Golda Schultz

Golda Schultz, geboren in Südafrika, studierte Gesang an der University of Cape Town und an der Juilliard School in New York. Daneben besuchte sie Meisterklassen bei Johan Botha, Kiri Te Kanawa und Michelle Breedt.

Ihr Repertoire umfasst Partien wie La fortuna/Valletto (Lʼincoronazione di Poppea), Donna Elvira (Don Giovanni), Dido (Dido and Aeneas) und Mrs. Alice Ford (Falstaff). Von 2011 bis 2013 war sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo sie etwa als Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), Ortlinde (Die Walküre), Elisabeth Zimmer (Elegie für junge Liebende), Ines (Il trovatore) und Sophie (Der Rosenkavalier) zu erleben war. Seit 2014 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Partien hier 2014/15: u. a. Anna (Nabucco), Erste Dame (Die Zauberflöte), Micaëla (Carmen), Musetta (La bohème), Freia (Das Rheingold) und Ortlinde.

Martin Grubinger

Technische Perfektion, Spielfreude und musikalische Vielseitigkeit machen Martin Grubinger zum vielleicht besten Multipercussionisten der Welt. Sein Repertoire reicht dabei von solistischen Werken über kammermusikalische Programme mit seinem Percussive Planet Ensemble bis hin zu Solokonzerten. In besonderer Weise hat sich der Österreicher darum verdient gemacht, das Schlagwerk als Soloinstrument in den Mittelpunkt des klassischen Konzertbetriebs zu stellen.

Eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit renommierten Orchestern spielen Auftragskompositionen wie Avner Dormans „Frozen in Time“ (2007), das „Konzert für Schlagzeug und Orchester“ von Friedrich Cerha (2008), das 2012 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Peter Eötvös bei Kairos eingespielt wurde, sowie Tan Duns Schlagzeugkonzert „Tears of Nature“ (2012). Im Frühjahr 2014 folgte die Uraufführung des Schlagzeugkonzerts „Speaking Drums“ mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung des Komponisten Peter Eötvös. In der Saison 2018/19 sind Uraufführungen neuer Schlagwerkkonzerte Fazil Says und Daníel Bjarnasons geplant. Grubingers großbesetzte Percussionprojekte wie „The Percussive Planet“, „Century of Percussion“ und „Caribbean Showdown“ dokumentieren seine Vielseitigkeit.

2016/17 war er Artist in Residence in der Elbphilharmonie; weitere Residenzen hatte er bei der Camerata Salzburg, Kölner Philharmonie, Wiener Konzerthaus und beim Tonhalle Orchester Zürich. Darüber hinaus überzeugte Martin Grubinger bei Auftritten mit dem NHK Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, National Symphony Orchestra Taiwan, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Münchner, Dresdner und Hamburger Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, Bamberger Symphonikern  und BBC Philharmonic. Grubinger ist auch bei renommierten amerikanischen Orchestern zu Gast, darunter das Los Angeles Philharmonic und das New York Philharmonic Orchestra.

Martin Grubinger ist gern gesehener Gast bei namhaften Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, Heidelberger Frühling, Bregenzer Festspielen, Beethovenfest Bonn, Lucerne Festival und den Salzburger Festspielen, im Festspielhaus Baden-Baden, dem Brass & Percussion Festival in der renommierten Suntory Hall in Tokyo sowie beim Grant Park Music Festival in Chicago. 2013 war er Artiste Étoile beim Lucerne Festival.

Bereits vielfach ausgezeichnet, ist Martin Grubinger Träger des „Bernstein Awards“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals sowie des Würth-Preises der Jeunesses Musicales Deutschland. Grubinger veröffentlichte die CD „Drums ‘n’ chant“ sowie einen Live-Mitschnitt des „Percussive Planet“ auf DVD auf der Deutschen Grammophon. Weitere Einspielungen erschienen bei verschiedenen Labels, darunter Sony, Kairos, Ondine und BIS.

Der in Salzburg geborene Musiker studierte am Bruckner-Konservatorium in Linz und am Mozarteum in Salzburg, machte aber bereits als Jugendlicher bei internationalen Wettbewerben auf sich aufmerksam, u. a. beim zweiten Welt-Marimba-Wettbewerb in Okaya sowie beim EBU Wettbewerb in Norwegen. Seit dem Studienjahr 2015/16 ist Grubinger Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste und seit dem Studienjahr 2018/19 Professor für klassisches Schlagwerk/Multipercussion an der Universität Mozarteum Salzburg.

Daniel Müller-Schott

Daniel Müller-Schott gastiert bei führenden internationalen Orchestern in den USA in New York, Boston, Cleveland, Chicago, Philadelphia und Los Angeles, in Europa u.a. bei den Berliner Philharmonikern, beim Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern und beim London Symphony Orchestra sowie London Philharmonie. Auch in Asien und Australien gastiert er regelmäßig, zum Beispiel beim NHK Symphony Orchestra Tokyo, Taiwans National Symphony, Seoul Philharmonie, Sydney und Melbourne Symphony Orchestra. Am Pult stehen herausragende Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Christoph Eschenbach, Ivan Fischer, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Neeme Järvi, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Andres Orozco-Estrada und Andre Previn.

Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte ist Daniel Müller-Schott die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires ein besonderes Anliegen – Sir Andre Previn und Peter Ruzicka haben ihm Cellokonzerte gewidmet.

Höhepunkte der Saison 2018/19 waren das Eröffnungskonzert Settimane Musicali di Ascona mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und Krzysztof Urbanski, Konzerte mit dem Royal Philharmonie Orchestra und Lionel Bringuier, in den USA mit dem Dallas Symphony und dem St. Louis Symphony Orchestra. Hinzu kamen drei ausgedehnte Rezital Tourneen: eine Solo-Tour nach Asien, eine Trio-Tournee mit Julia Fischer und Nils Mönkemeyer sowie mit Baiba Skride und Xavier de Maistre. Die Uraufführung von Sebastian Curriers Klaviertrio hat er gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis in der Carnegie Hall New York und in Chicago gespielt. Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern ist Daniel Müller-Schott Künstlerischer Leiter des „Festspielfrühling Rügen 2019″.

Als Kammermusiker arbeitet er u.a. zusammen mit Nicholas Angelich, Renaud Capucon, lgor Levit, Francesco Piemontesi, Simon Trpceski sowie dem Ebene Quartett und Modigliani Quartett. Internationale Musikfestivals laden Daniel Müller-Schott regelmäßig zu Konzerten ein.

Die aktuelle CD-Neuerscheinung im Herbst 2018 bei ORFEO enthält Werke von Tschaikowsky, Glasunow und Rimski-Korsakow, eingespielt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Aziz Shokhakimov.

Daniel Müller-Schott studierte bei Walter Nothas, Heinrich Schiff und Steven lsserlis. Schon früh erfuhr er zudem persönliche Unterstützung von Anne-Sophie Mutter und ihrer Stiftung, insbesondere durch Verleihung des Aida Stucki Preises unter einem Jahr privaten Unterricht bei Mstislaw Rostropowitsch. Mit fünfzehn Jahren machte er Furore durch den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb für junge Musiker 1992 in Moskau.

Daniel Müller-Schott spielt das ‘Ex Shapiro’ Matteo Goffriller Cello, gefertigt in Venedig 1727.

Malte Hemmerich

Malte Hemmerich (*1992 in Herne) studiert Musikjournalismus in Dortmund. Er war Stipendiat der ersten Akademie für Musikjournalismus 2015. Seit 2016 unterstützt er die Akademie als Fellow und trainiert die Stipendiaten auch 2019 wieder im Onlinejournalismus und betreut den Akademie-Blog. Er ist seither stets mit dem Heidelberger Frühling in Verbindung geblieben, ob als Autor für Programmhefte oder Berichterstatter bei der music conference. Aus der ersten Akademie heraus gründete er mit Christopher Warmuth und Adele Jakumeit das Magazin niusic.de in Zusammenarbeit mit den Ronda-Verlag. Nach einer Hospitanz bei der FAZ schreibt Malte dort und bei der NZZ nun als freier Autor. Für die Salzburger Festspiele verfasst er für das Jubiläumsjahr 2020 eine Festspielgeschichte. Außerdem ist er Redakteur der Streamingplattform takt1. Malte Hemmerich lebt in Dortmund und arbeitet als Kirchenmusiker in Herne.

Christopher Warmuth

Christopher Warmuth studierte Musikjournalismus an der TU Dortmund und Kultur- und Medienmanagement an der HfMT Hamburg.

Er veröffentlicht regelmäßig im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, berichtet im Bayerischen Rundfunk »U21« und »Leporello« und regelmäßig in Fachmagazinen wie VAN, Rondo, crescendo und concerti. Er war an der Gründung des Onlinemagazins »niusic« beteiligt und moderiert unterschiedliche Formate, wie die »Stunde-Danach« an der Oper Dortmund oder das Klassikmagazin terzwerk-TV.

2014 war er Stipendiat des Festivals »Acht Brücken« der Philharmonie Köln, 2015 war er Stipendiat der Festival Akademie des Heidelberger Frühling. Nachdem er 2017 die Akademie als Fellow unterstützt hat, kam er 2018 als Mentor wieder nach Heidelberg und trainiert die Stipendiaten im praktischen Musikjournalismus und im Handwerk des Onlinejournalismus. Seit 2018 ist er Projektleiter der Akademie für Musikjournalismus sowie des »Lab« des Heidelberger Frühling.

Isang Enders Isang Enders © www.workroomk.com - taeuk KANG© www.workroomk.com - taeuk KANG;

Isang Enders

Der Cellist Isang Enders ist mit dem Heidelberger Frühling eng verbunden, zahlreiche Konzerte führten ihn bereits an den Neckar.

Rasch hat er sich als Musiker von neuen Konzeptionen und einer ständigen Spurensuche ausgezeichnet, was er mit seinem extrem breiten Repertoire ständig unter Beweis stellt. Mit seiner jüngsten Veröffentlichung der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach auf CD und Schallplatte wird er als „reflektierter und hoch intelligenter junger Mann“ und als „ein wunderbarer Musiker“ wahrgenommen. „Bach hätte seine Freude an ihm.“ meint Radio Bremen. Auch Eleonore Büning beschreibt Isang Enders’ „überwältigendes spieltechnisches Können und frühreife Auffassungsgabe“, welche zu einer „Interpretation, die sich mit den besten messen kann“ führte.

Isang Enders hat im letzten Jahr zahlreiche Debüts um den ganzen Globus feiern können. So brachte er Unsuk Chins Cellokonzert mit Christian Vasquez nach Stavanger und mit Kwamé Ryan zum Orchestre Philharmonique de Radio France nach Paris. Darüber hinaus war er erstmals zugast beim Bach Festival in Montreal und im Australischen Melbourne. Den Sommer verbrachte Isang Enders beim Marlboro Music Festival in den USA und schloss mit einer Tournee in Südkorea und dem Beethoven-Zyklus mit dem Pianisten Sunwook Kim ab.

Isang Enders kam oft in den Genuss mit großen Dirigenten und Kammermusikpartnern auf den wichtigen Bühnen zu stehen. Er arbeitete mit Zubin Mehta, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung oder Eliahu Inbal und war als Solist im Wiener Musikverein, im Prager Rudolphinum und im Konzerthaus Berlin ebenso, wie bei den großen Festivals von Rheingau, Schleswig-Holstein, Paris und Montreal. Als besonders inspirierend kann man dazu die langjährigen Bindungen mit den Pianisten Igor Levit, Kit Armstrong und Sunwook Kim beschreiben.

Hören wird man Isang Enders dieses Jahr zum ersten Mal in der Royal Festival Hall in London mit dem Philharmonia Orchestra und Werken von Ligeti, Boulez und Salonen. Außerdem führt sein Weg zu Debüts nach Tokyo und Osaka mit dem gesamten Zyklus der Bachsuiten, wie auch Ljubljana oder Tongyeong, der Geburtsstadt von Isang Yun mit einem Cellokonzert von Bruno Mantovani unter Leitung von Christoph Eschenbach. Darüber hinaus trifft Isang Enders sich wieder mit Igor Levit beim Festival Heidelberger Frühling und kehrt zurück zum Orchestre Philharmonique nach Paris und mehrfach zum Seoul Philharmonic Orchestra, unter anderem für die koreanische Erstaufführung von Dutilleux’ Cellokonzert.

1988 in Frankfurt am Main geboren, nahm Isang Enders bereits im Alter von zwölf Jahren ein Jungstudium bei Michael Sanderling auf. Starken Einfluss hatten daraufhin Gustav Rivinius, Truls Mørk und im besonderen die Mentorschaft des amerikanischen Cellisten Lynn Harrell.

Isang Enders spielt auf einem Instrument von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1840 und ist Künstler der Labels Berlin Classics und SONY Music Entertainment.

Frank Dupree

Der 1991 geborene Pianist Frank Dupree ist bereits ein gefragter Solist und engagierter Kammermusiker. Im Verlauf seiner Karriere arbeitete er mit Persönlichkeiten wie Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Eötvös, Wolfgang Rihm, Reinhold Friedrich, Eduard Brunner und Mario Venzago zusammen. Frank Dupree ist Preisträger von über 60 nationalen und internationalen Klavierwettbewerben.

2014 wurde er einziger Preisträger beim 40. Deutschen Musikwettbewerb in Bonn und mit einem Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Im Juni 2014 errang Frank Dupree den 1. Preis beim Dr. Hermann Büttner-Klavierwettbewerb 2014. Prämiert wurde er ebenfalls beim Alaska International Piano-e-Competition (USA) und nahm daran anschließend an der Verbier Festival Academy 2014 teil.
Als Solist konzertiert Frank Dupree mit renommierten Orchestern wie dem SWR Sinfonieorchester Kaiserslautern, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, der Baden-Badener Philharmonie, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Orchestre de Chambre de Paris und dem Minnesota Symphony Orchestra. Neben zahlreichen Engagements in Deutschland führte ihn seine junge Karriere nach Paris, St. Petersburg, Moskau, Rom, Venedig, Wien, Salzburg, Prag, Bukarest, Istanbul, sowie in die USA und nach China.
2011 begann Frank Dupree sein Studium an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Wichtige Impulse gaben zudem Meisterkurse u. a. bei Ralf Gothóni, Günter Ludwig, Klaus Hellwig, Jerome Rose und Alexander Braginsky.

HIYOLI TOGAWA

Hiyoli Togawa

Mit Hiyoli Togawa betritt eine japanisch-australische Bratschistin die Bühne, die schon in sehr jungen Jahren dieses Instrument gewählt hat – aus Liebe zu seinem Klang. Zunächst Studentin bei Rainer Moog an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, wechselte sie später zu Antoine Tamestit.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen gewann Hiyoli Togawa 2013 den Internationalen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen und 2014 den 2. Preis des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs in Pörtschach. Sie wurde mit vielen Sonderpreisen ausgezeichnet und wurde Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und der Orlandus Lassus Stiftung.
Hiyoli Togawa studierte Streichquartett-Spiel beim Artemis-Quartett und bei Hariolf Schlichtig in München. Weitere musikalische Impulse erhielt sie von Ana Chumachenco, Thomas Brandis, Matthias Lingenfelder (Auryn Quartett), Wolfgang Boettcher, Kim Kashkashian und Jean Sulem.
Kammermusikalische und solistische Auftritte führten Hiyoli Togawa durch Europa und Japan. Als Solistin präsentierte sie sich u.a. mit der Klassischen Philharmonie Bonn, der Vogtland Philharmonie und der Chursächsischen Philharmonie. Kammermusikalisch war sie aktiv in Ensembles mit u. a. Bernd Glemser, Hariolf Schlichtig, Christian Altenburger, Peter Bruns und dem Delian Quartett.

Bei Festivals ist Hiyoli Togawa ein gern gesehener Gast, etwa beim Heidelberger Frühling, den Fürstensaal Classix oder dem Chopin Festival Marienbad. Sie spielt eine Testore aus Mailand (1749), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.

Zemlinsky Quartett © Tomáš Bican

Zemlinsky Quartett

František Souček, Violine
Petr Střížek, Violine
Petr Holman, Viola
Vladimír Fortin, Violoncello

Das Zemlinsky Quartett knüpft seit seinem Bestehen 1994 an die reiche Tradition der tschechischen Quartett-Schule an. Es gewann den ersten Preis im Internationalen Wettbewerb für Streichquartette in Bordeaux (2010), ist Preisträger des Prager Frühlings und der internationalen Streichquartettwettbewerbe im kanadischen Banff und in London, wo es zugleich den Publikumspreis errang. Auch aus anderen Wettbewerben ging es als Sieger hervor (Beethovenův Hradec, New Talent Bratislava, Wettbewerb der B.-Martinů-Stiftung Prag). Im Jahre 2005 wurde dem Quartett der Preis des Tschechischen Vereins für Kammermusik verliehen und 2009 der Förderpreis des Alexander-Zemlinsky-Fonds in Wien. Im Rahmen seiner Tourneen bereiste das Quartett bereits vier Kontinente. Sein Repertoire umfasst mehr als 200 Werke führender tschechischer und internationaler Komponisten. Nach den erfolgreichen Einspielungen tschechischer Musik auf den ersten beiden CDs unterschrieb das Zemlinsky-Quartett einen exklusiven Aufnahmevertrag mit der französischen Firma Praga Digitals. Für sie hat es bereits vierzehn Titel einschließlich eines Satzes von vier CDs mit dem frühen Quartettschaffen A. Dvořáks aufgenommen, wofür es den prestigeträchtigen französischen Schallplattenpreis „Diapason d´Or“ erhielt. Zahlreiche Aufnahmen machte das Quartett auch für den Tschechischen Rundfunk.

Während des Studiums am Prager Konservatorium und an der Prager Musikhochschule wurde das Quartett zunächst von Musikern renommierter tschechischer Kammerensembles geschult: des Quartetts der Hauptstadt Prag, des Talich-, Kocian- und Pražák-Quartetts. Später studierte das Quartett bei dem legendären Musikpädagogen und Primarius des LaSalle-Quartetts Walter Levin. In den Jahren 2006-2011 assistierten die Mitglieder des Zemlinsky-Quartetts an der Musikakademie Basel in der Schweiz und lehrten an der Internationalen Sommer-Musikakademie in Pilsen, das sie auch mitorganisierten (2007-2011). Im Rahmen ihrer Turneen unterrichten sie auch in Meisterkursen für Studenten sämtlicher Alterskategorien. F. Souček und P. Holman haben seit kurzem auch Lehraufträge am Prager Konservatorium.

Oliver Wille © Molina

Oliver Wille

Oliver Wille wurde in Berlin geboren und begann im Alter von fünf Jahren Jahren, Geige zu spielen. Ausgebildet wurde er u. a. an den Musikhochschulen Berlin und Köln, der Indiana University Bloomington sowie dem New England Conservatory Boston. Zu seinen Lehrern zählten Eberhard Feltz, Christoph Poppen, Mauricio Fuks, Ulf Wallin und Michelle Auclair.

Mit Jana Kuss gehört der damals 14-jährige zu den Gründungsmitgliedern des Kuss-Quartetts. Oliver moderiert zudem regelmäßig Gesprächskonzerte, gestaltet neue Konzertformate, leitet Workshops und Moderationen z. B. beim Heidelberger Streichquartettfest, schreibt Texte für Programmhefte und CD-Booklets.
Seit Oktober 2011 unterrichtet Oliver als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule in Hannover, wo er eine internationale Quartett-Klasse betreut. Neuerdings hat er eine ausserdem eine Gastprofessur als International Chair in Violin sowie als Leiter einer neuen Quartett Akademie am Birmingham Conservatory, England, inne.

Oliver spielte in Orchestern der Deutschen Oper, der Komischen Oper und dem Konzerthausorchester Berlin, im Sinfonieorchester des hr Frankfurt sowie mit der Camerata Bern und dem Mahler Chamber Orchester, reiste u.a. unter Dirigenten wie Christian Thielemann, Claudia Abbado und Daniel Harding und Andris Nelson.

2011 übernahm er als 2.Vorsitzender die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe in Hannover und wird ab 2014 jährlich als Kurator eine Quartettwoche im neuen Saal des Frankfurter Holzhausenschlösschens künstlerisch gestalten. Ebenso ist Oliver Wille seit 2016 Künstlerischer Leiter der Sommerlichen Musiktage Hitzacker.