Veranstaltungen

Streichquartettfest | Abschlusskonzert

Im Eldorado des Geigenbaus beheimatet, konzertiert das Quartetto di Cremona ebenso wie das deutsch-südafrikanische Signum Quartett bereits seit zwei Jahrzehnten und länger auf den bedeutendsten internationalen Bühnen. Das erst 2016 am renommierten Cleveland Institute of Music gegründete Callisto Quartet ist zwar noch ein junger, aber schon mehrfach preisgekrönter Stern am Quartetthimmel. Eine hochkarätige Besetzung also für ein erlesenes Abschlusskonzert, das mit Beethovens Streichquartett Nr. 14 eine echte Perle seines kammermusikalischen Spätwerks zu Gehör bringt Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria.

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria.

Das Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Streichquartettfest | Lange Nacht des Streichquartetts

Die legendäre »Lange Nacht des Streichquartetts« darf auch 2020 nicht fehlen! Dieses Jahr wird sie zur klassikaffinen »RockLounge« – nach dem gleichnamigen Format des Signum Quartetts. Klassische, moderne und rockig-rhythmische Werke werden in dieser langen Nacht ineinander verschränkt – Genres also, die auf klassischen Konzertbühnen nur selten einen gemeinsamen Raum finden, und das, in einer Bearbeitung für Streichquartett. Zu den Signums gesellt sich das Vision String Quartet, das sich gleichzeitig als Band versteht und Trendsetter ist für ausgefallene Konzertideen.

Streichquartettfest | Konzert

»Was unser musikalischer Jean Paul hier gegeben hat, ist abermals gross, herrlich, ungewöhnlich, überraschend und originell, muss aber nicht nur öfters gehört, sondern ganz eigentlich studirt werden.« So lautete die Reaktion in der »Allgemeinen musikalischen Zeitung« auf die Uraufführung von Beethovens 15. Streichquartett im November 1825. Treffend beschrieben ist darin der wenig fassliche Charakter von Beethovens Spätwerk, der dessen Reiz und Schwierigkeit gleichermaßen bestimmt.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr.

Streichquartettfest | Workshop

Jean Luc Godard verschneidet zu Beginn seines Films »Prenom Carmen« eine Streichquartettprobe mit einer einigermaßen rabiaten und blutigen Bankraub-Szene. Damit setzt der Regisseur durchaus provokativ ein spezifisches, unmittelbares Verhältnis seines Publikums zum Film – er involviert es. Dafür steht das Streichquartett, besonders das Beethovensche, von dem Carl Friedrich Zelter vielzitiert bemerkte, man glaube mitzuspielen, verstehe das Unbegriffene, sei ergriffen, ohne zu wissen wovon. Das Quartett also setzt spätestens seit Beethoven eine spezifische, existentielle Wahrnehmungsund Handlungsform, die die Rezeption der Gattung zentral bestimmt. Der vergleichende Blick auf die Zeitgenossen wird erweisen, ob dies eine Konsequenz der Gattung oder der spezifischen Beethovenschen Konstellation ist.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

»Momente, die zum Licht führen« – so beschreibt die in Athen geborene Komponistin Konstantia Gourzi ihr zweites Streichquartett. »Oft dauert ein starkes Erlebnis nicht lange und trotzdem denken wir, dass es eine Ewigkeit anhält. Wie die Zeiten des Ein- und Ausatmens: Sie sind kurz, aber man hat das Gefühl, dass sie lange dauern. Diese Momente sind es auch, die uns lebendig halten.« Vielleicht empfand Schumann ähnlich, als er innerhalb von nicht einmal zwei Wochen wie im Rausch sein letztes Streichquartett komponierte.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Lunchkonzert

György Kurtágs zwölf Mikroludien sind sein zweites Werk für Streichquartett – in ihrer aphoristischen Kürze und stilistischen Bandbreite wirken sie gleichsam wie ein Resümee seines künstlerischen Credos. Noch weiter zugespitzt ist diese Technik der unbedingten Reduktion im Folgewerk, dem »Officium Breve«. Wie der Titel andeutet, handelt es sich um ein Requiem für seinen Kollegen Endre Szervánsky. Doch mehr noch als dem Widmungsträger ist das Werk Anton Webern verpflichtet, dessen Kanon aus op. 31 eine wesentliche Inspirationsquelle darstellte.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 11.15 Uhr.

Oliver Wille © Molina

Streichquartettfest | Workshop Kurtág: Einfach komplex

Neben seinem Namensvetter György Ligeti zählt György Kurtág zu den bedeutendsten Komponisten Ungarns. Der gebürtige Rumäne, der erst 1948 die ungarische Staatsbürgerschaft erhielt, studierte bei Sándor Veress, Ferenc Farkas und Darius Milhaud. Die avantgardistischen Werke Ligetis und Stockhausens beeinflussten ihn ebenfalls. Doch mindestens so wichtig wie die musikalische Ausbildung war für ihn die Begegnung mit der Psychologin Marianne Stein. Sie half ihm, zu sich selbst zu finden und dadurch zu seinem eigenen, einfach-komplexen Kompositionsstil.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 12.30 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

Das Navarra String Quartet hat sich einen Ruf als dynamisches und poetisches Ensemble der jüngeren Generation erworben – genau die richtige Mischung für die phantasievollen Strukturen von Joseph Phibbs’ zweitem Streichquartett, dessen Uraufführung das englische Quartett 2015 bestritt. Andreas Jakob Romberg gehört in den Kreis der Zeitgenossen Beethovens. Wie dieser und Anton Reicha war auch er seinerzeit Mitglied in der Bonner Hofkapelle. Erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt wurden die zahlreichen Kompositionen des zu Lebzeiten populären Komponisten.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 11.15 Uhr und 12.30 Uhr.

Streichquartettfest | Abendkonzert

Ein Abend ganz im Zeichen des Jubilars – Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag im Dezember dieses Jahres ist beim Streichquartettfest Anlass fr einen Querschnitt durch sein Quartettwerk. Die Werke des Opus 18 lassen bereits einen eigenen Ton erkennen, sind aber noch von der kammermusikalischen Tradition geprägt. Einen Meilenstein in der Entwicklung des quartettistischen Beethovens sind die Werke des op. 59, durch ihre ins Sinfonische tendierende musikalische und formale Steigerung, die das op. 95 fortspinnt.

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria

Streichquartettfest | Konzert

Von Reichas Kompositionen gehören heute vor allem seine außergewöhnlichen Bläserquintette zum Repertoire. Doch der Jugendfreund und Bonner Orchesterkollege Beethovens war darüber hinaus in nahezu allen musikalischen Gattungen tätig. Seine kompositorischen Markenzeichen Originalität, Individualität und Experimentierfreude trägt auch das Opus 95. »Quasi una fantasia« heißt das zweite Quartett des polnischen Komponisten Górecki – ein direkter Bezug zu Beethovens gleichnamiger Klaviersonate op. 27 Nr. 2, besser bekannt als »Mondscheinsonate «.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr.