Veranstaltungen

Igor Levit & Irish Chamber Orchestra

18.45 Uhr Konzerteinführung der »Classic Scouts« im Ballsaal der Stadthalle

Gleich drei Partnerschaften gilt es an diesem Abend zu feiern: Die Partnerschaft Jörg Widmanns mit dem Irish Chamber Orchestra, dessen Erster Gastdirigent er seit 2012 ist, die auf mehrere Jahre angelegte Partnerschaft Igor Levits mit Orchester und Dirigent (man wird in den kommenden Jahren Mozarts und Mendelssohns Klavierkonzerte auf die Bühne bringen), und die Partnerschaft aller drei mit dem Heidelberger Frühling, der die Iren, Jörg Widmann und Igor Levit auch 2017 und 2018 gemeinsam präsentieren wird.

 Wir danken

Freundeskreis Heidelberger Frühling

Das Irish Chamber Orchestra wird gefördert von
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Festivalfinale: Golda Schultz & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Paavo Järvis Einspielung aller Beethoven-Sinfonien mit »seiner« Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sorgte für Furore – zu Recht, wie auch an diesem Abend wieder zu erleben sein wird.

Das Orchester ist echter Wegbegleiter des Heidelberger Frühling, und so trifft es sich gut, dass die Bremer das Abschlusskonzert der Geburtstagssaison des Festival bestreiten – ein Abschluss, der zugleich Auftakt für das große Fest sein wird, das sich in der Stadthalle an das Konzert anschließen wird.

Tipp: Das Konzert wird live in den Marstallhof übertragen (bei schlechtem Wetter in die angrenzende Zeughausmensa).

Fazil Say © Marco Borggreve

Fazıl Say & Heidelberger Sinfoniker

Orient und Okzident begegnen sich an diesem Abend auf besonders geistvolle Weise. Fazıl Say stellt Werken Mozarts, der ja auch einmal »alla turca« komponierte, eigene Werke gegenüber, die vom Osten wie vom Westen inspiriert sind. »Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen« – diese Zeile aus Goethes »West-östlicher Divan« gilt für Fazıl Say uneingeschränkt und manifestiert sich ganz besonders in seinem Goethe-Zyklus nach Gedichten aus eben jenem »Divan«. Wir freuen uns besonders, dass die Heidelberger Sinfoniker mit diesem Programm im Festival »ihrer« Stadt gastieren.


über das programm

Igor Levit © Felix Broede

Eröffnung »Standpunkte«

Der zweite Abend des Irish Chamber Orchestra bildet den Auftakt des Kammermusikfestes »Standpunkte«. Ein Orchesterkonzert? Ja, und das aus gutem Grund: Denn mit Jörg Widmanns Jagdquartett und der Kammerorchesterfassung des Weberschen Klarinettenquintetts stehen gleich zwei kammermusikalische Werke auf dem Programm, die zeigen, dass der Übergang von der Kammermusik zum Kammerorchester fließend ist.

Die Veranstaltung kann einzeln oder als Teil des »Standpunkte Pass« gebucht werden (€ 215 | € 195 | € 165 | € 130 I € 115 I € 95). Diesen erhalten Sie telefonisch direkt bei uns (06221 – 584 00 44, Mo – Fr, 10 – 18 Uhr).

Das Irish Chamber Orchestra wird gefördert von
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Eröffnungskonzert 20. Heidelberger Frühling

20 Jahre Heidelberger Frühling – das Eröffnungskonzert des Geburtstagsfestivals versammelt Künstler, die dem Heidelberger Frühling seit langem verbunden sind: Thomas Hampson, Igor Levit, Daniel Müller-Schott, Jörg Widmann. Für diese Gala bringen sie Werke mit, die ihnen besonders am Herzen liegen.

Wir danken
Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

Künstler

Tito Munoz

Tito Muñoz

Der amerikanische Dirigent Tito Muñoz gilt als eine der großen  Begabungen seiner Generation. Seit der Saison 2014/15 ist er Chefdirigent des Phoenix Symphony Orchestras und war zuvor Chefdirigent bei der Opra National de Lorraine und dem Orchestre symphonique et lyrique de Nancy.
Zu den Highlights der Saison 2015/16 gehören seine Debüts beim SWR Sinfonieorchester und beim Orchestre Philharmonique de Marseille sowie Dirigate beim Sao Paolo State Symphony, Guiyang Symphony Orchestra und Xiamen Philharmonic Orchestra.
Vergangene Engagements führten ihn bereits zum Danish Radio Sinfonietta, Orchestre Philharmonique de Luxembourg und Orchestre National de Lorraine. Mit großem Erfolg leitete Tito Muñoz den Nussknacker beim Cleveland Orchestra mit dem Joffrey Ballet sowie die erste inszenierte Aufführung des Sacre du Printemps des Cleveland Orchestras.
Als Förderer junger Künstler arbeitet er regelmäßig mit dem Cleveland Youth Orchestra und dem Portland Youth Philharmonic zusammen.
Der 1983 im Flushing (Queens) geborene Dirigent begann 1996 im Rahmen des Juilliard Schools Music Advancement Program ein Violinstudium und setzte es, ergänzt um ein Kompositionsstudium, an der Manhattan School of Music fort. Dazu besuchte er Sommerkurse bei u. a. David Zinmann, David Robertson und Leonard Slatkin.

SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg gibt immer neuen Bewegungen, Gästen und Musikstücken Raum, im Sendegebiet des SWR und auch unterwegs: Die Saison 2014/15 führte die Musiker u. a. zu den großen Festivals in Berlin, Luzern, Wien und Paris.

François-Xavier Roth trat seinen Posten als Chefdirigent mit dem Abschlusskonzert der Donaueschinger Musiktage 2011 an – ein klares Signal für den Stellenwert, den Neue Musik auch für ihn einnimmt. Seit ihrer Neu-Gründung im Jahr 1950 sind die Donaueschinger Musiktage und das SWR Sinfonieorchester untrennbar miteinander verbunden. Etwa 500 Kompositionen wurden dort durch das Orchester uraufgeführt, u. a. von Hans Werner Henze, Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen, Olivier Messiaen, Helmut Lachenmann und Wolfgang Rihm.

„Im Zentrum der europäischen Kultur“, wie es der langjährige Chefdirigent Sylvain Cambreling formulierte, steht das Orchester jedoch nicht nur in Bezug auf die zeitgenössische Musik. Seit seiner Gründung 1946 ist das SWR Sinfonieorchester Anziehungspunkt für internationale Dirigenten und Solisten und auch musikalischer Botschafter im In- und Ausland.

Zur Saison 2016/17 wird das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart des SWR fusionieren. Das neue SWR Symphonieorchester wird seinen Sitz in Stuttgart haben und der künstlerischen Tradition seiner Vorgänger verpflichtet bleiben.

Heidelberger Sinfoniker

Die Heidelberger Sinfoniker debütierten am 1. Januar 1994 mit Beethovens „Neunter Sinfonie“. Sie sind eines der wenigen Sinfonieorchester in Deutschland, deren Besetzung ausschließlich aus freiberuflichen jungen Musikern besteht. Tourneen durch zahlreiche Länder Europas und nach Südamerika begründeten ihren Ruf als eines der führenden „historisch“ orientierten Orchester der Gegenwart.

Ihre CD-Einspielungen werden von der internationalen Fachpresse gefeiert und immer wieder ausgezeichnet. So erhielt die Aufnahme von Beethovens Vierter und Sechster Sinfonie eine Nominierung für den „Cannes Classical Award 2003“, neben dem „Grammy“ die wichtigste Auszeichnung für klassische Musik.

Weltbekannte Solisten wie Rudolf Buchbinder, Nelson Freire, Bernd Glemser, Cyprien Katsaris und Thomas Zehetmair konzertieren regelmäßig mit den Heidelberger Sinfonikern.

Roma und Sinti Philharmoniker © Björn Hadem

Roma und Sinti Philharmoniker

Die Roma und Sinti Philharmoniker rief Riccardo M Sahiti im November 2002 mit dem Ziel ins Leben, insbesondere jene musikalischen Werke aufzuführen, die in der Kultur der Roma und Sinti verwurzelt und durch sie inspiriert sind. Zu der Vielzahl an Komponisten, die Roma- und Sinti-Anklänge in ihre Werke einfließen ließen, gehören u. a. Bela Bartok, Franz Liszt, Zoltan Kodaly, Johannes Brahms, George Bizet, Johann Strauß und Pablo de Sarasate. Die Existenz des Orchesters soll darüber hinaus Komponisten und Künstler dazu anregen, Werke zu schaffen, die sich mit der Kultur der Roma und Sinti befassen oder von ihr inspiriert sind. Kompositionen wie »Erinnerungen« von Stanko Sepic, »Falling Dance« von Kálmán Csèki und »Zwischen Himmel und Erde« von Hartmut Jentzsch legen davon Zeugnis ab. Es ist weltweit das erste Orchester, das sich speziell diesem Anliegen widmet und sich überwiegend aus Musikern mit Roma- und Sinti-Herkunft zusammensetzt.
Das Orchester gab Konzerte u. a. in der Berliner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Krakauer Philharmonie, Beethovenhalle Bonn, Menuhin Festival Gstaadt. In 20012 und 2013 machten die Roma und Sinti Philharmoniker mit der mehrfachen Aufführung des »Requiem für Auschwitz« international von sich Reden: Das Werk aus der Feder des romastämmigen Komponisten Roger Moreno Rathgeb ist allen Opfern des Holocaust gewidmet und erfuhr seine Welturaufführung durch das Orchester gemeinsam mit Gesangssolisten und Chor in Amsterdam. Der holländische Fernsehsehender NOS übertrug dieses Konzert. Das Projekt wurde großzügig von der Kulturstiftung des Bundes und der Europäischen Union gefördert. Weitere Fernsehübertragungen der Arbeit des Orchesters erfolgten in „arte“, Deutsche Welle, Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie ARD, ZDF und hr, außerdem berichteten mehrere Radiosender über die Arbeit der Roma und Sinti Philharmoniker.

Stuttgarter Kammerorchester © Jona Laffin

Stuttgarter Kammerorchester

Das im Jahr 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester ist eines der renommiertesten Ensembles seiner Art und nimmt seit über 65 Jahren einen herausragenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein. Zahlreiche international bekannte Solisten wie Daniel Hope, Daniel Müller-Schott, Fazil Say, Hélène Grimaud und Ian Bostridge konzertieren mit dem Ensemble. Erste Schallplattenaufnahmen gehen bereits auf das Jahr 1949 zurück und sind Zeugnisse einer der erfolgreichsten Orchesterbiografien im jungen Nachkriegsdeutschland. Zuletzt erschien in 2013 Aufnahmen mit Vivaldi-Konzerten (Tacet) unter der Leitung von Ariadne Daskalakis. Ein wichtiger Akzent in der Arbeit des Stuttgarter Kammerorchesters ist die Kooperation mit Stuttgarter Bildungseinrichtungen; u.a. arbeitet das Orchester mit Grundschülern und sehbehinderten Jugendlichen im Rahmen von Education-Projekten zusammen. Das Stuttgarter Kammerorchester nimmt seine Aufgabe als musikalischer Botschafter durch eine intensive und weltweite Gastspieltätigkeit wahr. Zuletzt unternahm das Orchester Tourneen und Gastspielreisen nach Indien und Südamerika, in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien und in die Niederlande. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde dem Stuttgarter Kammerorchester im Jahr 2008 der Europäische Kammermusikpreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen. Das Stuttgarter Kammerorchester wird gefördert vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch GmbH.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der international führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil weltweit ihr Publikum. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 der est-nisch-amerikanische Dirigent Paavo Järvi.

Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Järvi war das gemeinsame Beethoven-Projekt, auf das sich Dirigent und Orchester sechs Jahre konzentrierten. Ergebnis waren weltweit umjubelte Aufführungen sowie internationales Lob für die Einspielungen. Nach Beethoven konzentrierten sich das Orchester und ihr Chefdirigent ebenso erfolgreich auf die Sinfonien von Robert Schumann.

Neues Großprojekt der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi ist Johannes Brahms. Die im Herbst 2017 erschienene erste CD des Brahms-Zyklus mit der 2. Sinfonie/Tragische Ouvertüre/Akademische Festouvertüre wurde im Oktober 2018 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Seit Herbst 2018 ist die zweite CD des Zyklus mit der 1. Sinfonie und den Haydn Variationen auf dem Markt. Ein Höhepunkt des Brahms-Projekts war die Aufführung des Requiems am 10. April 2018 im Dom zu Bremen, genau 150 Jahre nach der Uraufführung.

Für ihre Einspielungen wurde Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zahlreich ausgezeichnet, unter anderem mit dem Echo Klassik, dem Diapason d’Or, und erhielt zudem als erstes Orchester die Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik. Das einzigartige Education-Projekt mit der Gesamtschule Bremen-Ost in Osterholz-Tenever, das „Zukunftslabor – eine Initiative der Deutschen Kammer-philharmonie Bremen“, wurde mit unzähligen Preisen geehrt, unter anderem den Echo Klassik für Nach-wuchsförderung. Seit 2018 gibt es mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes das erste internationale Zukunftslabor – das Future Lab Tunisia in Tunis.

Mit der Elbphilharmonie verbindet Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ein enges und partnerschaftliches Verhältnis. Seit Eröffnung 2017 ist das Orchester regelmäßig zu Gast. 2016 war der Klangkörper erstes „Orchester des Jahres“ bei Deutschlandradio Kultur und ist seit 2017 Festivalorchester des Kissinger Sommers.

Philharmonisches Orchester Heidelberg

Gegründet wird das Philharmonische Orchester am 8. April 1889 unter der Bezeichnung »Städtisches Orchester«. Dieser Zeitpunkt markiert zunächst die Eingliederung des Orchesters in die Städtische Verwaltung. Bereits vorher ist die Musikkultur in Heidelberg höchst lebendig.

Am Anfang steht ein »Musikverein«, der seit 1812 nachweisbar ist und der im Wesentlichen aus Laienmusikern besteht.  Als »Heidelberger Stadtorchester« erhält das Orchester ab 1839 städtische Subventionen. Die Arbeit des Städtischen Orchesters besteht in den ersten Jahren vor allem aus Unterhaltungsmusik. Dies ändert sich durch das Engagement des ersten bedeutenden Dirigenten, Philipp Wolfrum, der als Gründer und Dirigent des Heidelberger Bachchores schon über viele Jahre mit dem Orchester musiziert hatte. Parallel zu Wolfrum als damaligem Universitätsmusikdirektor wirkt Paul Radig als Städtischer Musikdirektor.

In der Ära Wolfrum ist Heidelberg eine Hochburg der zeitgenössischen Musik und das Städtische Orchester eine einflussreiche Institution der Musikgeschichte: bereits 1893 werden Richard-Strauss-Tage veranstaltet. 1901 erlebt Jean Sibelius beim Heidelberger Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins seinen ersten internationalen Erfolg, als er im Festkonzert zwei Legenden aus der »Lemminkäinen-Suite« dirigiert. 1913 gibt es ein ganz auf Johann Sebastian Bach und Max Reger konzentriertes Heidelberger Musikfest.  Einen neuen Einschnitt im Konzertleben bringt der Städtische Musikdirektor Kurt Overhoff, der 1931 die Leitung der Symphoniekonzerte in die Hand nimmt und das Orchester in den kommenden Jahren einem neuen Aufgabenkreis zuführt. Overhoff muss seine Tätigkeit aber bereits 1940 wegen Krankheit aufgeben. Während des Zweiten Weltkriegs wird das Heidelberger Musikleben vor allem durch namhafte Gastdirigenten aufrechterhalten.

Bereits im August 1945 ist es Hermann Meinhard Poppen möglich, mit dem aus zum Teil einheimischen Kräften verstärkten Städtischen Orchester und dem Bachverein im Schlosshof die Konzertreihe der Stadt und des Bachvereins wieder einzuführen. Die Berufung von Musikdirektor Fritz Henn bringt dann die volle Wiedereinführung des Konzert- und Opernbetriebs und erhöht auch die Anzahl an Planstellen erheblich.

Kontinuierlich aufwrts geht es 1954 mit der Einstellung Karl Ruchts als Leiter des Städtischen Orchesters. Rucht, ehemaliger Solotrompeter der Berliner Philharmoniker, ist bereits Generalmusikdirektor des Pfalzorchesters Ludwigshafen und übernimmt nun als zweites Orchester in leitender Position das Städtische Orchester Heidelberg. Er nutzt seine Doppelstellung, um eine enge Kooperation der beiden Orchester zu ermöglichen, und auf solche Weise groß besetzte Werke aufführen zu können. Bis zum Jahr 1960 dauerte die Zusammenarbeit zwischen dem Pfalzorchester Ludwigshafen und dem Städtischen Orchester Heidelberg.

