Veranstaltungen

Family Affairs

Das »Nannerl-Septett« hat seinen Namen nicht von ungefähr: Mozart komponierte das Divertimento zum Namenstag seiner Schwester, zu einer Familienfeier also. Familiär wird es auch bei dieser Begegnung von StipendiatInnen der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker mit den StipendiatInnen des »Frühling« zugehen. Doch damit nicht genug: Das Quatuor Debussy und ein Quartett der Akademie werden sich an diesem Abend zur Oktettfamilie zusammenschließen.

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(Un)freiheiten

»Ich begann meine Arbeit, indem ich eine Nacht im Regenwald komponierte, mit dem raschelnden Klang der Insekten. Ich wollte eine Art Ritual kreieren, bei dem das Publikum von einem machtvollen Klang umgeben ist. Ich habe mich auf archetypische Bilder konzentriert. Das Meer und der Wald sind überall im Stück präsent… Ich wollte das Unfassbare zum Klingen bringen, ohne Effekt oder Drama…« Thierry Pecou, französischer Komponist mit Wurzeln in Martinique, hat mit »Outre-memoire« ein faszinierendes Werk über die Geschichte des Sklavenhandels geschaffen, voller Klänge, Assoziationen, fremder Rhythmen und musikalischer Bilder, anderthalb Stunden einer »anderen Erinnerung« an die Unfreiheit.

In Kooperation mit dem Frauenbad Heidelberg

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Bach Intermezzo: Alisa Weilerstein

Ballsaal Stadthalle Heidelberg

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Kinderszenen

Sie scheinen für Kinder komponiert und sind doch eigentlich klingende Sehnsuchtsorte der Erwachsenen: die vielen Zyklen, die seit Schumann als Kinderalben entstanden. Es sind Träumereien einer für uns Erwachsene unwiederbringlich vergangenen Welt voller Wunder, Hoffnungen und Geheimnisse. Weniger Erinnerungen an eine tatsächliche Kindheit als Imaginationen einer heilen Welt, die es so nie gab und geben wird. Federleichte und flüchtige Entwürfe von Leben, die so unbeschwert nie gelebt wurden. Märchenhaft, still und voller Poesie.

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Worte und Taten: Sebastian Koch & Quatuor Debussy

Über sein Mobiltelefon hinterließ Mohsen Hojaji seinem zwei Jahre alten Sohn ein letztes Wort: »Es tut mir leid, mein Liebling, dass ich dich so jung verlassen muss.« Kurz vor dem Abflug nach Syrien. Wenige Tage später wurde er vom sogenannten »Islamischen Staat« enthauptet, mit 25 Jahren. Der Iraner zog freiwillig in den Krieg, um das syrische Regime zu unterstützen und wird in seiner Heimat als Märtyrer verehrt. Letzte Worte. Es gibt sie oft bei Märtyrern, den Glaubenszeugen wie den Irrglaubenszeugen, den Frommen wie den Fanatikern. Eine Text-Musik-Collage verbindet sie hier mit Haydns »Sieben letzten Worten«.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Künstlerhaus/HebelHalle

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Landlust

In jedem Städter schlummert die Sehnsucht nach dem Leben auf dem Lande, in jedem Büromenschen ein kleiner Bauer. Anders wäre der sensationelle Erfolg der vielen Hochglanz-Magazine über die Herrlichkeiten des Landlebens nicht zu erklären. Die Sehnsucht gab es immer schon, und sie hat sogar Einzug in die Musik gehalten – Beethovens »Pastorale« ist das berühmteste Beispiel. Wir bieten einen gutgelaunten Streifzug durch das musikalische Landleben an: von Couperin über Boccherini bis zu Sibelius.

Kammermusiksaal Stadthalle Heidelberg

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Bach Intermezzo: Tianwa Yang

Ballsaal Stadthalle Heidelberg

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Letzte Dinge: Igor Levit, Markus Hinterhäuser & Quatuor Tchalik

Amen! So sei es! Eine letzte, abschließende Bekräftigung. Für Messiaen bezeichnet das Wort vier endgültige Akte: Schöpfung, Unterwerfung, Vereinigung, Vollendung. Messiaen, der Komponist der Transzendenz, beschreibt in seinem monumentalen Zyklus für zwei Klaviere »das Leben der Kreaturen, die allein durch das Schicksal ihrer Existenz schon ›Amen‹ sagen.« Zuvor Schuberts  letztes Streichquartett. Man hat es beschrieben als »kompromisslose Auseinandersetzung mit den Themen Dur und Moll, Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung.« Und in der Tat: Nach  dieser Dreiviertelstunde hellster und dunkelster Musik hat man das Gefühl, dass über das Leben (fast) alles gesagt ist.

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Eröffnung Standpunkte: Lebensentwürfe

Hineingeboren wird man in eine Welt, die man sich nicht aussucht. Mendelssohn hatte das Glück, im bürgerlichen Herzen der Aufklärung aufwachsen zu können. Schubert musste lernen, mit den Repressionen der Metternich-Zeit umzugehen, Schostakowitsch war zu einem immerwährenden Spagat zwischen Anpassung und Abgrenzung gezwungen, um den Schikanen der Stalinzeit zu entgehen. Drei Lebensentwürfe, vorbestimmt von der Politik ihrer Zeit. Wie wollen wir leben? Wir haben die Antwort nur zum Teil in der Hand.

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Wir danken
Manfred Lautenschläger Stiftung

 

 

 

Eröffnungsrede »Standpunkte«: Prof. Dr. Norbert Lammert

Vor dem Eröffnungskonzert der »Standpunkte« führt Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert als Kenner der USA und Musikliebhaber mit dem Vortrag »FREIHEIT. Improvisationen über ein zentrales Thema der  Menschheitsgeschichte« in das Thema des viertägigen Festivals-im-Festival ein.

Eintritt frei Anmeldung erbeten unter heidelberger-fruehling@heidelberg.de

Künstler

Min-Yung Lee

Min-Yung Lee ist seit 2011 Cellistin beim Philharmonischen Orchester Heidelberg. 2015 und 2016 leitete sie zudem die Violoncelloklasse an der Musikfakultät der Universiti Teknologi Mara (UiTM) in Malaysia. Neben ihrer intensiven Orchestertätigkeit ist sie als Kammermusikerin in Ensembles wie dem Domin-Quartett oder den Neue-Musik-Ensembles »Studio C« (Malaysia/Singapore) oder »Ensemble 21« (Hamburg) tätig.

Als Solistin wurde sie zu Festivals wie China-ASEAN New Music Week Nanning, composers series Kuala Lumpur, Crossing Borders in Interpretation of Classical Music and Jazz, Tallin/Estland; November Music Festival, Den Bosch/Niederlande; Contemporary Music Festival in Shanghai; Korea-Japan-Cellofestival Seoul/Yokohama eingeladen. Auch beim Winter in Schwetzingen war sie als Solistin mit dem Philharmonischen Barock Orchester zu hören. Ihre Leidenschaft für Neue Musik spiegelt sich in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie Kaija Saariaho, Wolfgang Rihm, George Aperghis, Michel van der Aa, Johannes Harneit, David Philip Hefti oder Yii Kah Hoe wider.

Min-Yung Lee erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, darunter das Stipendium der Toho Gakuen Orchestra Academy in Toyama/Japan, wo sie bei Prof. Ko Iwasaki und Otokawa Kenji studierte, den 1. Preis des KBS Concours Seoul/Korea und den Preis des Seoul Philharmonic Prodigy programme als Solistin. Nach ihrem Bachelor of Music (summa cum laude) an der Chun-Ang University South-Korea (Prof. Duk-sung Na) schloss Min-Yung Lee ihr Studium bei Arto Noras und Prof. Niklas Schmidt an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg mit dem Master of Music ab.

Sie spielt ein Violoncello von Joannes Franciscus Pressenda von 1849.

Prof. Dr. Norbert Lammert

Geboren am 16. November 1948 in Bochum; katholisch; verheiratet, vier Kinder.

Altsprachlich-humanistisches Gymnasium, Abitur 1967. Wehrdienst 1967 bis 1969. Anschließend Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Neueren Geschichte und Sozialökonomie an den Universitäten Bochum und Oxford (England) von 1969 bis 1975; Diplom 1972, Promotion zum Doktor der Sozialwissenschaften 1975.

Freiberufliche Tätigkeit als Dozent in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung bei verschiedenen Akademien, Stiftungen, Verbänden und Firmen.

Veröffentlichungen im Bereich der Parteienforschung und zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Problemen. Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum, seit März 2001 stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Mitglied der CDU seit 1966; stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Bochum von 1977 bis 1985, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Westfalen-Lippe 1978 bis 1984, seit 1986 Mitglied des Landesverbandes der CDU Nordrhein-Westfalen, 1986 bis 2008 Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Ruhr, seit 2008 Ehrenvorsitzender.  Mitglied im Rat der Stadt Bochum von 1975 bis 1980.

Mitglied des Bundestages seit 1980; 1983 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung und Vorsitzender der Deutsch-Brasilianischen Parlamentariergruppe. 21. April 1989 bis 10. November 1994 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, ab 17. November 1994 beim Bundesminister für Wirtschaft, 15. Mai 1997 bis 26. Oktober 1998 beim Bundesminister für Verkehr. 1995 bis 1998 Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt; 1996 bis 2006 Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, 1998 bis 2002 kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Oktober 2002 bis 18. Oktober 2005 Vizepräsident und vom 18. Oktober 2005 bis 24. Oktober 2017  Präsident des Deutschen Bundestages.

Nils Grosch

Nils Grosch ist Universitätsprofessor für Musikwissenschaft und Leiter der Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft an der Universität Salzburg. Er studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Germanistik in Bochum und Freiburg i.Br. Promotion an der Universität Freiburg mit einer Arbeit über Die Musik der Neuen Sachlichkeit, Habilitation an der Universität Basel mit einer Arbeit über Lied, Medienwechsel und populäre Kultur im 16. Jahrhundert. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Musik und Migration, Populäres Musiktheater, Musik und Medien.

Inga Mai Groote

Inga Mai Groote ist Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Nach dem Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Italienischen Philologie in Bonn war sie (Ober-)Assistentin in München und Zürich und Professorin für Musikwissenschaft an den Universitäten Freiburg i. Üe. (2014–15) und Heidelberg (2015-18). Neben der Musikgeschichte der frühen Neuzeit und des ausgehenden 19. Jahrhunderts arbeitet sie zur Geschichte der Musiktheorie (u.a. als Mitglied des Heidelberger Sonderforschungsbereichs „Materiale Textkulturen“, SFB 933); sie gehört zum Forscherteam eines internationalen Projekts zu vormodernen Formen von Geschichtsbewusstsein in der Musik („Sound Memories“, HERA-JRP, 2016–19).

Dörte Lyssewski

Dörte Lyssewski studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 1989 erhielt sie ihr erstes Engagement an der Schaubühne Berlin unter der Intendanz von Peter Stein. Von 2000 bis 2005 gehörte sie zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum unter Matthias Hartmann. Ab 2004 gastierte sie am Berliner Ensemble, am Théâtre national de l’Odéon, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Theater, an der Pariser Oper und an der Volksbühne Berlin sowie bei der Ruhrtriennale. Auch bei den Salzburger Festspielen war sie oftmals zu Gast.

Seit 2009 gehört sie zum Ensemble des Burgtheaters und war u. a. Olivia in Shakespeares Was ihr wollt und Freya Genetrix in Botho Straußʼ Das blinde Geschehen (Regie: Matthias Hartmann, UA 2011), Barbara Fordham in Tracy Letts’ Eine Familie, Anna Petrovna in Tschechows Platonov (Berliner Theatertreffen 2011), Genia in Schnitzlers Das weite Land (Regie: Alvis Hermanis, 2010/2011) sowie Die Frau in Peter Handkes Die schönen Tage von Aranjuez (Regie: Luc Bondy, UA 2012). Mit Die letzten Zeugen (von Doron Rabinovici/Matthias Hartmann) trat Dörte Lyssewski 2013 erneut auch beim Berliner Theatertreffen auf. Seit 2014 spielt sie in Allendes Das Geisterhaus (Regie: Antú Romero Nunes, UA) und seit 2016 in Millers Hexenjagd (Regie: Martin Kušej).

Bekannt aus Hörspiel-, Fernseh- und Filmproduktionen – sie wirkte etwa in Patrice Chéreaus Die Bartholomäusnacht (1994) und Michael Hanekes Das Schloß (1997) mit –, ist sie auch als Synchronsprecherin tätig. 1997 wurde Dörte Lyssewski mit der Kainz-Medaille, 2003 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring sowie als „Beste Schauspielerin NRW“ ausgezeichnet. 2012 nahm sie den NESTROY-Theaterpreis für ihre Darstellung der Blanche in Williams’ Endstation Sehnsucht entgegen.

Quartet Gerhard

2010 gründeten vier langjährige Freunde in Katalonien das Quartet Gerhard. Ihr gemeinsames Studium führte sie nach Basel (Rainer Schmidt), Berlin (Eberhard Feltz) und Hannover (Oliver Wille), wo es seinen charakteristisch warmen, homogenen Klang perfektioniert hat.

Inzwischen ist das Quartett Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und Auszeichnungen und gastierte unter anderem im Stadtcasino Basel, beim Mozartfest Würzburg, in der Serie Musikàmera Venezia von La Fenice, der Kammermusikserie L’Auditori in Barcelona und den Muzenforum Concerten Bloemendaal in den Niederlanden. Bemerkenswert ist außerdem ihr Engagement für Neue Musik, das sie unter anderem in die CNDM Serie nach Madrid, zur Nuit de la Création in Aix-en-Provence oder ins Arnold Schönberg Center Wien führte. Auch in Deutschland ist das Quartett verstärkt zu hören und spielte in der Saison 2016-17 unter anderem Konzerte in Berlin, Hannover, Leipzig und Hamburg.

2016 erschien die CD „Portrait“ mit Werken von Mendelssohn, Robert Gerhard und Ravel. Im Herbst 2017 debütierte das Ensemble bei Harmonia Mundi in der Reihe Harmonia Nova mit Werken von Schumann, Kurtág und Berg und erntete für seine Interpretationen begeisterte Kritiken. Von einem “enorm beeindruckenden Debüt” sprach “The Guardian”, von einer “extrem wichtigen CD” das Magazin Rhinegold.

Konzerte des Quartet Gerhard werden regelmäßig von Radio Nacional de España, Catalunya Musica, NDR und SWR übertragen.

Julian Bliss Septet

Im Jahr 2010 trat Julian Bliss – einer der besten Klarinettisten unserer Zeit – an einige der besten Musiker auf der Jazz-Szene heran, um das Julian Bliss Septet zu bilden.

In renommierten Locations und auf Festivals, darunter die Londoner Wigmore Hall, dem Ronnie Scott’s Jazz Club, dem Amsterdamer Concertgebouw und dem Bermuda Jazz Festival, zeigen die sieben Musiker weltweit ihre humorvolle Show.

Im Fokus stand zu Beginn die Musik von Benny Goodman– eine Leidenschaft von Julian Bliss seit Kindertagen. In der Live-Show und auch auf dem ersten Album waren einige der bekanntesten Melodien dieser Ära zu hören: inspirierende Authentizität traf auf modernen Twist.

Zum Repertoire hinzugekommen ist lateinische-amerikanische Musik: Von der eleganten Rumba bis zur wildenSamba.

Vor kurzem hat sich das Julian Bliss Septet den Klängen von Tin Pan Alley sowie Gershwin und seinen Zeitgenossen angenommen. Die beliebtesten swingenden Melodien erzählen musikalische Geschichten, darunter eine Suite von „Porgy und Bess“, ein Auszug aus „Rhapsody in Blue“ und die großen Songs: „I got rhythm“, „Embraceable you“ und „Lady be Good“.

Nach 2017 ist das Septett nun wieder im Festival zu Gast.

Andrew Tyson

Von BBC Radio 3 als »Poet am Klavier« bezeichnet, präsentiert sich der 1985 geborene Amerikaner Andrew Tyson als neue Stimme in der Musikwelt. 2015 gewann er den ersten Preis beim Concours Géza Anda in Zürich. Zudem sprach ihm die Jury den Mozart-Preis zu. Mit der Interpretation von Chopins Klavierkonzert Nr. 1 erspielte er sich auch den Publikumspreis. Weitere Preise gewann er beim Gina Bachauer-Wettbewerb, beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb, beim Leeds-Wettbewerb und beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Seine Debüts in New York und im Kennedy Center 2013 verdankt er der Auszeichnung bei den Young Artists International Auditions 2011.

Tyson trat mit amerikanischen und europäischen Orchestern auf: den Sinfonieorchestern von Las Vegas, North Carolina, Edmonton, dem Orchestre de Chambre de Wallonie, dem Orchestre National de Belgique und dem Hallé-Orchester. Seit Jahren ist Tyson in Klavierabenden und Festivals in Nord- und Mittelamerika sowie in zahlreichen Ländern Europas zu hören.

Lara Boschkor

Lara Boschkor, geboren 1999 in Tübingen, studierte an den Frühförderinstituten der Musikhochschule in Köln und Detmold und später an der Kronberg Academy bei Kolja Blacher und Erik Schumann. Meisterkurse bei Zakhar Bron, Ana Chumachenco, Boris Kuschnir und Miriam Fried vervollständigen ihr Profil.

Lara Boschkor erlangte internationale Aufmerksamkeit, als sie 2013 den 1. Preis und die Goldmedaille des 7. Henryk Szeryng Violinwettbewerbs in Mexiko und den 1. Preis des 12. Carl Flesch Violinwettbewerbs in Ungarn gewann – als jüngste Geigerin der Wettbewerbe. Schon zuvor wurde sie mit Preisen und Auszeichnungen geehrt: Unter anderem erspielte sie sich 2009 den 1. Preis des Paul Hindemith Wettbewerbs in Berlin und den Grand Prix beim 20. Concours International Flame in Paris. Lara ist außerdem 1. Bundespreisträgerin mit Höchstpunktzahl beim Wettbewerb »Jugend musiziert«: 2013 in der Solo- und 2014 in der Ensemblewertung.

Ihr Orchesterdebüt gab sie im Alter von acht Jahren. Es folgten Auftritte u.a. in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Berlin, dem Théâtre Marigny Paris, der Aram Khachaturian Concert Hall in Yerevan und dem Cuvilliés-Theater in München. 2014 debütierte Lara in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall in New York. Sie gastierte u.a. beim Festival Schloss Britz Berlin, beim Festival »Lucca Estate« in Italien und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Als Preisträgerin des 20. Wettbewerbs
des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Lara Boschkor seit Februar 2012 eine Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand 1740, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben.

Roodabe Shamloo

Die Iranerin Roodabe Shamloo studierte Musik und Komposition bei Alireza Mashayekhi und Mehran Rohani an der Universität in Teheran und arbeitete als Klavierlehrerin und Manager der Haftan Art Gallery. Auftritte führten sie nach Linz zum Festival 4020, Wien und Weimar. Sie widmet sich insbesondere der Vertonung von Gedichten und belegte Kompositions-Meisterkurse u. a. bei Johanna Doderer.