Künstler

Dominik Susteck

Dominik Susteck (*1977 in Bochum) ist seit 2007 Organist der Kölner Kunst-Station Sankt Peter. Neben Lehrtätigkeit an Hochschulen in Essen, Düsseldorf, Weimar und Köln machte er mit modernen Improvisationskonzerten auf sich aufmerksam. Daneben spielte er zahlreiche Uraufführungen von Werken jüngerer Komponisten (Janson, Odeh-Tamimi, Pena, Froleyks, Köszeghy, Ruttkamp, Seidl, Wozny u.a.). Sein überwiegend auf zeitgenössische Musik ausgerichtetes Repertoire (Herchet, Hölszky, Kagel, Ligeti, Rihm, Stockhausen, Stäbler u.a.) präsentierte er auf mehreren CDs beim Label Wergo und Querstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk, zweimal hintereinander erhielt er dafür den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Als Komponist wurde er mit Preisen ausgezeichnet (Deutscher Musikwettbewerb, Preis Zeitgenössische Geistliche Musik Schwäbisch Gmünd, Klaus-Martin-Ziegler Preis u.a.).

Bernard Foccroulle

Bernard Foccroulle, geboren 1953 im belgischen Liège, begann Mitte der siebziger Jahre seine internationale Karriere als Organist mit einem Repertoire, das von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Er hat viele Werke uraufgeführt, u. a. von Brian Ferneyhough, Xavier Darasse und Pascal Dusapin, widmet sich aber auch intensiv der Norddeutschen Schule und Werken von Komponisten wie Buxtehude, Böhm, Reincken und Bruhns.

Die Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Disziplinen bildet einen wichtigen Aspekt in Bernard Foccroulles Schaffen, darunter  mit der australischen Videokünstlerin Lynette Wallworth, dem katalanischen Choreographen und Tänzer Salva Sanchis, Sänger und Oud-Spieler Moneim Adwan und Cornetto-Virtuosen Jean Tubéry.

Als Komponist hat sich Bernard Foccroulle bisher vor allem der Kammermusik und der Orgelmusik gewidmet. Im Juni 2007 wurde sein Liedzyklus »Am Rande der Nacht« nach Texten von Rainer Maria Rilke für Sopran, Chor und Orchester im Palais des Beaux-Arts Brüssel uraufgeführt.

Neben seiner Karriere als Organist war er von 1992 bis 2007 Direktor des Brüsseler Opernhauses La Monnaie, wo er eine große Spannweite von Produktionen programmierte, mit einem besonderen Schwerpunkt auf neuen Werken sowohl in der Oper als auch im Tanz. Seit 2007 ist er künstlerischer Leiter des Festivals von Aix-en-Provence. Mit der Gründung des Vereins „Kultur und Demokratie“ verfolgt Bernard Foccroulle seit 1993 das Ziel, einer möglichst großen Zahl von Menschen die Teilnahme am kulturellen Leben zu ermöglichen.

Markus Uhl

Markus Uhl, geboren 1978, studierte in Freiburg Kirchenmusik (Orgel bei Prof. Zsigmond Szathmáry, Dirigieren bei Prof. Dr. Hans-Michael Beuerle), in Weimar Konzertfach Orgel und Orgelimprovisation (bei Prof. Michael Kapsner), sowie Musikwissenschaft und Philosophie in Heidelberg und Essen (u.a. bei Prof. Dr. Stefan Klöckner) und wurde mit einer Arbeit über „Die Choralreform in der Folge des Trienter Konzils und die Editio Medicaea (1614/15)“ zum Dr. phil. promoviert.

Während seines Studiums war er als Kirchenmusiker in St. Ulrich und im Freiburger Raum tätig und leitete den KammerChor Kinzigtal.
Seit Januar 2007 ist er Bezirkskantor der Erzdiözese Freiburg an der Jesuitenkirche Heidelberg und damit für die Dekanate Heidelberg-Weinheim und Wiesloch sowie für die Kirchenmusik an der katholischen Hauptkirche Heidelbergs verantwortlich (Cappella Palatina, Arnolt-Schlick-Ensemble, Schola Cantorum, Kinder-, Familien- und Projektchöre, Orgelspiel, C-Ausbildung, Fortbildung nebenamtlicher KirchenmusikerInnen etc.).
Als Lehrbeauftragter unterrichtet er an den Hochschulen in Stuttgart, Weimar und Heidelberg Orgelimprovisation, Orgelliteratur, Gregorianik, Hymnologie, Deutscher Liturgiegesang und Liturgisches Singen. Konzerte, Projekte, Vorträge und Fortbildungen gehören zu seinen weiteren Tätigkeiten.
Von 1999 bis 2014 setzte er sich im Vorstand des Kirchenmusikerverbands der Erzdiözese Freiburg (dvk), von 2002 bis 2014 zusätzlich im Vorstand des Bundesverbands der Kirchenmusiker Deutschlands (BKKD) und ab 2008 als dessen 1. Vorsitzender für die arbeitsrechtlichen und finanziellen Belange der Berufsgruppe der Kirchenmusiker ein.

Beim Internationalen Wettbewerb für junge Chorleiter in Budapest hat er im Juni 2001 den Sonderpreis der Franz Liszt-Akademie für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Liszt erhalten. Für seine Diplomarbeit erhielt er den Helene-Rosenberg-Preis für die beste musikwissenschaftliche Arbeit des Jahres 2002. Im Jahr 2005 war er Finalist beim Wettbewerb des Internationalen Orgelfestivals in Bochum sowie Preisträger beim IX. Internationalen Orgelimprovisationswettbewerb in Schwäbisch Gmünd, beim 2. Internationalen Johann-Joseph-Fux-Wettbewerb und beim Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“. Seine Dissertation schloss er mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. Für langjährige intensive Arbeit und vielfältiges Engagement für die Kirchenmusik an der Jesuitenkirche Heidelberg und in der Erzdiözese Freiburg wurde er 2019 von Erzbischof Stephan Burger zum Kirchenmusikdirektor (KMD) ernannt.

Eine Ausbildung zum Orgelsachverständigen, Kurse in Orgel und Orgelimprovisation, Gregorianik sowie Dirigieren, Musiktheorie, Kinderchorleitung u.a. bei Christoph Bossert, Jürgen Essl, Clemens Ganz, Zsolt Gárdonyi, Gerhard Gnann, Tobias Hiller, Hans-Jürgen Kaiser, Stefan Klöckner, Ton Koopmann, Ludger Lohmann, Pier Damiano Peretti, Michael Radulescu, Wolfgang Schäfer, Martin Schmeding, Pieter van Dijk, Harald Vogel, Jean-Claude Zehnder und Wolfgang Zerer ergänzen sein musikalisches Spektrum.

Christian Schmitt © Privat

Christian Schmitt

Christian Schmitt studierte an der Musikhochschule Saarbrücken sowie bei James David Christie in Boston und Daniel Roth in Paris.
Als einer der gefragtesten Konzertorganisten seiner Generation trat Christian Schmitt u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Berlin, im Leipziger Gewandhaus und im Wiener Konzerthaus auf. Zu seinen musikalischen Partnern zählen u.a. Dirigenten wie Philippe Herreweghe und Sir Roger Norrington. Als Solist musizierte er u.a. mit führenden Rundfunkorchestern wie dem NDR und RSO Wien. Außerdem arbeitete er bereits u.a. mit den Bamberger Symphonikern, der Camerata Salzburg und der Staatskapelle Weimar zusammen. Dem Konzertpublikum ist der experimentierfreudige Organist außerdem durch kammermusikalische Programme bekannt, darunter Auftritte mit Instrumentalisten wie Reinhold Friedrich und Martin Grubinger.
Die im April 2014 erschienene CD »Prayer« mit Magdalena Kožená (Deutsche Grammophon) fügt sich in eine über 30 Aufnahmen umfassende Diskografie. Christian Schmitts Interpretation der Widor-Orgelsymphonien op. 42,3 und 69 mit den Bamberger Symphonikern wurde im Herbst 2013 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Neben seiner weltweiten Lehrtätigkeit gehört Christian Schmitt internationalen Wettbewerbsjurys an.