jahren in die Schweiz, nach Polen, China, Japan und bereits drei Mal nach Südkorea.

Mit Beginn der Saison 17/18 tritt der Finne Pietari Inkinen sein Amt als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie an. Er folgt auf den Briten Karel Mark Chichon, der die Position von 2011 bis 2017 innehatte, und Christoph Poppen, der das Orchester von 2007 bis 2011 prägte. Der im Februar 2017 verstorbene Dirigent Stanislaw Skrowaczewski war dem Orchester als Erster Gastdirigent eng verbunden, 2015 wurde er 92-jährig zum Ehrendirigenten ernannt.

Im Zentrum der Orchesterarbeit stehen das klassisch-romantische Kernrepertoire und regelmäßige Uraufführungen zeitgenössischer Musik sowie die Vergabe von Auftragswerken. Mit der „Saarbrücker Komponistenwerkstatt“ hat die Deutsche Radio Philharmonie jungen Komponisten ein Podium zur Aufführung ihrer ersten Orchesterwerke geschaffen. Auch mit Spezialisten erarbeitete historisch-informierte Interpretationen der Vorklassik sind regelmäßig in den Konzertprogrammen präsent, ebenso neu- oder wiederentdeckte Werke bislang wenig beachteter Komponisten, darunter der deutsch-französische Romantiker Louis Théodore Gouvy, der Exilkomponist Werner Wolf Glaser oder der deutschstämmige, israelische Komponist Tzvi Avni.

Fester Bestandteil der Orchesterarbeit ist die Musikvermittlung. „Klassik macht Schule“ richtet sich mit Kinderkonzerten, Familienkonzerten, Workshops oder der ARD Schulsinfonie an das junge Publikum.

Live im Konzertsaal, im Radio, Fernsehen oder auf CD erschließt die Deutsche Radio Philharmonie Klassikfreunden die enorme Repertoirebreite eines Rundfunksinfonieorchesters in höchster künstlerischer Qualität. Mehrere CDs aus der umfangreichen Orchester-Diskographie erhielten internationale Auszeichnungen: Klavierkonzerte von Grieg und Moszkowski wurden in der Einspielung mit dem Pianisten Joseph Moog für den Grammy 2016 nominiert, „Meditation“ mit der Sängerin Elina Garanca erhielt den Echo-Klassik 2015, die Einspielung „Französische Posaunenkonzerte“ mit dem Solisten Fabrice Millischer den Echo-Klassik 2014. Die Aufnahmen der Dvorák-Sinfonien von Karel Mark Chichon finden international große Beachtung. CD-Zyklen entstanden von Sinfonien der Komponisten Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky und Schumann. Mit Podcast- und

Anima Eterna Brugge

Anima Eterna Brugge wurde 1987 von Jos van Immerseel gegründet. Ziel war die Aufführung von Orchester- und Kammermusik mit den Instrumenten und Techniken, die dem Komponisten bekannt waren. Die Grundlage bilden Forschung, Experimentierfreude, Engagement und Freude am Musizieren. Anima Eterna Brugge genießt für Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts international einen besonderen Ruf. Das Orchester residiert im Concertgebouw Brugge und ist als „ensemble associé“ mit der Opéra de Dijon verbunden. Die Konzertreisen führen das Ensemble von Mexiko bis Sydney, und dank seiner vielseitigen Diskografie (Outhere Music/Alpha Classics) erfüllt seine Musik weltweit zahlreiche Wohnzimmer. Mit „Anima Next Generation“ sollen junge Talente noch stärker gefördert werden

Venice Baroque

Im Jahr 1997 gründete Andrea Marcon das Venice Baroque Orchestra (VBO), welches sich als eines der führenden Ensembles Europas auf Alte Musik und das Musizieren auf authentischen Instrumenten spezialisiert hat. Für seine Konzerte und Opernaufführungen in Europa, Nord- und Südamerika, Japan, Korea, Taiwan und China erhielt das Orchester von Kritikern und der Fachpresse großen Beifall. Das VBO konzertierte in den USA in so vielen Städten wie bisher kein anderes Barockorchester.

Der Wiederentdeckung von Meisterwerken aus dem 17. Und 18. Jahrhundert verschrieben, führte das VBO unter der Leitung von Andrea Marcon erstmals seit der Uraufführung Cavallis L’Orione, Vivaldis Atenaide und Andromeda liberata, Benedetto Marcellos La morte d’Adone sowie Il trionfo della poesia e della musica und Boccherinis La Clementina neu auf. Mit dem Teatro La Fenice in Venedig brachte das Orchester Cimarosas L’Olimpiade, Händels Siroe und Galuppis L’Olimpiade auf die Bühne und präsentierte in der Brooklyn Academy of Music in New York die Inszenierung von Händels Siroe erstmalig in den Vereinigten Staaten. Über das Orchester wurde weltweit im Fernsehen berichtet, u.a. bei BBC, ARTE, NTR (Niederlande) und NHK. Das Schweizer Fernsehen begleitete das Orchester bei seinen Auftritten in Venedig und so entstand unter Regie von Richard Dindo die Dokumentation „Vivaldi in Venedig“.

Die Highlights der vergangenen Saison 2016/17 waren Aufführungen von Vivaldis Juditha Triumphans im Londoner Barbican Centre und im Brüsseler Palais des Beaux-Arts zum dreihundertsten Jahrestag der Uraufführung des Oratoriums in Venedig; Konzerte mit der Geigerin Viktoria Mullova im Wiener Musikverein und in Budapest; eine Tour durch die USA in 18 Städten mit der Geigerin Nicola Benedetti sowie eine Tour durch Japan mit dem Mandolinenspieler Avi Avital.

Weitere Highlights des VBOs waren große Tourneen in Europa, den USA und Asien mit dem Countertenor Philippe Jaroussky, Konzerte mit der Altistin Marie-Nicole Lemieux in Frankreich und Belgien, Konzerte mit Avi Avital in Italien, Kroatien, Deutschland, Spanien, Frankreich und Mexiko sowie eine Tour mit 12 Konzerten durch die USA und Kanada; ein Konzert mit der Sopranistin Karina Gauvin im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele in der Frauenkirche sowie eine Tour mit der Mezzosopranistin Magdalena Kožená u.a. beim Istanbul Music Festival und dem Mariinsky Theater in St. Petersburg. Für ein Barockensemble ungewöhnlich spielte das VBO im Jahr 2009 die Uraufführung von Philip Glass‘ Violinkonzert The American Four Seasons. Mit dem Geiger Robert McDuffie trat das Orchester anschließend in 28 Städten in ganz Nordamerika auf.

Die neueste CD-Einspielung mit Konzerten von Vivaldi und dem Solisten Avi Avital erschien im Jahr 2015 bei der Deutschen Grammophon. Die zuvor bei Erato erschiene Aufnahme der Porpora Arien mit Philippe Jaroussky wurde für den Grammy nominiert; die bei Naïve erschienene Einspielung eines Pasticcio von Metastasios L’Olimpiade mit verschiedenen Arien aus dem 18. Jahrhundert wurde für den Choc du Monde de la Musique nominiert. Das VBO hat eine umfangreiche Diskographie bei SONY und der Deutschen Grammophon. Der Weltersteinspielung von Andromeda Liberata für die Deutsche Grammophon folgten beim selben Label u.a. zwei Aufnahmen mit Vivaldi Violinkonzerten mit Giuliano Carmignola, zwei CDs mit Magdalena Kožená – Händel Arien und Vivaldi Arien und Vivaldi Konzerte für zwei Violinen mit Viktoria Mullova und Giuliano Carmignola. Frühere Aufnahmen bei Sony mit Giuliano Carmignola beinhalten die Vier Jahreszeiten, zuvor nicht aufgenommene Vivaldi-Konzerte sowie eine Sammlung von Bach-Arien mit Angelika Kirschschlager. Für seine Aufnahmen wurde das Orchester mit dem Diaspason D’Or, dem Choc du Monde de la Musique, dem Echo Klassik Preis und dem Edison Award ausgezeichnet.

Ensemble Masques

Die Karriere des Ensembles Masques begann mit dem Gewinn der Dorian Early Music America Competition im Jahre 2000. Diesem Preis folgte die erfolgreiche Teilnahme am Alte Musik-Wettbewerb in York 2001. Der Name des Ensembles leitet sich vom höfischen Maskenspiel des elisabethanischen Zeitalters ab. Die sechs Mitglieder des Ensembles stammen aus Kanada, Frankreich, Australien, Finnland und Belgien. Sie gastierten bei allen wichtigen Alte Musik-Festivals in Europa und Übersee. Spontaneität und Eleganz zeichnen das Spiel der Musiker aus, was auch in zahlreichen CD-Veröffentlichungen immer wieder aufs Neue dokumentiert wurde. Dabei steht das eher unbekannte Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Ihre CD-Veröffentlichung mit Werken des völlig vergessenen österreichischen Komponisten Romanus Weichlen (zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts) wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Diapason d’or. Großes Aufsehen erregte auch die Einspielung von Werken von Johann-Heinrich Schmelzer. Die jüngste Einspielung mit Orchestersuiten von Georg Philipp Telemann erschien im September 2016 beim Label Alpha.

Sein außerordentlich erfolgreiches Deutschland-Debüt gab das Ensemble Masques unter Leitung von Olivier Fortin im Rahmen der Tage Alter Musik in Regenburg im Juni 2017.

Der Cembalist Olivier Fortin studierte am Konservatorium in Québec und machte seinen Master an der Universität Montreal. Er studierte u.a. bei Pierre Hantaï in Paris und Bob van Asperen in Amsterdam. 1997 gewann er Preise beim Bach-Wettbewerb in Montreal und beim Cembalo-Wettbewerb in Brügge. Olivier Fortin ist als Solist und Kammermusiker sowohl in Europa als auch in den USA und in Kanada gefragt, u.a. mit Capriccio Stravagante und dem Tafelmusik Baroque Orchestra. Ferner tritt er im Duo mit dem Cembalisten Skip Sempé und auch im Trio mit Sempé und Pierre Hantai auf.

Mit dem Ensemble Masques hat Olivier Fortin zahlreiche CDs eingespielt. Solo-Veröffentlichungen umfassen die Gesamteinspielung der Pièces de Clavecin en Concerts von Jean Philippe Rameau. Olivier Fortin unterrichtete am Konservatorium in Québec und gibt regelmäßig Sommerkurse am Tafelmusik-Baroque-Institute in Toronto.

Das Mécénat Musical Société Générale ist der Hauptsponsor des Ensemble Masques.