Nach der Ära Karl Rucht übernimmt für ein Jahr zunächst Hans Blümer, 1. Kapellmeister der Städtischen Bühne, zwischenzeitlich die Leitung des Orchesters. Er hat sich 1960−61 und in den Jahren 1972−73 mit großem Engagement dieser Aufgabe gestellt, so dass die Interimsjahre nie wie Provisorien wirkten. In den folgenden Jahren leiten Kurt Brass, Christian Süss und Gerhard Schäfer das Städtische Orchester. Unter Christian Süss werden erste pädagogische Angebote aufgebaut: Konzerte für Kinder und Erwachsene sowie der Öffentlichkeit zugängliche Konzertproben, die auch von Schulklassen besucht werden.

Der gebürtige Schweizer Mario Venzago übernimmt 1986 die Leitung des Orchesters. Sein Wirken als Dirigent, Pianist und Liedbegleiter sowie als Komponist, zeigt eine lebendige musikalische Vielfalt. Venzagos weit gefächerte Programme der Symphonie- und Serenadenkonzerte finden beim Publikum großes Interesse und Beifall. Ihm gelingt die Aufstockung des Orchesters um 8 Stellen. Seit 2007 ist Mario Venzago Ehrendirigent des Philharmonischen Orchesters Heidelberg.

Für die Spielzeiten 1994/95 und 2006/07 wurde das Orchester vom Deutschen Musikverleger-Verband mit dem Preis für das »Beste Konzertprogramm« ausgezeichnet. Konzertreisen führten das Orchester in den letzten Jahren in die Kölner Philharmonie, nach Antwerpen und nach Ravenna. Die Konzerte werden regelmäßig vom Deutschlandfunk und vom SWR mitgeschnitten. Das Philharmonische Orchester Heidelberg zeichnet sich durch seine stilistische Flexibilität aus. Seit 2006 beschäftigen sich die Philharmoniker im Rahmen des Festivals Winter in Schwetzingen mit historischer Aufführungspraxis. Eine lange Tradition hat das Engagement für Neue Musik: Mehrere Werke wurden vom Philharmonischen Orchester uraufgeführt und sind diesem gewidmet. Seit 2005 arbeitet das Orchester mit einem jährlich wechselnden »Komponisten für Heidelberg« intensiv zusammen. Einen besonderen Stellenwert hat die Musikvermittlung. Eine Familienkonzert-Reihe wird unter anderem durch Piccolo- und Kinderkonzerte sowie durch ein Jugendkonzert ergänzt. Außerdem engagieren sich die Orchestermitglieder in Schulen und Kindergärten und sind dort häufig zu Gast. Das Jugendprojekt »Rap it Like Heidelberg« wurde 2010 vom Deutschen Musikrat mit dem 1. Preis beim Wettbewerb zum »Tag der Musik 2010« ausgezeichnet. Zusätzlich präsentieren sich die Mitglieder des Orchesters regelmäßig in wechselnden Formationen in Kammerkonzerten.

Orpheus Chamber Orchestra © Larry Fink Studio535

Orpheus Chamber Orchestra

Das Orpheus Chamber Orchestra wurde 1972 von einer Gruppe junger Musiker gegründet, die die Intimität und Wärme eines Kammerorchesters mit der Klangfülle und Kraft eines großen Orchesters verbinden wollten.
Das Ensemble tritt ohne Dirigent auf und legt im Zuge seiner gemeinschaftlichen Arbeit musikalische Ebenen frei, die von der individuellen Sicht und Energie jedes einzelnen Musikers durchdrungen sind. Für seine einzigartige gemeinschaftliche Führung, die es zu einem der bedeutendsten Kammerorchester der Welt gemacht hat, wurde das Ensemble mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Zu den wichtigsten Aktivitäten des Orchesters zählen die renommierte Konzertreihe in der Carnegie Hall, Tourneen im In- und Ausland sowie Bildungsprogramme, die über die rein musikalische Arbeit hinausgehen. Jedes Jahr erreicht das Orchester 30.000 Menschen durch Live-Auftritte mit Stars wie Yo-Yo Ma, Renée Fleming und Branford Marsalis. Konzerte führten das Ensemble bereits in 50 Lnder auf vier Kontinenten.
Mit mehr als 70 CDs, einige mit Grammy ausgezeichnet, sichert sich das Orpheus Chamber Orchestra ein treues internationales Publikum. 2014 erscheinen zwei neue Alben – die Premiere der Orchesterwerke des legendären Jazzkomponisten Wayne Shorter und zwei Beethoven-Symphonien live aus der Carnegie Hall. Durch Auftragskompositionen zumeist an amerikanische Künstler bestätigt das Ensemble seine Rolle als lebendiger Impulsgeber der Musikszene.

