Veranstaltungen

Streichquartettfest | ROTER Freitag

Bitte beachten Sie diese Hinweise zu den ROTEN und BLAUEN Veranstaltungen.

Streichquartettfest | Konzert – PROGRAMMÄNDERUNG

Das Cuarteto Quiroga kann krankheitsbedingt leider nicht auftreten. Dadurch ergeben sich Änderungen im Programm (siehe oben).

Obwohl schon fast 30-jährig, fühlte Beethoven sich erst nach Vollendung seiner ersten sechs Streichquartette der Gattung gewachsen. Die Urfassung seines Erstlings op. 18,1 sollte daher der Öffentlichkeit verborgen bleiben, »weil ich es sehr umgeändert habe, indem ich erst jetzt recht Quartetten zu schreiben weiß.« Das spanische Substantiv tiento hat einen weiten Bedeutungshorizont – der Versuch, das Betasten, die Ruhe, der Schlag oder die Behutsamkeit kann gemeint sein. Halffters ausdrucksvolle Streicher-Tientos spiegeln diese unterschiedlichen Aspekte wider.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 11.15 Uhr und 12.30 Uhr

Entfällt – Preisverleihung & Preisträgerkonzert Jürgen Ponto-Stiftung: Goldmund Quartett

Alle zwei Jahre wird der mit 60.000 Euro dotierte Musikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für Kammermusik an ein junges Streichquartett vergeben. Den Preisträgern ermöglicht das Preisgeld, sich für eine Weile von finanziellen Zwängen zu befreien und sich stärker auf die Repertoire-Bildung zu konzentrieren. 2020 wird der Preis dem Goldmund Quartett verliehen, das in den vergangenen Jahren einen bemerkenswert kontinuierlichen Weg nach oben beschritten hat und bereits mehrfach Gast des Heidelberger Frühling war.

Hören Sie hier das Konzertprogramm auf Spotify

Anschließend ist das Publikum herzlich zum Empfang eingeladen.

In Kooperation mit der Universität Heidelberg und der Jürgen Ponto-Stiftung

Streichquartettfest | Konzert

Ausflug in die expressive Spätromantik: Hans Pfitzner komponierte sein zweites Streichquartett, das zu seinen bedeutendsten Werken gehört, 1925 in einer von persönlichen Krisen überschatteten Lebensphase – die Klänge oszillieren zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Tonalität und Entgrenzung, Tradition und Entfremdung. Bei der Uraufführung durch das Amar-Quartett saß der Komponist Paul Hindemith an der Bratsche, nun spielt das junge niederländische Dudok Quartet diese hochemotionale, persönliche Musik.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 12.30 Uhr

Das Konzert wird mitgeschnitten von

Sendetermin: 10. Februar 2019 in Deutschlandfunk Kultur ab 20.03 Uhr.

Jörg Widmann & Goldmund Quartett

Es gibt Komponisten, die ganz besonders die Klarinette lieben. In diesem Konzert gibt es sogar einen Komponisten, der Komponisten liebt, die die Klarinette lieben: Jörg Widmann. Mozart und Weber sind seine Hausgötter, denn sie haben schöner als andere für das Instrument geschrieben, das auch Jörg Widmann spielt. Das junge Goldmund Quartett gastierte erstmals 2016 beim Heidelberger Frühling.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Wir danken Dr. Andreas Dienerowitz

Armida Quartett

Das Armida Quartett, benannt nach der gleichnamigen Oper des Quartett-Ubervaters Haydn, gehort zu den herausragenden jungen Quartettformationen. Nicht nur bedeutende Wettbewerbserfolge beim Concours de Genève oder dem ARD Musikwettbewerb kann das seit 2006 bestehende Ensemble vorweisen, auch mit der Auszeichnung  »Rising Stars« gastierte es in den bedeutendsten Konzertsälen Europas. Auf dem Programm: Drei der großartigsten Fugen-Kompositionen, die es in der Musikgeschichte zu finden gibt, gewürzt mit einem feurigen Werk des jungen Schlagzeugers Johannes Fischer.

In Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Künstler

Jerusalem Quartet

Alexander Pavlovsky, Violine
Sergei Bresler, Violine
Ori Kam, Viola
Kyril Zlotnikov, Violoncello

1996 als junges, dynamisches Ensemble angetreten, haben die israelischen Musiker einen Reifeprozess durchlaufen, der ihnen jetzt erlaubt, auf ein breites Repertoire und eine entsprechende klangliche Tiefe zurückzugreifen, ohne dabei auf ihre Energie und ihre Neugier auf Neues zu verzichten, die sie stets antreibt. Wie kaum ein anderes Ensemble bewahrt das Jerusalem Quartet die lebendige Tradition des Streichquartetts. Mit seinem warmen, vollen, beinahe menschlichen Klang und der Ausgewogenheit zwischen hohen und tiefen Stimmen hat das Ensemble seine innere Mitte gefunden. Das erlaubt es ihm, die Feinheiten im klassischen Repertoire herauszuarbeiten und sich gleichermaßen in sich gefestigt wie offen neuen Gattungen und Epochen zu widmen – und immer weiter nach vollkommener klanglicher Perfektion zu streben.

Das Jerusalem Quartet ist ein regelmäßiger und beliebter Gast auf den großen Konzertbühnen dieser Welt. Hohes Ansehen genießt es besonders in Nordamerika, wo das Quartett regelmäßig in Städten wie New York, Chicago, Los Angeles, Philadelphia, Cleveland und Washington, so wie bei dem Ravinia Festival auftritt. Aber auch in Europa trifft das Ensemble auf ein begeistertes Publikum und tritt in allen wichtigen Sälen sowie bei diversen Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Verbier Festival, Rheingau Musikfestival, den Salzburger Festspielen oder dem Schleswig Holstein Musikfestival auf.

Das Jerusalem Quartet nimmt exklusiv bei Harmonia Mundi auf. Seine Aufnahmen – im besonderen von Haydns Streichquartetten und Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ – wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie dem Diapason d’Or oder dem BBC Music Magazine Award für Kammermusik. In 2018 veröffentlichte das Quartett zwei Alben, Dvoráks Streichquintett Op. 97 und das Streichsextett Op. 48, sowie die mit Spannung erwartete Aufnahme der Quartette von Ravel und Debussy. Im Frühling 2019 erschien ein einzigartiges Album, das die Jiddische Musik in Mitteleuropa zwischen den Weltkriegen und ihren weitreichenden Einfluss beleuchtet. Die israelische Sopranistin Hila Baggio gesellte sich zum Ensemble, um eine Auswahl von Jiddischen Kabarett-Liedern aus dem Warschau der 1920er Jahre aufzuführen. Das Quartett hat den Komponisten Leonid Desyatnikov beauftragt, diese Lieder zu arrangieren, die in Jiddisch gesungen werden. Schulhoffs „Fünf Stücke für Streichquartett“ (1924) und Korngolds Streichquartett Nr. 2 (1937) vervollständigen das Programm.

 

Adelphi Quartett

Maxime Michaluk, Violine
Esther Agustí Matabosch, Violine
Marko Milenković, Viola
Nepomuk Braun, Violoncello

Das Adelphi Quartett, bestehend aus vier europäischen Musikern, wurde 2017 an der Universität Mozarteum gegründet und steht nach dem 1. Preis beim Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung beim Streichquartettfest des Heidelberger Frühling im Januar 2020 vor dem internationalen Durchbruch. Im Studium bei prominenten Professoren wie u.a. Igor Ozim, Benjamin Schmid, Thomas Riebl, Heinrich Schiff und Clemens Hagen holten sich die vier Musiker ihre Brillanz: der Geiger Maxime Michaluk aus Belgien, die spanische Geigerin Esther Agustí Matabosch, Bratschist Marko Milenković aus Serbien und der deutsche Cellist Nepomuk Braun. Gegen Ende ihrer solistischen Studien fanden die vier international erfahrenen Kammermusiker durch ihre gemeinsame Leidenschaft für das Streichquartett zusammen. Wenig später wurden sie in die renommierte Klasse von Rainer Schmidt vom Hagen Quartett aufgenommen. Außerdem erhielt das Quartett wertvolle Unterstützung von Eberhard Feltz und Valentin Erben. Konzertreisen brachten das Adelphi Quartett bereits nach u.a. Großbritannien, Frankreich, Belgien, Österreich, Deutschland, Kanada und in die Schweiz. Höhepunkte der vergangenen und aktuellen Saison sind neben dem Heidelberger Streichquartettfest u.a. Auftritte bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, bei den Musiktagen Mondsee sowie Schuberts Streichquintett mit dem legendären Cellisten des Alban-Berg-Quartetts Valentin Erben.

Baum Quartett

Sun Shin, Violine
Onyou Ki, Violine
Daekyu Han, Viola
Hang-Oh Cho, Violoncello

Das Baum Quartett stammt aus Seoul in Südkorea und wurde dort im März 2016 gegründet.

Der Name des Quartetts „Baum“ soll die Schönheit eines Baumes als Einheit von einzelnen Komponenten ausdrücken. Dabei sind die vier MusikerInnen mit ihren Instrumenten aus Holz die einzelnen Komponenten aus denen die Einheit der Musik entsteht. Der Grund, warum sie Kammermusik lieben ist, dass die Kammermusik ein Genre ist, welches es zahlreichen Komponisten ermöglicht hat, zwanglosere und unabhängigere Musik zu gestalten. Deswegen kann für sie ein Streichquartett die Schönheit der klassischen Musik am besten ausdrücken.

2016 nahm das „Baum Quartett“ an den Musikfestivals „40. Internationale Sommerakademie für Kammermusik Niedersachen“ und „9th Trondheim International Chamber Musik Academy 2016“ teil.

2017 erhielt das „Baum Quartett“ den Zweiten Preis vom Wettbewerb „Salieri-Zinetti international Chamber Music Competition 2017“. Im Anschluss nahm das Quartett am internationalen Mendenssohn Festival in Hamburg teil.

Im Jahr 2018 ging der von der “Berenberg Bank” verliehene Kulturpreis  an das Baum Quartett. Infolgedessen gab es im Februar 2018 ein erfolgreiches Konzert in der Elbphilharmonie, Hamburg. Desweiteren erhielten die vier Musiker eine begehrte Einladung für die „Melbourne Chamber Music Competition 2018“ und konnten dort den Publikumspreis für sich gewinnen.

Zahlreiche Masterklassen bei Eberhard Feltz, Alfred Brendel, Donald Weilerstein, Tim Vogler, Auryn Quartett  und Fine Art Quartett vervollständigen ihr Profil.

Aktuell studiert das Quartett an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Oliver Wille und bei Prof. Günter Pichler an der “Reina Sofia School of Music” in Madrid.

Marmen Quartet

Johannes Marmen, Violine
Ricky Gore, Violine
Bryony Gibson-Cornish, Viola
Steffan Morris, Violoncello

Als Gewinner der Bordeaux International String Quartet Competition 2019 tut sich das 2013 am Royal College of Music in London gegründete Marmen Quartet als einer der interessantesten jungen Vertreter der internationalen Kammermusikszene hervor. Das Marmen Quartet wurde mit dem 1. Preis des Internationalen Streichquartettwettbewerbs in Banff 2019 ausgezeichnet (geteilter erster Preis mit dem Viano String Quartet). Außerdem gewann das Quartett die Royal Over-Seas League Competition 2018 und den zweiten Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks (Four Quarters von Thomas Adès) bei der 8. International Joseph Joachim Chamber Music Competition.

Das Marmen Quartet ist das Young Quartet in Residence am Wiltshire Music Centre und erhielt Auszeichnungen der Company/Concordia Foundation, der Hattori Foundation, Help Musicians sowie den Royal Philharmonic Society Albert and Eugenie Frost Prize.

