Veranstaltungen

Jugendkonzert mit Malte Arkona

Johannes Brahms – der große Traditionalist? Weit gefehlt. Brahms, der stille Reformer! Man schaue sich nur an, wie seine dritte Sinfonie schließt: Die Coda des vierten Satzes ist ganze 60 Takte lang; bei einer Gesamtlänge von insgesamt 309 Takten macht das immerhin rund ein Fünftel aus – ein verdächtig hoher Wert. Und noch etwas lässt dieses Finale als wenig traditionell erscheinen. Es bewegt sich von f-Moll nach F-Dur. Normalerweise würde man dahinter einen Weg von der Dunkelheit hin zum Triumph erwarten – nach Beethovens Vorbild. Doch was macht Brahms? Sein Dur ist nur noch eine zarte Auflösung, ein leises Sich-Davon-Schleichen. Alles wird ins Leise zurückgenommen. Brahms, der Erneuerer.
(5.–6. Klasse)

In Kooperation mit

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Eröffnungskonzert: Julia Fischer & BBC Philharmonic

Britische Orchester, zumal wenn sie zur internationalen Spitze gehören wie das BBC Philharmonic, sind gerne Botschafter der Musik ihres Landes. Benjamin Brittens Violinkonzert gehört zweifellos zu den bedeutendsten Werken seiner Art – und ist hierzulande dennoch ein immer wieder zu hebender Schatz: ein Werk, das mit beiden Beinen im zwanzigsten Jahrhundert steht und zugleich keine Berührungsängste gegenüber der Tradition hat. Mit Julia Fischer kommt die denkbar stärkste Interpretin dieses Werks nach Heidelberg. Zur sensiblen Nachdenklichkeit Brittens gesellt sich mit Tschaikowskys vierter Sinfonie ein »all time favourite« aller Liebhaber rauschhafteffektvoller Klassik.

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Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

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Kristjan Järvi & SWR Symphonieorchester

»Bauen im Bestand« – diese Formulierung aus dem Vokabular der Architekten kann man mitunter auch auf das Komponieren anwenden. Mahler baute Beethovens Quartetto serioso für Orchester um, und Uri Caine, der sich auf der vielbeachteten CD »Urlicht« Mahler auf die unterschiedlichsten Weisen aneignete und ihnen teils neue Fassaden, teils eine neue Inneneinrichtung gab, tritt hier nun mit einem Lied-Zyklus über Gedichte aus »Des Knaben Wunderhorn« in Erscheinung, einem Auftragswerk des Heidelberger Frühling. Seine Orchesterlieder werden freilich nicht zu einem »Bauen im Bestand« Mahlers – die von Gustav Mahler für seinen eigenen Zyklus benutzten Texte hat Uri Caine gemieden. Lesen Sie mehr dazu hier.

22.00 Uhr Stadthalle late im Festivalzentrum mit der Cairo Jazz Station

Wir danken
Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und
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Sir András Schiff © Roberto Masotti

Sir András Schiff & Chamber Orchestra of Europe

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Ballsaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

Im Sommer 1936 erhielt Béla Bartók einen Brief des Dirigenten Paul Sacher, der ihn um ein neues Werk für sein Basler Kammerorchester bat. Damals galt das Schweizer Orchester als europäische Institution für Uraufführungen. Bartók sagte nur wenige Tage später zu und schrieb von ersten konkreten Ideen. Bereits im September 1936 war das Werk abgeschlossen. Die Entstehungsgeschichte von Brahms’ zweitem Klavierkonzert ist deutlich länger. 1878, mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem ersten Konzert, wagte er sich erneut an diese Gattung; doch er unterbrach den Prozess mehrfach und fand erst 1881 zu einem Abschluss. Es ist eines der größten Klavierkonzerte überhaupt, und es benötigt einen Ausnahme-, vielleicht Jahrhundertmusiker wie András Schiff, um dieses Werk adäquat zur Geltung zu bringen.