 

Kammerorchester Basel © Christian Flierl

Kammerorchester Basel

Gegründet 1984 von Absolventen verschiedener Schweizer Musikhochschulen, gehören für das Kammerorchester Basel heute Einladungen zu den wichtigsten Konzertorten und Festivals der europäischen Klassikszene ebenso in die Agenda wie die eigene Basler Abonnementsreihe. Das Orchester spielt gerne unter der musikalischen Leitung der eigenen Konzertmeister und schätzt die Zusammenarbeit mit wechselnden Dirigenten wie Paul Goodwin oder Giovanni Antonini. Renommiert ist auch die Liste der Solisten, welche gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel konzertieren, u.a. Sol Gabetta und Sabine Meyer. Unter der Leitung seiner Konzertmeisterin Julia Schröder gewann es für die Einspielung von Telemanns Opernarien gemeinsam mit der Sopranistin Nuria Rial den ECHO Klassik 2012 in der Kategorie »Beste Operneinspielung Opernarien und Duette«.
Die Saison 2014/2015 wird eingeleitet von der Aufführung der 9. Sinfonie Beethovens unter Giovanni Antonini. Auch in dieser Saison freut sich das Kammerorchester Basel zudem auf die Zusammenarbeit mit herausragenden Solisten und Dirigenten, darunter Christoph Poppen, Heinz Holliger, Fazil Say, Emmanuel Pahud, Sandrine Piau, Julia Lezhneva  und das Juilliard String Quartet. Das traditionelle Kernrepertoire steht u.a. mit Schuberts Sinfonien, Beethovens Violinkonzert und Mozarts Klavierkonzerten ebenso auf dem Programm wie reizvolle Erweiterungen in das neoklassizistische Repertoire mit Werken von Bohuslav Martinu und Albert Roussel. Zeitgenössische Werke von Heinz Holliger und Fazil Say sowie die Uraufführung eines Auftragswerks für zwölf Instrumentalisten und Live-Elektronik des Komponisten Maurilio Cacciatore runden das Programm der kommenden Spielzeit ab.

WDR Sinfonieorchester © WDR Mischa Salevic

WDR Sinfonieorchester

In den mehr als 65 Jahren seines Bestehens hat sich das WDR Sinfonieorchester als Orchester von Weltformat in und für Nordrhein-Westfalen etabliert. In Zusammenarbeit mit großen Dirigenten, Solisten und Komponisten und in regelmäßiger Partnerschaft mit den wichtigsten Konzerthäusern und Festivals prägt und repräsentiert das WDR Sinfonieorchester die Musiklandschaft im Sendegebiet des WDR in besonderer Weise. Darüber hinaus ist das WDR Sinfonieorchester Köln nicht nur regelmäßig auf internationalen Podien zu Gast, sondern macht im Hörfunk und Fernsehen des WDR große Klassik einem breiten Publikum zugänglich.
Mit zahlreichen Uraufführungen von Auftragswerken des WDR sowie der Zusammenarbeit mit herausragenden Komponisten unserer Zeit hat das WDR Sinfonieorchester einen wichtigen Beitrag zur Musikgeschichte und zur Pflege der zeitgenössischen Musik geleistet. Luciano Berio, Peter Eötvös, Krzysztof Penderecki und Igor Strawinsky gehören zu den Komponisten, die ihre Werke mit dem WDR Sinfonieorchester Köln aufführten.
Die Aufführung der 9. Sinfonie Gustav Mahlers in der Kölner Philharmonie im November 2009 wurde von der Presse als »Ankündigung einer großen Ära« gefeiert. CD-Veröffentlichungen mit Werken von Arnold Schönberg und Johannes Brahms sowie Einladungen zu bedeutenden Festivals und Konzerthäusern in Europa dokumentieren den großen künstlerischen Erfolg der Zusammenarbeit mit Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste.