Veranstaltungen

Iveta Apkalna & Daniel Müller-Schott

Kammermusik mit Orgel? Es gibt ein attraktives Repertoire an Originalwerken und Bearbeitungen. Dass sich zwei Stars ihres jeweiligen Instruments zu einem solch ungewöhnlichen Programm zusammenfinden, ist etwas ganz Besonderes. Die aus Lettland stammende Iveta Apkalna, Titularorganistin der Elbphilharmonie, ist zugleich eine begeisterte Botschafterin der Musik ihres Landes. Und Daniel Müller-Schott, Großmeister seines Instruments und gern gesehener »Frühlings«-Gast, lässt sich mit Freude und Neugier auf die reizvolle Kombination ein.

Im Anschluss: KÜNSTLER I TALK (Karl-Jaspers-Haus, Plöck 66) für Mitglieder des Freundeskreises

Wir danken
Freundeskreis Heidelberger Frühling

Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud

2018 war Jean-Guihen Queyras Artist in Residence des Heidelberger Frühling. Und was für einer! Mit seinem Charme, seiner intellektuellen Neugier und seiner künstlerischen Vielseitigkeit prägte er das Festival maßgeblich mit. Wie schön, dass er nun zurückkehrt. Gemeinsam mit dem pianistischen Feingeist Alexandre Tharaud bringt er ein Programm nach Heidelberg, das Witz besitzt: Im ersten Teil zwei wuchtige Meisterwerke des Kernrepertoires, im zweiten geistvolle Petitessen, überwiegend in Arrangements, sogar aus der Feder der Ausführenden selbst!

Im Anschluss: »Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Jean-Guihen Queyras und Alexandre Tharaud (Hörsaal 14)

In Kooperation mit der Universität Heidelberg

Harriet Krijgh & Amsterdam Sinfonietta

18.45 Uhr Konzerteinführung der Classic Scouts im Kammermusiksaal der Stadthalle
Newcomer-Konzert der Classic Scouts

»Hier soll es klingen, als würden Betrunkene verschiedene Lieder grölen.« Biber hatte Spaß am Absurden, schichtet unterschiedliche Tonarten übereinander, lässt den Kontrabassspieler Papier zwischen die Saiten klemmen oder Snare Drum spielen. Und das alles im siebzehnten Jahrhundert! Bartók hätte dieser Humor gefallen. Freilich platzen zwischen die lustigen Tänze seines 1939 entstandenen »Divertimento« immer wieder düstere Vorahnungen, die das Grauen des Zweiten Weltkrieges vorwegzunehmen scheinen. Die virtuosen Solokonzerte Vivaldis bilden den Rahmen dieses Programms, das zwischen freudigem Exzess und mythischer Abgründigkeit changiert.

»Zugabe« Jörg Tröger im Gespräch mit Harriet Krijgh (im Ballsaal der Stadthalle)

Wir danken

Truls Mørk & Bergen Philharmonic Orchestra

Elgar hätte sich in dieser Umgebung wohlgefühlt! Die Orchestrierungskunst eines Richard Strauss bewunderte er ebenso wie die klugen Strukturen und ernsten Themenbildungen eines Johannes Brahms. Doch wer sein Cellokonzert hört, der erkennt, dass Elgar nicht nur von Vorbildern beeinflusst war, sondern auch etwas ganz eigenes in dieses Werk legt: eine lebenserschütternde Dramatik, eine tiefe Melancholie, einen völlig unverwechselbaren Ton.

Eröffnungskonzert Maximilian Hornung & Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Seit der skandalösen Uraufführung von »Le sacre du printemps« 1913 wurde Strawinsky den Ruf des Enfant terrible nicht mehr los. Das Concerto in D, gut 30 Jahre später komponiert, zeigt ihn von einer anderen Seite. Besonders der zweite Satz offenbart einen sensiblen, noch immer mit der Atonalitt zögerlich umgehenden Komponisten. Einen Komponisten, der sich nach der atonalen Zeitenwende fragt, wie es musikalisch weitergeht. Maximilian Hornung, einst Stipendiat unserer Festival Akademie, und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen geben mit Schumann, Haydn und Strawinsky den Auftakt zum letzten Teil der Aufklärungs-Trilogie.