William Youn & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Seoul, Boston, Hannover, München: Als Sechsjähriger entdeckt er wie aus Zufall in einem koreanischen Kindergarten das Klavier für sich; mit 13 Jahren wechselt er auf ein Internat nach Boston. Fünf Jahre später kommt er zur Klavierlehrer- Legende Karl-Heinz Kämmerling nach Hannover, heute lebt er in München: William Youn. Seine erste Aufnahme war der Soundtrack zum Film »Amadeus«, heute ist er ein Mozart-Interpret von Rang. Nach Heidelberg kommt Youn, um sich mit Schumanns Klavierkonzert zu präsentieren – eines der persönlichsten Solokonzerte der Musikgeschichte, ein kammermusikalisch inspiriertes Bekenntnis. Dass im Konzert der Philharmoniker auch ein Werk Sven Daiggers erklingt, ist eine schöne Fügung: Denn Daigger ist ehemaliger Stipendiat der Akademie für Komposition des Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit

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Valer Sabadus, Christophe Dumaux & Cappella Gabetta: »Stabat Mater«

Mit Valer Sabadus und Christophe Dumaux stehen zwei Countertenöre auf der Bühne, die zur internationalen Spitze ihres Fachs zählen. Und die braucht es auch für Pergolesis Stabat Mater, das so unvergleichlich schön und zugleich hochvirtuos wie keine andere Passionskomposition vor ihr und nach ihr die Schmerzen Mariens besingt. Das achtzehnte Jahrhundert war in Italien ein wahrhaft goldenes Zeitalter der Kirchenmusik – davon zeugen auch die Salve-Regina-Vertonungen Porporas und Antonio Vivaldis.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Valer Sabadus (im Ballsaal der Stadthalle)

Martin Grubinger & BBC Philharmonic

Wann je hat ein Schlagzeuger einen solch nachhaltigen Erfolg gehabt wie Martin Grubinger? Und er hat diesen Erfolg klug eingesetzt: Grubinger hat schon mehrere Komponisten zu neuen Werken angeregt, darunter Péter Eötvös mit »Speaking drums und Tan Dun, der sein »The Tears of Nature« ebenfalls für den Österreicher geschrieben hat. Auch Edward Elgar weist in seiner zweiten Sinfonie, 1911 uraufgeführt, dem Schlagzeug eine herausragende Rolle zu: Im rastlosen Scherzo soll es nach dem Willen des Komponisten das Orchester in einer atemberaubenden Passage nach und nach »unter sich begraben«.

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken

Sol Gabetta & Il Giardino Armonico

18.45 Uhr Konzerteinführung der »Classic Scouts« im Ballsaal der Stadthalle

Barock und Klassik sind nicht zwei säuberlich geschiedene Epochen, sondern vielfältig miteinander verwoben. Das zeigt das exzellente Programm, mit dem Sol Gabetta in Heidelberg gastiert. Die Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel stehen mit einem Bein im achtzehnten, mit dem anderen im langen neunzehnten Jahrhundert. Telemanns feines Gespür für allerneueste musikalische Trends macht ihn zu einem idealen Begleiter der beiden Brüder, dessen Vater sich in seiner Orchestermusik gelegentlich auch schon in die neue Zeit hinein traute.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Sol Gabetta im Ballsaal der Stadthalle

Lisa Batiashvili, Gautier Capuçon & Tonhalle-Orchester Zürich

Das Weltklasseorchester aus der Schweiz hat seit der Saison 2014/15 in Lionel Bringuier einen charismatischen Chef von erst 28 Jahren, dessen Dirigentenkarriere mit 19 begann und seitdem einen stürmischen Weg aufwärts nimmt. Für das ehrwürdige Tonhalle- Orchester ist er ein fulminanter Energiespender. Sein Heidelberg-Debüt verspricht – auch angesichts der glanzvollen Solisten und des mächtigen Programms – zu einem der Höhepunkte des »Frühling« 2016 zu werden.

Wir danken Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und

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Alina Pogostkina & SWR Sinfonieorchester

Komponist, Klarinettist, Dirigent – in dieses Konzert bringt Jörg Widmann seine gesamte Künstlerexistenz ein. »Con brio« ist ein virtuoses Prachtstück, das humorvoll mit den Erwartungen an eine Konzertouvertüre spielt, Carl Maria von Weber ein Komponist, der Jörg Widmann besonders am Herzen liegt; denn Weber ist nach Mozart und vor Brahms derjenige Komponist, der die Klarinette am meisten liebte. Mit der Heidelbergerin Alina Pogostkina steht Widmann nicht nur eine Weltklasse-Geigerin zur Seite, sondern auch eine Musikerin, die sein Interesse für alte und neue Musik teilt.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Alina Pogostkina und Jörg Widmann
im Ballsaal der Stadthalle

Wir danken

Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Künstler

Juanjo Mena

Juanjo Mena ist einer der international bekanntesten spanischen Dirigenten und seit September 2011 Chefdirigent des BBC Philharmonic in Manchester. 1965 im spanischen Baskenland geboren, studierte Mena zunächst in seiner Heimatstadt Vitoria-Gasteiz, dann am Real Conservatorio Superior de Música in Madrid sowie bei Sergiu Celibidache in München. Von 1999 bis 2008 war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Bilbao; es folgten Positionen als Erster Gastdirigent am Teatro Carlo Felice in Genua und Erster Gastdirigent des Bergen Filharmoniske Orkester. Darüber hinaus stand Juanjo Mena am Pult zahlreicher weiterer Orchester in Europa, etwa beim Orchestre National de France, Oslo Philharmonic, Orchestra della Scala (Mailand) und bei der Dresdner Philharmonie; in den USA hat er seit seinem Debüt beim Baltimore Symphony Orchestra 2004 auch mit den Orchestern von Boston, Chicago, Cleveland, New York, Los Angeles und Pittsburgh zusammengearbeitet. Das Opernrepertoire Juanjo Menas umfasst so unterschiedliche Werke wie den »Fliegenden Holländer«, »Salome«, »Elektra«, »Herzog Blaubarts Burg«, »Eugen Onegin«, »Le nozze di Figaro« und »Billy Budd«.

Mirga Gražinytė-Tyla

Mit der Ernennung als Music Director beim international renommierten Traditionsorchester City of Birmingham Symphony Orchestra zur Saison 2016/17 in der Nachfolge von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sakari Oramo und Andris Nelsons setzte die junge litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla ihre beeindruckende Karriere fort.

Als Kind einer Musikerfamilie in Vilnius, Litauen hineingeboren, studierte Mirga Gražinytė-Tyla zunächst Chor- und Orchesterdirigieren an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst in Österreich. Anschließend vertiefte sie ihre Studien am Konservatorium in Bologna, an der Musikhochschule Leipzig und an der Zürcher Hochschule der Künste. Gražinytė-Tyla verbindet in ihrer Person dynamische Jugendlichkeit und zugleich eine für ihr Alter enorme Tiefgründigkeit. Sie imponiert durch kreative und technische Stärke.

2009 wurde Mirga Gražinytė-Tyla in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates aufgenommen und gab im darauffolgenden Jahr ihr Operndebüt mit »La Traviata« in Osnabrück. Zur Saison 2011/12 wurde sie für zwei Spielzeiten als 2. Kapellmeisterin beim Theater und Orchester Heidelberg verpflichtet, wechselte dann 2013/14 als 1. Kapellmeisterin an das Konzert Theater Bern, wo sie unter anderem in »La Traviata« und »Das schlaue Füchslein« zu erleben war. Im Frühjahr 2014 wurde Gražinytė-Tyla zur neuen Musikdirektorin des Salzburger Landestheaters ab 2015/16 ernannt. Schon in 2014/15 leitete sie dort Neuproduktionen von »Die Zauberflöte« und »Tahrir« (UA).

International machte Mirga Gražinytė-Tyla bereits 2012 auf sich aufmerksam, als sie bei den Salzburger Festspielen mit dem begehrten »Salzburg Festival Young Conductors Award« ausgezeichnet wurde, der ihr eine Zusammenarbeit mit dem Gustav Mahler Jugendorchester ermöglichte. Ein Dudamel Fellowship beim Los Angeles Philharmonic gab ihr kurz darauf die Gelegenheit, als Einspringerin ein Abonnementkonzert zu dirigieren. Zur Spielzeit 2014/15 wurde sie vom Los Angeles Philharmonic für zwei Spielzeiten als Assistant Conductor verpflichtet, nach überwältigendem Zuspruch von Orchester wie Publikum wurde sie dort für 2016/17 zum Associate Conductor befördert.

Il Giardino Armonico

Il Giardino Armonico wurde 1985 in Mailand gegründet und ist eines der führenden Ensembles im Bereich der historischen Aufführungspraxis.

Das Repertoire des Ensembles umfasst die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Je nach Programm besteht das Ensemble aus drei bis 35 Musikern.

Das Ensemble ist mit Solisten wie Giuliano Carmignola, Christophe Coin, Katia und Mariella Labèque, Bernarda Fink, Viktoria Mullova, Giovanni Sollima und Cecilia Bartoli aufgetreten.
Für weitere Projekte arbeitet das Ensemble mit der Cellistin Sol Gabetta, der Violinistin Isabelle Faust, die mit dem Ensemble fünf Violinkonzerte von Mozart einspielt, und der Sopranistin Anna Prohaska zusammen.

Im November 2014 wurde unter dem Titel La Passione die erste CD mit der Gesamteinspielung der Sinfonien von Joseph Haydn veröffentlicht, im Mai 2015 erschien dann die zweite CD unter dem Titel Il Filosofo.

Im Oktober 2015 wurde La Passione mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet und Il Filosofo ist Choc de l’année bei Classica. 2016 erschien das Album Serpent & Fire, aufgenommen mit Anna Prohaska.

Swedish Chamber Orchestra

Das Swedish Chamber Orchestra wurde 1995 als Hausorchester der schwedischen Gemeinde Örebro gegründet. Zwei Jahre später übernahm Thomas Dausgaard den Posten des Music Directors. In den vergangenen 16 Jahren haben Dausgaard und das Ensemble eng zusammengearbeitet, um ihren einzigartigen, dynamischen Klang zu entwickeln. Durch seinen raschen Aufstieg hat sich das Orchester fest in der internationalen Musikszene etabliert.

Das Ensemble mit 38 festen Mitgliedern gab 2004 sein Debüt in Großbritannien und den USA, wo es bei den London Proms und dem Mostly Mozart Festival im Lincoln Center auftrat. Seit 2004 hat das Swedish Chamber Orchestra regelmäßig Europatourneen unternommen und sein Debüt in Japan gegeben. Im Dezember 2015 bezieht das Orchester die frisch renovierte Konzerthalle in Örebro.

Das Swedish Chamber Orchestra erweitert ständig sein Repertoire und stellt sich neuen Herausforderungen. Gemeinsam mit Thomas Dausgaard hat das Ensemble für Simax das gesamte Orchesterwerk von Beethoven und für BIS sämtliche Symphonien von Schumann eingespielt und dafür herausragende Kritiken erhalten. Weitere Einspielungen für BIS sind symphonische Werke von Schubert, Dvořák, Tschaikowsky und Bruckner wie auch 2013 die Veröffentlichung von Wagners Wesendonck-Liedern mit der Solistin Nina Stemme.

Lionel Bringuier

Lionel Bringuier studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris Cello bei Philippe Muller und Dirigieren bei Zsolt Nagy. Weitere Impulse erhielt er in den Meisterklassen von Péter Eötvös und János Fürst. Seine Studien schloss er mit der Auszeichnung «Mention Très Bien à l’unanimité» ab. Seitdem dirigierte er zahlreiche Spitzenorchester und arbeitete sechs Jahre lang als Resident Conductor mit dem Los Angeles Philharmonic. Von 2009 bis 2012 war er zudem Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Castilla y León.

Seit der Saison 2014/15 ist er Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Tonhalle-Orchesters Zürich. Nach erfolgreicher Etablierung des Creative Chair wird Lionel Bringuier diese Saison mit dem Komponisten, Dirigenten und Bratschisten Brett Dean zusammenarbeiten und mit ihm das Eröffnungskonzert in der Tonhalle Maag, der Intermis-Spielstätte des Tonhalle-Orchesters Zürich, gestalten. Im April 2018 ist Bringuier mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und Igor Levit auf grosser Europa-Tournee und macht Station in Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und Ungarn.

2017/2018 wird Lionel Bringuier zwei Programme beim Orchestre National de Lyon leiten. Seine Saison 2017/18 beinhaltet auch Aufritte bei Gewandhausorchester Leipzig, beim Chicago Symphony Orchestra, beim Montreal Symphony Orchestra, beim Finnischen und Schwedischen Radio Sinfonieorchester, bei den Göteborg Symphoniker und beim Malaysian Philharmonic Orchestra. Bringuier war unter anderem Gastdirigent beim New York Philharmonic, beim Cleveland Orchestra, beim Orchester des Bayerischen Rundfunks, beim Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela, beim Philharmonia Orchestra und beim Israel Philharmonic.

Als Vertreter der Musik des 21. Jahrhunderts hat er zahlreiche Uraufführungen dirigiert, unter anderem von Kaija Saariaho, Marc-André Dalbavie, Magnus Lindberg, Rebecca Saunders und Esa-Pekka Salonen.

Er wurde für seine künstlerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Mit 18 gewann er die 49. Besançon Young Conductors Competition. Er erhielt die «Médaille d’or à l’unanimité avec les félicitations du jury à l’Académie Prince Rainier III de Monaco», die «Médaille d’or» des Bürgermeisters von Nizza und den Ersten Preis des Wettbewerbs des Janáček Philharmonic Orchestra in Ostrava. Ausserdem wurde er mit mehreren Preisen der Schweizer Stiftung Langart und der Cziffra Foundation bedacht.

Elias Grandy

Der deutsche Dirigent Elias Grandy wurde 1980 in München geboren und begann seine berufliche Laufbahn als Cellist in der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks uns als stellvertretender Solocellist an der Komischen Oper Berlin. Zugleich studierte er Dirigieren an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin und wurde kurz darauf als 1. Kapellmeister am Staatstheater Darmstadt engagiert. Schnell folgten der 2. Preis beim Internationalen Solti-Wettbewerb in Frankfurt und die Berufung als Generalmusikdirektor des Theaters und Orchester der Stadt Heidelberg.

Seitdem festigt sich sein Ruf als Dirigent, der in Oper und Konzert gleichermaßen zuhause ist. So schreibt die Opernwelt über seinen »Don Giovanni«: »Um »Don Giovanni« grundstürzend neu zu hören, muss man nicht zu Teodor Currentzis in den Ural oder zu Jérémie Rhorer nach Aix reisen. Heidelberg tut’s auch. Was Elias Grandy und sein Orchester dort aus der Oper aller Opern herauskitzeln, putzt auf ähnlich atemberaubende Weise die Ohren aus, lässt uns Mozarts Musik ganz neu hören.«
Und der Berliner Tagesspiegel über sein Debüt im Konzerthaus mit dem Bundesjugendorchester: »Anders als viele Kollegen der jüngeren Generation dirigiert (…) Elias Grandy mit kluger Ökonomie: (…) Er verzichtet darauf, die Steigerung durch schauspielerischen Aktionismus für die Galerie zu verdoppeln. In den Mahler-Liedern lässt er den Klang wie ein alter Meister ansatzlos aus dem Nichts entstehen.«

In der Spielzeit 2018/19 standen für Elias Grandy in Heidelberg u. a. »Rigoletto«, »Benjamin« von Peter Ruzicka und »Katja Kabanova«, im Konzert Bartóks »Konzert für Orchester«, Debussys »La Mer« und Stravinskys »Sacre du Printemps« sowie international eine China-Tournee mit dem Qatar Philharmonic Orchestra auf dem Programm.

Wiedereinladungen brachten ihn zurück zur Bayerischen Kammerphilharmonie Augsburg, den Hofer Symphonikern, den Bremer Philharmonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Thomas Dausgaard

Thomas Dausgaard tritt häufig als Gastdirigent mit führenden Orchestern in Europa, Nordamerika und dem Fernen Osten auf und gab in der Saison 2013/14 sein Debüt beim London Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern. Als Chefdirigent des Swedish Chamber Orchestra und des Danish National Symphony Orchestra, dessen Ehrendirigent er heute ist, hat Thomas Dausgaard durch seine breitgefächerte Programmgestaltung, umfangreiche Tourneearbeit und Einspieltätigkeit für beide Ensembles ein markantes Profil entwickelt. Er engagiert sich für Bildung und alternative Konzertformate und entwickelte ein Programm für Schulkinder, die jetzt regelmäßig mit dem SCO zusammenarbeiten.

Thomas Dausgaards Repertoire reicht von Bach bis hin zu zeitgenössischen Werken. Erst kürzlich hat er Stücke von Penderecki, Dean, Volans, Vine und Nørgård uraufgeführt und hat ein Faible für die Musik von Sibelius und Nielsen, bei denen sein Klavierlehrer einst studierte. Thomas Dausgaard wurde mit dem Ritterkreuz des dänischen Dannebrog-Ordens ausgezeichnet und in die Königlich-Schwedische Musikakademie aufgenommen.

Tonhalle-Orchester Zürich

Das Tonhalle Orchester Zürich trat in den letzten zwei Jahrzehnten in über 70 Stdten in 14 Ländern auf. Namhafte Solisten wie Joshua Bell, Alfred Brendel, Julia Fischer und Gidon Kremer haben das es auf seinen Tourneen begleitet.
Der Weg an die Spitze ist durch über 40 CD-Einspielungen mit Werken u.a. von Richard Strauss und Schumann dokumentiert. Die Gesamteinspielungen aller Sinfonien von Beethoven, Mahler, Brahms und Schubert u.a. mit dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» ausgezeichnet.
Die Kindermatineen eröffnen spielerisch die Welt der Musik. Schüler unterschiedlichen Alters nehmen an Workshops mit Orchestermusikern teil oder organisieren Konzerte im neuen Projekt «Schülermanager». Für die Mittzwanziger bietet tonhalleLATE einen einzigartigen Anlass, der das klassische Konzert mit einer Party samt elektronischer Musik kombiniert.
Das Orchester hat in den letzten Jahren zu den Gastdirigenten Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnányi, Charles Dutoit und Bernard Haitink enge Beziehungen entwickelt. Ton Koopman und Giovanni Antonini leiten regelmäßig das Orchester. Bis zum Ende der Saison 2013/14 hat David Zinman das Tonhalle-Orchester Zürich als Chefdirigent fast 20 Jahre entscheidend geprägt. Seit der Saison 14/15 spielt das Orchester unter der Führung seines Chefdirigenten und Musikalischen Leiters Lionel Bringuier.

Irish Chamber Orchestra

Das Irish Chamber Orchestra genießt einen nationalen und internationalen Ruf als hochrangige Kulturinstitution Irlands, die mit ihrer einzigartigen dynamischen und frischen Klangkultur, Programmvielfalt und herausragender Musikalität überzeugt. Das Orchester arbeitet mit gleich zwei künstlerischen Partnern zusammen, die das Orchester mit auf eine musikalische Entdeckungsreise nehmen. Mit Gábor Tákacs Nagy (Erster künstlerischer Partner) und Jörg Widmann (Erster Gastdirigent/ Künstlerischer Partner) durchbricht das Irish Chamber Orchestra Grenzen und öffnet neue Türen zur Musik.

Das Orchester hat mit einigen der besten Musiker der Welt auf nationaler und internationaler Ebene zusammen gearbeitet, einschließlich Leon Fleisher, Steven Isserlis und Tabea Zimmermann. Das Irish Chamber Orchestra pflegt ein breit gefächertes Repertoire von klassischer bis zeitgenössischer Musik und hat Werke von führenden irischen Komponisten wie Elaine Agnew, Linda Buckley, John Kinsella, Míchael Ó Súilleabháin und Bill Whelan (ur-)aufgeführt. Seit 2014 ist das Orchester regelmäßig beim Heidelberger Frühling zu Gast.

Das Irish Chamber Orchestra hat seinen Sitz in der World Academy of Music and Dance in der Universität Limerick und wird vom irischen Kulturausschuss (An Chomhairle Ealaíon) unterhalten.

Gefördert wird das Orchester von
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Paavo Järvi

Paavo Järvi

Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, deren künstlerischer Leiter er seit 2004 ist, hat Paavo Järvi die Spielzeit 2014/15 mit dem Zyklus der Brahms-Sinfonien auf dem Festival “Die Sterne der Weißen Nächte” in Sankt Petersburg abgeschlossen.

Paavo Järvi ist weiterhin künstlerischer Leiter des Pärnu Festival and Järvi Academy, das jeden Juli an der idyllischen Südküste Estlands stattfindet – ein einstmaliges Sommerdomizil führender sowjetischer Künstler wie Dmitri Schostakowitsch und David Oistrakh. Im Mittelpunkt des Festivals steht seit Beginn vor fünf Jahren das Ziel, junge estnische Musiker zu unterstützen. Entsprechend stellt das Academy Orchestra die besten Musikstudenten des Landes zur Schau und ist ein Übungsgelände für aufstrebende junge internationale Dirigenten, die an den Meisterklassen bei Paavo Järvi und seinem Vater Neeme Järvi teilnehmen.

2013 verlieh der Präsident Estlands Järvi für seinen außerordentlichen Beitrag zur estnischen Kultur den Orden des weißen Sterns und 2012 wurde er vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk Estlands zum Musiker des Jahres gekürt. Außerdem wurde er vom französischen Kultusministerium für seinen Beitrag zur musikalischen Landschaft Frankreichs zum Commandeur de L’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.