Das in London ansässige Quartett ist derzeitiger Stipendiat der Guildhall School of Music String Quartet Fellowship, wo es bei Simon Rowland-Jones und John Myerscough studiert. Außerdem absolvieren die vier Musiker aktuell ein Aufbaustudium in Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Oliver Wille.

Das Quartett konzertierte bereits bei diversen großen europäischen Radiosendern wie dem ‘Deutschlandfunk Kultur,’ dem ‘Swedish Radio’ und dem ‘BBC Radio 3’ sowie bei bedeutenden Festivals wie bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Kammermusikfest Lockenhaus, dem Edinburgh Festival Fringe, dem North Norfolk Music Festival und dem Lake District Summer Music Festival.

Für die Saison 19/20 erfolgten Einladungen u.a. mit einem Beethoven Zyklus nach Schweden, zu ihrem Debüt in die Berliner Philharmonie, auf eine Kreuzfahrt nach Norwegen, eine Tournee nach Japan sowie zu Oktettkonzerten mit dem Doric String Quartet. Außerdem gastiert das Marmen Quartet 2020 als Teil des 1. Preises des Internationalen Streichquartettwettbewerbs in Banff in zahlreichen Europäischen Städten, u.a. in Amsterdam, Basel, Meran, Nürnberg und Zürich.

Brodsky Quartet

Seit seiner Gründung im Jahr 1972 spielte das Brodsky Quartet aus Großbritannien über 3.000 Konzerte auf den wichtigsten Bühnen der Welt und veröffentlichte mehr als 60 Aufnahmen. Sein Können wurde weltweit mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt. Durch seine kontinuierliche Bildungsarbeit gibt das Quartett Erfahrungen weiter und bleibt mit den nächsten Generationen in Kontakt zu bleiben.

Während ihrer über 45-jährigen Karriere war das Brodsky Quartet bei allen wichtigsten Festivals und Konzersälen in Europa, Nord- und Südamerika, Australien, Asien und Südafrika zu Gast.

Im Laufe der Jahre hat das Brodsky Quartet zahlreiche Einspielungen der kompletten Quartette von Schubert, Beethoven, Tschaikowsky, Britten, Schönberg, Zemlinsky, Webern und Bartok vorgelegt. Der gesamte Schostakowitsch-Zyklus steht inzwischen für den Namen des Quartetts. Seine Londoner Aufführung des Zyklus 2012 führte dazu, dass sie den renommierten Titel “Artistic Associate” am Londoner Kings Place erhielten und im Oktober 2016 ihre zweite Aufnahme des Zyklus veröffentlichten.

Das Brodsky Quartet wurde unter anderem mit dem Diapason D’Or und dem CHOC du Monde de la Musique ausgezeichnet sowie mit dem Royal Philharmonic Society Award für seinen herausragenden Beitrag zur Innovationen im Programmbereich.

Benannt ist das Quartett nach dem großen russischen Geiger Adolf Brodsky, dem Widmungsträger von Tschaikowskys Violinkonzert und leidenschaftlichen Kammermusiker. Gina McCormack spielt eine 1749er Alessandro Gagliano Violine; Ian Beltons Violine ist von Giovanni Paolo Maggini, um 1615.  Paul Cassidy spielt auf der Bratsche La Delfina, um 1720, mit freundlicher Genehmigung von Sra. Delfina Entrecanales und Jacqueline Thomas’ Cello ist von Thomas Perry aus Dublin, 1785.

 

 

Danish String Quartet

Frederik Øland, Violine
Rune Tonsgaard Sørensen, Violine
Asbjørn Nørgaard, Viola
Fredrik Schøyen Sjölin, Cello

Das Danish String Quartet schafft es weiterhin sich unter den vielen Kammermusikgruppen hervorzuheben.

Sie verkörpern fundamentale Eigenschaften: Einen ausgeglichenen Klang, eine tadellose Intonation und eine höchst ausgewogene Balance. Ihre technischen und interpretatorischen Fähigkeiten, gebündelt mit ihrer mitreißenden Freude am Musizieren und ihrer „tobenden Energie“ (The New Yorker), führen das Quartett zu weltweiten Konzerten und Festivals.

Seit der Gründung im Jahr 2002 hat das Ensemble eine Leidenschaft für skandinavische Komponisten und traditionelle Volksmusik entwickelt, und gleichzeitig auch bewiesen, dass sie versierte und profunde Interpreten der „klassischen“ Komponisten sind.

Die New York Times wählte ihre Konzerte als Höhepunkte der Saison 2012 und 2015. Im Februar 2016 wurde ihnen der Borletti Buitoni Trust Award verliehen, der junge, außergewöhnliche Künstler bei ihren internationalen Bestrebungen unterstützt.

Das DSQ beginnt ihre 2018/19 Saison in Europa mit Konzerten beim Lammermuir Festival in Schottland sowie beim Trondheim Festival in Norwegen, wo sie Mendelssohns Oktett gemeinsam mit dem Maxwell Quartett und Brahms Klavierquintett mit dem Pianisten Joseph Kalichstein spielen werden. Sie kehren außerdem in die Londoner Wigmore Hall zurück mit Musik von Beethoven und Webern.

Auf ihrer Nordamerika-Tour werden sie in Toronto, Richmond, Wake Forest, Durham, Ann Arbor und New York auftreten. Ihre Konzertprogramme beinhalten Werke von Haydn, Beethoven, Mendelssohn, und das Streichquartett No. 1, „Ten Preludes“ des zeitgenössischen dänischen Komponisten Hans Abrahamsen sowie skandinavische Volkslieder-Arrangements.

Es folgen weitere Engagements in München, Mailand, Antwerpen, Berlin, Hamburg und Madrid.

In den USA wurden sie erneut nach La Jolla, Santa Barbara und Berkeley eingeladen sowie zum ersten Mal nach Logan, Provo und Los Alamos.

Quatuor Debussy

Das Quatuor Debussy hat sich dank vieler Aufnahmen und Konzerte international einen Namen gemacht. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 haben sie die Kammermusikwelt mit ihren stilvollen und anregenden Auftritten belebt. Das in Lyon ansässige und als Gewinner des Evian International String Quartet Competition ausgezeichnete Quartett spielt jährlich rund 120 Konzerte auf der ganzen Welt (Europa, Asien, Australien, Nordamerika…). Die Diskografie des Quartetts umfasst mehr als 30 CDs in 30 Jahren mit Werken des französischen Repertoires bis hin zu Weber oder Schostakowitsch. Dazu gehört die vielbeachtete Veröffentlichung einer wegweisenden Mozart Requiem-Aufnahme in der Transkription von Peter Lichtenthal von 1802 bei Decca, über die auch ein Dokumentarfilm gedreht wurde. Das vielseitige kammermusikalische Repertoire des Quartetts umfasst ebenso die mit dem Klarinettisten Jean Francois Verdier auf CD eingespielten Klarinettenquintette von Brahms und Webern sowie eine Zusammenarbeit mit François Chaplin für mehrere Mozart-Klavierkonzerte. Die Mitglieder des Quartetts sind Gründer von “Les Cordes en Ballade”, einem Kammermusikfestiva und einer Akademie in Südfrankreich, wo sie jeden Sommer auftreten und unterrichten.

Quatuor Tchalik

2019 waren die vier Musiker des Tschalik Quartetts Stipendiaten der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling.

Das Tchalik Quartett fällt wohl schon deshalb ins Auge, weil es aus vier Geschwistern besteht. Aufgewachsen in einer russisch-französischen Familie, in der Musik eine wichtige Rolle spielt, musizierten sie seit frühester Kindheit zusammen. Dieser innige Kontakt mit Kammermusik hat den vier jungen Musikern erlaubt, einen natürlichen Stil, eine gemeinsame Atmung und eine außergewöhnliche künstlerische Symbiose zu entwickeln.

Diese Qualitäten wurden beim ersten internationalen Wettbewerb anerkannt, an dem das Quartett teilnahm. Beim Internationalen Mozartwettbewerb 2018 in Salzburg gewann das Tchalik Quartett brillant den ersten Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Mozart Quartetts.

Unterricht erhielt das Quartett von international bekannten Kammermusikern wie Jan Talich und Vladimír Bukač, (Quatuor Talich), Yovan Markovitch (Quatuor Danel), Luc-Marie Aguerra (Quatuor Ysaye), und Johannes Meissl (Artis Quartett). Sie traten 2016 an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid in die Klasse von Günter Pichler ein, einem Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts und seit 2019 arbeiten sie mit Krzysztof Chorzelski (Belcea Quartet). Nicht zuletzt dank dieser hervorragenden Künstler, welche die verschiedenen europäischen Traditionen in der Musik widerspiegeln, konnten die Geschwister ihr großes klassisches und romantisches Repertoire entwickeln.

Das Tchalik Quartett begeistert sich auch für zeitgenössisches Repertoire, so haben sie Werke von Komponisten wie Jacques Boisgallais, Michèle Reverdy, Bastien David uraufgeführt. 2019 veröffentlichen sie ihr erstes Album, Short Stories, mit den Kammermusikwerken von T.Escaich, mit welchem die Geschwister seit längerer Zeit in enger Zusammenarbeit stehen. Diese Aufnahme wurde mit dem Choc de Classica ausgezeichnet.

Das Tchalik Quartett war in Frankreich schon bei renommierten Festivals zu hören, darunter das Festival Radio France Occitanie Montpellier, Flâneries Musicales de Reims, Orangerie de Sceaux, Périgord Noir, Musicales du Golfe, das Festival des Forêts, das Festival de violoncelle de Beauvais, und das Festival du Comminges.  Es war auch im Musée de l’Orangerie de Paris, im Musée des Beaux-Arts de Rouen, im Musée d’Art et d’Histoire du Judaïsme in Paris zu hören und wird 2020 auf der Bühne des Auditoriums du Louvre auftreten.

Auf der internationalen Bühne gastierte das Quartett bei dem Rheingau Festival in Deutschland, beim Midis Minimes in Brüssels, beim Bodensee Festival in der Schweiz, beim Palazetto Bru Zane in Venedig, dei dem Haydn Festival des Esterhazy Schlosses in Ungarn, im Mendelssohn-Haus in Leipzig und im Mozarteum in Salzburg. In Dezember hat das Tchalik Quartett zum ersten Mal in China getourt. Es ist regelmäßig im Radio bei France Musique, Radio Classique, Musiq’3 (RTBF), SWR2, Espace 2 (RTS), BBC 3… zu hören.

Das Tchalik Quartett gewann die Prämie der Fondazione Monte dei Paschi 2017 in Siena, und genießt die Unterstützung der Fondation Safran pour la musique. Ende 2017 wurde das Ensemble ein dauerhaftes Mitglied bei ProQuartet und wurde von Simone Gramaglia (Quartetto di Cremona) ausgewählt, um an dem Projekt Le Dimore del Quartetto in Italien teilzunehmen. 2019 wurde das Tchalik Quartett Sitpendiat der Akademie des Heidelberger Frühling

Die Mitglieder des Tchalik Quartett spielen auf Instrumenten und Bögen, die für sie vom Geigenbauer Philippe Mitéran und vom Bogenmacher Konstantin Cheptitski geschaffen wurden.

Des Weiteren spielen die Tchaliks regelmäßig auch als Quintett mit ihrem Bruder Dania Tchalik am Klavier.

Quatuor Ebène

Pierre Colombet, Violine
Gabriel le Magadure, Violine
Marie Chilemme, Viola
Raphaël Merlin, Violoncello

Was 1999 als Zerstreuungsübung vier junger französischer Musiker in den Proberäumen der Universität begann, wurde zu einem Markenzeichen des Quatuor Ebène und sorgte für einen nachhaltigen Paukenschlag in der Musikszene. Die vier hauchten der Kammermusik neuen Atem ein, indem sie stets einen direkten und unvoreingenommenen Blick auf die Werke haben und dabei voller Demut und Respekt der Musik entgegentreten, ganz gleich welcher Gattung. Sie wechseln so lustvoll zwischen den Stilen und bleiben doch ganz sie selbst: mit all ihrer Leidenschaft, die sie für jedes aufgeführte Stück empfinden und ungekünstelt und direkt auf die Bühne bringen und somit auch auf das Publikum übertragen.

Einen Begriff für ihren Stil gibt es nicht, sie haben ihren eigenen geschaffen. Ihr traditionelles Repertoire leidet keinesfalls unter der Beschäftigung mit anderen Gattungen; vielmehr erzeugt der freie Umgang mit diversen Stilen eine Spannung, die jedem Aspekt des künstlerischen Wirkens gut tut. Diese Vielschichtigkeit im musikalischen OEuvre wurde von Beginn an begeistert von Publikum und Kritikern aufgenommen.

Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág folgte der beispiellose und herausragende Sieg beim ARD Musikwettbewerb 2004. Damit begann der Aufstieg des Quatuor Ebène, der in zahlreichen weiteren Preisen und Auszeichnungen mündete. In den Konzerten des Ensembles ist ein besonderer Elan zu spüren.

Mit ihrem charismatischen Spiel, ihrem frischen Zugang zur Tradition und dem offenen Umgang mit neuen Formen gelingt es den Musikern, einen weiten und jüngeren Zuschauerkreis zu begeistern und dieses regelmäßigen Meisterkursen im Conservatoire Paris zu vermitteln.

Das Quartett war 2007 Preisträger des Borletti-Buitoni Trust und wurde von diesem von 2007 bis 2012 unterstützt.

2005 wurde das Quartett mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet, die den Musikern seither besonders eng verbunden ist. Zusammen mit ihnen hat Gabriele Forberg-Schneider Instrumente ausgesucht, die ihrer Spielweise und Klangvorstellung entsprechen und ihnen diese ab 2009 leihweise zur Verfügung gestellt: Die Alben des Quatuor Ebène mit Einspielungen von Haydn, Bartók, Debussy, Fauré, Mozart und den Mendelssohn-Geschwistern wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gramophone Award, dem ECHO Klassik, BBC Music Magazine Award und dem Midem Classic Award. Das 2010 erschienene Album „Fiction“ mit Jazz-Arrangements, das Crossover Album „Brazil“ (2014) und die Platte „Eternal Stories“ (mit Michel Portal, Mai 2017) manifestiert ihre besondere Stellung in der Kammermusikszene. Im Herbst 2014 veröffentlichte Erato den Livemitschnitt (Album und DVD) von „A 90th Birthday celebration“, Menahem Presslers Geburtstagskonzert in Paris. In 2015 & 2016 haben die Musiker sich dem Thema „Lied“ gewidmet. So wirkten sie an dem Album „Green (Mélodies françaises)“ von Philippe Jaroussky (BBC Music Magazine Award 2016) mit und veröffentlichten ein Schubert Album mit Matthias Goerne (Arrangements für Streichquartett, Bariton und Kontrabass von Raphaël Merlin) und dem Schubert Streichquintett mit Gautier Capuçon.

Das fundamentale, klassische Repertoire der Streichquartettliteratur bleibt weiterhin ihr Steckenpferd: in dieser Saison wird das Quatuor Ebène bereits einen Schwerpunkt auf die Streichquartette von Ludwig van Beethoven legen. Im Jahr 2020 wird das Quartett zu seinem 20. Jubiläum und zum 250. Geburtstag von Beethoven den gesamten Zyklus präsentieren.

Von April 2019 bis Januar 2020 begibt sich das Quatuor Ebène unter dem Motto „Beethoven Live Around the World“ auf eine Welttournee mit Konzerten in Nordamerika, Südamerika, Afrika, Indien, Australien & Neuseeland, Asien und Europa. Das Quartett wird u.a. im Perelman Theater Philadelphia, Sala São Paulo, Melbourne Recital Centre, Konzerthaus Wien gastieren.

Apollon Musagète Quartett

Paweł Zalejski, Violine
Bartosz Zachłod, Violine
Piotr Szumieł, Viola
Piotr Skweres, Violoncello

Das Apollon Musagète Quartett ist mittlerweile eine fest etablierte Größe innerhalb der europäischen Musikszene und fasziniert Publikum und Presse mit seinen mitreißenden und berührenden Interpretationen gleichermaßen. Das Quartett studierte bei Johannes Meissl an der European Chamber Music Academy und erhielt weitere Impulse von den Musikern des Alban Berg Quartetts an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.

2008 gewann das Apollon Musagète Quartett nicht nur den ersten Preis, sondern beinahe alle Sonderpreise beim 57. Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Im Rahmen des ECHO Rising-Stars-Zyklus 2010, für den es vom Wiener Konzerthaus sowie vom Wiener Musikverein nominiert worden war, begeisterte es sein Publikum in renommierten europäischen Konzerthäusern. Das Quartett wurde 2012 zum BBC New Generation Artist ernannt, trat regelmäßig in Großbritannien auf und produzierte eine Vielzahl von Aufnahmen für die BBC. Die Musiker wurde zudem mit dem Borletti-Buitoni Trust Award 2014 ausgezeichnet.

In jüngsten Spielzeiten trat das Quartett im Auditori Barcelona, im Konzerthaus und in der Philharmonie Berlin, beim Edinburgh International Festival, in der Elbphilharmonie Hamburg, im Gewandhaus Leipzig, in der Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, im Louvre Paris, bei den Schwetzinger SWR Festspielen und in der Tonhalle Zürich auf.

Das Quartett arbeitete mit bedeutenden Kammermusikpartnern wie Martin Fröst, Nils Mönkemeyer, István Várdai und Jörg Widmann. Außerdem hat das Ensemble mit verschiedenen Sinfonieorchestern wie dem BBC National Orchestra of Wales, dem BBC Symphony Orchestra, der Dresdner Philharmonie und dem Polish National Radio Symphony Orchestra in Kattowitz konzertiert.

Darüber hinaus zeigen die Musiker große Offenheit gegenüber der Einbindung von Kammermusik in vielfältige Aufführungsformen. So waren sie Teil eines Projektes der Berliner Performancegruppe Nico and the Navigators, wirkten in einer Ballettproduktion des Staatstheaters Nürnberg mit und gingen mit der Popmusikerin Tori Amos auf Tour. Auch ihre beim Wiener Traditionsverlag Doblinger erschienenen Kollektivkompositionen, Multitude for String Quartet und A Multitude of Shades, integrieren sie immer wieder in ihre Programme und begeistern damit das Publikum.

2010 veröffentlichte Oehms Classics die Debüt-CD des Quartetts, gefolgt von einer Aufnahme von Streichquartetten Lutosl-awskis, Pendereckis und Góreckis bei DECCA Classics. 2014 erschien das Album Russian Soul mit Werken von Tschaikowski, Prokofjew und Schostakowitsch, wiederum bei Oehms Classics. Das Fryderyk Chopin Institut veröffentlichte 2018 ihre Einspielung von Werken Panufniks, im selben Jahr erschien bei Universal Poland eine CD mit Stücken von Szymanowski und Palester.

Piotr Skweres spielt auf einem ex-André Navarra Cello von Gennaro Gagliano aus dem Jahr 1741. Das Instrument wurde freundlicherweise von Merito String Instruments Trust Wien als großzügige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Das Quartett bedankt sich zudem bei der Thomastik Infeld für die großzügige Unterstützung und bei der Firma Stoffwerk für die exklusive und maßgeschneiderte Konzertgarderobe.