Dieses Konzert wird mitgeschnitten von
SWR2

Wir danken

Dr. Jobst Wellensiek und Dr. Manfred Lamy

Mitten wir im Leben sind/Bach6cellosuiten

Johann Sebastian Bachs Cellosuiten werden zu den Höhepunkten der westlichen Musikgeschichte gezählt. Ihre erfindungsreiche Architektur, ihre tänzerische Rhythmik und zeitlose Schönheit sprechen uns auch heute noch an. Anne Teresa De Keersmaeker liebt die Musik Bachs. Die berühmte Choreographin strebt nach einer Handschrift, die die Essenz von Bachs musikalischer Sprache zu erfassen versucht. In dieser Produktion werden die sechs Suiten, ausgeführt von Jean-Guihen Queyras, bearbeitet, befragt und getanzt in einer Choreographie für drei Tänzer und zwei Tänzerinnen, darunter De Keersmaeker selbst. Die faszinierende Symbiose von Musik und Tanz enthüllt sowohl das Wesen jeder einzelnen Suite für sich wie auch ihre Wechselwirkung in der Gesamtheit des Zyklus.

Eine Produktion von Rosas in Koproduktion mit der Ruhrtriennale, La Monnaie / De Munt (Brussel / Bruxelles), Concertgebouw Brugge, Le Theatre de la Ville mit dem Festival d’Automne a Paris, Sadler’s Wells (London), Les Theatres de la Ville de Luxembourg, Opera de Lille, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Elbphilharmonie (Hamburg) und Montpellier Danse 2018.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Kunstlerhaus/HebelHalle

Maximilian Hornung & Philharmonisches Orchester Heidelberg

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife erobert der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien. Im August 2014 gab der 1986 in Augsburg geborene, unter anderem bei David Geringas studierte Musiker sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. In Heidelberg musiziert Maximilian Hornung jetzt Henri Dutilleux’ expressives Cellokonzert »Tout un monde lointain«, das 1970 uraufgeführt wurde. Zwei zentrale Werke Benjamin Brittens, das 1945 zu Henry Purcells 250. Todestag entstandene »The Young Person’s Guide to the Orchestra« und die »Four Sea Interludes « sowie Strawinskys »Feuervogel« in der Fassung von 1919 vervollständigen das ausdrucksstarke Programm.

In Kooperation mit

Mitten wir im Leben sind/Bach6cellosuiten

Johann Sebastian Bachs Cellosuiten werden zu den Höhepunkten der westlichen Musikgeschichte gezählt. Ihre erfindungsreiche Architektur, ihre tänzerische Rhythmik und zeitlose Schönheit sprechen uns auch heute noch an. Anne Teresa De Keersmaeker liebt die Musik Bachs. Die berühmte Choreographin strebt nach einer Handschrift, die die Essenz von Bachs musikalischer Sprache zu erfassen versucht. In dieser Produktion werden die sechs Suiten, ausgeführt von Jean-Guihen Queyras, bearbeitet, befragt und getanzt in einer Choreographie für drei Tänzer und zwei Tänzerinnen, darunter De Keersmaeker selbst. Die faszinierende Symbiose von Musik und Tanz enthüllt sowohl das Wesen jeder einzelnen Suite für sich wie auch ihre Wechselwirkung in der Gesamtheit des Zyklus.

Eine Produktion von Rosas in Koproduktion mit der Ruhrtriennale, La Monnaie / De Munt (Brussel / Bruxelles), Concertgebouw Brugge, Le Theatre de la Ville mit dem Festival dAutomne a Paris, Sadler’s Wells (London), Les Theatres de la Ville de Luxembourg, Opera de Lille, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Elbphilharmonie (Hamburg) und Montpellier Danse 2018.

In Kooperation mit dem UnterwegsTheater/Kunstlerhaus/HebelHalle

Tea Time im Europäischen Hof: Christina Brabetz & Julia Hagen

Im vergangenen Jahr sorgte sie bei der Kammermusik Akademie als Stipendiatin für Furore und beeindruckte durch ihre künstlerische Reife und packende Bühnenpräsenz. Grund genug, die junge Geigerin Christina Brabetz für eine Tea Time nach Heidelberg einzuladen. Gemeinsam mit Julia Hagen am Cello erkundet sie das facettenreiche Repertoire für diese Besetzung und hat mit der »Erlkönig«-Bearbeitung von Heinrich Wilhelm Ernst auch noch eines der schwersten Solowerke für die Geige im Gepäck.

Einlass um 16.30 Uhr

In Kooperation mit dem Europäischen Hof Heidelberg

Lisa Batiashvili, Gautier Capuçon & Tonhalle-Orchester Zürich

Das Weltklasseorchester aus der Schweiz hat seit der Saison 2014/15 in Lionel Bringuier einen charismatischen Chef von erst 28 Jahren, dessen Dirigentenkarriere mit 19 begann und seitdem einen stürmischen Weg aufwärts nimmt. Für das ehrwürdige Tonhalle- Orchester ist er ein fulminanter Energiespender. Sein Heidelberg-Debüt verspricht – auch angesichts der glanzvollen Solisten und des mächtigen Programms – zu einem der Höhepunkte des »Frühling« 2016 zu werden.

Wir danken Dr. Renate Keysser-Götze, Dr. Dietrich Götze und

Logo_Athenaeum_2016

Künstler

Joel Blido

Joel Blido wurde 1998 in eine Musikerfamilie geboren. Im Alter von vier Jahren begann er mit dem Cellounterricht. Im Alter von zehn Jahren hatte er sein Debüt als Solist mit dem Kammerorchester Bad Mergentheim. Er nahm erfolgreich an vielen Wettbewerben teil und gewann unter anderem einen ersten Bundespreis und zahlreiche Sonderpreise bei Jugend Musiziert und einen ersten Preis beim „Giovanni Musicisti“-Wettbewerb (Treviso, Italien). 2018 gewann er beim TONALi-Wettbewerb den Weinberg-Sonderpreis und wurde in die TONALiSTEN-Agentur aufgenommen. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2019 gewann er ein Stipendium und einen Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Joel Blido wurde mit zehn Jahren als Jungstudent in das Pre-College der Hochschule für Musik Würzburg, in die Klasse von Orfeo Mandozzi aufgenommen und begann 2014 bei ihm das Bachelor-Studium. 2015 wechselte er an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in die Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. 2018 begann er dort das Masterstudium. Außerdem arbeitet er seit 2012 regelmäßig mit David Geringas. 2014 wurde er von ihm eingeladen, gemeinsam mit ihm in der Berliner Philharmonie zu spielen. Seitdem traten sie mehrmals zusammen als Duo auf. Joel Blido hat an zahlreichen Meisterkursen bei renommierten Cellisten teilgenommen, darunter Jens-Peter Maintz, Michael Sanderling, Raphael Wallfisch, Istvan Vardai, Pieter Wispelwey, David Grigorian, Zvi Plesser und Hillel Zori.

Als Solist spielte er mit Dirigenten wie Alessandro Cadario, Wolfgang Emanuel Schmidt, Desar Sulejmani und Orchestern wie dem Opernorchester Tirana und der Kammerphilharmonie Pforzheim zusammen. Er spielte zahlreiche Konzerte in Europa, unter anderem beim Interlaken Classics Festival (Schweiz), dem Usedomer Musikfestival, der Accademia Chigiana Siena, dem Feuchtwanger Piano Festival, dem Durres Chamber Fest (Albanien) und dem Different Trains Festival Tirana.

2017 verlieh ihm die Accademia Chigiana Siena ein “Diploma di merito” für sein außerordentliches künstlerisches Engagement.

Leonard Elschenbroich

Leonard Elschenbroich hat sich als einer der charismatischsten Cellisten seiner Generation etabliert. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen und Preisen gehören unter anderem der Leonard Bernstein Award, Eugene Istomin Prize sowie der Borletti Buitoni Trust Award. Er war BBC Radio 3 New Generation Artist und erhielt den Förderpreis vom Deutschlandfunk.

Als Solist spielte Leonard Elschenbroich mit einer Vielzahl namhafter Dirigenten, wie Semyon Bychkov, Christoph Eschenbach, Sir Mark Elder, Manfred Honeck, Kirill Karabits und Dmitri Kitajenko. Darunter mit dem WDR Sinfonieorchester, Konzerthaus Orchester Berlin, Staatskapelle Dresden, Swedish Radio Symphony, London Philharmonic, BBC Philharmonic, BBC Symphony und Chicago Symphony Orchestra. Er hatte fünf Auftritte bei dem BBC Proms.

Im Recital spielte er in den großen Konzertsälen wie Wigmore Hall in London und Concertgebouw in Amsterdam, sowie den Festivals von Ravinia, Luzern, Gstaad, Rheingau, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit Nicola Benedetti und Alexei Grynyuk spielt er seit 2008 im Klaviertrio.

Als Interpret zeitgenössischer Musik hat Leonard Elschenbroich zahlreiche neue Werke in Auftrag gegeben. Darunter bei Mark-Anthony Turnage, Luca Lombardi, Arlene Sierra und Beat Furrer. Im Mai 2017 gab er die Premiere des ersten Cellokonzerts von Mark Simpson gemeinsam mit dem BBC Philharmonic Orchestra.

2012 wurde Elschenbroich Mitgründer und künstlerischer Mentor vom Orquesta Filarmonica de Bolivia, dem inzwischen national führenden Orchester. Er reist regelmäßig nach Bolivien, um gemeinsam mit dem Orchester zu arbeiten, zu konzertieren, und dort zu unterrichten.

 

Alban Gerhardt

Alban Gerhardt hat seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum weltweit durch sein hohes Maß an Musikalität, seine überwältigende Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier.

Mit großer Leidenschaft teilt Alban Gerhardt seine künstlerischen Entdeckungen mit Zuhörern weit ber die traditionellen Konzertsäle hinaus. So unternahm er Outreach-Projekte in Europa und den USA mit Aufführungen und Workshops in Schulen und Krankenhäusern, aber auch wegweisende Auftritte im öffentlichen Raum und Einrichtungen für jugendliche Straftäter. Anfang 2017 gründete Gerhardt #Musicians4UnitedEurope eine Gruppe von international renommierten Musikern, die sich für ein vereintes und demokratisches Europa einsetzt.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann die internationale Karriere Alban Gerhardts mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov 1991. Seitdem hat er mit den führenden Klangkörpern weltweit musiziert, u.a. mit dem Royal Concertgebouw, dem London Philharmonic, sämtlichen britischen und deutschen Rundfunkorchestern, Tonhalle Zürich, Leipzig Gewandhaus, Royal Stockholm und Oslo Philharmonic sowie dem Orchestre National de France. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Kurt Masur, Christoph von Dohnányi, Christian Thielemann, Christoph Eschenbach, Michael Tilson-Thomas, Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Kirill Petrenko und Andris Nelsons.

Alban Gerhardt ist außerdem leidenschaftlicher Kammermusiker, unter seinen regelmäßigen Partnern sind Steven Osborne, Cecile Licad, Baiba Skride und Brett Dean. Er arbeitet

mit vielen zeitgenössischen Komponisten zusammen, unter anderem mit Jörg Widmann, Unsuk Chin und Matthias Pintscher.

Alban Gerhardts CD-Einspielungen sind mehrfach ausgezeichnet worden. So gewann er dreimal den ECHO Klassik sowie die ICMA und MIDEM Classic Awards.

Truls Mørk

Truls Mørk tritt mit herausragenden Orchestern auf: Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Berliner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker, Royal Concertgebouw Orchestra, Münchner Philharmoniker, Philharmonia und London Philharmonic Orchestra und Gewandhausorchester Leipzig, dem New York Philharmonic, dem Philadelphia und Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic. Er arbeitet mit bedeutenden Dirigenten wie Mariss Jansons, David Zinman, Manfred Honeck, Esa-Pekka Salonen, Gustavo Dudamel, Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin und Christoph Eschenbach zusammen.

Er gibt regelmäßig Rezitale in bedeutenden Konzertsälen und bei internationalen Festivals und arbeitet seit kurzem mit Behzod Abduraimov zusammen, mit dem er Tourneen durch Europa und die USA unternimmt.

Als eminenter Förderer zeitgenössischer Musik hat Truls Mørk über 30 Werke uraufgeführt, darunter Pavel Haas’ Cellokonzert mit den Wiener Philharmonikern unter Jonathan Nott und Krzysztof Pendereckis Konzert für drei Celli mit dem NHK Symphony Orchestra unter Charles Dutoit.

Truls Mørks eindrucksvolle Diskographie umfasst viele große Cellokonzerte für Label wie Virgin Classics, EMI, Deutsche Grammophon, Ondine, Arte Nova und Chandos, die mit internationalen Preisen wie Gramophone, Grammy, Midem und ECHO Klassik ausgezeichnet wurden. Darunter finden sich Dvořáks Cellokonzert (Mariss Jansons/Oslo Philharmonic), Brittens Cellosymphonie und Elgars Cellokonzert (Sir Simon Rattle/CBSO) sowie sämtliche Cellosuiten von Bach und Britten.

Truls Mørk wurde zunächst von seinem Vater unterrichtet und setzte seine Ausbildung bei Frans Helmerson, Heinrich Schiff und Natalia Schakowskaya fort. Zu Beginn seiner Karriere gewann er mehrere Wettbewerbe wie den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb (1982), den Gaspar Cassado International Competition in Florenz (1983), den Unesco-Preis beim Wettbewerb der europäischen Rundfunkunion in Bratislava (1983) und den New Yorker Naumberg Competition York (1986).

 

Alisa Weilerstein

Zu den Meilensteinen in Weilersteins Karriere gehören eine emotional aufgewühlte Wiedergabe des Elgar-Konzerts mit den Berliner Philharmonikern und Barenboim in Oxford, England, und ein Auftritt im Weißen Haus für Barack und Michelle Obama. Als eifrige Vorkämpferin zeitgenössischer Musik hat sie bei mehreren Projekten von Osvaldo Golijov und Matthias Pintscher mitgewirkt und Werke von Lera Auerbach und Joseph Hallman uraufgeführt. Weilerstein, zu deren Auszeichnungen der Martin E. Segal Prize des New Yorker Lincoln Centers (2008) und der Leonard Bernstein Award (2006) gehören, ist Absolventin des Cleveland Institute of Music und der Columbia University in New York. Alissa Weilerstein leidet an Diabetes Typ 1 und ist “Celebrity Advocate” (prominente Fürsprecherin) der Juvenile Diabetes Research Foundation.

In den letzten Jahren spielte Alisa Weiterstein die Cellokonzerte von Edward Elgar und Elliott Carter mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin ein. Die CD wurde von BBC Music zur “Recording of the Year 2013” (Einspielung des Jahres 2013) ernannt, und die Cellistin zierte das Titelblatt der Ausgabe von Mai 2014. Ihre Aufnahme des Dvořák-Cellokonzerts mit der Tschechischen Philharmonie stand an der Spitze der klassischen Charts in den USA. Ihre dritte CD, eine Auswahl von unbegleiteter Musik für Cello aus dem 20. Jahrhundert, betitelt Solo, wurde zu einem “kompromisslosen und der Sache nützlichen Portrait des Cello-Repertoires unserer Zeit“ ausgerufen (ResMusica, Frankreich). Das Hauptstück von Solo ist die Sonate von Zoltán Kodály, ein Aushängeschild, das Weilerstein in der Musik zum Spielfilm If I Stay mit Chloë Grace Moretz in der Hauptrolle (2014) wieder aufgriff, wo die Cellistin einen Kurzauftritt als sie selbst hat. 2015 veröffentlichte Weilerstein Aufnahmen der Sonaten von Chopin und Rachmaninow, dies war ihr Debüt-Album mit Inon Barnatan. Und 2016 brachte sie ihre CD mit den beiden Schostakowitsch-Konzerten mit dem Bayerischen Rundfunkorchester unter Pablo Heras-Casado heraus.

Maximilian Hornung

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und einer außergewöhnlichen musikalischen Reife erobert der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien. Als Solist konzertiert er mit so renommierten Klangkörpern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener Symphonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Bamberger Symphonikern unter Dirigenten wie Daniel Harding, Yannick Nézét-Séguin, Mariss Jansons, Esa-Pekka Salonen, Semyon Bychkov, Bernard Haitink, Manfred Honeck, Antonello Manacorda, Mario Venzago, Jonathan Nott, Kristjan Järvi, Andrew Manze, Krzysztof Urba?ski und Robin Ticciati. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Anne-Sophie Mutter, Antje Weithaas, Hélène Grimaud, Daniil Trifonov, Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili, François Leleux, Yefim Bronfman, Herbert Schuch, Lars Vogt, Jörg Widmann und Tabea Zimmermann. Er musizierte gemeinsam mit dem Arcanto Quartett und dem Cuarteto Casals und wird von zahlreichen Festivals eingeladen, darunter Schwetzingen, die Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau, Luzern, Verbier, Ravinia und Hong Kong. Regelmäßig ist er zu Gast auf Podien wie den Philharmonien Berlin, Köln und Essen, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam und der Londoner Wigmore Hall.

Höhepunkte der Saison 2017/18 waren seine Debüts beim MDR Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi, beim Orchestre National de France unter Kirill Karabits, bei der Tapiola Sinfonietta unter Mario Venzago und beim Swedish Radio Symphony Orchestra unter Daniel Harding. Außerdem war er zum wiederholten Male zu Gast beim Berner Symphonieorchester unter Mario Venzago, beim Florida Orchestra unter Michael Francis, bei der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda und beim Münchener Kammerorchester, diesmal unter John Storgårds.

In der Saison 2018/19 folgt Maximilian Hornung Wiedereinladungen zum Pittsburgh Symphony Orchestra unter Pablo Heras-Casado, zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Michael Francis, zur Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda, zum Orchestra della Svizzera Italiana unter Markus Poschner und zum Münchener und Stuttgarter Kammerorchester. Erstmals wird er zu Gast sein beim Konzerthausorchester Berlin, bei der Staatskapelle Weimar, beim Orchestre Metropolitain in Montreal, bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie sein Debüt in Dänemark beim Aalborg Symfoniorkester geben. Im September 2018 wird er künstlerischer Leiter des VivaCello Festivals in Liestal sein.

Seine nicht nur aufgrund seines jungen Alters erstaunlich umfangreiche und vielseitige Diskographie umfasst sowohl Solokonzerte als auch äußerst prominent besetzte kammermusikalische Einspielungen. Gleich für sein erstes Album erhielt er den ECHO Klassik-Preis als Nachwuchskünstler des Jahres (Sony 2011), und auch die Veröffentlichung von Dvo?áks Cellokonzert mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Sebastian Tewinkel (Sony 2012) wurde mit dem begehrten ECHO ausgezeichnet. Es folgten die Einspielung der wichtigsten Cello-Werke von Richard Strauss mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink (Sony 2014) sowie eine CD mit den Cellokonzerten von Joseph Haydn mit der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda (Sony 2015). 2017 erschien bei der Deutschen Grammophon eine hoch gelobte Einspielung von Schuberts Forellenquintett mit u.a. Anne-Sophie Mutter und Daniil Trifonov. Weitere Aufnahmen entstanden für Genuin, Linn Records, NEOS, Bridge Records und CPO.

1986 in Augsburg geboren, erhielt er mit acht Jahren seinen ersten Cello-Unterricht. Seine Lehrer waren Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. Nachdem er 2005 als Sieger des Deutschen Musikwettbewerbs hervortrat, gewann er 2007 als Cellist des Tecchler Trios, dem er bis 2011 angehörte, den Ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Im Alter von nur 23 Jahren wurde er erster Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und hatte diese Position bis 2013 inne. Maximilian Hornung wird vom Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung und vom Borletti-Buitoni-Trust in London unterstützt und gefördert.