Künstler

Dudok Quartet

Judith van Driel, Violine
Marleen Wester, Violine
Marie-Louise de Jong, Viola
David Faber, Violoncello

Das Dudok Quartett Amsterdam ist eines der vielseitigsten Streichquartette dieser Zeit. Ziel des Quartetts ist es, das Herz der Musik durch fesselnde Auftritte und einen offenen Umgang mit dem Publikum zu teilen.

Das Dudok Quartet Amsterdam war das erste niederländische Ensemble, das 2018 mit dem renommierten Borletti-Buitoni Trust Award ausgezeichnet wurde.

Das Quartett studierte beim Alban Berg Quartett in Köln und anschließend zwei Jahre lang an der Dutch String Quartet Academy bei Marc Danel des Quatuor Danel, und schloss seine Ausbildung 2013 mit höchster Auszeichnung ab. Zwischen 2011 und 2013 erhielt das Quartett Höchstpreise bei internationalen Streichquartett-Wettbewerben wie Quatuors à Bordeaux und den Joseph Joachim Wettbewerb in Weimar. Im Jahr 2014 erhielt das Quartett den Kersjes-Preis, eine mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für eine Kammermusikformation mit außergewöhnlichen Talenten. Seit 2017 spielt die Gruppe auf Instrumenten, die von der Niederländischen Musikinstrumentenstiftung (NMF) großzügig zur Verfügung gestellt werden: Geigen von Francesco Goffriller und Vicenzo Panormo, eine Bratsche von Max Möller und ein Cello von Sébastien Philippe Bernardel.

Das erste Album „Metamorphosen“ wurde als Editor’s Choice in The Gramophone ausgezeichnet, und das zweite „Labyrinth“ fand ähnliche Anerkennung, darunter eine Fünf-Sterne-Rezension im BBC Music Magazine.

Zu den jüngsten Höhepunkten gehören das USA-Debüt des Ensembles, die Uraufführung von Kaija Saariahos Oper „Only the Sound Remains“ mit Philippe Jaroussky an der Niederländischen Nationaloper sowie das Debüt des Quartetts im Wiener Konzerthaus und im Beethoven Haus Bonn. Im Oktober 2017 wurde eine Adaption von Beethovens Op 132 String Quartet uraufgeführt, das in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Rosabel Huguet und der Produktionsfirma Oorkaan speziell für Kinder ab sechs Jahren neu konzipiert wurde.

Das Dudok Quartett Amsterdam ist regelmäßiger Gast im Concertgebouw und im Muziekgebouw in Amsterdam und hat in ganz Europa gespielt.

Dalia Quartet

Elena Rey, Violine
Oleguer Beltran, Violine
Wenting Kang, Viola
Erica Wise,Violoncello

Das Dalia Quartet vereint vier etablierte Musiker mit unterschiedlichem Hintergrund als Solisten, Orchester- und Kammermusiker. Das Dalia Quartett entstand aus dem Wunsch heraus, das Repertoire des Streichquartetts zu vertiefen und seine außergewöhnliche Komplexität und Intimität mit dem Publikum zu teilen.

Seine Mitglieder haben eine erfolgreiche Karriere in der Orchesterwelt als Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra, des Lucerne Festival Orchestra, der Camerata Bern, des Orquestra da Camera und der Dortmunder Philarmoniker.

Die begeisterte Aufnahme ihrer ersten Konzerte im Jahr 2014 führte bald zu Konzerten unter anderem bei L’Auditori de Barcelona, el Petit Palau, der Schubertíada de Vilabertran, Enclave de Cámera de Ourense, Auditori de Girona und dem Bulgaria Hall in Sofia. In der Saison 2017-18 hatten sie künstlerische Aufenthalte in Cervera und im Teatre de Sarrià. Zu den kommenden Konzerten gehören Debüts in London, Offenburg und Heidelberg (Deutschland), die Fundación Juan March in Madrid und die Sociedad Filarmónica de Bilbao.

Cosmos Quartet

Helena Satué, Violine
Bernat Prat, Violine
Lara Fernandez, Viola
Oriol Prat, Violincello

Das Cosmos Quartett wurde 2014 durch die Freundschaft und das gemeinsame Interesse von vier jungen spanischen Musikern gegründet. In dieser Zeit arbeitete das Cosmos Quartett mit verschiedenen Lehrern und Professoren wie Alfred Brendel, Rainer Schmidt, Johannes Meissl, Hatto Beyerle, Alfred Brendel, Krzysztof Chorzelski und Quartetto di Cremona.

Obwohl das Quartett erst gegrndet wurde, hat es bereits einen internationalen Werdegang. Es gewann verschiedene Wettbewerbe wie den Ersten Preis beim 2018 Irene Steels-Wilsing Wettbewerb in Heidelberg, dritten Preis beim “Carl Nielsen International Chamber Music Competition”, und den Kammermusikpreis und  Artis Quartett Preis an der “isaMasterClass” im August 2014.

Von Anfang an haben die vier Musiker an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, wie am “Auditorio Miguel Delibes” in Valladolid, an der “Fundación Juan March” in Madrid, oder an verschiedenen Konzerten in Österreich während der “ISA 2014”. Ebenso teilgenommen haben sie an einer Live-Übertragung vom ORF Kulturhaus in Wien.

Das Cosmos Quartett hat seinen Sitz in Barcelona. Es wird unterstützt von der Residència d’Investigadors de Catalunya und von Dr. Francesc Farré i Rius.

Esmé Quartet

Wonhee Bae, Violine
Yuna Ha, Violine
Jiwon Kim, Viola
Ye-Eun Heo, Violoncello

Das Esmé Quartet machte im April 2018 mit dem 1. Preis und vier weiteren Sonderpreisen (Alan Bradley Mozart-Preis, Bram Eldering Beethoven-Preis, ProQuartet Preis und Preis der Esterházy-Foundation) beim Londoner Wigmore Hall Streichquartett-Wettbewerb international auf sich aufmerksam. Zuvor erhielt das Esmé Quartet den 3. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Trondheim 2017 und den Publikumspreis beim Irene-Steels Wilsing Streichquartettwettbewerb im Januar 2018, der im Rahmen des Heidelberger Streichquartettfests stattfand.

Zu den jüngsten Auftritten der jungen Musikerinnen gehören Auftritte in St. Martin in the Fields (London), dem Arp Museum Remagen, dem Kunstmuseum Villa Zanders und beim NDR. Das Esmé Quartet nahm an der Pro Quartet Academy und am Jeunesses Musicales International Chamber Music Campus Weikersheim 2017 teil, wo es mit einem Sonderpreis für ein Konzert beim Heidelberger Streichquartettfest 2019 ausgezeichnet wurde.

Zu vergangenen Highlights zählen u.a. ein Konzert im Flagey (Brüssel) im Rahmen des Musiq3 Festivals 2018, bei Classic Esterhazy Eisenstadt sowie ein Konzert in der Wigmore Hall 2019, ein Debütkonzert beim Lucerne Festival 2019, sowie Tourneen durch Großbritannien, Italien und Auftritte beim Lübecker Brahms-Festival. Außerdem wurde das Quartett für Residenzen beim Festival d’Aix en Provence 2018 und an der Internationalen Streichquartettakademie von Montreal 2018 eingeladen.

Das Esmé Quartet hat sich 2016 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln gegründet. Nachdem es den ersten Preis im jährlichen Kammermusikwettbewerb der Hochschule für Musik und Tanz Köln 2016 im Fach Streichquartett gewonnen hatte, beschlossen die vier Musikerinnen, dauerhaft zusammenzuarbeiten.

Künstlerische Inspirationen erhielten die Musiker in Meisterkursen bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett), Eberhard Feltz, Andraś Keller, und Jonathan Brown (Cuarteto Casals). Zurzeit vervollständigt das Esmé Quartet seine Studien an der Musikhochschule Lübeck bei Heime Müller, dem früheren Geiger des Artemis Quartetts.

Valentin Erben

Als Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts bereiste er alle großen Musikzentren der Welt und alle großen Festivals. Beim Heidelberger Frühling kam seine Version des »Zauberlehrling« von Paul Dukas für Cello solo und Rezitation zur Uraufführung. Es folgten Tourneen in größerer Kammermusikbesetzung mit dem Belcea Quartet und dem Arditti Quartet sowie Auftritte bei mehreren Festivals in Frankreich. Nicht zuletzt aber ist er sich der Verpflichtung bewusst, seine künstlerischen Erfahrungen an die jüngere Generation weiterzugeben in Meisterkursen und durch seine Professur an der Wiener Musikuniversität sowie eine Gastprofessur an der Kölner Musikhochschule.

Miroslav Srnka

Miroslav Srnka, geboren 1975 in Prag, studierte Musikwissenschaft und Komposition in Prag, Berlin, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris sowie bei Ivan Fedele, Philippe Manoury und am IRCAM Paris.

Seit 1997 komponiert er zahlreiche Kammer- und Orchesterwerke u.a. im Auftrag des Arditti Quartet, Ensemble L’Itinéraire, Ostrava Center for New Music sowie der Kasseler Musiktage, Bayerischen Staatsoper für die Reihe XX/XXI. 2005 wurde seine Kurzoper Wall nach Jonathan Safran Foer an der Staatsoper Unter den Linden Berlin uraufgeführt. Als „Komponist für Heidelberg“ erhielt er ein Jahr später mehrere Aufträge für Kammer- und Orchesterwerke. Für das Ensemble Intercontemporain entstand 2008 My Life Without Me für Sopran und Ensemble nach einem Stoff von Isabel Coixet. Srnkas Werke wurden u. a. vom Ensemble Modern, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, Klangforum Wien, Quatuor Diotima, der BBC Philharmonic, beim UltraSchall-Festival Berlin, Prager Frühling, bei Musica Strasbourg und Summer Sounds in Porvoo gespielt. Nach mehreren Preisen in seiner Heimat erhielt er 2009 mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung seine bis dahin bedeutendste Auszeichnung. Komposition der Oper South Pole (Uraufführung im Januar 2016 an der Bayerischen Staatsoper).

Quatuor Diotima

Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Im Jahr 1996 von Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris gegründet, hat sich das Quatuor Diotima zu einem der gefragtesten Ensembles entwickelt. Es ist geschätzter Partner vieler Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough und Toshio Hosokawa und vergibt zugleich Kompositionsaufträge an Komponisten aller Stilrichtungen wie Tristan Murail, Alberto Posadas, Gérard Pesson, Rebecca Saunders oder auch Pascal Dusapin. Das Quartett hat sich der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich jedoch durch diese limitieren zu lassen. In seinen Programmen ermöglicht es durch die Verschmelzung von klassischen mit zeitgenössischen Stücken einen neuen Blickwinkel auf Werke der großen Klassiker wie Bartók, Debussy und Ravel, den späten Quartetten Schuberts und Beethovens, sowie den Komponisten der Zweiten Wiener Schule oder auch Janáček.

Neben zahlreichen internationalen Auftritten spielt das Quatuor Diotima bei allen europä­ischen Festivals und Konzerthäusern u.a. in der Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, der Reina Sofia Madrid, der Cité de la musique Paris, der Wigmore Hall und dem South Bank Center London sowie dem Wiener Konzerthaus. Tourneen führten das Ensemble in die USA, Asien und Südamerika.

Die CD-Aufnahmen des Quatuor Diotima, das exklusiv beim Label Naïve unter Vertrag ist, werden regelmäßig von der internationalen sowie der europäischen Presse aus Deutschland, Spanien und Frankreich hoch gelobt. So erhielten Einspielungen u.a. fnf Diapasons d’or, den Diapasons d’or année der französischen Presse, den ffff in Télerama und den Choc de lannée im Magazin Classica.

Castalian String Quartet

Sini Simonen, Violine
Daniel Roberts, Violine
Charlotte Bonneton, Viola
Christopher Graves, Violoncello

Im Jahr 2018 wurde das Castalian Quartet den renommierten Merito String Quartet Award sowie mit dem Valentin Erben Prize ausgezeichnet und erhielt einen Borletti-Buitoni Trust Fellowship Award.

In der vergangenen Saison gab das Quartett Debütkonzerte in Nordamerika (Phillips Collection Washington D.C. und Lincoln Center New York), im Salle Bourgie in Montréal, bei der Vancouver Recital Society, im Konzerthaus Wien, im Théȃatre d’Orléons, im Louvre in Paris, im Flagey in Brüssel und in Luzern. Sie treten regelmäßig in der Wigmore Hall auf.

Höhepunkte des letzten Jahres waren Aufführungen des gesamten Haydn Op.76 Quartetts in der Wigmore Hall sowie Konzerte im Tel Aviv Museum of Art, beim Heidelberger Frühling, beim East Neuk und Banff International Festival. Touren führten sie nach China und Kolumbien.

Das 2011 gegründete Castalian Quartet studierte bei Oliver Wille (Kuss Quartett) an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Zu den Auszeichnungen gehören der dritte Preis beim Banff-Quartett-Wettbewerb 2016 und der erste Preis beim Lyoner Kammermusikwettbewerb 2015. Das Quartett wird seit 2016 vom Young Classical Artists Trust in London gefördert.

Brooklyn Rider

Johnny Gandelsman, Violine
Colin Jacobsen, Violine
Nicholas Cords, Viola
Michael Nicolas, Violoncello

Vom amerikanischen Strings Magazine zur „Zukunft der Kammermusik“ ausgerufen, präsentiert das schon lange im Geschäft befindliche Streichquartett Brooklyn Rider ein eklektisches Repertoire und mitreißende Aufführungen, die fortgesetzt begeisterte Rezensionen von Kritikern der klassischen Musik, der World-Music und der Rockmusik nach sich ziehen. National Public Radio, der amerikanische öffentlich-rechtliche Rundfunk, erkennt an, dass Brooklyn Rider „die 300 Jahre alte Gattung des Streichquartetts als ein lebendiges, schöpferisches Ensemble des 21. Jahrhunderts neu

Im Herbst 2018 veröffentlichte Brooklyn Rider Dreamers auf Sony Music Masterworks mit dem gefeierten mexikanischen Jazz-Sänger Magos Herrera. Die Aufnahme enthält Werke aus dem iberoamerikanischen Liederbuch sowie Werke, die nach Texten von Octavio Paz, Rubén Darío und Federico García Lorca geschrieben wurden – allesamt von Arrangeuren wie Jaques Morelenbaum, Gonzalo Grau, Diego Schissi, Guillermo Klein und Brooklyn Riders Mitglied Colin Jacobsen neu interpretiert.

Zur Eröffnung der Saison 2017/18 veröffentlichte Brooklyn Rider im Oktober Spontaneous Symbols auf Johnny Gandelsmans eigenem Label, In a Circle Records. Das Album bietet neue Quartettmusik von den amerikanischen Komponisten Tyondai Braxton, Evan Ziporyn, Paula Matthusen, Kyle Sanna und dem 2. Geiger von Brooklyn Rider, Colin Jacobsen. Werke von Braxton, Ziporyn und Jacobsen, die auf dem Album versammelt sind, waren auch in Some of a Thousand Words live zu hören, der Gemeinschaftsproduktion des Ensembles mit dem Choreographen Brian Brooks und der früheren Primaballerina des New York City Ballet, Wendy Whelan. Some of a Thousand Words, eine intime Reihe von Duetten und Soli, in denen die live auf der Bühne dargebotene Musik des Quartetts eine dynamische kreative Komponente von zentralem Stellenwert darstellt, wurde auch auf dem Jacob’s Pillow Dance Festival von 2016 in Massachusetts präsentiert, gefolgt von einer Tour durch die USA im folgenden Frühjahr -einschließlich eines einwöchigen Gastspiels am Joyce Theater in New York.

2016 brachte Brooklyn Rider mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, das Album so many things beim französischen Label Naïve Records herau, u.a. mit Musik von Colin Jacobsen, Caroline Shaw, John Adams, Nico Muhly, Björk, Sting, Kate Bush und Elvis Costello. Album release Touren führten die fünf Musiker durch die USA und Europa inklusive Konzerten in der Carnegie Hall New York und dem Opernhaus Zürich.

Zudem führte Brooklyn Rider das Streichquartett Nr. 7 von Philip Glass auf, eine Beziehung vertiefend, die 2011 mit der viel gepriesenen CD Brooklyn Rider Plays Philip Glass begann und sich mit der bevorstehenden Veröffentlichung eines Albums mit Glass’ neuen Quartetten beim eigenen Label des Komponisten, Orange Mountain Music, fortsetzen wird.

Im Jahre 2015 beging das Ensemble sein zehnjähriges Jubiläum mit dem bahnbrechenden multidisziplinären Projekt Brooklyn Rider Almanac, für das es 15 eigens in Auftrag gegebene Werke einspielte und auf Tour vorstellte, ein jedes inspiriert von einer anderen künstlerischen Muse. Zu den übrigen Tonaufnahmeprojekten gehört die eklektische Debüt-CD des Quartetts von 2008, Passport, gefolgt von Dominant Curve (2010), Seven Steps (2012) und A Walking Fire (2013). 2016 veröffentlichte das Quartett The Fiction Issue mit dem Singer-Songwriter Gabriel Kahane; der namensgebende Titel ist eine Komposition von Kahane, die 2012 in der Carnegie Hall von Kahane, Brooklyn Rider und Shara Worden erstmals aufgeführt wurde. Eine langjährige Beziehung zwischen Brooklyn Rider und dem iranisch-kurdischen Kamantsche-Spieler Kayhan Kalhor brachte die viel gelobte Einspielung Silent City von 2008 hervor.

2019 erschienen zwei neue Alben von Brooklyn Rider mit Instrumentalisten, die in ihrem jeweiligen Metier ganz vorne mit dabei sind: dem Jazz-Saxophonisten Joshua Redman und dem Meister der irischen „Fiddle“, Martin Hayes.

Asasello Quartett

Rostislav Kozhevnikov, Violine (Russland)
Barbara Streil, Violine (Schweiz)
Justyna Śliwa, Viola (Polen)
Teemu Myöhänen, Violoncello (Finnland)

Kommunikation ist der Kern der Arbeit eines Streichquartetts. Das Asasello Quartett hat sich bereits mit der Namensgebung (Asasello entstammt dem Roman »Der Meister und Margarita« von Michail Bulgakow) über den musikalischen Tellerrand hinausgewagt und legt den Begriff Kommunikation relativ großzügig aus.

2010 erhielten die Asaselliten den Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen für die außergewöhnliche und anspruchsvolle Programmatik, mit der das Asasello-Quartett inzwischen europaweit verbunden wird. Als Höhepunkt der bisherigen Arbeit versteht das Quartett den Konzertzyklus um die Streichquartette Arnold Schönbergs, für welchen das Quartett Kompositionsaufträge an Márton Illés, Viera Janárceková, Jay Schwartz und Lisa Streich vergeben hat. Seit dem Jahr 2014 setzen die Musiker in der Zusammenarbeit mit den Choreographen Richard Siegal und Stephanie Thiersch das Streichquartett zudem als Instrument und Körper in Szene.

Nach der Gründung an der Musikhochschule in Basel hatte das Quartett zunächst bei Walter Levin und Hatto Beyerle Unterricht. Weitere Studien in der Quartettklasse des Alban Berg Quartetts und die intensive Beschäftigung mit Neuer Musik bei David Smeyers haben den Lebensmittelpunkt nach dem Studienabschluss im Jahr 2007 endgültig nach Köln verlagert. Wichtige Impulse holte sich das Quartett bei Christophe Desjardins (Paris), Chaim Taub (Tel Aviv), Jürgen Geise (Salzburg) und David Alberman (London).

2009 folgte an der Celloposition auf Andreas Müller Wolfgang Zamastil, seit 2014 ist der Finne Teemu Myöhänen der Cellist bei Asasello. Eine umfangreiche Sammlung an CD Aufnahmen, die eigene Konzertreihe »1:1 – Schon gehört?«, zahlreiche Uraufführungen und Teilnahmen an internationalen Festivals und Wettbewerben, Workshops mit Schülern und Studenten sowie das Ausloten künstlerischer Sonderformate dokumentieren eine seit 15 Jahren unermüdliche Schaffensfreude.

Veranstaltungen

Streichquartettfest | Konzert

»Was unser musikalischer Jean Paul hier gegeben hat, ist abermals gross, herrlich, ungewöhnlich, überraschend und originell, muss aber nicht nur öfters gehört, sondern ganz eigentlich studirt werden.« So lautete die Reaktion in der »Allgemeinen musikalischen Zeitung« auf die Uraufführung von Beethovens 15. Streichquartett im November 1825. Treffend beschrieben ist darin der wenig fassliche Charakter von Beethovens Spätwerk, der dessen Reiz und Schwierigkeit gleichermaßen bestimmt.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr.

Streichquartettfest | Workshop

Jean Luc Godard verschneidet zu Beginn seines Films »Prenom Carmen« eine Streichquartettprobe mit einer einigermaßen rabiaten und blutigen Bankraub-Szene. Damit setzt der Regisseur durchaus provokativ ein spezifisches, unmittelbares Verhältnis seines Publikums zum Film – er involviert es. Dafür steht das Streichquartett, besonders das Beethovensche, von dem Carl Friedrich Zelter vielzitiert bemerkte, man glaube mitzuspielen, verstehe das Unbegriffene, sei ergriffen, ohne zu wissen wovon. Das Quartett also setzt spätestens seit Beethoven eine spezifische, existentielle Wahrnehmungsund Handlungsform, die die Rezeption der Gattung zentral bestimmt. Der vergleichende Blick auf die Zeitgenossen wird erweisen, ob dies eine Konsequenz der Gattung oder der spezifischen Beethovenschen Konstellation ist.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

»Momente, die zum Licht führen« – so beschreibt die in Athen geborene Komponistin Konstantia Gourzi ihr zweites Streichquartett. »Oft dauert ein starkes Erlebnis nicht lange und trotzdem denken wir, dass es eine Ewigkeit anhält. Wie die Zeiten des Ein- und Ausatmens: Sie sind kurz, aber man hat das Gefühl, dass sie lange dauern. Diese Momente sind es auch, die uns lebendig halten.« Vielleicht empfand Schumann ähnlich, als er innerhalb von nicht einmal zwei Wochen wie im Rausch sein letztes Streichquartett komponierte.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Lunchkonzert – PROGRAMMÄNDERUNG

Das Cuarteto Quiroga kann krankheitsbedingt leider nicht auftreten. Dadurch ergeben sich Änderungen im Programm (siehe oben).

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 11.15 Uhr.

Oliver Wille © Molina

Streichquartettfest | Workshop Kurtág: Einfach komplex

Das Cuarteto Quiroga kann krankheitsbedingt leider nicht auftreten.

Neben seinem Namensvetter György Ligeti zählt György Kurtág zu den bedeutendsten Komponisten Ungarns. Der gebürtige Rumäne, der erst 1948 die ungarische Staatsbürgerschaft erhielt, studierte bei Sándor Veress, Ferenc Farkas und Darius Milhaud. Die avantgardistischen Werke Ligetis und Stockhausens beeinflussten ihn ebenfalls. Doch mindestens so wichtig wie die musikalische Ausbildung war für ihn die Begegnung mit der Psychologin Marianne Stein. Sie half ihm, zu sich selbst zu finden und dadurch zu seinem eigenen, einfach-komplexen Kompositionsstil.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 10.00 Uhr und 12.30 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

Das Navarra String Quartet hat sich einen Ruf als dynamisches und poetisches Ensemble der jüngeren Generation erworben – genau die richtige Mischung für die phantasievollen Strukturen von Joseph Phibbs’ zweitem Streichquartett, dessen Uraufführung das englische Quartett 2015 bestritt. Andreas Jakob Romberg gehört in den Kreis der Zeitgenossen Beethovens. Wie dieser und Anton Reicha war auch er seinerzeit Mitglied in der Bonner Hofkapelle. Erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt wurden die zahlreichen Kompositionen des zu Lebzeiten populären Komponisten.

€ 18 Halbtageskarte (10.00 – 13.30 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 11.15 Uhr und 12.30 Uhr.

Streichquartettfest | Abendkonzert

Ein Abend ganz im Zeichen des Jubilars – Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag im Dezember dieses Jahres ist beim Streichquartettfest Anlass fr einen Querschnitt durch sein Quartettwerk. Die Werke des Opus 18 lassen bereits einen eigenen Ton erkennen, sind aber noch von der kammermusikalischen Tradition geprägt. Einen Meilenstein in der Entwicklung des quartettistischen Beethovens sind die Werke des op. 59, durch ihre ins Sinfonische tendierende musikalische und formale Steigerung, die das op. 95 fortspinnt.

Im Anschluss gemeinsamer Ausklang mit den KünstlerInnen in der Festival Cafeteria

Streichquartettfest | Konzert

Von Reichas Kompositionen gehören heute vor allem seine außergewöhnlichen Bläserquintette zum Repertoire. Doch der Jugendfreund und Bonner Orchesterkollege Beethovens war darüber hinaus in nahezu allen musikalischen Gattungen tätig. Seine kompositorischen Markenzeichen Originalität, Individualität und Experimentierfreude trägt auch das Opus 95. »Quasi una fantasia« heißt das zweite Quartett des polnischen Komponisten Górecki – ein direkter Bezug zu Beethovens gleichnamiger Klaviersonate op. 27 Nr. 2, besser bekannt als »Mondscheinsonate «.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 16.00 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert – PROGRAMMÄNDERUNG

Das Cuarteto Quiroga kann krankheitsbedingt leider nicht auftreten. Dadurch ergeben sich Änderungen im Programm (siehe oben).

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 14.30 Uhr und 17.00 Uhr.

Streichquartettfest | Konzert

Klang-Welten: Caroline Shaw wurde für ihren Entr’acte von Haydns Quartett op. 77 Nr. 2 und dem Kindermärchen »Alice im Wunderland« inspiriert – entgrenzte Menuett-Trio-Strukturen eröffnen darin sinnlich-geheimnisvolle Klangräume. Fremdheit und Anmut vereinen auch die schwebenden, teils heftig aufgebrochenen Tonflächen von Fabio Vacchis Movimento di quartetto. Schuberts zahllose Lieder schließlich bilden eine Welt für sich – Xandi van Dijk, Bratschist im international Zeichen setzenden Signum Quartett, hat sie in eine Sprache ohne Worte übersetzt.

€ 18 Halbtageskarte (14.30 – 18.00 Uhr) inkl. der Veranstaltungen um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr.